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Michael Jackson

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Michael Jackson (1988)
Michael Jacksons Unterschrift (2002)
Michael Jacksons Unterschrift (2002)

Michael Joseph Jackson (* 29. August 1958 in Gary, Indiana; † 25. Juni 2009 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Pop-, Soul-, R&B-, Funk-, Disco- und Rocksänger, Tänzer und Songwriter. Er arbeitete auch als Musik- und Filmproduzent sowie Musikmanager.

Er gilt mit über 500 Millionen verkauften Tonträgern nach den Beatles als Künstler mit den zweitmeisten verkauften Tonträgern weltweit und erhielt den Beinamen „King of Pop“.

Mit Tänzen wie dem Moonwalk und seinen Musikvideos prägte er auch die visuelle Popkultur nachhaltig.

Als achtes Kind der Jackson-Familie trat er bereits 1966 als Siebenjähriger mit den Jackson 5 auf. Der internationale Durchbruch gelang ihm 1982 mit dem Soloalbum Thriller, das zum bisher meistverkauften Album wurde. Zu seinen weiteren Erfolgen zählen Bad, Dangerous und HIStory, die alle zu den Top 100 der meistverkauften Alben gehören.

Ab den späten 1980ern geriet Jackson zunehmend wegen seines veränderten Aussehens, seines exzentrischen Verhaltens und wegen Missbrauchsvorwürfen in die Schlagzeilen. Er starb 2009 an einer Sedativa-Überdosis; der verantwortliche Arzt Conrad Murray wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer Haftstrafe verurteilt. Jacksons Tod löste weltweite Anteilnahme aus – über eine Milliarde Menschen verfolgten die Trauerfeier in den Medien.

Werdegang

Kindheit und die Jacksons

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Michael Jacksons Elternhaus in Gary, Indiana (2009)

Michael Joseph<ref>„Einige Fans bestehen darauf, dass Michael Jacksons Zweitname Joe und nicht Joseph lautet. Aber Michael wurde Anfang der 1990er Jahre bei einer eidesstattlichen Aussage, bei der es um die Urheberrechte zu seinem Song Dangerous ging, gebeten, seinen vollen Namen auszusprechen, und er sagte klar und deutlich Michael Joseph Jackson. In einigen seiner Ausweise (z. B. Führerschein, Motown-Mitgliedskarte) stand zwar Joe (was des Öfteren für Verwirrung sorgte), aber Joe ist die Abkürzung von Joseph. Die Staatsanwaltschaft übernahm beim Prozess 2005 diese Schreibweise, weil Joe in Michaels Ausweis vermerkt war, den sie im Dezember 2003 konfisziert hatten. In den Geburtsurkunden seiner drei Kinder steht als Name des Vaters Michael Joseph Jackson. Auch in seiner Heiratsurkunde mit Lisa Marie Presley steht Joseph als Zweitname.“ Zitiert nach Pade & Risi, Make that change, S. 563.</ref> Jackson kam 1958 als achtes von zehn Kindern in Gary (Indiana) im Mittleren Westen zur Welt. Sein Vater Joseph (1928–2018) war Kranführer, die Mutter Katherine (* 1930) Verkäuferin. Michaels Geschwister sind:

Joseph Jackson sorgte von frühester Kindheit an für die musikalische Förderung seiner Kinder. Er trieb sie immer wieder zu Höchstleistungen und der Teilnahme an verschiedenen Talentwettbewerben an. Michael Jackson beschrieb diese Beziehung später als hochproblematisch: Der Vater habe ihm mit dem Drill sowie seinen physischen und psychischen Übergriffen die Kindheit geraubt. 1964 gründete der Vater das Kindertrio The Jackson Brothers, aus dem 1966 die Band The Jackson Five hervorging. Die Band hatte große Erfolge und bestand aus den fünf Brüdern Jackie, Tito, Jermaine, Marlon und Michael Jackson als Hauptsänger. Von den Jackson-Geschwistern, die 1968 von Motown unter Vertrag genommen wurden, waren außer Michael noch Janet, La Toya und Jermaine als Solokünstler erfolgreich.

Solokarriere

1970er-Jahre

Nach Welterfolgen mit den Jackson Five startete Michael Jackson 1971 im Alter von 13 Jahren seine Solokarriere. Er blieb jedoch Mitglied der Jackson Five, mit denen er noch bis 1984 Alben veröffentlichte und auf Tournee ging.

Jacksons erste Single Got to Be There/Maria, erschienen im Herbst 1971,<ref>Porträt: Megastar in Glanz und Elend. In: focus.de. 15. November 2013, abgerufen am 16. Januar 2021.</ref> erreichte Platz 4 der amerikanischen und Platz 5 der britischen Charts. Sein Musikstil war damals noch klassischer R&B. Mit der zweiten Single, dem Remake von Bobby Days Rockin’ Robin, erreichte Jackson 1972 Platz 2 der US-Charts. Anfang 1972 folgte das erste Soloalbum Got to Be There, das Platz 3 der US-Charts erreichte.

