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Malchen

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Malchen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1078)&title=Malchen 49° 47′ N, 8° 39′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1078) 49° 47′ 21″ N, 8° 39′ 6″ O
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Höhe: 174 (156–209) m ü. NHN
Fläche: 1,03 km²<ref name=Gindex />
Einwohner: 1078 (31. Dez. 2017)<ref>Daten des Einwohnermeldeamts Seeheim-Jugenheim, Information der Abt. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Seeheim-Jugenheim, 20. September 2018</ref>
Bevölkerungsdichte: 1.048 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Eingemeindet nach: Seeheim
Postleitzahl: 64342
Vorwahl: 06151
Datei:Ortseinfahrt von Malchen, Seeheim-Jugenheim, Hessen.jpg
Die Ortseinfahrt von Malchen

Malchen ist ein Ortsteil der Gemeinde Seeheim-Jugenheim im südhessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Geographie

Malchen liegt von Wald umgeben am Fuß der Burg Frankenstein im Naturpark Bergstraße-Odenwald an der Bergstraße im Odenwald. Für den Ortsteil Malchen besteht eine eigene Gemarkung.<ref name=Gindex>Gemarkung Malchen. In: GEOindex. Abgerufen im Dezember 2024.</ref> Der Siedlungsplatz Kinderkurheim liegt innerhalb der Gemarkung.<ref>Kinderkurheim, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 28. Januar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>

Geschichte

Ortsgeschichte

Malchen wurde in den 1380er Jahren erstmals und später als Malche (1420) und 1485 mit dem heutigen Malchen urkundlich erwähnt.<ref name="lagis" /> Folgende Ereignisse sind in der Folgezeit urkundlich belegt:<ref name="lagis" />

1420 verkaufen Ritter Johann von Löwenstein der Jüngere und seine Ehefrau Ilea die durch letztere ererbten Teile an den Dörfern und Gerichten des Amts Tannenberg, darunter Malchen, dem Pfalzgrafen Ludwig zu Eigentum. Im gleichen Jahr verkaufen auch Hademar zu Laber ihre Rechte an Malchen an den Pfalzgrafen und der Ort fällt unter die Herrschaft der Grafschaft Erbach.
1571 gehört Malchen zum Amt Auerbach.
1714 gelangt Malchen mit dem Verkauf von Amt Seeheim und Tannenberg durch die Erbach an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt.

Die Kapelle wurde 1514 erwähnt. Malchen gehörte wie Seeheim im frühen Mittelalter zur Herrschaft der Herren von Bickenbach und fiel dann an die Grafschaft Erbach. Im Jahr 1714 ist die Grafschaft Erbach, die 500 Jahre über das Odenwaldgebiet herrschte, gezwungen aus Geldnot Malchen als Zubehör zum Amt Seeheim-Tannenberg an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt zu verkaufen. In Hessen bzw. dessen Vorgängerstaaten verblieb es dann bis heute.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1829 über Malchen:

„Malchen (L. Bez. Bensheim) luth. Filialdorf; liegt 234 St. von Bensheim, und hat eine Kapelle, 22 Häuser und 159 luth. Einw, unter welchen sich 11 Bauern, 3 Handwerker und 11 Taglöhner befinden. Hier sind gute Leinewandbleichen. Dieser Ort wahrscheinlich erst in neuern Zeiten entstanden, weil er nicht in ältern Urkunden vorkommt, war ein Zugehör des Schlosses Tannenberg. Er kam nachher an die Grafen von Erbach und von diesen 1714 durch Kauf an Hessen.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde Malchen zum 31. Dezember 1971 auf freiwilliger Basis zunächst in die Gemeinde Seeheim eingegliedert.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschluss und Gliederung von Gemeinden vom 29. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 3, S. 84, 87, Punkt 93, Nr. 62 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,0 MB]).</ref> Diese wiederum wurde zu 1. Januar 1977 mit Jugenheim a. d. Bergstraße kraft Landesgesetz zunächst unter dem Namen Seeheim zusammengeschlossen.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg und der Stadt Darmstadt (GVBl. Nr. 330–334) vom 26. Juli 1974. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 22, S. 318, § 5 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,5 MB]).</ref> Am 1. Januar 1978 wurde diese Gemeinde amtlich in Seeheim-Jugenheim umbenannt.<ref></ref> Für den Ortsteil Malchen wurde ein Ortsbezirk eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 53 kB) §; 5. In: Webauftritt. Gemeinde Seeheim-Jugenheim, abgerufen im Dezember 2022.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Malchen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Gerichte

Zuständiges Gericht erster Instanz war<ref name=lagis />

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011 in Malchen 942 Einwohner. Darunter waren 87 (9,2 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 135 Einwohner unter 18 Jahren, 360 zwischen 18 und 49, 231 zwischen 50 und 64 und 219 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 429 Haushalten. Davon waren 129 Singlehaushalte, 153 Paare ohne Kinder und 105 Paare mit Kindern, sowie 27 Alleinerziehende und 15 Wohngemeinschaften. In 102 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 273 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

• 1629: 024 Hausgesesse<ref name="lagis" />
• 1806: 110 Einwohner, 18 Häuser<ref name="EW1806">Verzeichnis der Ämter, Orte, Häuser, Einwohnerzahl. (1806)HStAD Bestand E 8 A Nr. 352/4. In: Archivinformationssystem Hessen (Arcinsys Hessen), Stand: 6. Februar 1806.</ref>
• 1829: 159 Einwohner, 22 Häuser<ref name="GW" />
• 1867: 152 Einwohner, 24 Häuser<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref>
Malchen: Einwohnerzahlen von 1781 bis 2017
Jahr  Einwohner
1781
  
96
1800
  
103
1806
  
110
1829
  
159
1834
  
144
1840
  
146
1846
  
158
1852
  
161
1858
  
175
1864
  
180
1871
  
168
1875
  
163
1885
  
169
1895
  
179
1905
  
197
1910
  
204
1925
  
217
1939
  
258
1946
  
400
1950
  
427
1956
  
441
1961
  
547
1967
  
688
1970
  
734
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
942
2017
  
1.078
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; 1791<ref name="Adr-LG-HD" />; 1800<ref name="Adr-LG-HD-1800" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 16 und 70, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021;.</ref>

Religionszugehörigkeit

• 1829: 159 lutheranische (= 100 %) Einwohner<ref name="GW" />
• 1961: 457 evangelische (= 83,55 %), 74 katholische (= 13,53 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Für Malchen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Malchen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Malchen 56,12 %. Dabei wurden gewählt: vier Mitglieder des Bündnis 90/Die Grünen, ein Mitglied der SPD und zwei Mitglieder der CDU.<ref>Ortsbeiratswahl Malchen 2021. In: Votemanager. Gemeinde Seeheim-Jugenheim, abgerufen im Dezember 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Eckhard Woite (Grüne) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Malchen. In: Bürgerinformationssystem. Gemeinde Seeheim-Jugenheim, abgerufen im Dezember 2024.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

Verkehr

Westlich in Ortsnähe führt die Landesstraße 3100 am Ort vorbei, parallel dazu verläuft einige hundert Meter entfernt die Bundesstraße 3. Parallel zur L 3100 fahren die Darmstädter Straßenbahnlinien 6 und 8 mit einer Haltestelle in Malchen.

Literatur

Weblinks

Commons: Malchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Malchen, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 128 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 132 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> </references>

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