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Mike Shiva

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Mike Shiva (* 17. Juni 1964;<ref name="ID"/> in Basel<ref name="bz"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ein Hellseher, kein Schwarzseher (Memento vom 11. August 2007 im Internet Archive). In: Basellandschaftliche Zeitung. 28. Januar 2006.</ref> † 11. September 2020 ebenda; heimatberechtigt in Rüdtligen-Alchenflüh<ref name="ID"/>) war ein Schweizer Unternehmer, Fernsehmoderator und Kolumnist, der als Hellseher und Wahrsager auftrat.

Leben

Mike Shiva wurde als Michel Wehner in Basel geboren.<ref name="ID">Martina Abächerli: Identitätskarte von Mike Shiva. In: Blick.ch. 14. Januar 2012, abgerufen am 12. September 2020.</ref> Er verbrachte seine Schulzeit in Basel, wo er später auch lebte. Im Jahr 1998 änderte er seinen Namen offiziell in Mike Shiva. Eine Zeit lang bereiste er mit einem Wohnwagen die Schweiz, Österreich und Deutschland.

Shiva wurde mit seinen esoterischen Tätigkeiten als<ref>blick.ch: «Sex im Wasser? Ich doch nicht!» Interview vom 16. August 2006</ref> Hellseher, Wahrsager, Kartenleger und Hypnotiseur eine der bekanntesten, aber auch kontroversesten<ref name="20min">«Abzockerei»: TV-Hellseher Mike Shiva steht in der Kritik. 20 Minuten, 27. August 2006.</ref> Medienpersönlichkeiten der Schweiz. Seine Dienste bot Shiva über mehrere kostenpflichtige Mehrwertdienstnummern an. Wegen seiner Geschäftspraxis wurde Shiva unter anderem von der Stiftung für Konsumentenschutz, dem Konsumentenmagazin K-Tipp und der Fernsehsendung Kassensturz<ref>TV-Hellseher: Teuer bezahlter Nonsens. Video-Beitrag des Kassensturz vom 19. Oktober 2010 (Dauer ca. 20 Minuten)</ref> vorgeworfen, Geld mit verzweifelten Personen zu machen. Vom Zürcher Sektenexperten Hugo Stamm wurde er der «Abzockerei» bezichtigt, er gebe «Binsenwahrheiten und psychologisches Pseudowissen ab, die auf jeden zutreffen können», es gehe ihm vor allem um Geld und Erfolg.<ref>Von «Hokuspokus» bis «grob fahrlässig». K-Tipp, 13/2007. </ref> Bereits 2005 äusserte sich Fernsehmoderator und TV-Satiriker Frank Baumann in einem Artikel in der Zeitschrift Tele satirisch über Shiva und warf ihm «Abzockerei» vor.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.frankbaumann.chFrank Baumann in der Zeitschrift «Tele» vom 30. Juli 2005 über Mike Shiva (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2020. Suche im Internet Archive )</ref> 2011 wurde bekannt, dass die Berner Steuerverwaltung gegen Shiva ein Nach- und Strafsteuerverfahren durchführte.<ref>Berner Steuerverwaltung hat gegen Mike Shiva ermittelt. In: Tages-Anzeiger vom 24. August 2011</ref>

Shiva lebte mit verschiedenen Lebenspartnern zusammen.<ref>Mike Shiva hat einen neuen Mann an seiner Seite. In: Aargauer Zeitung. Abgerufen am 14. September 2020.</ref> Am 11. September 2020 starb er im Alter von 56 Jahren in einem Basler Spital. Er litt an Darmkrebs und hatte einen Hirntumor.<ref name="Blick 2020">«Ohne ihn ist die Schweiz blasser». In: Blick.ch. 12. September 2020, abgerufen am 12. September 2020.</ref><ref name="NZZ">TV-Wahrsager Mike Shiva ist tot. In: NZZ. 12. September 2020, abgerufen am 12. September 2020.</ref>