Die Single Ben/You Can Cry on My Shoulder wurde Jacksons erster Nummer-eins-Hit als Solokünstler. 1973 wurde das Stück mit dem Golden Globe Award als bester Filmsong ausgezeichnet, 1973 erhielt es eine Oscar-Nominierung. Auch das zweite Soloalbum Ben (1972) war sehr erfolgreich. Das dritte Soloalbum Music & Me erschien 1973, das vierte, Forever, Michael, 1975. Beide verkauften sich eher mäßig.

Michael Jackson konzentrierte sich in der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre auf die Jackson Five, die 1976 von Motown Records zu Epic Records (heute Sony) gewechselt waren. 1977 trat Jackson in Glasgow anlässlich des 25-jährigen Kronjubiläums von Elisabeth II. auf, die er auch persönlich traf. Im selben Jahr übernahm Jackson eine Rolle im Film The Wiz – Das zauberhafte Land, einer Musical-Fassung des Zauberers von Oz, wo er neben Diana Ross und anderen ausschließlich afroamerikanischen Künstlern auftrat.

Bei den Dreharbeiten zu The Wiz lernte Jackson den Produzenten Quincy Jones kennen. Mit ihm produzierte er sein fünftes Soloalbum Off the Wall. Neben dem gewohnten R&B tauchten erstmals Lieder im Disco-Stil auf, wie die erste Single-Auskopplung Don’t Stop ’til You Get Enough. Jacksons Stimmlage war so hoch wie nie zuvor.

Off the Wall wurde 1979 mit den zwei Nummer-eins-Hits Don’t Stop ’til You Get Enough und Rock with You und zwei weiteren Top-Ten-Hits in den USA, She’s out of My Life und Off the Wall, ein großer Erfolg. Bis heute wurden von Off the Wall mehr als 20 Millionen Einheiten verkauft.<ref>Off the Wall Album. In: allmichaeljackson.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Dezember 2017; abgerufen am 24. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1980er-Jahre

Im November 1982 erschien das ebenfalls von Quincy Jones produzierte Album Thriller, das jahrzehntelang als weltweit meistverkauftes Album galt. Schätzungen reichen von 65 Millionen<ref name="BabyBoomer"></ref> bis zu 110 Millionen<ref>Michael Jackson’s best selling studio albums. Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref> verkauften Exemplaren.<ref name=":0">„Thriller“ nicht mehr das meistverkaufte Album aller Zeiten. 23. Januar 2026, abgerufen am 25. Januar 2026.</ref>

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Michael Jackson 1984 mit US-Präsident Ronald Reagan im Weißen Haus

Ab Frühjahr 1983 führte das Album monatelang nahezu alle Charts an. Jackson wurde mit diesem außergewöhnlichen Erfolg zum Welt- und Medienstar. Insgesamt wurden sieben Singles aus dem Album ausgekoppelt: The Girl Is Mine, Billie Jean, Beat It, Wanna Be Startin’ Somethin’, Human Nature, P.Y.T. (Pretty Young Thing) und Thriller. Alle Singles schafften es in die Top Ten der US-Charts, zwei davon sogar auf Platz 1. Die Titel wurden von aufwendigen Videoproduktionen begleitet, darunter das über 13 Minuten lange Musikvideo zum Song Thriller, unter der Regie von John Landis, das auf Videokassette erfolgreich wurde. Mit dem Album entfernte sich Jackson deutlich vom Rhythm and Blues und wandte sich der Popmusik zu. Beeindruckt durch die erfolgreiche Promotion-Kampagne für Thriller engagierte Jackson den Epic-Records-Mitarbeiter Frank DiLeo als seinen Manager.

Jacksons Markenzeichen wurden ein weißer Glitzerhandschuh, der Griff in den Schritt, weiße Socken, sein schwarzer Hut und der sogenannte Moonwalk, ein Tanz, der auf den Pantomimen von Jean-Louis Barrault und Marcel Marceau basiert. Diesen Tanz präsentierte Michael Jackson erstmals am 25. März 1983 bei einer Performance von Billie Jean im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Plattenfirma Motown Motown 25: Yesterday, Today, Forever.

Anfang 1984 erreichte Jackson eine Rekord-Nominierung von zwölf Grammy Awards und gewann davon acht für Thriller. Im Mai 1984 wurde er von Präsident Ronald Reagan im Weißen Haus empfangen. Von Juli bis Dezember 1984 unternahm Jackson nochmals eine Tour mit seinen Brüdern, die Victory Tour durch die USA. Im selben Jahr wurde er mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood ausgezeichnet.<ref>Michael Jackson. In: walkoffame.com. Abgerufen am 20. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

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Der Stern von Michael Jackson auf dem Walk of Fame in Hollywood

1985 war USA for Africa Jacksons einziges musikalisches Projekt. Das Lied We Are the World wurde mit Unterstützung von Lionel Richie binnen zwei Stunden geschrieben und mit vielen anderen Stars aufgenommen, unter anderem Diana Ross, Stevie Wonder und Bruce Springsteen. Die Single dazu verkaufte sich weltweit über 20 Millionen Mal,<ref>Anthony Breznican: The many faces of Michael Jackson. In: usatoday.com. USA Today, 30. Juni 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juni 2009; abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> womit sie zu den meistverkauften Singles der Geschichte zählt. Im selben Jahr erwarb Jackson für 47,5 Millionen US-Dollar die Rechte aller Songs der Beatles, was zum jähen Ende der Freundschaft zwischen Jackson und Ex-Beatle Paul McCartney führte.

