Sauriermuseum Aathal
| Sauriermuseum Aathal | |
|---|---|
| Motto: | "Grösser als man denkt!" |
| Ort: | Zürichstrasse 69, 8607 Aathal |
| Art: | paläontologisches Museum |
| Eröffnung: | 25. April 1992 |
| Besucherzahl (jährlich): | über 100‘000 (2023)<ref name="sauriermuseum">Museumsportrait (PDF; 1,8 MB), auf sauriermuseum.ch</ref> |
| Betreiber: | Hans-Jakob Siber |
| Leitung: | Esther Wolfensperger |
| Website: | https://www.sauriermuseum.ch/ |
Das Sauriermuseum Aathal ist ein nicht-subventioniertes, paläontologisches Museum. Es befindet sich in den Gebäuden der ehemaligen Spinnerei Unteraathal an der Strasse zwischen Uster und Wetzikon im Weiler Unteraathal in der Gemeinde Seegräben im Schweizer Kanton Zürich. Das Museum wurde 1992 von Hans-Jakob Siber gegründet und wird bis heute von ihm privat – ohne staatliche Unterstützung – geführt.<ref name="sauriermuseum" />
Das Museum besitzt eine grosse, paläontologische Sammlung mit 200 Exponaten, darunter Dinosaurierskelette aus aller Welt sowie diverse Nachbildungen, von kleineren Dinosaurierarten unter 2 Meter Länge bis zur 23 Meter langen Skelett-Rekonstruktion eines Brachiosaurus. Weiter sind u. a. ausgestellt: Diplodocus, Camarasaurus, Apatosaurus (früher: Brontosaurus), ein junger Sauropode, Othnielia, Stegosaurus und der fleischfressende Allosaurus, Pterosaurier, grosse meeresbewohnende Reptilien und weitere Fossilien vom Kambrium bis zur Eiszeit. Diese Dinosaurier-Skelette sind, zusammen mit vielen anderen Fossilien im Museum, von grossem wissenschaftlichen Wert.
Aus dieser hochkarätigen Sammlung wurden im Jahr 2020 zehn Exemplare an die Universität Zürich "verschenkt", damit sie unabhängig vom Sauriermuseum in der Schweiz vereint bleiben. Mindestens drei davon blieben laut damaligen Plänen noch länger in Aathal ausgestellt.<ref>Sie sind Millionen wert. Doch Köbi Siber überlässt der Universität Zürich zehn Original-Dinos für einen Franken. Warum macht er das?; NZZ, 8. Juni 2020</ref>
Das Museum betreibt eine eigene Grabungsstelle im US-Bundesstaat Wyoming. Seit 1990 wurden unter anderem nahezu vollständig erhaltene Skelette von zwei Allosaurus<ref name="Allosaurus"/> und von zwei Stegosauriern entdeckt. Aus dieser Ausgrabung stammt auch der 2026 erstmals zunächst einseitig im Stein eingeschlossen gezeigte Schädel eines Camarasaurus, einem in diesem Zustand weltweit sehr seltenen Schädelfund.<ref>Ein Sensationsfund, wie es ihn erst einmal gab auf der Welt, NZZ, 8. April 2026</ref>
Durch Ausleihe von vier eigenen Skeletten im Jahr 2022 erhielt das Museum nach dessen Präparation den Triceratops "Willard", der zusammen mit den Ausgeliehenen in einer Ausstellung in Hongkong von 890'000 Besuchern<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />«Willard» - der weltgrösste Triceratops jetzt im Sauriermuseum Aathal ( vom 20. April 2025 im Internet Archive)</ref> gesehen worden und danach in München zu sehen war. Ab April 2025 wurde das zu 45 Prozent erhaltene und mit Nachproduktionen komplettierte Skelett in Aathal erstmals gezeigt.<ref name="Tagi110425">Grösstes Triceratops-Skelett erwacht zum Leben, Tages-Anzeiger, 11. April 2025, S. 25</ref> Vor Willard war im Jahr 2024 in Aathal erstmals in der Schweiz ein Tyrannosaurus Rex in einem Museum zu sehen. Nach der Versteigerung des Skeletts Trinity an eine belgische Stiftung ermöglichte diese Stiftung die Ausstellung von Trinity im Sauriermuseum während eines Jahres.<ref name="Allosaurus">Sammler zahlen Millionen für ein T.-Rex-Skelett – nun ist der König der Dinosaurier in einem Zürcher Museum ausgestellt, NZZ, 23. Januar 2024</ref> Das Skelett brachte dem Museum einen Zuschauerrekord mit 1'500 Besuchern an einem einzelnen Tag.<ref name="Tagi110425" />
Bilder
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Nachbildung eines Allosaurus-Skeletts
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Skelettrekonstruktion des Ankylosauriers Gastonia
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Schwanzkeule eines Ankylosaurus
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Skelettrekonstruktion von Diplodocus
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Original Raubsaurierschädel eines Allosaurus
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 47° 20′ 19,8″ N, 8° 45′ 42,8″ O; CH1903: 700002 / 243950
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