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Michael Sagurna

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Michael Sagurna

Michael Josef Sagurna (* 27. September 1955 in Paderborn; † 23. Februar 2026 in Dresden<ref>Er war Biedenkopfs wichtigster Mann: Michael Sagurna ist tot. In: Sächsische Zeitung. 25. Februar 2026, abgerufen am 25. Februar 2026.</ref>) war ein deutscher Politiker (CDU) sowie Medien- und Unternehmensberater.<ref>Michael Sagurna. WeichertMehner Unternehmensberatung für Kommunikation GmbH & Co KG, abgerufen am 17. Februar 2019.</ref> Bekannt wurde Sagurna als Pressesprecher des sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf von 1991 bis 2002 sowie Chef der sächsischen Staatskanzlei von 2007 bis 2008.

Leben

Michael Sagurna studierte von 1975 bis 1985 in Göttingen Publizistik und Kommunikationswissenschaften, in Bonn Rechtswissenschaften<ref>Personen – die medienanstalten. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. August 2019; abgerufen am 16. Februar 2019.</ref><ref>Michael Sagurna. Sächsische Landesmedienanstalt, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. September 2019; abgerufen am 17. Februar 2019.</ref> und arbeitete als freier Hörfunk- und Zeitungskorrespondent. Mitte der 1980er Jahre war er u. a. Berichterstatter aus den Bürgerkriegen in Afghanistan und Angola sowie Redakteur und Moderator bei RIAS 2. 1988 wechselte er zum neu gegründeten RIAS-TV und arbeitete als Hauptstadt-Korrespondent sowie stellvertretender Studioleiter in Bonn.

Im Februar 2026 starb Sagurna im Alter von 70 Jahren.

Politik

In den CDU-Wahlkampfstäben der beiden Bundestagswahlkämpfe 1980 und 1983 wirkte er als Mitglied der Jungen Union<ref>JUNGE: UNION Feuer unter Stühlen. In: Der Spiegel. Band 29, 13. Juli 1981 (spiegel.de [abgerufen am 17. Februar 2019]).</ref> mit und war Redakteur des „Deutschland Union-Dienstes“ der CDU.

1991 berief ihn der sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf auf Rat von dessen engen Vertrauten Günter Meyer und Ina Martens zum Regierungssprecher.<ref>Timo Grunden: Politikberatung im Innenhof der Macht. Hrsg.: Studien der NRW School of Governance. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16204-1, S. 193.</ref> In der sächsischen Staatsregierung wurde Sagurna, zusätzlich zu seiner Aufgabe als Regierungssprecher, Medienbeauftragter des Freistaats Sachsen sowie Stellvertreter des Chefs der Staatskanzlei, ab 1998 beamteter Staatssekretär. Nach dem Ausscheiden Biedenkopfs aus dem Amt des Ministerpräsidenten ging dessen Vertrauter Sagurna 2002 in die freiberufliche Tätigkeit zurück und gründete in Dresden eine Unternehmensberatung für Kommunikation und eine Agentur. Daneben war er als Sprecher tätig unter anderem für einen japanischen Zeichentrickfilm sowie für Fernsehdokumentationen.

Am 25. September 2007 wurde Sagurna von Ministerpräsident Georg Milbradt als neuer Chef der sächsischen Staatskanzlei im Kabinett Milbradt II vorgestellt.<ref> Sächsische Zeitung: Milbradt beruft drei neue CDU-Minister</ref> Er wurde am 15. Oktober 2007 zunächst zum Staatssekretär wiederernannt und am 7. November 2007 als Staatsminister und Chef der Staatskanzlei vereidigt.<ref>Sächsische Zeitung: Sagurna wieder Staatssekretär</ref> Im Juni 2008 wurde er durch den neuen sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich nicht wieder in das Kabinett berufen, sondern durch Johannes Beermann ersetzt.<ref>Mitteldeutsche Zeitung: Tillich besetzt vier Ministerposten neu vom 17. Juni 2008, abgerufen am 7. Juli 2021</ref> 2009 gründete Sagurna die C&M Sagurna Agentur UG/GmbH<ref>C&M Sagurna Agentur GmbH, Dresden. Abgerufen am 17. Februar 2019.</ref> und arbeitete als Unternehmensberater.

Von 1994 bis 2019 war er Mitglied des Rundfunkrates der Deutschen Welle.<ref>Der Rundfunkrat der Deutschen Welle</ref> Von 2010 bis 2023 gehörte Michael Sagurna dem Medienrat der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) an. Von 2013 bis 2019 war er Präsident des Gremiums der SLM.<ref>Michael Sagurna gibt die Präsidentschaft des Medienrates der Sächsischen Landesmedienanstalt an Markus Heinker ab. Sächsische Landesmedienanstalt.</ref>

Michael Sagurna war Katholik,<ref>Thilo Alexe: Landespolitik: Mächtig christlich. In: Die Zeit. 26. Mai 2011, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 17. Februar 2019]).</ref> verheiratet und lebte in Dresden.

Werke (Auswahl)

  • Michael Sagurna, Claudia Vogl: Der Freiheitskrieg in Afghanistan. Bonner Friedensforum, Bonner Friedensforum: Schriftenreihe; H. 4, Bonn 1984 [1]
  • Michael Sagurna: Sanitäter für Afghanistan : 5 Jahre sowjetischer Krieg gegen Afghanistan. Bonner Afghanistan-Komitee, Bonn 1984 [2]
  • Michael Sagurna: Teilungsfolgen : Materialsammlung zum Streit um staatliche Beihilfe an die Volkswagen-AG für ein Investitionsvorhaben im Freistaat Sachsen. Sächsische Staatskanzlei, Dresden 1996
  • Anja Willkommen, Michael Sagurna: Ein bemerkenswerter Fall – Joseph, Sebnitz und die Presse. Sächsische Staatskanzlei, Dresden 2001 [3]
  • Michael Sagurna: Weltoffenes Sachsen – Anspruch und Wirklichkeit. CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages, Dresden 2008 [4]

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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