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Lotus 63

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Datei:Lotus 63 4WD 1969 noBG.jpg
Lotus 63
Datei:AndrettiMario19690801Lotus63-Allrad-4.jpg
Mario Andretti im Lotus 63 auf dem Nürburgring (1969)

Der Lotus 63 war ein allradangetriebener Formel-1-Rennwagen, gebaut und eingesetzt 1969 vom britischen Formel-1-Team Lotus.

Konstruktion

Beim Entwurf des komplexen Lotus 63 griffen Colin Chapman und Maurice Philippe auf die Erfahrung beim Bau des Lotus 56 zurück, der 1968 bei den 500 Meilen von Indianapolis zum Einsatz kam. Das Fahrzeug hatte Vierradantrieb und der Motor, ein DFV-V8 von Cosworth, saß „verkehrt“ im Fahrgestell. Die Kupplung lag hinter dem Fahrersitz und das Getriebe links.

Der Vierradantrieb war nicht neu in der Formel 1; schon 1961 kam der Ferguson P99 damit zu einem Sieg bei einem nicht zur Weltmeisterschaft zählenden Rennen im Oulton Park. Ende der 1960er Jahre experimentierten einige Teams wieder mit dieser Form des Antriebs. Der von Robin Herd konstruierte Cosworth 4WD war dabei der auffälligste Entwurf, der Wagen hatte jedoch nie einen Renneinsatz.

Das Chassis des Lotus 63 ist ein Monocoque mit Hilfsrohrrahmen vorn und hinten, an denen die Radaufhängungen (Doppelquerlenker) und die Differenziale befestigt sind. Im Monocoque befinden sich links und rechts (seitlich vom Fahrer) die Kraftstofftanks aus Gummi, ein weiterer ist zwischen Motor und Hinterachse eingebaut. Der Wasserkühler ist im Bug des Wagens untergebracht, der Ölkühler wechselweise hinter dem Motor oder hinter dem Kopf des Fahrers.

Zwischen dem Ford-Achtzylinder-V-Motor und dem Fahrersitz sind Kupplung, Getriebe und (links) das Zentraldifferenzial angeordnet, von wo aus die Kraft über starre Wellen an das vordere und hintere Differenzial übertragen wird.

Renneinsätze

Die beiden Stammfahrer des Jahres 1969, Graham Hill und Jochen Rindt, lehnten den neuen Wagen ab und fuhren die gesamte Saison mit dem Vorgängermodell, dem Lotus 49. Nach ersten Testfahrten nannte Hill den 63 eine „Todesfalle“. Der Wagen war schwer zu fahren und durch den komplexen Antrieb auch schwierig abzustimmen. Das beste Ergebnis erzielte dennoch mit Jochen Rindt ein Stammfahrer. Rindt ließ sich vor dem Oulton Park Gold Cup Race 1969, das allerdings nicht zur F1-WM zählte, von Chapman doch überreden, den 63 in einem Rennen zu fahren. Rindt wurde Zweiter, klagte aber, dass der Wagen extrem gefährlich sei.

So blieb es dem dritten Fahrer im Team, dem Briten John Miles, und dem für einige Rennen verpflichteten Mario Andretti vorbehalten, den 63 in der Weltmeisterschaft zu fahren. Miles schaffte beim Großen Preis von Großbritannien Rang 10, die beste Platzierung des 63 in einem WM-Lauf.

Ende der Saison gab man die Idee des Vierradantriebs bei Lotus wieder auf und konzentrierte sich auf den Bau eines neuen Modells. Als Basis für den brillanten Lotus 72 dienten aber viele Chassisteile des erfolglosen 63.

Rennergebnisse

Fahrer 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Punkte Rang
Formel-1-Saison 1969 Datei:Flag of South Africa 1928-1994.svg Datei:Flag of Spain (1945 - 1977).svg Datei:Flag of Monaco.svg Datei:Flag of the Netherlands.svg Datei:Flag of France.svg Datei:Flag of the United Kingdom.svg Datei:Flag of Germany.svg Datei:Flag of Italy.svg Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Datei:Flag of the United States.svg Datei:Flag of Mexico.svg 0 -
Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg John Miles DNF 10 DNF DNF DNF
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Mario Andretti DNF DNF
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
1/2/3/4/5/6/7/8 Punktplatzierung im Sprint-/Qualifikationsrennen
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Literatur

  • David Hodges: Rennwagen von A–Z nach 1945. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1994, ISBN 3-613-01477-7.

Weblinks

Commons: Lotus 63 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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1958–1969: 12 | 16 | 18 | 21 | 25 | 33 | 43 | 49 | 49B | 49C | 63

1970–1979: 72 | 72C | 72D | 72E | 76 | 77 | 78 | 79 | 80

1980–1989: 81 | 81B | 87 | 87B | 88 | 88B | 91 | 92 | 93T | 94T | 95T | 97T | 98T | 99T | 100T | 101

1990–1994: 102 | 102B | 102D | 107 | 107B | 107C | 109

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