Zum Inhalt springen

Planungsgruppe Stieldorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. November 2025 um 22:25 Uhr durch imported>ⵓ (Vorlage {{rp}} ersetzt/ ).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Planungsgruppe Stieldorf war eine deutsche Architektengruppe und ein Architekturbüro, das von Ende der 1960er- bis Anfang der 2000er-Jahre bestand.

Geschichte

Seit 1956 gab es einen vom Bundestag verhängten Stopp für Regierungsbauten in Bonn. Dahinter stand die Sorge, jeder Bau würde das Provisorium bekräftigen und den Anspruch auf ein wiedervereinigtes Deutschland schwächen.<ref>Merle Ziegler: Kybernetisch regieren. Architektur des Bonner Bundeskanzleramtes 1969–1976 (Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Band 172. Hrsg. von der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Reihe Parlament und Öffentlichkeit, Band 6). Droste Verlag, Düsseldorf 2017, S. 12, ISBN 978-3-7700-5331-5.</ref> Anfang der 1960er Jahre, nach dem Rücktritt von Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem Bau der Mauer in Berlin, wurden erstmals Planungen für größere Regierungsbauten in der „provisorischen“ Bundeshauptstadt Bonn angestellt, da fast alle Ministerien und Bundesbehörden völlig unzureichend in alten Kasernen und angemieteten Häusern untergebracht waren. Im Regierungsviertel waren nur drei Neubauten errichtet worden: 1953 das Gebäude des Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesen, 1954 das Presseamt und 1955 das Auswärtige Amt.

Bei der in Berlin ansässigen Bundesbaudirektion wurde 1962 ein Beratergremium aus den Professoren Paul Baumgarten, Egon Eiermann und Sep Ruf gebildet, um die neue Regierung um Ludwig Erhard planerisch und städtebaulich zu beraten. Die Professoren empfahlen daraufhin einer Reihe junger Architekten nach Bonn zu kommen, um ihre Entscheidungshilfen zu erarbeiten.

Datei:Stieldorf Raiffeisenstraße 2.jpg
Volksbank in Stieldorf, erster Sitz der Planungsgruppe Stieldorf (2025)

Nach Abschluss der Arbeiten 1968 gründeten drei von ihnen – Manfred Adams, Günther Hornschuh und Peter Türler – die Planungsgruppe A. H. T. mit Sitz in Stieldorf bei Bonn. Zwei Jahre später waren es – mit Georg Pollich als ehemaligem Mitarbeiter von Egon Eiermann und Projektleiter des Langen Eugen sowie Robert Glatzer als ehemaligem Leiter der Planungsabteilung der Bundesbaudirektion – bereits fünf Partner, sodass es zur Umbenennung in Planungsgruppe Stieldorf kam. Anfänglicher Sitz des Architekturbüros war das nach Plänen Adams’ entstandene Gebäude der Raiffeisenbank Stieldorf (Raiffeisenstraße 2)<ref>Ursel und Jürgen Zänker: Bauen im Bonner Raum 49–69. Versuch einer Bestandsaufnahme (= Landschaftsverband Rheinland [Hrsg.]: Kunst und Altertum am Rhein. Führer des Rheinischen Landesmuseums in Bonn. Nr. 21). Rheinland-Verlag, Düsseldorf 1969, S. 165/166.</ref>, in deren rückwärtigem Grundstück die Planungsgruppe 1971 ein eigenes Atelier errichten ließ.<ref>Wilfried Täubner: Planungsgruppe Stieldorf. Bauten und Projekte. O. Schneider, Köln 1974/1978.</ref><ref>Manfred Adams: Für Generationen. Mein Leben für die Architektur. Edition HUF HAUS, Hartenfels 2002, ISBN 3-00-008929-2, S. 77.</ref> Im Dezember 1972 wurde die Kommanditgesellschaft Planungsgruppe Stieldorf GmbH & Co. KG (ab 1973 Planungsgruppe Stieldorf GmbH & Partner KG) gegründet, die jedoch nur bis August 1975 Bestand hatte.<ref>Amtsgericht Königswinter, HRA 1156 (abgerufen auf handelsregister.de)</ref><ref>Gesellschaftsbekanntmachungen vom 17.05.1988, Bundesanzeiger (genios.de)</ref>