Im Juli 1985 begann Jacksons Zusammenarbeit mit dem Disney-Konzern. Unter der Regie von Francis Ford Coppola entstand der etwa 17 Minuten lange 3D-Film Captain EO, der 1986 nur in Disney-Parks aufgeführt wurde. Zum ersten Mal waren hier die Songs Another Part of Me und We Are Here to Change the World zu hören.<ref>Captain EO / Bad years: 1985-1989. In: Jackson Dynasty. 3. Januar 2022, abgerufen am 27. April 2026.</ref>

Im August 1987 erschien das Album Bad. Sofort nach seiner Veröffentlichung avancierte es zum Bestseller und erreichte in 25 Ländern die Spitze der Charts. Das Video zum Titelsong Bad dauert in seiner Originallänge etwa 18 Minuten, in einer Nebenrolle taucht der junge Wesley Snipes auf, Regie führte Martin Scorsese. Für Furore sorgte auch der Clip zu Smooth Criminal, in dem Jackson seine „Anti-Gravity Illusion“ zeigte, eine Tanzpose, die er durch einen patentierten technischen Trick umsetzen konnte. Aus dem Album Bad wurden bis Mitte des Jahres 1989 neun Singles ausgekoppelt, von denen fünf zu amerikanischen Nummer-eins-Hits wurden: I Just Can’t Stop Loving You, Bad, The Way You Make Me Feel, Man in the Mirror und Dirty Diana. Mittlerweile sind über 35 Millionen Einheiten des Albums verkauft worden.

Kaum zwei Wochen nach Erscheinen des Bad-Albums ging der 29-jährige Michael Jackson erstmals solo auf Welttournee. Die Premiere der Bad World Tour war am 12. September 1987 in Tokio. Das Wembley-Stadion in London war während der Tour siebenmal mit je 72.000 Zuschauern ausverkauft. Auf dem Platz der Republik in West-Berlin gab es am 19. Juni 1988 ein Open-Air-Konzert. Am 27. Januar 1989 endete die Welttournee nach 123 Konzerten auf vier Kontinenten in Los Angeles.

1988 erschien sein Film Moonwalker, in dem er die Hauptrolle spielte und Stars wie Joe Pesci und Sean Lennon auftraten. Insgesamt wurde der Film in den Kinokassen ein durchschnittlicher Erfolg, dennoch entwickelte er sich bei den Fans mit der Zeit zum Kultfilm.

Im Herbst 1988 erschien die von Ghostwritern verfasste Michael-Jackson-Biographie Moonwalk, die ein Bestseller wurde. Im selben Jahr kaufte Jackson im Santa Ynez Valley in Kalifornien ein 11 km² großes Areal, auf dem er die Neverland-Ranch errichtete. Der Kaufpreis betrug rund 17 Millionen US-Dollar. Elizabeth Taylor prägte Jacksons bekannten Spitznamen, als sie ihn in einer Laudatio bei den Soul Train Music Awards 1989 als den wahren „King of Pop, Rock and Soul“ bezeichnete.<ref>Lindsay Powers, Lindsay Powers: Elizabeth Taylor’s Friendship With Michael Jackson. In: The Hollywood Reporter. 24. März 2011, abgerufen am 29. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Bill Wyman: Did “Thriller” Really Sell a Hundred Million Copies? In: The New Yorker. 4. Januar 2013, ISSN 0028-792X (newyorker.com [abgerufen am 27. März 2024]).</ref> Im Februar 1989 gewann Jackson einen Grammy für das Musikvideo Smooth Criminal.

1990er-Jahre

Der amerikanische Präsident George Bush zeichnete Jackson 1990 in Washington als „Entertainer des Jahrzehnts“ aus und empfing ihn im Weißen Haus. Für sein nächstes Album trennte sich Jackson von seinem Produzenten Quincy Jones; es begann die langjährige Zusammenarbeit mit dem damals wenig bekannten Teddy Riley. Epic Records wurde vom Konzern-Riesen Sony aufgekauft, fortan wurden Jacksons Produktionen von Sony Music vertrieben. Mit Sony schloss Jackson den bisher höchstdotierten Plattenvertrag ab: 890 Millionen US-Dollar<ref>Der King der zwei Gesichter. Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref> für sechs Alben, Filme und Auftritte.<ref></ref>

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Michael Jackson zu Gast bei Präsident George H. W. Bush im Weißen Haus, 1990

1989 begannen die Aufnahmen für das Album Dangerous. Mit der ersten Single Black or White erreichte Jackson weltweit große Erfolge in den Hitparaden. Zudem löste Black or White mit fünf Millionen US-Dollar Produktionskosten Madonnas Express Yourself als damals teuersten Videoclip ab. In den neuen Jackson-Videos hatten auch andere Prominente Gastauftritte: Macaulay Culkin und Tyra Banks in Black or White, Iman, Eddie Murphy, Magic Johnson in Remember the Time, Naomi Campbell in In the Closet, Michael Jordan in Jam und der Gitarrist Slash in Give In to Me.

