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Triethylphosphit

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Strukturformel
Struktur von Triethylphosphit
Allgemeines
Name Triethylphosphit
Andere Namen

Phosphorigsäuretriethylester

Summenformel C6H15O3P
Kurzbeschreibung

farblose übelriechende Flüssigkeit<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 204-552-5
ECHA-InfoCard 100.004.139
PubChem 31215
ChemSpider 28956
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 166,16 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig<ref name="GESTIS" />

Dichte

0,96 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

−112 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

156 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck
Löslichkeit
  • mischbar mit organischen Lösemitteln<ref name="Römpp"/>
  • nahezu unlöslich in Wasser (Hydrolyse)<ref name="Römpp"/>
Brechungsindex

1,4127 (20 °C)<ref name="CRC90_3_498">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-498.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 226​‐​302​‐​317​‐​412
P: 210​‐​233​‐​273​‐​280​‐​301+312​‐​303+361+353<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Triethylphosphit ist der Triethylester der Phosphorigen Säure.

Darstellung und Gewinnung

Triethylphosphit lässt sich durch die Umsetzung von Phosphortrichlorid mit Ethanol herstellen.<ref name="Römpp"/>

<chem>PCl3 + 3 C2H5OH -> P(OC2H5)3 + 3 HCl</chem>

Eigenschaften

Triethylphosphit ist eine farblose, charakteristisch riechende Flüssigkeit.<ref name="Römpp">Eintrag zu Triethylphosphit. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Der Siedepunkt liegt bei einem Druck von 1013 hPa bei 158 °C, unter einem reduzierten Druck von 19 hPa bei 54 °C.<ref name="Römpp"/> Die Dampfdruckfunktion ergibt sich nach Antoine entsprechend log10(P) = A−(B/(T+C)) (P in Torr, T in °C) mit A = 7,2, B = 1683 und C = 230 im Temperaturbereich von 20 °C bis 156 °C.<ref>E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen - Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase, Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft GmbH, Bremerhaven 2003.</ref> Die Verbindung bildet oberhalb des Flammpunktes leicht entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt bei 44 °C.<ref name="Römpp"/> Der Explosionsbereich liegt zwischen 3,75 Vol.‑% als untere Explosionsgrenze (UEG) und 42,5 Vol.‑% als obere Explosionsgrenze (OEG).<ref name="Römpp"/> Die Zündtemperatur beträgt 250 °C.<ref name="GESTIS" /> Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T3.

Oberhalb von 260 °C erfolgt die thermische Zersetzung unter Bildung von Phosphoroxiden, Ethanol und Phosphin.<ref name="Roth Weller">Roth/Weller: Gefährliche Chemische Reaktionen, ecomed SICHERHEIT, Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm GmbH, Ausgabe 08/2011.</ref> Die Verbindung reagiert heftig und mit starker Wärmeentwicklung mit Wasser. Bei der Hydrolyse wird leichtentzündliches Ethanol gebildet.<ref name="Roth Weller"/> Der Kontakt mit Magnesiumperchlorat (z. B. als Trockenmittel) führt unter Bildung von explosiven Ethylperchlorat zu einer heftigen Reaktion oder Explosion.<ref name="Roth Weller"/>

Verwendung

Bei der industriellen Herstellung des Insektizids Chlorfenvinphos dient Triethylphosphit als Ausgangsstoff. In der Organischen Chemie wird es häufig zur Synthese von Olefinen, Alkinen, Dehydrodimeren und von Stickstoffheterocyclen aus aromatischen Nitroverbindungen verwendet. Über die Michaelis-Arbusow-Reaktion lassen sich Phosphonate über die Perkow-Reaktion Vinylphosphate herstellen. Bei der Herstellung von Alkenen aus 1,2-Diolen nach der Corey-Winter-Reaktion dient Triethylphosphit als desulfurierendes Reagenz.<ref name="Römpp"/> In metallorganischen Verbindungen und Metallkomplexen kann es als Ligand eingesetzt werden. Solche Verbindungen dienen z. B. als Isomerisierungskatalysatoren.<ref name="Römpp"/>

Einzelnachweise

<references />