Datei:Rhöndorf Rhöndorfer Straße 29a.jpg
Rhöndorfer Straße 29a in Bad Honnef, Atelier der Planungsgruppe Stieldorf 1999–2002 (2025)

Die Planungsgruppe wuchs mit jedem gewonnenen Architektenwettbewerb, den die sozialliberale Koalition unter Kanzler Willy Brandt ab 1969 bundesoffen auslobte, um den Hauptstadtausbau Bonns zu forcieren. Außer den Großbauplanungen wurden Wohnbauten, Gemeindezentren, kirchliche Bauten sowie Gewerbebau und Kommunal-Verwaltungen bearbeitet. Anfang der 1980er Jahre bestand die Planungsgruppe aus annähernd 100 Mitarbeitern. 1981 schied Manfred Adams aus dem Büro aus.<ref name="Saur" /> 1999 gab die Planungsgruppe einhergehend mit dem Ausscheiden Günther Hornschuhs das Atelier in Stieldorf auf, das als Planungsgruppe Stieldorf Pollich-Türler nach Bad Honnef (Stadtteil Rhöndorf) verlegt wurde.<ref>Petra Diemer: Architekten in Nordrhein-Westfalen: Bauten + Projekte. Verlag Buch + Film, Wiesbaden 1995, ISBN 3-9802888-5-4, S. 322–323.</ref><ref>Gelbe Seiten für den Bereich Bonn, Siegburg, ZDB-ID 1207047-6, Jahrgang 1999/2000, S. 51; Jahrgang 2000/2001, S. 54.</ref> 2002 wurde auch das gemeinsame Atelier in Rhöndorf aufgegeben, Peter Türler führte jedoch anschließend den Namen Planungsgruppe Stieldorf in seinem eigenen Architekturbüro in Bad Honnef (Hauptstraße 17) weiter.<ref>Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.): Bau und Raum. Jahrbuch 2009/10. Junius Verlag, Hamburg 2010, ISBN 978-3-88506-458-9, S. 188.</ref><ref>Gelbe Seiten für den Bereich Bonn, Siegburg, ZDB-ID 1207047-6, Jahrgang 2002/2003, S. 71; Jahrgang 2003/2004, S. 87.</ref>