Auch das Album Dangerous, das im November 1991 veröffentlicht wurde, war ein finanzieller Erfolg. Binnen Wochen verkaufte sich das Album zehn Millionen Mal, und 1992 wurde es zum meistverkauften Album des Jahres und als bisher schnellstverkaufte Platte ausgezeichnet. In Dangerous kamen erstmals Lieder im Stil des New Jack Swings vor, einer Mischung aus R&B und Hip-Hop. Bekannte Singleauskopplungen in diesem Stil waren Remember the Time und In the Closet. Auch Dangerous wurde mit einer aufwändigen Konzerttour beworben. Die Dangerous World Tour begann am 27. Juni 1992 in München, wo 72.000 Zuschauer ins Olympia-Stadion kamen. Das europäische Abschlusskonzert am 1. Oktober 1992 in Bukarest wurde in 61 Ländern im Fernsehen und im Radio übertragen. Seine Ansprache vom Balkon des Parlamentspalasts wurde ein Skandal, als er die Masse junger Menschen mit „Hello Budapest!“<ref>Redaktion: Wie Michael Jackson die Bukarester Jugend brüskiert hat. In: Luzerner Zeitung. 3. August 2015, abgerufen am 13. August 2024.</ref> begrüßte, da das Verhältnis von Rumänen und Ungarn historisch belastet ist. Jackson erhielt die Erlaubnis, mit echten rumänischen Polizisten, die meist aus der kommunistischen Miliz kamen, ein Video zu drehen und traf Ion Iliescu.<ref>Ovidiu Dimitru Solonar: The American Influence on Pop Culture and Cultural Narcissism in Post-Communist Romania (= Studii culturale Academica. Nr. 375). Institutul European, Iaşi 2023, ISBN 978-6-06240377-5, S. 105 f.</ref>

Im November 1992 erschien weltweit die Single Heal the World, die zwar in den USA weniger erfolgreich war, aber international große Erfolge feiern konnte. Heal the World war auch der Name von Jacksons Stiftung mit dem Ziel, notleidende Kinder zu unterstützen. Dangerous verkaufte sich bis heute über 40 Millionen Mal.<ref>Dangerous (1991) – 2015-10-10 – The Albums Of Michael Jackson. Abgerufen am 16. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Februar 1993 gab Jackson Oprah Winfrey ein vielbeachtetes Fernsehinterview, in dem er zum ersten Mal bekanntgab, an der Hautkrankheit Vitiligo zu leiden, wodurch sich das deutliche Aufhellen seiner Haut erkläre.

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Jacksons Auftritt beim 27. Super Bowl setzte neue Maßstäbe für die Halbzeitshow.

Es folgten Auftritte beim Super Bowl und den American Music Awards. Bei den Grammy Awards wurde er als „Lebende Legende“ (Living Legend Award) ausgezeichnet. In Monte-Carlo gewann er mehrere World Music Awards. Die Dangerous-Promotion wurde im Frühjahr 1993 mit einer weiteren Singleveröffentlichung – Give In to Me – fortgesetzt. Die Platte erreichte die Top Ten in mehreren Ländern, auch in Deutschland und England. In den USA wurde Give In to Me nicht als Single veröffentlicht, stattdessen jedoch der Song Who Is It, der international bereits 1992 erschienen war.

Im August 1993, nahezu zeitgleich mit dem Aufkommen der ersten Anschuldigungen gegen Jackson wegen sexueller Belästigung eines Minderjährigen, wurde in Asien die Dangerous-Welttournee fortgesetzt. Wegen seiner sich verschlechternden körperlichen und seelischen Verfassung wurde die Show stark verkürzt. Die Tanzeinlagen Jacksons wurden deutlich sanfter. Nach dem Mexiko-Konzert vom 11. November 1993 wurde die Tour vorzeitig abgebrochen. Schon davor waren zahlreiche Konzerte verschoben oder abgesagt worden.

Den vorzeitigen Tourneeabbruch nahm Hauptsponsor Pepsi, der alle seine Tourneen seit 1984 gesponsert hatte, zum Anlass, den Vertrag mit Jackson aufzulösen und die Zusammenarbeit zu beenden. Gerüchten zufolge litt Jackson zu dieser Zeit unter Exsikkose (Dehydration). Pepsi-Konkurrent Coca-Cola schaltete währenddessen hämische Anzeigen mit dem Slogan: „Dehydrated? There’s always Coke“.

