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Moosbronn

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Datei:Blick auf Moosbronn - panoramio.jpg
Landschaft mit Moosbronn, Blick zum Tannschachberg

Moosbronn ist ein Marien-Wallfahrtsort im Nordschwarzwald etwa 25 km südlich von Karlsruhe. Moosbronn gehört zusammen mit Mittelberg zum Gaggenauer Stadtteil Freiolsheim.

Entstehung

Der Ort wird erstmals 1177 als Mosenbrunnen erwähnt.<ref>Landesarchiv Baden-Württemberg: Historisches Ortslexikon, Moosbronn. Abgerufen am 14. Juli 2023.</ref> Der Legende nach befand sich in der Nähe der Quelle der Moosalb im Dorf Moosbronn an einer mächtigen alten Linde ein auf Holz gemaltes Muttergottesbild. Ein Bauernknecht, dem die Bremskette seines Fuhrwerks an einem steilen Berghang brach, rief im Jahr 1680 die Gottesmutter mit Maria hilf an und das Fuhrwerk blieb stehen. Aus Dankbarkeit stiftete er 1683 eine kleine hölzerne Kapelle, die bald Wallfahrer anzog. Die heutige barocke Wallfahrtskirche Maria Hilf wurde ab 1746 errichtet und 1749 eingeweiht.<ref>Landesarchiv Baden-Württemberg: Historisches Ortslexikon, Moosbronn. Abgerufen am 14. Juli 2023.</ref>

Die 1251 erwähnte kleine Burg Moosbronn (castro Mosebrunnen) ist im 16. Jahrhundert abgegangen.<ref>Rudolf Metz: Mineralogisch-landeskundliche Wanderungen im Nordschwarzwald. 2. Auflage, Lahr 1977, S. 348.</ref>

Bei der Volkszählung von 1910 wurde der damals badische Teil von Moosbronn als abgesonderte Gemarkung mit eigener polizeilicher Verwaltung (ebenso wie Mittelberg) und 25 Einwohnern geführt, getrennt von der damaligen Landgemeinde Freiolsheim.<ref>Die Volkszählung vom 1. Dezember 1910 im Großherzogtum Baden. (= Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Baden.) Neue Folge, Heft 20, S. 54. (online)</ref> Der württembergische Ortsteil hatte etwas mehr, nämlich 78 Einwohner und zählte zur Gemeinde Bernbach.<ref>Meyers Gazetteer: Eintrag Bernbach, OA Neuenbürg. Abgerufen am 13. Juli 2023.</ref>

Heutige Situation

Am Moosbronner Friedhof findet sich eine Parkmöglichkeit, die von vielen Wanderern als Ausgangspunkt für Wanderungen auf den Mahlberg genutzt wird. Der Historische Grenzweg Michelbach–Moosbronn–Bernbach zeigt mit seinen Grenzsteinen die frühere Grenze zwischen Baden und Württemberg auf. Die Grenze zwischen dem Großherzogtum Baden und dem Königreich Württemberg verlief einst mitten durch den Ort (alter Grenzstein neben der Wallfahrtskirche). Gleichzeitig war diese Grenze auch Konfessionsgrenze. Der badische Teil war katholisch, der württembergische evangelisch. Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde der einst württembergische Ortsteil mit Wirkung vom 1. April 1972 vom Landkreis Calw an den Landkreis Rastatt übertragen.<ref></ref>

Sehenswürdigkeiten

Siehe auch

Literatur

Schnell Kunstführer Nr. 1455: Gaggenau - Moosbronn, München 1991

Weblinks

Commons: Moosbronn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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Koordinaten: 48° 50′ N, 8° 23′ O

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