Werk

Ausgeführte Entwürfe

Planungsgruppe der Bundesbaudirektion (1962–1968)
Planungsbeginn;
Bauzeit
Gemeinde
Ortsteil
Adresse Bild Objekt Maßnahme Anmerkungen
1965–1966 Bonn
Gronau
Heussallee 7–11
Lage
 {{#coordinates:50,717839|7,124185|
dim= globe= name=Bonn-Gronau, Heussallee 7-11, Abgeordnetenwohnhäuser region=DE-NW type=landmark
  }}  ||style="text-align:center;"| Datei:Abgeordneten-wohnhaus-BN.jpgweitere Bilder || Abgeordneten-Wohnhäuser || Neubau || Denkmalschutz
1967–1968 Bonn
Bonn-Castell
Arminiusstraße 32
Lage
 {{#coordinates:50,74936|7,095547|
dim= globe= name=Bonn-Bonn-Castell, Arminiusstraße 32, Liegenschaft Graurheindorfer Straße 198, Bürogebäude und Kfz-Werkstatt region=DE-NW type=landmark
  }}  ||  || Bürogebäude und Kfz-Werkstatt des Bundesministeriums der Finanzen || Neubau<ref name="Zänker" details="132 f." /> || Teil der heutigen „Liegenschaft Graurheindorfer Straße 198“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Liegenschaft Graurheindorfer Straße 198 (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung</ref>
1966–1967 Bonn
Plittersdorf
Kennedyallee 40
Lage
 {{#coordinates:50,699692|7,148345|
dim= globe= name=Bonn-Plittersdorf, Kennedyallee 40, Deutsche Forschungsgemeinschaft region=DE-NW type=landmark
  }}  ||style="text-align:center;"| Datei:Geschäftsstelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn-Bad Godesberg.jpg || Deutsche Forschungsgemeinschaft: IV. Bauabschnitt (viergeschossiger Hochbau) || Neubau<ref name="Zänker" details="148 f." /> || 1969–1970 aufgestockt
1967–1969 Bonn
Plittersdorf
Martin-Luther-King-Straße 8
Lage
 {{#coordinates:50,704438|7,162291|
dim= globe= name=Bonn-Plittersdorf, Martin-Luther-King-Straße 8, Erweiterung des Dienstgebäudes für das Bundesschatzministerium region=DE-NW type=landmark
  }} ||style="text-align:center;"| Datei:Bonn, Haus Carstanjen.JPG || Bundesschatzministerium (Haus Carstanjen): Erweiterung || Neubau (Entwurf: Manfred Adams; künstlerische Beratung: Sep Ruf)<ref name="Zänker" details="143 f." /> || 1996–2022 Klimasekretariat der Vereinten Nationen
Planungsgruppe Stieldorf (ab 1968)
Planungsbeginn;
Bauzeit<ref group="AM">sofern nur ein Jahr angegeben: Fertigstellungsjahr</ref>
Gemeinde
Ortsteil
Adresse Bild Objekt Maßnahme Anmerkungen
1969–1975 Bonn
Hochkreuz
Heinemannstraße/Godesberger Allee/
Max-Löbner-Straße/Langer Grabenweg
Lage
 {{#coordinates:50,703253|7,138194|
dim= globe= name=Bonn-Hochkreuz, Kreuzbauten region=DE-NW type=landmark
  }} ||style="text-align:center;"| Datei:Bonn-1266, Kreuzbauten.jpgweitere Bilder || Kreuzbauten im Ministerienstandort Godesberg-Nord || Neubau<ref name="Bauten+Projekte" /> || Sitz verschiedener Bundesbehörden; Denkmalschutz
1970 Königswinter
Stieldorf
An der Passionshalle 13
Lage
 {{#coordinates:50,730898|7,220779|
dim= globe= name=Königswinter-Stieldorf, An der Passionshalle 13, katholisches Gemeindezentrum mit angegliederter Küsterwohnung (heute Offene Ganztagsschule) region=DE-NW type=landmark
