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Magnesiumbromid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Magnesiumbromid
Vorlage:Farbe Mg2+ 0 Vorlage:Farbe Br
Allgemeines
Name Magnesiumbromid
Andere Namen
Verhältnisformel MgBr2
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff<ref name=strem/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 82241
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 184,11 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,72 g·cm−3 (25 °C)<ref name="sigma" />

Schmelzpunkt

711 °C<ref name="sigma"/>

Löslichkeit

gut in Wasser (1015 g·l−1 bei 20 °C)<ref name=strem>Datenblatt Vorlage:Linktext-Check (PDF) bei StremVorlage:Abrufdatum</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Magnesiumbromid ist das Magnesiumsalz der Bromwasserstoffsäure (HBr). Es zählt zur Gruppe der Bromide und hat die Summenformel MgBr2.

Vorkommen

Magnesiumbromid kommt natürlich in Kalilagerstätten (Bromide kommen in Kalisalzen etwa im Verhältnis von 1:300 zu den analogen Chloriden vor) und im Meerwasser (in einer Konzentration von etwa 70 g/m³) vor.

Gewinnung und Darstellung

Es existieren einige Möglichkeiten zur Herstellung von Magnesiumbromid. Zum einen kann Magnesiumbromid durch Reaktion einer Magnesiumhydroxidlösung (gewonnen aus Magnesiumchlorid) mit Bromwasserstoff gewonnen werden.

<math>\mathrm{Mg(OH)_2 + 2 \ HBr + 4 \ H_2O \longrightarrow \ MgBr_2 + 6 \ H_2O}</math>

Eine weitere Möglichkeit ist durch die Darstellungen aus den Elementen gegeben. Diese Reaktion wird in wasserfreiem Diethylether durchgeführt, da das direkte Zutropfen elementaren Broms auf metallisches Magnesium eine zu heftige Reaktion verursachen würde.

<math>\mathrm{Mg + Br_2 \longrightarrow MgBr_2}</math>

Eigenschaften

Magnesiumbromid ist ein farbloses, hygroskopisches Pulver und tritt auch als Hexahydrat auf, welches bei 165 °C zu wasserfreiem Magnesiumbromid dehydratisiert. Es kristallisiert im trigonalen Polytyp 2H von Cadmiumiodid mit den Gitterparametern a = 4,154 Å und c = 6,862 Å.<ref>M.A. Brogan, A.J. Blake, C. Wilson, D.H. Gregory: Magnesium diiodide, MgI2. In: Acta Crystallographica, C59, 2003, S. i136–i138, doi:10.1107/S0108270103025769.</ref>

Verwendung

Magnesiumbromid kann zur Herstellung von Brom aus bromidhaltigen Laugen verwendet werden.

<math>\mathrm{MgBr_2 + Cl_2 \longrightarrow Br_2 + MgCl_2}</math>

In der organischen Synthese wird die Verbindung als Lewis-Säure-Katalysator eingesetzt, wobei eine Stabilisierung von Übergangszuständen bei Additionsreaktionen erfolgt.<ref name=Roempp>Eintrag zu Magnesiumbromid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref><ref>Yuji Kazuta, Hiroshi Abe, Akira Matsuda, Satoshi Shuto: Highly Stereoselective Grignard Addition to Cis-Substituted C-Cyclopropylaldonitrones. The Bisected s-Trans Transition State Can Be Stabilized Effectively by the Lewis Acid-Coordination in J. Org. Chem. 69 (2004) 9143–9150, doi:10.1021/jo048637e.</ref> Weiterhin können Alkylbromide aus den Tosylaten primärer und sekundärer Alkohole erhalten werden.<ref name=Roempp/>

Einzelnachweise

<references/>

Literatur

  • Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 905–907.

Vorlage:Klappleiste/Anfang Magnesiumfluorid | Magnesiumchlorid | Magnesiumbromid | Magnesiumiodid Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang Berylliumbromid | Magnesiumbromid | Calciumbromid | Strontiumbromid | Bariumbromid | Radiumbromid Vorlage:Klappleiste/Ende