Weihersmühle (Großhabersdorf)
Weihersmühle Gemeinde Großhabersdorf
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(19)&title=Weihersm%C3%BChle 49° 23′ N, 10° 47′ O
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dim=10000 | globe= | name=Weihersmühle | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 333 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 19 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 90613 | |||||
| Vorwahl: | 09105 | |||||
Weihersmühle (fränkisch: Waieas-miel<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 101. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „waieʳsmīl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Großhabersdorf im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Weihersmühle liegt in der Gemarkung Großhabersdorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Der Weiler liegt am Weihersmühlbach, einem rechten Zufluss der Bibert, und am Weihersmühler Graben, der beim Ort als linker Zufluss in den Weihersmühlbach mündet. 0,5 km nordöstlich des Ortes befindet sich das Flurgebiet Reut mit den Stöckaweihern. Weihersmühle liegt an der Staatsstraße 2410, die nach Bürglein (1,1 km südöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2246 bei Schwaighausen führt (1,3 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1402 im Salbuch des Klosters Heilsbronn als „Weirsmuͤl“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bezieht sich auf in der Nähe gelegene Weiher.<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 101.</ref>
Laut dem 16-Punkte-Bericht des Klosteramts Heilsbronn aus dem Jahr 1608 hatte die Weihersmühle das Klosterverwalteramt Heilsbronn als Grundherrn.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/2, 16. Zitiert nach Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Band 2. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8, S. 740. </ref> Im Dreißigjährigen Krieg brannte die Mühle mit der Scheune ab.<ref>Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 170 (Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Weihersmühle zwei Anwesen (eine Mühle, eine Ziegelhütte). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal auszuliefern. Beide Anwesen hatten das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Bonnhof als Grundherrn.<ref name="H186">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 186.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Weihersmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Großhabersdorf und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Großhabersdorf zugeordnet.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 228.</ref><ref>Großhabersdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 23. April 2025.</ref>
1820 entstand bei der Weihersmühle eine Tabakfabrik.
Heute wird das Anwesen als Fachklinik Weihersmühle genutzt, in der junge, suchtkranke Männer (18–40 Jahre) Therapie erhalten. Träger der Klinik ist der Katholische Männerfürsorgeverein München, der Mitglied im Deutschen Caritasverband ist.<ref>Website der Fachklinik Weihersmühle</ref>
Baudenkmal
- Haus Nr. 1: ehemalige Mühle mit Scheune und Toreinfahrt<ref>Denkmalliste für Großhabersdorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Bürglein) gepfarrt.<ref name="H186"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Walburga (Großhabersdorf) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrei Roßtal. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 22. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Weihersmühle. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 125 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 18). Deutscher Kunstverlag, München 1963, DNB 451450957, S. 170.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 186 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Wiessner Stadt- und Landkreis Fürth
Weblinks
- Weihersmühle. In: grosshabersdorf.de. Abgerufen am 9. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Weihersmühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Weihersmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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