  }} ||style="text-align:center;"| Datei:Stieldorf An der Passionshalle 13 (1).jpgweitere Bilder || katholisches Gemeindezentrum mit angegliederter Küsterwohnung || Neubau<ref name="Bauten+Projekte" /> || heute Offene Ganztagsschule
1971, 1974 (Erweiterung) Königswinter
Stieldorf
Raiffeisenstraße 2
Lage
 {{#coordinates:50,729397|7,218626|
dim= globe= name=Königswinter-Stieldorf, Raiffeisenstraße 2, Atelier der Planungsgruppe Stieldorf region=DE-NW type=landmark
  }} ||  || Atelier der Planungsgruppe Stieldorf (verglaste Holzkonstruktion) || Neubau<ref name="Bauten+Projekte" /><ref name="Flagge1984" details="112" /> ||
1972–1974 Königswinter
Vinxel
Panoramaweg 4–22
Lage
 {{#coordinates:50,721375|7,209548|
dim= globe= name=Königswinter-Vinxel, Panoramaweg, Wohnhausgruppe region=DE-NW type=landmark
  }}  ||  || Wohnhausgruppe || Neubau<ref>Katja Hasche: Königswinter. In: LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (Hrsg.): Siedlungen in Nordrhein-Westfalen: Rheinschiene (= Die Bau- und Kunstdenkmäler von Nordrhein-Westfalen. 1. Rheinland). Michael Imhof Verlag, Petersberg 2020, ISBN 978-3-7319-0966-8, Band 2, S. 881–886.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wohnhäuserreihe (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), Forschungsprojekt Architektur und Ingenieurbaukunst der 1950er, 60er und 70er Jahre in NRW, TU Dortmund</ref> || Vorläufer der elementierten Holz-Fachwerkhäuser, die von der Kontrast Bau- und Betreuungsgesellschaft mbH & Co. KG, ansässig ebenfalls Raiffeisenstraße in Königswinter-Stieldorf, entwickelt wurden und nun von der DaVinci Haus GmbH & Co KG weiterentwickelt und vertrieben werden.
1973 Brühl Am Rankewerk 2–4
Lage
 {{#coordinates:50,82992|6,929254|
dim= globe= name=Brühl, Am Rankewerk 2-4, Büro- und Lagerhaus Orba region=DE-NW type=landmark
  }} ||style="text-align:center;"| Datei:Büro- und Lagergebäude Brühl 2009 8743.jpgweitere Bilder || Büro- und Lagerhaus Orba  (Holzskelettbau) || Neubau<ref>Ingeborg Flagge (Hrsg.); Ingeborg Flagge, Anette Hellmuth: FSB Architekturführer Rhein-Sieg: Stadtführer zeitgenössischer Architektur. Verlag Das Beispiel, Darmstadt 2003, ISBN 3-935243-36-7, Objekt Nr. 14.</ref><ref name="Bauten+Projekte" /> || mit dem Kölner Architekturpreis 1975 ausgezeichnet<ref>Brühl, Büro- und Lagerhaus, Wege zum Holz</ref>; Denkmalschutz
1973 Nassau Elisenhütte
Lage
 {{#coordinates:50,306071|7,827394|
dim= globe= name=Nassau (Lahn), Elisenhütte, Verwaltungsgebäude der Fira Kaiser + Co. region=DE-HE type=landmark
  }} ||  || Verwaltungsgebäude der Firma Kaiser & Co. (Blechverarbeitungsfabrik) || Neubau<ref name="Bauten+Projekte" /> ||
1973 Bonn
Plittersdorf
Gotenstraße 138–140
Lage
 {{#coordinates:50,696492|7,147244|
dim= globe= name=Bonn-Plittersdorf, Gotenstraße 138-140, Mehrfamilienhaus region=DE-NW type=landmark
  }} ||style="text-align:center;"| Datei:Bad Godesberg Gotenstraße 138-140.jpgweitere Bilder || Mehrfamilienhaus (Eigentumswohnungen) || Neubau<ref name="Bauten+Projekte" /><ref name="Flagge1984" details="148" /> ||
1973–1974 Alfter Am Rathaus 7
Lage
