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Carl Zenger

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Carl Gustav Ritter von Zenger<ref name="bosl" /> (* 18. April 1838 in Erolzheim; † 1. Januar 1905 in München;<ref name="bosl" /> bis 1901: Carl Gustav Zenger; auch Karl<ref name="lutz" />) war ein deutscher Architekt und bayerischer Baubeamter, der viele Hochbauten der Eisenbahn in Bayern entwarf.

Leben

Zenger war nach Absolvierung seiner fachlichen Studien<ref name="totenschau">Totenschau. In: Deutsche Bauzeitung. 39. Jahrgang, Nr. 3, 1905, ISSN 0721-1902, ZDB-ID 211963-8, S. 20 (Textarchiv – Internet Archive [abgerufen am 19. Oktober 2023]).</ref> vom November 1861 bis Juni 1863 technischer Gehilfe und Bauführer der Sektion Uffenheim beim Bau der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg.<ref name="lutz">Kosmas Lutz: Zenger Karl. In: Der Bau der bayerischen Eisenbahnen rechts des Rheines. R. Oldenbourg, München/Leipzig 1883, S. 284 f. (Volltext in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 19. Oktober 2023]).</ref> Anschließend war er als Baukondukteur, ab 1869 als Bauinspektor, 1870 Baurat, bis März 1870 im „innern Staatsbaudienst“ und bei der Domänen-Oberadministration des Fürsten von Thurn und Taxis.<ref name="lutz" /><ref name="bosl">Karl Bosl: Bosls bayerische Biographie: 8000 Persönlichkeiten aus 15 Jahrhunderten. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 1983, ISBN 3-7917-0792-2, S. 873, urn:nbn:de:bvb:355-ubr28742-0.</ref>

Ab dem März 1870 war Zenger als Nachfolger von Heinrich Hügel bei der Generaldirektion der Bayerischen Ostbahnen Direktionsarchitekt und Oberingenieur<ref>Amtliche Mittheilungen. In: Zeitschrift des Bayerischen Architekten- und Ingenieur-Vereins. Band 2, Nr. 2, 1870, S. 3 (bavarikon.de [abgerufen am 25. Oktober 2023]).</ref> und ab deren Verstaatlichung Oberingenieur der Generaldirektion der Königlichen Verkehrsanstalten (Bauabteilung) in München. Dabei war er Architekt für den Bau der Bahnstrecken Straubing–Sünching, Regensburg–Nürnberg mit Erweiterung der Ostbahnhöfe in Regensburg und in Nürnberg, Neufahrn–Obertraubling, Neukirchen–Weiden, Mühldorf–Pilsting, Landshut–Plattling, Plattling–Eisenstein, Neumarkt–Pocking, Wiesau–Redwitz, Redwitz–Eger, Neumarkt–Landshut, Feucht–Altdorf sowie der Erweiterung des Staatsbahnhofes Nürnberg.<ref name="lutz" />

Zenger war zuletzt Oberregierungsrat. Zu seinen bekanntesten Gebäudeentwürfen zählt das Empfangsgebäude des Nürnberger Hauptbahnhofs,<ref name="totenschau" /> das 1906 nach sechs Jahren Bauzeit eröffnet wurde.<ref>Epoche: Historismus – Hauptbahnhof. In: Baukunst Nürnberg. Michael Metzner, abgerufen am 19. Oktober 2023.</ref> Zenger legte die klare Fassadeneinteilung des Gebäudes fest und gestaltete die Fassade mit dem in der Region häufig vorkommenden Muschelkalk.

Zudem entwarf Zenger zahlreiche Postgebäude in Bayern.<ref name="totenschau" />

Zenger starb nach schwerer Krankheit am 1. Januar 1905 in München.<ref name="totenschau" /> Nach ihm wurde die Zengerstraße in der Rangierbahnhof-Siedlung in Nürnberg benannt.<ref>Zenger, Carl Gustav. In: Andreas Beyer, Bénédicte Savoy, Wolf Tegethoff (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon – Internationale Künstlerdatenbank – Online. K. G. Saur, 2009, ISSN 1865-0511, doi:10.1515/AKL.</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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