Im Sommer 1993 wurde Will You Be There als Single ausgekoppelt und erreichte mit Platz 7 in den USA nach vielen Monaten wieder die Top Ten der Billboard-Charts. Der Song lief auch weltweit recht gut, trotz katastrophaler Presse für Jackson. Die letzte Single von Dangerous kam Ende 1993 auf den Markt, zwei Jahre nach der Veröffentlichung des Albums. Gone Too Soon kam in den USA gar nicht als Single heraus und lief in Europa sehr mäßig. Das Cover der Single zeigt in einer unscharfen Aufnahme Michael Jackson und den an AIDS verstorbenen Teenager Ryan White. Aufgrund der aktuellen Vorwürfe von sexueller Belästigung eines Minderjährigen wurde dieses Cover jedoch als eher missverständlich aufgenommen. Auch der dazugehörige Videoclip besteht ausschließlich aus Video- und Bildmaterial mit Ryan White, in einigen Sequenzen zusammen mit Michael Jackson.

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Für die Promotion der HIStory World Tour wurden mehrere 9 m hohe Skulpturen in vielen Städten Europas positioniert.

Im Juni 1995 erschien das Doppelalbum HIStory – Past, Present and Future Book I, das sich weltweit mehr als 22 Millionen Mal verkaufte.<ref>HIStory: Past, Present And Future, Book I (1995)* – 2015-10-10 – The Albums Of Michael Jackson. Abgerufen am 16. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es beinhaltet 15 digital remasterte Hits und 15 neue Songs, darunter die Singles Scream/Childhood, You Are Not Alone, Earth Song, They Don’t Care About Us, Stranger in Moscow. Noch nie wurde ein Musikalbum derartig aufwändig beworben wie dieses. Im Rahmen einer 40 Millionen US-Dollar teuren Werbekampagne wurden in vielen großen Städten wie London, Paris und Berlin neun Meter hohe Michael-Jackson-Statuen aufgestellt, was Jackson immer mehr Vorwürfe von Realitätsverlust und Größenwahn einbrachte. Die HIStory-Werbekampagne wurde durch einen ebenfalls teuren Teaser eingeläutet, außerdem wurde zur ersten Single Scream ein Musikvideo gedreht, das mit sieben Millionen US-Dollar Produktionskosten zum bis heute teuersten Videoclip wurde. Außerdem debütierte die zweite Single You Are Not Alone auf Platz 1 in den US-Charts, was es zuvor noch nie gegeben hatte. Mit der dritten Single, dem Earth Song, erreichte Jackson Ende 1995 zum ersten Mal in seiner Karriere Platz 1 der deutschen Single-Charts. Zuvor trat Jackson in Wetten, dass..? auf, was der Sendung die höchsten Einschaltquoten in den 1990er-Jahren einbrachte.

Das Album und die erschienenen Singles zeigten, dass Jackson große Probleme hatte, in den USA an seine Erfolge in den 1980ern anzuknüpfen, während er in Europa immer noch sehr erfolgreich war. Auch die HIStory World Tour 1996/97 war eine aufwändig produzierte Show. Auftakt war am 7. September 1996 in Prag. 150.000 Fans kamen zu dem Konzert, das damit Jacksons größtes war. Bis zum Januar 1997 trat Jackson in Ungarn, Polen, Spanien, den Niederlanden, Indien, Südkorea und in Japan auf. Fast durchgehend und selbst für Balladen wie You Are Not Alone oder Heal the World wurde Playback eingesetzt. Erstmals seit neun Jahren war Michael Jackson auch wieder in den USA, auf Hawaii, zu sehen.

Im Mai 1997 erschien das Remixalbum Blood on the Dance Floor – HIStory in the Mix, mit Remixen diverser neuer Songs von HIStory sowie fünf bis dahin unbekannten Titeln, darunter die erfolgreiche Single Blood on the Dance Floor. Das Album verkaufte sich etwa acht Millionen Mal und ist somit das bis dato erfolgreichste Remixalbum.

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Bei der Premiere seines Films Ghosts bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes (1997)

Am 31. Mai 1997 kehrte die HIStory-Welttournee mit einem Konzert im Bremer Weserstadion nach Europa zurück. Es folgten wiederum viele Konzerte in den größten Stadien. Mehr als eine halbe Million Fans kamen allein zu zehn Deutschland-Konzerten. Währenddessen wurde das millionste Ticket für ein Jackson-Konzert im Wembley-Stadion in London verkauft. Am 15. Oktober 1997 ging in Durban die HIStory-Welttournee zu Ende. Obwohl die Kritiker kaum ein gutes Haar am Künstler und seiner Show ließen, trat Jackson mit dieser Tour bei insgesamt 82 Konzerten vor 4,5 Millionen Zuschauern auf.

In den nächsten vier Jahren trat Jackson eher sporadisch in der Öffentlichkeit auf. Im März 1999 gastierte er erneut bei Wetten, dass..?, diesmal jedoch nicht, um zu singen, sondern um über die bevorstehenden Wohltätigkeitskonzerte zu sprechen. Am 27. Juni 1999 trat Jackson, neben vielen anderen Künstlern, im Rahmen des „Michael Jackson & Friends“-Konzerts zum 5. Mal (nach 1988, 1992 sowie zweimal 1997) im Münchener Olympiastadion auf und gab damit sein letztes Deutschland-Konzert.