 {{#coordinates:50,721798|7,026389|
dim= globe= name=Alfter, Rathaus region=DE-NW type=landmark
  }} ||style="text-align:center;"| Datei:Alfter (02).pngweitere Bilder || Rathaus der Gemeinde Alfter || Neubau<ref>Ingeborg Flagge (Hrsg.); Ingeborg Flagge, Anette Hellmuth: FSB Architekturführer Rhein-Sieg: Stadtführer zeitgenössischer Architektur. Verlag Das Beispiel, Darmstadt 2003, ISBN 3-935243-36-7, Objekt Nr. 6.</ref><ref name="Bauten+Projekte" /> ||
1973–1974 Bonn
Venusberg
Haager Weg 40
Lage
 {{#coordinates:50,699554|7,092805|
dim= globe= name=Bonn-Venusberg, Haager Weg 40, evangelisches Gemeindezentrum region=DE-NW type=landmark
  }} || || Evangelisches Gemeindezentrum || Neubau<ref name="Bauten+Projekte" /><ref name="Flagge1984" details="60" /> ||
1973–1976 Bonn
Gronau
Adenauerallee 139
Lage
 {{#coordinates:50,719344|7,11917|
dim= globe= name=Bonn-Gronau, Adenauerallee 139, Bundeskanzleramt (heute Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) region=DE-NW type=landmark
  }} ||style="text-align:center;"| Datei:Bonn Bundeskanzleramt, Luftaufnahme 2010 (2).jpgweitere Bilder || Bundeskanzleramt || Neubau<ref name="Bauten+Projekte" /> || heute Sitz des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; Denkmalschutz
1974–1978 Köln
Marienburg
Raderberggürtel 50
Lage
 {{#coordinates:50,90268|6,961011|
dim= globe= name=Köln-Marienburg, Raderberggürtel 50, (ehemaliges) Funkhaus der Deutschen Welle region=DE-NW type=landmark
  }} ||style="text-align:center;"| Datei:Hochhaus Deutsche Welle Köln-3588.jpgweitere Bilder || Funkhaus Deutsche Welle (gemeinsam mit dem Funkhaus des Deutschlandfunks) || Neubau (Bauherr: Deutsche Bau- und Grundstücks-AG)<ref>Der Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau (Hrsg.); Wolfgang Leuschner: Bauten des Bundes 1965–1980. C. F. Müller, Karlsruhe 1980, ISBN 3-7880-9650-0, S. 76–77.</ref><ref name="Bauten+Projekte" /> || 2003 von der Deutschen Welle aufgegeben (Umzug nach Bonn in den Schürmann-Bau); 2019–21 abgebrochen
1974;
1978–1984
Mainz
Lerchenberg
ZDF-Straße
Lage
 {{#coordinates:49,964438|8,205462|
dim= globe= name=Mainz-Lerchenberg, ZDF-Sendezentrum, Sendebetriebsgebäude region=DE-RP type=landmark
  }} ||style="text-align:center;"| Datei:ZDF-Sendezentrum.JPG || ZDF-Sendezentrum: Dritter Bauabschnitt (Sendebetriebsgebäude) || Neubau<ref name="Bauten+Projekte" /><ref name="Saur" /> ||
1978–1982 Düsseldorf
Carlstadt
Berger Allee Verwaltungsgebäude der Mannesmann AG Neubau<ref name="Saur" /><ref>Iris Poßegger, Roland Weber: Der Gartenarchitekt Roland Weber (1909-1997), Grupello, 2007, ISBN 978-3-89978-075-8, S. 132.</ref><ref>Herbert Rex: Architekturkritik in Zeitungen und Zeitschriften der Bundesrepublik: in Fallstudien undersucht an Düsseldorfer Bauprojekten der 60er und 70er Jahre, Institut für Architektur- und Stadtforschung, 1981, S. 295.</ref>
1980–1981 Bonn
Duisdorf
Villemombler Straße
Lage
 {{#coordinates:50,70847|7,060076|
dim= globe= name=Bonn-Duisdorf, Sporthalle des Bundesgrenzschutzes region=DE-NW type=landmark
