Zum Inhalt springen

Zwiebelkuchen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. Oktober 2025 um 15:33 Uhr durch imported>Dirk Lenke (Änderung 259724009 von ~2025-21860-5 rückgängig gemacht; Beleg? Relevanz?).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Zwiebelkuchen 1.JPG
Viereckiger Zwiebelkuchen
Datei:Zwiebelkuchen.JPG
Runder Zwiebelkuchen

Der Zwiebelkuchen ist ein herzhafter Kuchen, der nach seinem hauptsächlichen Belag, den Zwiebeln, benannt ist. Bekannt ist der Kuchen im süddeutschen, ostdeutschen und im schweizerischen Raum sowie im Elsass.

Varianten

In Deutschland

Datei:Federweisser und Zwiebelkuchen 2011.JPG
Zwiebelkuchen mit Federweißem

In Deutschland handelt es sich meist um einen viereckigen oder runden Blechkuchen aus Hefeteig oder einen eher der Quiche lorraine vergleichbaren Kuchen auf Basis von Mürbeteig. Neben den Zwiebeln werden für den Belag häufig Sauerrahm oder süße Sahne, Eier und Speckwürfel verwendet.

Im Gegensatz zum Flammkuchen werden die Zwiebeln meist nicht roh verwendet, sondern kleingeschnitten und vor dem Aufbringen auf den Teig in Butter oder im ausgelassenen Fett des für die Auflage verwendeten Specks gedünstet. Anschließend werden sie mit den restlichen Zutaten verrührt und die Masse zuletzt mit Salz und Kümmel abgeschmeckt. Dabei soll der Kümmel zur besseren Bekömmlichkeit des Zwiebelkuchens beitragen.

Vor allem in Sachsen-Anhalt und Sachsen werden weder Zwiebeln noch Speck vorher angebraten, sondern direkt auf den Teig gegeben und dann mit einer Masse aus Ei und Sauerrahm übergossen, welche beim Backen aufgeht. Die rohen Zwiebeln benötigen eine längere Backzeit, der Belag ist deswegen häufig dicker als im süddeutschen Raum üblich.

Vor allem im Herbst beim Weimarer Zwiebelmarkt und bei Weinfesten in deutschen Weinbauregionen – etwa in Württemberg, Baden, an Rhein, Mosel, Saar (dort als Zwiwwelkuche oder Quiche) und Nahe, in der Pfalz, in Hessen oder in Franken – wird Zwiebelkuchen angeboten. Er wird gerne warm gegessen; nach dem Erkalten kann er – auch portionsweise – im Mikrowellengerät wieder auf Temperatur gebracht werden. Als traditioneller Begleiter gilt Neuer Wein, in der Regel Federweißer. Auch Wein, beispielsweise ein trockener Riesling, oder verschiedene Biersorten eignen sich als Begleitgetränk.

In der Schweiz

In Basel ist Zwiebelkuchen (dort Zwiebelwähe genannt) neben Käsewähe die traditionelle Speise, die den sogenannten Morgestraich und die dreitägige Fasnacht begleitet.

Am Berner Zibelemärit sind Zwiebelkuchen, Berndeutsch Zibelechueche, und Käsekuchen ebenfalls das traditionelle Essen.<ref>Zibelemärit. In: lebendige-traditionen.ch. Bundesamt für Kultur, abgerufen am 30. August 2021.</ref>

Im Elsass

Im Elsass wird der Zwiebelkuchen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) genannt, im örtlichen alemannischen Dialekt Zwiwwelkuech.

Literatur

  • Amalie Schneider-Schlöth: Basler Kochschule – eine leichtfassliche Anleitung zur bürgerlichen und feineren Kochkunst. 14. Auflage, vollständig neu bearbeitet von Andreas Morel. Basel 1983, ISBN 3-7245-0529-9, S. 30 (Nr. 6).
  • Online-Artikel: Zwiebelkuchen und Federweißer. In: Zeit Online. 24. September 2009 (Rezept auf Zeit.de – mit Rezepten deutscher Spitzenköche).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein