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Askeran (Provinz)

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Datei:Askeran in Artsakh (semi-independent).svg
Lage Askerans in der Republik Arzach, Gebietsstand 1994 bis 2020

Askeran ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war eine Provinz der De-facto-unabhängigen Republik Arzach und entspricht weitgehend dem aserbaidschanischen Bezirk Xocalı. Aserbaidschan erkannte die Unabhängigkeit und die Verwaltungseinheit nicht an. Von 1994 bis 2020 gehörten zur Provinz Teile des aserbaidschanischen Bezirks Ağdam. Ebenfalls im Krieg um Bergkarabach 2020 wurden im Süden der Provinz einzelne Ortschaften Askerans von Aserbaidschan erobert. Mit einer Offensive 2023 hat Aserbaidschan die Kontrolle über Bergkarabach vollständig zurückgewonnen, womit die Provinz nicht mehr besteht.

Geografie

Die Provinz hatte nach Angaben der Republik Arzach eine Fläche von 1.222 km².<ref name=":0">Results of 2005 census of the Nagorno-Karabakh Republic (PDF, englisch, abgerufen am 23. April 2008; 131 kB)</ref> Sie lag im Zentrum des Landes und umgab die Hauptstadt Stepanakert im Norden, Osten und Süden. Hauptstadt war das gleichnamige Askeran, das zugleich die größte Gemeinde war. Im Norden grenzte die Provinz Martakert an, im Westen Kaschatagh, im Süden Schuschi und Hadrut und im Osten Martuni sowie der aserbaidschanische Bezirk Ağdam, von dem zeitweise ein Teil in Askeran eingegliedert war.

Das bergige Land liegt in der Mitte des Karabachgebirges. Der Fluss Chatschen bildete die nördliche Grenze der Provinz, während die Flüsse Badara und Karkar ihre Mitte durchfließen. Südöstlich von Stepanakert erstreckte sich die Verwaltungseinheit bis in das obere Tal des Kandalan.

Geschichte

Datei:Nagorno Karabakh03.png
Die Verwaltungseinheit Xocalı, Vorgänger der heutigen Provinz, in blau in der Mitte der früheren Autonomen Oblast Bergkarabach

Das Gebiet im Zentrum der Region Bergkarabach war im Laufe seiner Geschichte Teil vieler armenischer Herrschaftsgebiete und stand seit dem 7. Jahrhundert häufig unter der Vorherrschaft islamischer Staaten. Schließlich war es Teil des Meliktums Chatschen, das im 18. Jahrhundert in das Khanat Karabach eingegliedert wurde.<ref name="Hewsen"></ref> Das Khanat wurde im 19. Jahrhundert Teil des Russischen Reiches und in diesem aufgelöst. Nach der Oktoberrevolution und der Unabhängigkeitserklärung der Staaten südlich des Kaukasus war die Region zwischen der Republik Armenien und der Republik Aserbaidschan umstritten und umkämpft. Nach Eingliederung beider Staaten in die Sowjetunion fiel das Gebiet an die Aserbaidschanische SSR, in dem es als Bezirk Xocalı zum Autonomen Oblast Bergkarabach gehörte. Nachdem sich in den 1980er Jahren der Bergkarabachkonflikt zwischen den Armeniern und Aserbaidschanern sowie der Aserbaidschanischen SSR verschärft hatten, erklärte Bergkarabach während des Zusammenbruchs der Sowjetunion 1991 die Unabhängigkeit und es kam zu einem offenen Krieg, in dem Armenien Bergkarabach unterstützte. Die Republik Bergkarabach beziehungsweise die armenische Armee konnten sich behaupten und die aserbaidschanische Bevölkerung floh.

Die Provinz Askeran wurde aus dem Bezirk Xocalı gebildet und zwei von diesem Bezirk eingeschlossene Exklaven des Bezirks Şuşa sowie im Krieg besetzte Teiles des Bezirks Ağdam einschließlich der Geisterstadt Ağdam wurden eingegliedert. Aserbaidschan erkannte weder die Unabhängigkeit der Republik Arzach an, noch die Umstrukturierung der Verwaltungseinheiten. Im Krieg um Bergkarabach 2020 wurden einzelne Ortschaften im Süden der Provinz von Aserbaidschan erobert.und danach im Zuge des Waffenstillstandsabkommens das Gebiet des Bezirks Ağdam an Aserbaidschan zurückgegeben. Mit einer Offensive im September 2023 hat Aserbaidschan die Kontrolle über Bergkarabach vollständig zurückgewonnen und die Republik Arzach zur Kapitulation gezwungen. Mit der Auflösung der Strukturen der Republik Arzach endete auch das Bestehen der Provinz Askeran.

Ortschaften

Datei:Ասկերանի մայրաբերդ21.JPG
Festung Askeran in der gleichnamigen Stadt

Die Provinz hatte 2005 16.979 Einwohner. Die Bevölkerungsdichte ergibt sich daraus mit 13,9 Personen pro Quadratkilometer.<ref name=":0" /> 2015 waren es 18.100 Einwohner, davon 2.3000 in der Stadt und 15.800 auf dem Land, verteilt auf eine Stadt und 41 ländliche Gemeinden.<ref name=":02">Nagorno Karabakh in Figures, Statistical Booklet. NATIONAL STATISTICAL SERVICE OF THE NAGORNO KARABAKH REPUBLIC, 2015. S. 12.</ref> Durch den Verlust der Gebiete im Westen und Süden sowie Flucht in Folge des Krieges sanken die Einwohnerzahlen, ehe 2023 nach Kapitulation der Republik Arzach fast alle Einwohner flohen. Folgende Gemeinden waren Teil der Provinz; die kursiv geschriebenen waren bereits seit November 2020 unter aserbaidschanischer Kontrolle.