  }} ||  || Sporthalle des Bundesgrenzschutzes an der ehem. Gallwitz-Kaserne || Neubau<ref name="Saur" /><ref name="Flagge1984" details="160" /> || mit dem Holzbaupreis Nordrhein-Westfalen 1982 ausgezeichnet<ref>Bonn-Duisdorf, Sporthalle – Wege zum Holz, Landesforsten Rheinland-Pfalz</ref>
1981–1982 Bonn
Gronau
Schlegelstraße 1
Lage
 {{#coordinates:50,717383|7,1217954|
dim= globe= name=Bonn-Gronau, Schlegelstraße 1, (ehemalige) Landesvertretung des Freistaates Bayern region=DE-NW type=landmark
  }} ||style="text-align:center;"| Datei:Landesvertretung-bayern-BN.jpg || Landesvertretung des Freistaates Bayern || Anbau<ref name="Flagge1984" details="55" /> || 
1982–1983 Königswinter
Ittenbach
Kantering 11a
Lage
 {{#coordinates:50,678648|7,266882|
dim= globe= name=Königswinter-Ittenbach, Kantering 11a, Evangelisches Gemeindezentrum region=DE-NW type=landmark
  }} ||style="text-align:center;"| Datei:Ittenbach Kantering 11a Evangelisches Gemeindehaus.jpg || Evangelisches Gemeindezentrum || Neubau (Projektleiter: G. Hornschuh)<ref>Günther Hornschuh: Planungsgedanken des Architekten. In: Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Königswinter (Hrsg.): Festschrift zur Einweihung des Evangelischen Gemeindehauses Ittenbach am 4. Sonntag nach Trinitatis; mit einer kurzen Darstellung zur Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Königswinter. Riscop, Königswinter 1983. (online)</ref><ref>Gemeindehaus wurde eingeweiht, Siebengebirgs-Zeitung, 1. Juli 1983 (online)</ref>  || 
1985–1993 Hünfelden
Gnadenthal
Hof Gnadenthal
Lage
 {{#coordinates:50,3094|8,2151|
dim= globe= name=Hünfelden, (Kloster) Gnadenthal region=DE-HE type=landmark
  }} ||  || Kloster und Dorf Gnadenthal || Sanierung/Wiederaufbau<ref name="Saur" />  || 1993 mit dem Hessischen Denkmalpreis ausgezeichnet
1986–1987 Bonn
Tannenbusch
Hermannstädter Straße 1–3
Lage
 {{#coordinates:50,750988|7,048159|
dim= globe= name=Bonn-Tannenbusch, Hermannstädter Straße 1-3, Evangelisches Gemeindezentrum Epiphanias-Kirche (2014 abgerissen) region=DE-NW type=landmark
  }} ||style="text-align:center;"| || Evangelisches Gemeindezentrum (Epiphanias-Kirche) || Neubau (Projektleiter: G. Hornschuh)<ref>Apostelkirchengemeinde verwirklicht jetzt Jahre gehegte Baupläne, General-Anzeiger Bonn, 22. März 1986 (genios.de)</ref><ref>Evangelische Apostelgemeinde weihte Epiphanis-Kirche ein, General-Anzeiger Bonn, 16. März 1987 (genios.de)</ref><ref>Günther Hornschuh, Martin Dörnenburg: Gemeindezentrum Epiphanias-Kirche Bonn-Tannenbusch. In: Kirchen der 80er Jahre (= Kunst und Kirche, ISSN 0023-5431, Heft 2/1989). Verlag Das Beispiel, Darmstadt 1989, S. 100–101.</ref> || 2014 abgerissen<ref>Abschied von der Epiphaniaskirche, General-Anzeiger Bonn, 15. März 2014 (genios.de)</ref>
1989–1991 Bonn
Duisdorf
Josef-Wirmer-Straße 2–8 / Ulrich-von-Hassell-Straße 64–78
Lage
 {{#coordinates:50,705449|7,056858|
dim= globe= name=Bonn-Duisdorf, Josef-Wirmer-Straße 2-8/Ulrich-von-Hassell-Straße 64-78, Bürogebäude ("Bürozentrum Hardtberg") region=DE-NW type=landmark
