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Arorae

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Arorae

Datei:Arorae Kiribati.jpg
NASA-Bild von Arorae
Gewässer Pazifischer Ozean
Inselgruppe Gilbertinseln
Geographische Lage 2° 38′ 37″ S, 176° 49′ 54″ OKoordinaten: 2° 38′ 37″ S, 176° 49′ 54″ O
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Länge 9 km
Breite 1 km
Fläche 9,48 km²
Einwohner 994 (2020<ref name="pop"></ref>)
105 Einw./km²
Hauptort Roreti
Datei:GilbertIslandsPos.png
Arorae gehört zu den südlichen Atollen der Gilbertinseln
Arorae gehört zu den südlichen Atollen der Gilbertinseln

Arorae (früher auch bekannt unter den Namen Arorai, Arurai, Hope Island oder Hurd) ist ein gehobenes Atoll der südlichen Gilbertinseln des Staates Kiribati im Pazifischen Ozean nahe dem Äquator. Es ist die südlichste Insel des Archipels und liegt 85 km südöstlich der nächstgelegenen Insel Tamana.

Geographie

Arorae ist ein gehobenes Atoll, das nur aus einer langgestreckten Koralleninsel besteht. Die Insel ist 9 km lang, etwas mehr als einen Kilometer breit und bedeckt eine Fläche von 9,48 km².<ref name="arorae"></ref><ref></ref> Die Meereshöhe beträgt nicht mehr als 2 Meter. Im Jahr 2020 wurden auf Arorae 994 zumeist protestantische Einwohner gezählt.<ref name="pop" /> Auf dem Atoll befinden sich zwei Siedlungen: das nördlichere Tamaroa und der südlicher gelegene Hauptort Roreti (früher auch Koreti benannt).<ref name="arorae" /> Diese Orte verfügen auch über je eines der typischen Versammlungshäuser (Maneaba) einer Sippe. Die zwischen den beiden Orten liegende und mit einem Bootskanal durch das die Insel umgebende schmale Riff erschlossene Sektion Taribo beherbergt das Gebäude der Inselverwaltung<ref name="arorae" /> und eine Arztpraxis.<ref></ref> Das nördliche Ende Barbaroroa und das südliche Ende Batitotai sind unbewohnt.<ref>Meßtischblatt Gilbert Islands 1:25000: Tamana (Series X042 (D.O.S. 367P)) Sheet Tamana & Arorae 1979</ref> Das Klima ist trocken, Dürrezeiten kommen häufig vor.

Bevölkerung

Bevölkerungsstatistik

Einwohnerzahlen nach Volkszählungsbezirken
Zensus 1978<ref>Report of the 1978 Census of population and housing. Republic of Kiribati 1980, Vol. 1, S. 15 (Zeitraum ab Unabhängigkeit 1979)</ref> 2005<ref></ref> 2010<ref></ref> 2015<ref></ref> 2020<ref>Kiribati – Population and Housing Census 2020. Value 1901–1902. In: microdata.pacificdata.org. Pazifische Gemeinschaft, 25. Juni 2024, abgerufen am 7. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Tamaroa 755 492 426Vorlage:AccessibleTooltip 356Vorlage:AccessibleTooltip 463Vorlage:AccessibleTooltip
Roreti (Hauptort) 772 764 853Vorlage:AccessibleTooltip 655Vorlage:AccessibleTooltip 531Vorlage:AccessibleTooltip
Gesamt 1527 1256 1279Vorlage:AccessibleTooltip 1011Vorlage:AccessibleTooltip 994Vorlage:AccessibleTooltip

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung für die Jahre 1947–2020<ref name="pop" />
Zensus 1947 1963 1968 1973 1978 1985 1990 1995 2000 2005 2010 2015 2020
Gesamt 1558 1760 1830 1626 1527 1470 1440 1248 1225 1256 1279 1011 994

Kultur

Da sich protestantische samoanische Missionare auf Arorae ansiedelten, wurde die Kultur auf Arorae, im Gegensatz zur Kultur der restlichen Gilbertinseln, hauptsächlich durch Samoa beeinflusst und die Bevölkerung größtenteils zum Protestantismus konvertiert. Ein weiterer Einfluss der samoanischen Kultur ist der Tanzstil des Taubati, für den die Insel bekannt ist. Hier wird die Musik durch Klatschen und Stampfen mit den Füßen visuell und perkussionistisch unterstützt.

In den zentralen und südlichen Gilbertinseln hat sich die traditionelle Verwaltungsstruktur mit Dorfältesten, den unimane, in neuerer Schreibung auch unimwane, erhalten. Arorae entsendet ein Mitglied in das kiribatische Parlament auf South Tarawa.

Die Fischer von Arorae sind sehr geschickt im Fangen von Thunfischen und Haien mit der Handleine. Die Flossen gefangener Haie werden als Zutat für die Delikatesse Haifischflossensuppe exportiert, eine neben der Kopraproduktion wichtige Einnahmequelle. Da es verboten ist, von gefangenen Haifischen nur die Flossen abzuschneiden, müssen die Tiere zunächst an Land gebracht werden, damit der Rest als Nahrungsmittel verwendet werden kann.<ref></ref> Haizähne werden zur Herstellung von Haizahnschwertern, den Tebutje verwendet, für die Arorae bekannt ist.

Arorae ist auch bekannt für die vor langer Zeit am nördlichen Ende aufgestellten Navigationssteine,<ref name="pop" /> teilweise aus nicht auf der Insel vorkommendem Granit und Vulkangestein, die den Bootsreisenden dabei helfen sollten, den richtigen Kurs zu den bis zu 1000 km entfernt liegenden benachbarten Inseln in Mikronesien und weiter nach Polynesien zu finden.

Verkehr

Die Insel ist hauptsächlich per Schiff zu erreichen. An der nördlichen Spitze liegt der Flugplatz Arorae, dreieinhalb Kilometer vom Zentrum des Ortes Tamaroa entfernt. Arorae wird von der staatlichen Air Kiribati über Tamana, North Tabiteuea und Onotoa angeflogen.

Literatur

Weblinks

Commons: Arorae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Jane Resture: Arorae – Republic of Kiribati. In: janeresture.com. 23. Oktober 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. November 2019; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  • <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Arorae (Memento vom 23. Dezember 2010 im Internet Archive) Oceandots.com (Abgerufen am 20. April 2010)

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende

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