Im Mai 1999 verlor er zunächst gegen den italienischen Sänger Al Bano einen Plagiatsprozess, da dieser behauptete, dass Jackson weite Passagen des Hits Will You Be There von seinem Lied I cigni di Balaka übernommen habe.<ref>Amtlich – Michael Jackson klaut bei Al Bano. In: Spiegel Online. 12. Mai 1999, abgerufen am 6. November 2022.</ref><ref>RZ-Online (News): Michael Jackson muß 4000 Mark Strafe zahlen. 18. Januar 2000, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Januar 2000; abgerufen am 19. Februar 2023.</ref> Zwei Jahre später wurde Jackson jedoch von dem Plagiatsvorwurf vollständig freigesprochen.<ref>Reports: Michael Jackson Cleared Of Plagiarism Charge. In: Billboard. 15. März 2001, abgerufen am 6. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2000er-Jahre

Im Jahr 2000 gewann Jackson bei den World Music Awards einen Preis als „bestverkaufender männlicher Popkünstler des Jahrtausends“ (Best-Selling Pop Male Artist of the Millennium).<ref name="myplay">Biografie Michael Jacksons auf. Myplay.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Juni 2010; abgerufen am 12. Juni 2010.</ref> Im September 2001 trat Michael Jackson bei zwei Konzerten im Madison Square Garden in New York City auf, um mit dieser Michael Jackson: 30th Anniversary Celebration genannten Veranstaltung sein 30-jähriges Bühnenjubiläum als Solokünstler zu feiern. Dabei traten Britney Spears, *NSYNC, Whitney Houston, Usher, Gloria Estefan, Destiny’s Child sowie zum ersten Mal seit 17 Jahren alle sechs Jackson-Brüder auf.

Im Oktober 2001 erschien Jacksons letztes, bereits seit 1998 angekündigtes Studioalbum Invincible. Die erste Single You Rock My World platzierte sich in den Top Ten vieler Länder. Im September wurde das dazugehörige, unter der Regie von Paul Hunter entstandene Musikvideo veröffentlicht. Gastauftritte in dem rund 13-minütigen Video hatten Chris Tucker, Michael Madsen, Billy Drago, Frank Tyson und Marlon Brando. Das Musikvideo wurde mit einem NAACP Image Award als „Bestes Musikvideo 2001“ ausgezeichnet. Kurz vor der Veröffentlichung von Invincible waren neue, erweiterte und remasterte Ausgaben von Jacksons früheren Alben Off the Wall, Thriller, Bad und Dangerous erschienen. Sie enthielten fast alle Bonusmaterial wie Demos und unveröffentlichte Titel.

Im Dezember 2001 erschien Cry, die zweite und letzte Single von Invincible, ohne Pressemeldung und Beteiligung Jacksons am Musikvideo. Als Bonusaufnahme befindet sich auf der Maxi-CD der unveröffentlichte Song Shout, der ursprünglich für Invincible produziert worden war, im letzten Moment jedoch gegen You Are My Life ausgetauscht wurde. Das Album verkaufte sich rund 11 Millionen Mal.<ref>Invincible (2001) – 2015-10-10 – The Albums Of Michael Jackson. Abgerufen am 16. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wirtschaftlich betrachtet war dies ein Flop, denn allein die Produktionskosten lagen zwischen 10 und 30 Millionen US-Dollar. Allerdings geriet Jackson mit seiner Plattenfirma Sony Music wegen Ungereimtheiten bei der Vermarktung und Werbung in Konflikt. Sony stellte im Frühjahr 2002 jegliche weitere Vermarktung ein. 2001 wurde er auch als Solokünstler in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen,<ref>Michael Jackson Biography. In: rockhall.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. März 2010; abgerufen am 6. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> nachdem ihm diese Ehrung bereits 1997 als Mitglied der Jackson Five zuteilgeworden war.<ref>Biografie von Michael Jackson. Sonybmg.ch, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Juni 2009; abgerufen am 12. Juni 2010.</ref> Somit hat er Anteil an vier Hollywood-Sternen: mit den Jackson Five, den Jacksons, als Solokünstler und als Songschreiber. Im Januar 2002 erhielt Jackson außerdem einen American Music Award als „Künstler des Jahrhunderts“ (Artist of the Century Award).<ref name="myplay" />

Datei:2003 Michael Jackson at The Cable Show (29358712934) (1).jpg
Michael Jackson bei der NCTA-Konferenz 2003