Armenischer Name (zugeh. Ortsteile) in armenischer Schrift Aserbaidschanischer Name Einwohner nach Zensus 2005<ref name=":0" /> Koordinaten
Askeran (Katuk, Akna) Ասկերան Əsgəran 1.965 name=Askeran|region=AZ|type=city}}
Aknachpjurt Ակնաղբյուր Qarabulaq 557 name=Aknachpjurt|region=AZ|type=city}}
Ajgestan Այգեստան Ballıca 1.071 name=Ajgestan|region=AZ|type=city}}
Astghaschen Աստղաշեն Daşbulaq 520 name=Astghaschen|region=AZ|type=city}}
Awetaranoz Ավետարանոց Çanaqçı 920 name=Awetaranoz|region=AZ|type=city}}
Armenakawan Արմենակավան Xaçındərbətli 67 name=Armenakawan|region=AZ|type=city}}
Badara/Ptretsik Պատարա/Պտրեցիկ 827 name=Badara|region=AZ|type=city}}
Berkadsor Բերքաձոր 149 name=Berkadsor|region=AZ|type=city}}
Dahraw Դահրավ Dəhrəv 216 name=Dahraw|region=AZ|type=city}}
Daschuschen Դաշուշեն Daşkənd 119 name=Daschuschen|region=AZ|type=city}}
Iwanjan Իվանյան Xocalı 869 name=Iwanjan|region=AZ|type=city}}
Lusadsor Լուսաձոր Mehdibəyli 174 name=Lusadsor|region=AZ|type=city}}
Chanabad Խնապատ Xanabad 826 name=Chanabad|region=AZ|type=city}}
Chandsk Խանձք Xanyeri 213 name=Chandsk|region=AZ|type=city}}
Chatschen Խաչեն Seyidbəyli 352 name=Chatschen|region=AZ|type=city}}
Chatschmatsch Խաչմաչ Xaçmaç 202 name=Chatschmatsch|region=AZ|type=city}}
Chnazach Խնածախ Xanyurdu 578 name=Chnazach|region=AZ|type=city}}
Chndsiristan Խնձրիստան Almalı 751 name=Chndsiristan|region=AZ|type=city}}
Chramort Խրամորթ Pirlər 403 name=Chramort|region=AZ|type=city}}
Zaghkaschat Ծաղկաշատ Qışlaq 202 name=Zaghkaschat|region=AZ|type=city}}
Karmir Gjugh Կարմիրգյուղ Qızıloba 174 name=Karmir Gjugh|region=AZ|type=city}}
Haraw Հարավ Harov 289 name=Haraw|region=AZ|type=city}}
Hilis Հիլիս Qarakötük 165 name=Hilis|region=AZ|type=city}}
Howsepawan Հովսեփավան 119 name=Howsepawan|region=AZ|type=city}}
Madataschen Մադաթաշեն Mədədkənd 90 name=Madataschen|region=AZ|type=city}}
Mchitarischen Մխիթարաշեն Muxtar 77 name=Mchitarischen|region=AZ|type=city}}
Moschchmhat Մոշխմհատ Baharlı 52 name=Moschchmhat|region=AZ|type=city}}
Nachitschewanik Նախիջևանիկ Naxçıvanlı 211 name=Nachitschewanik|region=AZ|type=city}}
Noragjugh Նորագյուղ Təzəbinə 1.334 name=Noragjugh|region=AZ|type=city}}
Nerkin Ssnek Ներքին Սզնեք Aşağı Yemişcan 126 name=Nerkin Ssnek|region=AZ|type=city}}
Schosch Շոշ Şuşikənd 527 name=Schosch|region=AZ|type=city}}
Dschraghazner Ջրաղացներ Dəmirçilər 116 name=Dschraghazner|region=AZ|type=city}}
Rew Ռև Şəlvə 113 name=Rew|region=AZ|type=city}}
Sarnaghbjur (Dahras) Սառնաղբյուր Ağbulaq 113 name=Sarnaghbjur|region=AZ|type=city}}
Sardaraschen Սարդարաշեն Sərdarkənd 181 name=Sardaraschen|region=AZ|type=city}}
Saruschen Սարուշեն Dağyurd 380 name=Saruschen|region=AZ|type=city}}
Sghchnach Սղնախ Sığnaq 225 name=Sghnach|region=AZ|type=city}}
Wardadsor (Aransamin/Warasabun) Վարդաձոր Pircamal 248 name=Wardadsor|region=AZ|type=city}}
Werin Snek Վերին Սզնեք Yuxarı Yemişcan 29 name=Werin Snek|region=AZ|type=city}}
Uchtassar Ուղտասար Şelli 129 name=Uchtassar|region=AZ|type=city}}
Paruch Փառուխ Farux 42 name=Paruch|region=AZ|type=city}}
Krasni Կռասնի Dağdağan 213 name=Krasni|region=AZ|type=city}}
Sonstige: 447
Dschamilli Ջամիլլի Cəmilli name=Dschamilli|region=AZ|type=city}}
Kjatuk Քյաթուկ Ağgədik name=Kjatuk|region=AZ|type=city}}
Urachatsch ՈՒրախաչ Ulubaba name=Urachatsch|region=AZ|type=city}}
Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Provinzfreie Stadt:
Stepanakert

Provinzen:
Askeran | Hadrut | Kaschatagh | Martakert | Martuni | Schahumjan | Schuschi

Vorlage:Klappleiste/Ende

Koordinaten: 39° 54′ N, 46° 48′ O

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