Zum Inhalt springen

Schnauzenfalter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. April 2024 um 15:48 Uhr durch imported>InkoBot (Bot: ersetze direkte Einbindung von CSS-Klasse durch Vorlage:Person).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Schnauzenfalter
Datei:American snout butterfly.jpg

Libytheana carinenta

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Unterordnung: Glossata
Überfamilie: Papilionoidea
Familie: Edelfalter
Unterfamilie: Schnauzenfalter
Wissenschaftlicher Name
Libytheinae
Boisduval, 1840
Datei:Libythea celtis1.jpg
Libythea lepita
Datei:American Snout profile.jpg
Libytheana carinenta im Profil

Die Schnauzenfalter (Libytheinae) sind eine kleine Unterfamilie aus der Familie der Edelfalter mit nur zwei Gattungen. Die unscheinbaren, meist braunen Falter sind mittelgroß und kommen mit nur etwa einem Dutzend Arten auf allen Kontinenten bis auf Antarktika vor.

In Florissant, Colorado, wurden 35 Millionen Jahre alte Fossilien von Schnauzenfaltern gefunden.<ref name="Scoble" /><ref name="WGWS">Thomas C. Emmed: Wunderbare und geheimnisvolle Welt der Schmetterlinge, Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh 1976, ISBN 3-570-00893-2</ref>

Beschreibung

Besonderes Merkmal der Libytheinae sind lange, beschuppte Taster, die viermal so lang sind wie der Kopf und wie eine Schnauze aussehen. Die Falter sind ferner an der typischen Flügelform mit dem auffällig gezackten Außenrand der Vorderflügel zu erkennen. Die Weibchen haben sechs Beine, im Gegensatz zu den Männchen, die die für Edelfalter typischen Putzpfoten besitzen und nur vier Beine zur Fortbewegung nutzen können. Libythea geoffroy zeigt einen Sexualdimorphismus.<ref name="Tolman">Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7</ref><ref name="Scoble">Malcolm J. Scoble: The Lepidoptera: Form, Function and Diversity. Oxford University Press 1995, ISBN 978-0-19-854952-9</ref>

Lebensweise

Die Falter fliegen schnell und ruckartig und ruhen oft. Besonders die Männchen saugen in Gruppen an feuchten Stellen. Die Weibchen leben versteckter.

Die Raupen fressen an Zürgelbäumen (Celtis), einige auch an Seifenbaumgewächsen (Sapindaceae), Lorbeergewächsen (Lauraceae) und Geißblattgewächsen (Caprifoliaceae).

Arten

In Europa kommt nur der Zürgelbaumfalter (Libythea celtis) vor.<ref name="Fauna">Libythea celtis (Laicharting 1782). Fauna Europaea, Version 1.3, 19.04.2007, abgerufen am 8. Oktober 2007.</ref> Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Nordafrika durch den Mittelmeerraum (nordwärts bis in die südlichen Alpentäler) und über Südrussland bis Indien. Die Weibchen legen ihre Eier im Frühjahr einzeln an den Knospen des Europäischen Zürgelbaums (Celtis australis) ab. Die Art überwintert als Falter.

Die afrikanische Libythea labdaca und die amerikanische Libytheana carinenta sind Wanderfalter. Libythea labdaca wandert in großen Schwärmen im Frühjahr nach Süden und im Herbst nach Norden. Bei einer Wanderung in Ghana wurde die Zahl der Falter auf eine Milliarde geschätzt.<ref name="TOL">Tree of Life: Libytheinae</ref>

Arten:

Quellen

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Libytheinae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien