Hornsegen
Hornsegen Gemeinde Großhabersdorf
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(30)&title=Hornsegen 49° 26′ N, 10° 47′ O
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| Höhe: | 355 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 30 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 90613 | |||||
| Vorwahl: | 09105 | |||||
Hornsegen (fränkisch: Hoan-seegn<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 54. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hoʳnsēgn“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Großhabersdorf im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Hornsegen liegt in der Gemarkung Deberndorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Der Weiler liegt von Acker- und Grünland umgeben nördlich von Großhabersdorf am Reichenbach, einem linken Zufluss der Bibert. Im Nordwesten wird die Flur Flecken genannt, im Nordosten Galgenberg, im Südosten Weiherleiten und im Südwesten Schwarzenbachfeld. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Ballersdorf (1 km östlich), nach Oberreichenbach (1,6 km westlich) und nach Deberndorf (1 km nordöstlich) jeweils zur Kreisstraße FÜ 19 und nach Großhabersdorf zur Staatsstraße 2245.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1288 als „Hornsege“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname setzt sich aus den althochdeutschen Worten „horo“ (=Schmutz, Sumpf) und „sīhan, sigan“ (=niederfallen, tröpfeln) zusammen und weist auf ein sumpfiges Gelände hin. Der Ort war zu dieser Zeit Sitz eines Verwaltungsamts des Klosters Herrieden.<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 54.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hornsegen vier Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über die vier Höfe hatte das Rittergut Neudorf.<ref name="H128">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 128.</ref> 1800 gab es im Ort ebenfalls vier Anwesen.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 766.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hornsegen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Deberndorf und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Deberndorf zugeordnet.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 228.</ref> Am 31. Dezember 1971 wurde die Gemeinde im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und Hornsegen nach Großhabersdorf eingegliedert.<ref>Großhabersdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 23. April 2025.</ref>
Ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 10: breit lagerndes, erdgeschossiges aus Sandsteinquadern errichtetes Wohnstallhaus des frühen 18. Jahrhunderts; am Westgiebel Inschrift „FJM 1820“ (?); dreigeschossiger Ostgiebel, reiches Fachwerk (K-Streben, Andreaskreuze)<ref>A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth, S. 109. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Walburg (Großhabersdorf) gepfarrt.<ref name="H128"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Otto (Cadolzburg) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Struktur. In: ssb-clw.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 22. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hornsegen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 766 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 18). Deutscher Kunstverlag, München 1963, DNB 451450957, S. 109.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 128 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Wiessner Stadt- und Landkreis Fürth
Weblinks
- Hornsegen. In: grosshabersdorf.de. Abgerufen am 9. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hornsegen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Hornsegen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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