  }} ||  || Bürogebäude („Bürozentrum Hardtberg“) || Neubau<ref name="Diemer1995">Petra Diemer: Architekten in Nordrhein-Westfalen: Bauten + Projekte. Verlag Buch + Film, Wiesbaden 1995, ISBN 3-9802888-5-4, S. 323.</ref><ref>Stein auf Stein soll jetzt die „Bürovilla im Grünen“ wachsen: Grundsteinlegung für 35 Millionen-Bau im Verbändezentrum, General-Anzeiger Bonn, 9. September 1989, S. 9 (genios.de)</ref><ref>„Eine Top-Adresse für Bonn“: Richtfest im Bürozentrum Hardtberg, General-Anzeiger Bonn, 9. September 1989, S. 9 (genios.de)</ref> || 
1990 Bonn
Hochkreuz
Heinrich-von-Stephan-Straße 3
Lage
 {{#coordinates:50,706816|7,141225|
dim= globe= name=Bonn-Gronau, Heinrich-von-Stephan-Straße 3 region=DE-NW type=landmark
  }} ||  || Kindertagesstätte des Deutschen Bundestages || Neubau<ref>„Einrichtung wird bis auf weiteres genutzt“: Provisorische Kindertagesstätte entsteht vor dem Bundespostministerium, General-Anzeiger Bonn, 9. Februar 1990, S. 8 (genios.de)</ref> || bis heute als Kindergarten genutzt
1992–1993 Siegburg Chemie-Faser-Allee 5
Lage
 {{#coordinates:50,790333|7,216811|
dim= globe= name=Siegburg, Chemie-Faser-Allee 5, Grundschule Deichhaus region=DE-NW type=landmark
  }} ||  || Grundschule Deichhaus || Neubau<ref name="Saur" /><ref>Ingeborg Flagge (Hrsg.); Ingeborg Flagge, Anette Hellmuth: FSB Architekturführer Rhein-Sieg: Stadtführer zeitgenössischer Architektur. Verlag Das Beispiel, Darmstadt 2003, ISBN 3-935243-36-7, Objekt Nr. 16.</ref> ||
1993–1994 Bad Honnef Luisenstraße 15
Lage
 {{#coordinates:50,6462257|7,2217483|
dim= globe= name=Bad Honnef, Luisenstraße 15, Evangelisches Gemeindehaus region=DE-NW type=landmark
  }} || Datei:Bad Honnef Luisenstraße 15 Evangelisches Gemeindehaus.jpg || Evangelisches Gemeindehaus<ref name="Diemer1995" /> || Neubau (Entwurf: G. Hornschuh)<ref>Ein Zentrum aus Glas und Stahl: Evangelische Gemeinde Bad Honnef baut an der Kirche, General-Anzeiger, 14. April 1993 (genios.de)</ref><ref>Glas und Stahl inmitten eines großzügigen Gartens: Haus der evangelischen Kirche eingeweiht, General-Anzeiger, 24. Oktober 1994 (genios.de)</ref>
1995 Bonn
Heiderhof
Mandelbaumweg 2/5
Lage
 {{#coordinates:50,664211|7,155989|
dim= globe= name=Bonn-Heiderhof, Mandelbaumweg 2/5, Pädagogisch-Theologisches Institut region=DE-NW type=landmark
  }} ||  || Pädagogisch-Theologisches Institut || Neubau (Bauherr: Evangelische Kirche im Rheinland)<ref>Ingeborg Flagge (Hrsg.); Ingeborg Flagge, Anette Hellmuth: Gothaer Architekturführer Bonn: Stadtführer zeitgenössischer Architektur. Verlag Das Beispiel, Darmstadt 2001, ISBN 978-3-935243-07-0, Objekt Nr. 17.</ref>||
1993;
1999–2003
Bonn
Bonn-Zentrum
Oxfordstraße / Annagraben / Alexanderstraße
Lage
 {{#coordinates:50,737864|7,096938|
dim= globe= name=Bonn-Zentrum, Oxfordstraße/Annagraben/Alexanderstraße, Erweiterung/Neubau Landgericht und Amtsgericht Bonn region=DE-NW type=landmark
  }} || Datei:Bonn-1216, Bonner Landgericht.jpg  || Landgericht und Amtsgericht Bonn || Erweiterung/Neubau (Bauherr: Land Nordrhein-Westfalen) ||

