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Stratonike I.

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Stratonike I. ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 317 v. Chr.; † nach 268 v. Chr.) war die einzige Tochter des Königs Demetrios I. Poliorketes<ref>Eusebius von Caesarea, Chronik 94</ref> aus seiner ersten Ehe mit der Phila, der Tochter des Reichsverwesers Antipatros. Demetrios war der Herrscher des Diadochenreiches Makedonien.

Stratonike wurde 300 v. Chr. mit Seleukos I. vermählt und wurde so zur Königin des Seleukidenreiches. Seleukos überließ 293 v. Chr. Stratonike seinem Sohn Antiochos zur Frau, da dieser der späteren antiken Überlieferung zufolge durch die Liebe zu ihr (seiner sieben Jahre jüngeren Stiefmutter) schwermütig und krank geworden sei. Als der Arzt, bei Appian und Plutarch Erasistratos, Antiochos untersuchte, habe Stratonike, die junge Gattin des Königs, das Gemach betreten und Erasistratos habe daraufhin aus den körperlichen Symptomen seines Patienten erkannt, dass kein körperliches Leiden, sondern die Liebe zur unerreichbaren Stiefmutter die Krankheitsursache war.<ref>Appian, Syriake 59–61; Plutarch, Demetrius 38</ref> Daher habe ihm sein Vater seine junge Frau und das Reich überlassen.

Das Motiv des liebeskranken Antiochos haben zahlreiche Maler aufgegriffen, darunter Antonio Bellucci, Jean-Auguste-Dominique Ingres, Gerard de Lairesse, Johann Baptist Anwander und Johann Heinrich Schönfeld. Josef Viktor Widmann verarbeitete den Stoff in seinem Versepos Die Königsbraut<ref>Die Königsbraut. In: J. V. Widmann: Jung und alt. Drei Dichtungen. S. 63–108. (Digitalisat der Ausgabe von 1897 – Internet Archive).</ref>, Bearbeitungen als Opern stammen beispielsweise von Christoph Graupner oder Étienne-Nicolas Méhul.

Nach Stratonike wurde die im kleinasiatischen Karien gelegene Stadt Stratonikeia benannt. Ihr Sohn Antiochos II.<ref>Eusebius von Caesarea, Chronik 95</ref> regierte 261 v. Chr. bis 246 v. Chr. als Nachfolger seines Vaters Antiochos I.

Literatur

  • Eran Almagor: Seleukid Love and Power: Stratonike I. In: Altay Coşkun, Alex McAuley (Hrsg.): Seleukid royal women. Creation, representation and distortion of Hellenistic queenship in the Seleukid empire. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-515-11295-6, S. 67ff.
  • Ernst Badian: Stratonike [3]. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 11, Metzler, Stuttgart 2001, ISBN 3-476-01481-9, Sp. 1045.
  • Thomas Fischer: Nochmals zum liebeskranken Königssohn. Ein Aspekt hellenistischer Politik und Wirkungsgeschichte. In: Gerhard Binder, Bernd Effe (Hrsg.): Liebe und Leidenschaft. Historische Aspekte von Erotik und Sexualität (= Bonner Altertumswissenschaftliches Colloquium. Band 12). Wissenschaftlicher Verlag Trier, Trier 1993, S. 123–144.
  • Sonja Plischke: Apame und Stratonike. Die seleukidische Königin als Bindeglied zwischen West und Ost. In: Carsten Binder, Henning Börm, Andreas Luther (Hrsg.): Diwan. Untersuchungen zu Geschichte und Kultur des Nahen Ostens und des östlichen Mittelmeerraums im Altertum. Wellem, Duisburg 2016, S. 325–345.
  • Annette Simonis: Stratonike. In: Peter von Möllendorff, Annette Simonis, Linda Simonis (Hrsg.): Historische Gestalten der Antike. Rezeption in Literatur, Kunst und Musik (= Der Neue Pauly. Supplemente. Band 8). Metzler, Stuttgart/Weimar 2013, ISBN 978-3-476-02468-8, Sp. 951–960.

Weblinks

Commons: Stratonike I. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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