Zum Inhalt springen

Richard R. Ernst

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 20. Juli 2024 um 07:47 Uhr durch imported>Nicole Graf (Link gecheckt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Richard R. Ernst 2020 in Winterthur
Richard R. Ernst 2020 in Winterthur
Datei:Richard R Ernst.jpg
Richard R. Ernst (2009)
Datei:Richard R. Ernst 1980s (cropped).jpg
Richard R. Ernst (ca. 1986)
Datei:Richard R. Ernst ca. 1980.jpg
Richard R. Ernst (ca. 1980)

Richard Robert Ernst (* 14. August 1933 in Winterthur; † 4. Juni 2021 ebenda<ref>Schweizer Chemie-Nobelpreisträger Richard Ernst ist verstorben. In: SRF.ch, 8. Juni 2021.</ref>) war ein Schweizer Chemiker, der 1991 den Nobelpreis für Chemie erhielt.

Leben

Richard R. Ernst studierte an der ETH Zürich Chemie und schloss 1962 mit einer Dissertation bei Hans H. Günthard und Hans Primas über das Thema Kernresonanz-Spektroskopie mit stochastischen Hochfrequenzfeldern<ref>Richard R. Ernst: Kernresonanz-Spektroskopie mit stochastischen Hochfrequenzfeldern</ref> sein Doktorat in physikalischer Chemie ab.<ref>Informationen zu und akademischer Stammbaum von Richard R. Ernst bei academictree.orgVorlage:Abrufdatum</ref> Von 1962 bis 1968 wirkte er als Forscher bei der Firma Varian Associates in Palo Alto, Kalifornien, wo er die magnetische Kernspinresonanz (NMR)-Fourierspektroskopie, Rauschentkopplung und weitere Methoden entwickelte. 1968 kehrte er als Privatdozent für physikalische Chemie an die ETH Zürich zurück. 1972 folgte die Wahl zum ausserordentlichen Professor für das gleiche Lehrgebiet und ab 1976 war er Ordinarius. Ernst baute eine Forschungsgruppe in NMR-Spektroskopie mit Schwergewicht auf methodischen Entwicklungen in flüssiger und fester Phase auf. Er stimulierte die Entwicklung der medizinischen Magnetresonanz-Tomographie. In Zusammenarbeit mit Kurt Wüthrich leistete er wichtige Beiträge zur Entwicklung der NMR-Strukturbestimmungsmethode von Biopolymeren in Lösung. Für seine bahnbrechenden Beiträge zur Entwicklung der hochauflösenden magnetischen Kernresonanz-Spektroskopie (NMR) erhielt er 1991 den Nobelpreis für Chemie.<ref>Michael Simm: Richard Ernst – Nobelpreis für die NMR-Spektroskopie, "Die Welt", 17. Oktober 1991</ref> 1998 emeritierte er.

Richard R. Ernst war unter anderem Mitglied des Schweizerischen Wissenschaftsrates (2000–2002)<ref>Schweizerischer Wissenschaftsrat SWR: Ehemalige Ratsmitglieder 2000-2011. Abgerufen am 16. Mai 2020.</ref>, des Stiftungsrates der Marcel-Benoist-Stiftung und des Hochschulrates der Technischen Universität München.

Er erhielt zahlreiche weitere Ehrungen, darunter den Wolf-Preis (1991), den Louisa-Gross-Horwitz-Preis (1991) und den Marcel-Benoist-Preis (1986). Er war Ehrendoktor der ETH Lausanne, der TU München, der Universität Zürich, der Universität Antwerpen, der Babeș-Bolyai-Universität Cluj und der Universität Montpellier. Er war Mitglied der US National Academy of Sciences, Foreign Member der Royal Society, London, der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina,<ref>Mitgliedseintrag von Richard R. Ernst (mit Bild und CV) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher LeopoldinaVorlage:Abrufdatum</ref> der Russischen Akademie der Wissenschaften, der Koreanischen Akademie der Wissenschaft und Technologie, ordentliches Mitglied der Academia Europaea (1989),<ref>Eintrag auf der Internetseite der Academia Europaea</ref> der American Academy of Arts and Sciences und Ehrenmitglied vieler weiterer Gesellschaften. Seit 1998 vergibt die Fachgruppe magnetische Resonanzspektroskopie der Gesellschaft Deutscher Chemiker jährlich einen nach ihm benannten Preis an drei Nachwuchswissenschaftler.<ref>Ernst Award | Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. November 2020; abgerufen am 20. Juli 2024.</ref>

Richard Ernst lebte in Winterthur und starb dort Anfang Juni 2021 im Alter von 87 Jahren.<ref>Traueranzeige Richard R. Ernst (Süddeutsche Zeitung). Abgerufen am 19. Juni 2021.</ref>

Autobiographie

  • Nobelpreisträger aus Winterthur: Autobiografie, in Zusammenarbeit mit Matthias Meili, Baden (Schweiz): Hier und Jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, ISBN 978-3-03919-501-5.

Literatur

Weblinks

Commons: Richard Ernst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1978: Carl Djerassi | 1979: Hermann F. Mark | 1980: Henry Eyring | 1981: Joseph Chatt | 1982: John C. Polanyi, George C. Pimentel | 1983/4: Herbert S. Gutowsky, Harden M. McConnell, John S. Waugh | 1984/5: Rudolph Arthur Marcus | 1986: Elias James Corey, Albert Eschenmoser | 1987: David C. Phillips, David M. Blow | 1988: Joshua Jortner, Raphael David Levine | 1989: Duilio Arigoni, Alan Battersby | 1990: nicht vergeben | 1991: Richard R. Ernst, Alexander Pines | 1992: John Anthony Pople | 1993: Ahmed Zewail | 1994: Richard A. Lerner, Peter G. Schultz | 1995: Gilbert Stork, Samuel Danishefsky | 1996: nicht vergeben | 1998: Gerhard Ertl, Gábor A. Somorjai | 1999: Raymond Lemieux | 2000: Frank Albert Cotton | 2001: Henri Kagan, Ryōji Noyori, Barry Sharpless | 2002–03: nicht vergeben | 2004: Harry B. Gray | 2005: Richard N. Zare | 2006/7: Ada Yonath, George Feher | 2008: William Moerner, Allen J. Bard | 2009–10: nicht vergeben | 2011: Stuart A. Rice, Ching W. Tang, Krzysztof Matyjaszewski | 2012: A. Paul Alivisatos, Charles M. Lieber | 2013: Robert Langer | 2014: Chi-Huey Wong | 2015: nicht vergeben | 2016: Kyriacos Costa Nicolaou, Stuart Schreiber | 2017: Robert G. Bergman | 2018: Omar Yaghi, Makoto Fujita | 2019: Stephen L. Buchwald, John F. Hartwig | 2020: nicht vergeben | 2021: Leslie Leiserowitz, Meir Lahav | 2022: Bonnie Lynn Bassler, Carolyn Bertozzi, Benjamin F. Cravatt | 2023: Chuan He, Hiroaki Suga, Jeffery W. Kelly | 2024: nicht vergeben | 2025: Helmut Schwarz Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Träger des Nobelpreises in Chemie

Vorlage:Hinweisbaustein