Im November 2002 kam Michael Jackson mit seinen Kindern nach Berlin zur Bambi-Verleihung, um dort für sein Lebenswerk (Greatest Living Pop Icon)<ref>hellomagazine.com: MICHAEL JACKSON AND HALLE BERRY PICK UP BAMBI AWARDS IN BERLIN – HELLO! Abgerufen am 6. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ausgezeichnet zu werden. Es gab einen Zwischenfall, bei dem Jackson sein drittes Kind (Prince Michael II, „Blanket“) über den Balkon seines Hotelzimmers im Hotel Adlon hielt, und für einige Sekunden den Fans zeigte.<ref>Benedikt Amara: Den eigentlichen Fehler machten die Medien. 19. November 2022, abgerufen am 23. Juni 2025.</ref> Im November 2003 erschien die Hitzusammenstellung Number Ones mit einem neuen Song – One More Chance. Im November 2004 wurde eine weitere Greatest-Hits-Kompilation mit dem Titel The Ultimate Collection veröffentlicht. Diese war ein Box-Set mit diversen Titeln, die zwischen 1969 und 2004 entstanden waren. Zudem enthält sie Outtakes, Demos und einige neue Songs (darunter We’ve Had Enough) auf 4 CDs sowie eine DVD, die das zweistündige Konzert der Dangerous-Tour in Bukarest im Oktober 1992 zeigt. Mit diesem Box-Set war sein Plattenvertrag mit Sony erfüllt.<ref>Michael Jackson 06/15/2002 – Sony Music Speech. youtube.com, 26. August 2009, abgerufen am 2. Januar 2011.</ref>

Seit Juni 2005 lebte Jackson nicht mehr auf seinem Anwesen, der Neverland-Ranch. Es wurde bekannt, dass er sich stattdessen in Bahrain und Irland (2006) sowie in Las Vegas aufhielt. Seit April 2006 stand Jackson kurzzeitig unter Vertrag des Labels 2Seas Records, das dem Sohn des Königs von Bahrain gehört. Ende Januar 2006 hielt sich Jackson Medienberichten zufolge für mehrere Tage aus privatem Anlass im Hamburger Stadtteil Niendorf auf, um die Familie des Musikmanagers Wolfgang Schleiter und dessen Sohn zu besuchen.<ref>Michael Jackson besucht Freunde in Hamburg. In: welt.de. 27. Januar 2006, abgerufen am 6. November 2022.</ref><ref>Christian Denso: Der "King of Pop" auf der Couch in Niendorf. 30. Januar 2006, abgerufen am 6. November 2022.</ref>

Im Mai 2006 erhielt er bei den MTV Video Music Awards in Tokio einen Legend Award. Es war sein erster öffentlicher Auftritt seit seinem Freispruch im Juni 2005. Im November 2006 wurde ihm bei den World Music Awards in London ein Diamond Award für über 100 Millionen verkaufte Alben verliehen. Der Verkauf seiner Alben hatte allerdings bereits die 200-Millionen-Marke überschritten. Im Dezember 2006 würdigten verschiedene Künstler den verstorbenen „Godfather of Soul“, James Brown, unter ihnen auch Michael Jackson. Im Februar 2008 erschien anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Erfolgsalbums Thriller die 25th Anniversary Edition des Albums.<ref>Exclusive: Michael Jackson’s 'Thriller' Plans. foxnews.com, 17. Oktober 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. November 2011; abgerufen am 2. Januar 2011.</ref>

Im März 2009 kündigte Jackson in einer Pressekonferenz seinen Abschied von der Bühne mit der Konzertserie This Is It in der Londoner O2-Arena an.<ref name="cnn0603" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Michael Jackson Video (Memento vom 9. März 2009 im Internet Archive) (nicht mehr online verfügbar). In: michaeljacksonlive.com</ref><ref>Andreas Rauschal: Ein letztes Aufbäumen des einstigen "King" – Michael Jackson. Abgerufen am 6. November 2022.</ref> Nachdem zunächst nur zehn Konzerte angekündigt worden waren, wurden während des Ticketverkaufs aufgrund enorm großer Nachfrage schrittweise 40 weitere Termine hinzugefügt.<ref>That wasn't it! Promoter adds more Michael Jackson concert dates in London. In: NY Daily News. 18. Dezember 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Dezember 2013; abgerufen am 19. Februar 2023.</ref> Die in Rekordzeit ausverkaufte Konzertreihe sollte 50 Shows vom Juli 2009 bis zum März 2010 umfassen. Es fand keines der Konzerte statt, da Jackson 18 Tage vor Beginn der Tournee starb.

Tod

Fahrlässige Tötung

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Totenschein Seite 1
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Totenschein Seite 2

Am 25. Juni 2009 wurde Jackson in seiner gemieteten Villa im Stadtviertel Holmby Hills im Westen von Los Angeles leblos aufgefunden und ins UCLA Medical Center gebracht, wo er für tot erklärt wurde. Er wurde 50 Jahre alt. Die Todesursache war ein Atemstillstand durch relative Überdosierung des Narkosemittels Propofol und gleichzeitig unzureichende Überwachung.<ref>Überdosis eines Narkosemittels: Täglich 50 Milligramm Propofol – das Todesurteil für Michael Jackson – WELT. Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref> Zuvor waren die Benzodiazepine Diazepam, Midazolam und Lorazepam verabreicht worden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Offizielles Ergebnis der Gerichtsmedizin: Michael Jacksons Tod war ein Tötungsdelikt (Memento vom 30. August 2009 im Internet Archive) Tagesschau, 28. August 2009.</ref> Der Gerichtsmediziner von Los Angeles bezeichnete den Tod von Michael Jackson am 28. August 2009 in einer offiziellen Stellungnahme als Tötungsdelikt.