Medienpräsenz

Shiva beriet Zuschauer und Hörer kostenpflichtig bei Wahrsagersendungen, hatte eine regelmässige Sendung bei Radio Basel 1 und trat mehrmals bei Sendungen des SRG und der ARD als Gast auf. Zunächst legte er auf BTV4U im Format «Fresh4u: Blick in die Zukunft» für Anrufer Karten. 2005 verliess Shiva den Sender. Danach war er 2006 während sechs Folgen in der schweizerischen Comedysendung «BallaBalla – VIVA la WM» auf VIVA (Schweiz) zu sehen, in welcher er den Ausgang der anstehenden Fussballspiele um den FIFA-Pokal vorherzusagen versuchte. Später moderierte er beim Schweizer TV-Sender Schweiz 5 praktisch täglich mehrere Stunden die Sendung «Mike Shiva – Die Zukunft», welche dem Programmgefäss seiner vorherigen Tätigkeit bei NBC ähnelte. Derselbe Sender strahlte gelegentlich die von Shiva geführte Talkshow «Mike Shiva & Gäste» aus.

Ab 2016 produzierte Shiva seine TV-Sendung Shiva Live auf dem TV-Sender Schweiz5 und auf der offiziellen Webseite shivalive.tv mit einem neuen Team und neuen Partnern. Nach zwölf Jahren hatte er sich mit seinem damaligen Arbeitgeber, Manager und Geschäftspartner zerstritten<ref>Flavia Schlittler: Winke-Katze ist zurück: Mike Shiva feiert TV-Comeback. (blick.ch [abgerufen am 12. August 2018]).</ref>, da beim Verkauf kein Geld geflossen sei.<ref>Mike Shiva hat keine Laster: «Was ich aber gerne mache, ist lästern». In: bz Basel. (bzbasel.ch [abgerufen am 12. August 2018]).</ref> Bis 2016<ref>Flavia Schlittler: Mike Shiva beendet TV-Karriere: Schluss mit Hokuspokus. (blick.ch [abgerufen am 12. August 2018]).</ref> sendete Mike Shiva täglich rund um die Uhr ein Astrologie- und Esoterikprogramm auf verschiedenen TV-Sendern und moderierte zudem täglich Beratungs-Sendungen auf TV24 Schweiz, S1 TV Schweiz und dem Schweizer Sportfernsehen. Vereinzelt war er auch Studiogast beim Schweizer Fernsehen, so zum Beispiel<ref>Roger Schawinski im Gespräch mit Mike Shiva. Sendung Schawinski, Schweizer Fernsehen, 9. Dezember 2013 (online, 26 Minuten, schweizerdeutsch)</ref> im Club am 9. Januar 2007 oder bei Schawinski am 9. Dezember 2013 zum Thema Horoskop und Wahrsagerei: Lebenshilfe oder Hokuspokus?<ref>Club des Schweizer Fernsehens vom 9. Januar 2007 (Video)</ref> Im August 2018 nahm Mike Shiva an der deutschen Sendung Promi Big Brother teil und belegte dort den 10. Platz.

Ab Mai 2014 schrieb Shiva eine wöchentliche Kolumne in der Basler Zeitung<ref>Jetzt ist Mike Shiva auch noch Kolumnist. In: 20 Minuten vom 30. April 2014</ref>, er wurde ab und zu auch in der Boulevardzeitung Blick erwähnt.

Fernsehauftritte (Auswahl)

Publikationen

  • Sehen und gesehen werden – eine nachhaltige Methode sein Leben selbst zu gestalten. Marketing Projects, Basel 2004, ISBN 3-033-00297-8.
  • Ich, Mike Shiva – Die Wahrheit über die «Wahrheit». Cameo, Bern 2018, ISBN 978-3-906287-47-8.

Literatur

  • Francis Louis Bandelier: Das Phänomen Mike Shiva. Wissenswertes über ein Medium und Essenz astraler Studien. Atlantis-Force, Basel 1988.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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