Nicht ausgeführte Entwürfe

  • 1979/1980: Düsseldorf, Wettbewerbsentwurf für den Landtag Nordrhein-Westfalen (3. Preis)<ref>Die Präsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Vom Ständehaus zum Landtag am Rhein. Der Landtag Nordrhein-Westfalen 1946–1988. 2013, S. 15 ff. (PDF, landtag.nrw.de).</ref>
  • 1981: Bonn, Wettbewerbsentwurf für den Neubau einer Eissporthalle in Godesberg-Nord mit Aussagen zu einem Kongresszentrum und Hotel (1. Preis; Kongresszentrum/Hotel 1989 als Maritim Hotel Bonn realisiert)<ref name="Entwicklungsmaßnahme" />
  • 1985: Bonn, Wettbewerbsentwurf für den Neubau ARD mit WDR-Studio Bonn (1. Preis und Beauftragung 1986; nicht realisiert wegen Verlegung des Regierungssitzes)<ref name="Entwicklungsmaßnahme">Die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn (Hrsg.); Friedrich Busmann: Vom Parlaments- und Regierungsviertel zum Bundesviertel. Eine Bonner Entwicklungsmaßnahme 1974–2004. Bonn, Juni 2004, S. 45. (online PDF)</ref>
  • Bonn, Ortsteil Holzlar, Evangelisches Gemeindezentrum<ref name="Bauten+Projekte" details="58" /> (Architektenvertrag 1972 gekündigt<ref>Geschichte ab 1972, Evangelische Kirchengemeinde Bonn-Holzlar.</ref>)
  • Bonn, Wettbewerbsentwurf für den Neubau des Bundespräsidialamts<ref name="Bauten+Projekte" details="74" />
  • Bonn, Wettbewerbsentwurf für den Neubau von Deutschem Bundestag und Bundesrat<ref name="Bauten+Projekte" details="74" />
  • Bonn, Wettbewerbsentwurf für die Landeszentralbank Bonn<ref name="Bauten+Projekte" details="75" />
  • Alfter, Wettbewerbsentwurf für das Schulzentrum Alfter<ref name="Bauten+Projekte" details="75" />
  • Münster, Wettbewerbsentwurf für das Naturkundemuseum<ref name="Bauten+Projekte" details="74" />

Literatur

  • Wilfried Täubner: Planungsgruppe Stieldorf. Bauten und Projekte. O. Schneider, Köln 1974/1978.
  • Petra Diemer: Architekten in Nordrhein-Westfalen: Bauten + Projekte. Verlag Buch + Film, Wiesbaden 1995, ISBN 3-9802888-5-4, S. 322–323.
  • Merle Ziegler: Kybernetisch regieren. Architektur des Bonner Bundeskanzleramtes 1969-1976 (= Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Band 172; Reihe Parlament und Öffentlichkeit, Band 6), Düsseldorf 2017, ISBN 978-3-7700-5331-5.

Weblinks

Commons: Planungsgruppe Stieldorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

<references group="AM" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="Saur"> Nicola Buhl: Glatzer, Robert. In: Günter Meißner (Hrsg.): Saur Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. Band 56: Glandorf–Goepfart. K. G. Saur, München / Leipzig 2007, ISBN 978-3-598-22796-7, S. 66–67.</ref> <ref name="Bauten+Projekte"> Wilfried Täubner: Planungsgruppe Stieldorf. Bauten und Projekte, Köln 1974. </ref> <ref name="Zänker"> Ursel und Jürgen Zänker: Bauen im Bonner Raum 49–69. Versuch einer Bestandsaufnahme (= Landschaftsverband Rheinland [Hrsg.]: Kunst und Altertum am Rhein. Führer des Rheinischen Landesmuseums in Bonn. Nr. 21). Rheinland-Verlag, Düsseldorf 1969. </ref> <ref name="Flagge1984"> Ingeborg Flagge: Architektur in Bonn nach 1945: Bauten in der Bundeshauptstadt und ihrer Umgebung. Verlag Ludwig Röhrscheid, Bonn 1984, ISBN 3-7928-0479-4. </ref> </references>

Vorlage:Hinweisbaustein

Koordinaten: 50° 43′ 45,8″ N, 7° 13′ 7,1″ O

 {{#coordinates:50,729397|7,218626|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-NW
   |type=landmark
  }}