Union der Freisinnigen und Liberalen
Die Union der Freisinnigen und Liberalen (UFL) war ein Parteiverbund der Freisinnig-Demokratischen Partei der Schweiz (FDP) und der Liberalen Partei der Schweiz (LPS). Sie wurde 2005 gegründet und war – wie auch ihre Bundeshausfraktion – ein Motor der Fusion von beiden Unionsparteien zur gemeinsamen Partei «FDP.Die Liberalen» Ende 2008.
Geschichte
Die UFL wurde am 25. Juni 2005 in Neuenburg an einer gemeinsamen Delegiertenversammlung der beiden Teilnehmerparteien gegründet.<ref>«Ziehen Sie mit!» (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ). Website von Fulvio Pelli (Rede); <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ansprache des LPS-Präsidenten ( vom 31. Oktober 2007 im Internet Archive). In: fdp.ch. 25. Juni 2005 (Ansprache von Claude Ruey am UFL-Gründungskongress).</ref> Ihr Ziel war die Bündelung der liberalen Kräfte der Schweiz; gemäss den am Gründungskongress angenommenen Statuten<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Statuten. Union der Freisinnigen und Liberalen ( vom 31. Oktober 2007 im Internet Archive). In: fdp.ch. 25. Juni 2005.</ref> konnten weitere liberale Strömungen in die UFL aufgenommen werden. FDP und LPS blieben nach der UFL-Gründung eigenständige Parteien mit eigenen Parteiorganen. Die Teilnehmerparteien koordinierten ihre Politik an den periodisch stattfindenden Delegiertenversammlungen der UFL, auch die Leitungen der Parteien trafen sich regelmässig. Die Aktivitäten wurden durch den politischen Verantwortlichen der UFL koordiniert.<ref>Union der Freisinnigen und Liberalen erhält ein Gesicht – Pierre Weiss ist erster politischer Verantwortlicher (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ). In: fdp.ch. 11. November 2005 (Medienmitteilung).</ref>
Die Nationalräte und Ständeräte der FDP und der LPS bildeten bereits 2003 in der Bundesversammlung unter der Leitung des Tessiner FDP-Nationalrates Fulvio Pelli eine gemeinsame freisinnig-liberale Fraktion, die 2008 mit Blick auf die geplante Fusion auf FDP-Liberale Fraktion umbenannt wurde. An den eidgenössischen Parlamentswahlen von 2007 erhielt die UFL 17,5 % Wählerstimmen, ihrer Fraktion gehörten damals 35 Nationalräte und 12 Ständeräte an. Mit 8 Nationalrätinnen und 3 Ständerätinnen hatte die Fraktion einen 22,9-%igen Frauenanteil, im Fraktionspräsidium unter der Leitung der Urner FDP-Nationalrätin Gabi Huber war 2008 eine Frauenmehrheit.
2007 fusionierten die Frauengruppierungen von FDP und LPS unter dem Namen «FDP-Frauen Schweiz – Wir Liberale».<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zusammenschluss von FDP Frauen und liberalen Frauen. ( des Vorlage:IconExternal vom 2. März 2008 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.In: news.ch. 30. Dezember 2007;. In: Le Matin. 29. Dezember 2007.</ref> Danach vollzogen mehrere Kantonalparteien des Freisinns und der Liberalen ihre Fusion auf kantonaler Ebene. Die Jungfreisinnigen realisierten 2008 ihre Fusion mit der Jungliberalen Partei der Schweiz ebenfalls. Schliesslich fusionierten die beiden Unionsparteien per 1. Januar 2009 auf nationaler Ebene zur gemeinsamen liberalen Partei FDP.Die Liberalen;<ref>Matthias Saxer: FDP und Liberale gründen nationale Partei. In: Neue Zürcher Zeitung. 25. Februar 2008.</ref> damit wurde die UFL durch ihre Gründer per 31. Dezember 2008 aufgelöst.
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Union Libérale Radicale ( vom 24. Februar 2008 im Internet Archive) auf der Website der LPS (französisch)
Einzelnachweise
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