Adlum
Adlum Gemeinde Harsum
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(548)&title=Adlum 52° 13′ N, 10° 4′ O
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| Höhe: | 72 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 3,93 km²<ref name="destatis1973" /> | |||||
| Einwohner: | 548 (30. Juni 2019)<ref name="Einw." /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 139 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. März 1974 | |||||
| Postleitzahl: | 31177 | |||||
| Vorwahl: | 05123 | |||||
Lage von Adlum in Niedersachsen
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Adlum ist die östlichste Ortschaft<ref name="Ortschaften" /> der Gemeinde Harsum im niedersächsischen Landkreis Hildesheim.
Geografie
Adlum liegt inmitten der Hildesheimer Börde in der Nähe des Bruchgrabens.
Geschichte
Auf eine erste Besiedlung während der Jungsteinzeit weist die etwa 7000 Jahre alte jungsteinzeitliche Bestattung in Adlum hin, die 2020 beim Bau eines Gebäudes entdeckt wurde. Sie entstammt einer Zeit, in der sich erstmals Menschen auf den fruchtbaren Lössböden der Hildesheimer Börde niederließen.
Die Geschichte des heutigen Dorfes reicht möglicherweise bis in die Völkerwanderungszeit zurück. Die älteste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1144. Die weitere Entwicklung war eng mit dem Hochstift Hildesheim und der Dompropstei verbunden. Nach wechselnden Besitz- und Konfessionsverhältnissen während des Reformationsjahrhunderts waren Kirche und Dorf seit dem Dreißigjährigen Krieg mit dem Borsumer Kaspel und den übrigen Stiftsdörfern katholisch.
Die erste St.-Georgs-Kirche bestand vermutlich schon um 1300. Der heutige Bau wurde zwischen 1755 und 1765 errichtet und enthält ein um 1250 datiertes Triumphkreuz, das ursprünglich aus dem Augustinerchorherrenstift St. Bartholomäus zur Sülte in Hildesheim stammt.
Adlum war und ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt und hat ein reges Vereinsleben.
Eingemeindungen
Zur Gebietsreform in Niedersachsen wurde Adlum am 1. März 1974 in die Gemeinde Harsum eingegliedert.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
Einwohnerentwicklung
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Religion
Die katholische Kirchengemeinde, die über die aus dem 18. Jahrhundert stammende St.-Georg-Kirche in der Kirchstraße 27 verfügt, gehört seit dem 1. November 2014 zur Pfarrei St. Martinus mit Sitz in Borsum, im Dekanat Borsum-Sarstedt. Seit 2009 unterstützt ein Förderverein den Erhalt der Kirche. Der katholische Kindergarten St. Antonius befindet sich in der Ahstedter Straße 14.
Politik
Ortsrat
Der Ortsrat, der den Ortsteil Adlum vertritt, setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.
Bei der Kommunalwahl 2021 gewann die „Adlumer Wählergemeinschaft“ alle fünf Sitze.<ref>Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 13. Juli 2022.</ref>
Ortsbürgermeister
Der Ortsbürgermeister ist Frank Müller (AWG). Sein Stellvertreter ist Tobias Hartmann (AWG).<ref name="Rat" />
Wappen
| Blasonierung: „Auf silbernem Grund ein schwarzer Kirchturm.“<ref name="Wappen">Adlum – Die Geschichte. Gemeinde Harsum, abgerufen am 19. Dezember 2024.</ref> | |
| Wappenbegründung: Vom silbernen Grunde sticht wirkungsvoll der schwarz gehaltene Kirchturm ab. Ein breites, hohes Tor mit rundem Bogenabschluss bringt Gliederung in den viereckigen Bau. Das niedere Helmdach steht nur wenig über. Ein Kreuz thront krönend auf der Spitze. Es ist das Wappen zweier Hildesheimer Domherren von Wenge, die die Adlumer Pfarrkirche 1770–1775 erbaut haben. Der erste, Levin Stephan mit Vornamen, war Generalvikar und Dompropst zu Hildesheim. Als Dompropstei war er allerdings im Rahmen des Fürstbistums Landherr der Dompropstei, zu der auch Adlum zählte. Der zweite, Friedrich Wilhelm, war Archidiakon zu Borsum und Adlum und hatte als solcher die Aufsicht über die Borsumer und Adlumer Kirche zu führen und ihre Pfarrer anzustellen. Beide Domherren starben um 1780. Bronzeplatten im Domkreuzgang zu Hildesheim zeigen ihre Ruhestätte an. Der Turm im Wappen erinnert an ein gutes Bild des niedersächsischen Landmannes. |
Verkehr
ÖPNV
Adlum ist Endpunkt einer Buslinie des Regionalverkehr Hildesheim zum Hildesheimer ZOB.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter des Ortes
- Augustin Förster (1895–1963), Rechtsmediziner und Hochschullehrer
- Sigrun Paulsen (* 1945), Malerin
Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen
- August Schaper (1840–1920), Orgelbauer, der vorwiegend im Bistum Hildesheim wirkte, er baute 1891 die Orgel der örtlichen kath. Kirche
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="destatis1973">
Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 30, Landkreis Hildesheim-Marienburg (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 20. Februar 2020]).
</ref> <ref name="Einw."> Gemeinde Harsum Haushaltsplan 2020 – Einwohnerzahl. (PDF; 5,3 MB) In: Webseite Gemeinde Harsum. 30. Juni 2019, S. 3, abgerufen am 24. März 2023. </ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis">
Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Hildesheim. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. April 2023; abgerufen am 23. Februar 2020.
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956">
Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> </ref> <ref name="Ortschaften">
Ortschaften der Gemeinde Harsum. In: Webseite Gemeinde Harsum. Abgerufen am 8. Mai 2015.
</ref> <ref name="Rademacher">
Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de
</ref> <ref name="Rat">
Ortsrat Adlum. In: Webseite Gemeinde Harsum. Abgerufen am 20. Februar 2020.
</ref> </references>
Adlum | Asel | Borsum | Harsum | Hönnersum | Hüddessum | Klein Förste | Machtsum | Rautenberg