Laut der US-amerikanischen Tageszeitung Los Angeles Times habe Jacksons Leibarzt Conrad Murray dem unter Schlaflosigkeit leidenden Künstler über viele Wochen hinweg das Narkosemittel verabreicht.<ref>Kimi Yoshino, Harriet Ryan, Andrew Blankstein: Jackson pleaded with doctor for propofol. In: LA Times. 25. August 2009, abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Obwohl Murray die Dosis kurz vor Jacksons Tod reduziert und ihm außerdem weniger starke Schlafmittel verabreicht haben soll, hätte Jackson wiederholt um das Narkosemittel gebeten und am Ende eine geringere Dosis erhalten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Michael Jackson starb offenbar an Propofol-Überdosis. (Memento vom 27. August 2009 im Internet Archive) Tagesschau, 25. August 2009.</ref>

Murray wurde im Februar 2010 wegen fahrlässiger Tötung angeklagt und im November 2011 von der Jury schuldig gesprochen.<ref>Jennifer Medina: Doctor Is Guilty in Michael Jackson’s Death. In: nytimes.com. 7. November 2011, abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er wurde zur Höchststrafe von vier Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Der Richter begründete seine Entscheidung damit, Murray habe für Geld und Prestige seinen medizinischen Eid verletzt und als Leibarzt Jackson im Stich gelassen. Zudem zeige er keine Reue und schiebe die Schuld auf das Opfer.<ref>Vier Jahre Haft – Michael Jacksons Leibarzt zu Höchststrafe verurteilt. In: spiegel.de. 29. November 2011, abgerufen am 19. Februar 2023.</ref> Im Oktober 2013 wurde er zwei Jahre nach seiner Verurteilung wegen guter Führung und aufgrund überfüllter Gefängnisse vorzeitig entlassen.<ref>Ex-Leibarzt von Michael Jackson – Conrad Murray aus Gefängnis entlassen. In: Spiegel Online. 28. Oktober 2013, abgerufen am 6. November 2022.</ref>

Nachlass

Michael Jackson hat ein auf den 7. Juli 2002 datiertes Testament hinterlassen. John G. Branca und John McClain sind als Vollstrecker des Testaments und Treuhänder eines Fonds eingesetzt. Michael Jacksons Mutter, Katherine Jackson, ist in dem Dokument als Vormund von dessen drei Kindern benannt.<ref>Last Will Of Michael Joseph Jackson. 23. Januar 2012, abgerufen am 6. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Nachlass umfasst unter anderem den Sony-/ATV-Musikkatalog im Wert von etwa einer Milliarde US-Dollar, Immobilien in Encino (4,4 Millionen US-Dollar), eine Autofirma, mehrere Rolls-Royce-Automobile sowie 444.260 US-Dollar von verschiedenen Bankkonten.<ref>Michael Jackson’s Fortune -- That's How He Rolls. Abgerufen am 6. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dem gegenüber standen zum Zeitpunkt von Jacksons Tod Schulden von 400 bis 500 Millionen US-Dollar. Unter der Leitung von Branca und McClain konnte das Estate of Michael Jackson in den kommenden Jahren durch den Verkauf des Sony-/ATV-Musikkatalogs, postume Albenveröffentlichungen und weitere Projekte wie Filme und Musicals alle Schulden tilgen. Der Wert des Estate hat sich bis zum Jahr 2024 auf über 2 Milliarden US-Dollar gesteigert.<ref>Kelby Vera: Michael Jackson Was A Half-Billion Dollars In Debt When He Died: Court Docs. In: nz.finance.yahoo.com vom 27. Juni 2024.</ref><ref>Stacy M. Brown: John Branca’s Masterstroke: How Michael Jackson’s Estate Surged Passed $2 Billion in Ticket Sales. In: washingtoninformer.com vom 4. September 2024.</ref>

Trauerfeiern und Bestattung

Datei:Jackson Memorial Munich 1.jpg
Gedenkstätte vor dem Hotel Bayerischer Hof, in dem Jackson sich bei einem Konzert in München aufgehalten hatte
Datei:MichaelJacksonShrine Cologne.jpg
Improvisierte Gedenkstätte in Köln

Am 7. Juli 2009 fand eine offizielle, von zahlreichen Fernsehsendern auf der ganzen Welt übertragene Trauerfeier im Staples Center in Los Angeles im Beisein von etwa 17.500 Fans, 2.000 Journalisten und 500 Prominenten statt.<ref>Analyse: «Liebe und Respekt» für Jacko. In: mopo.de. 7. Juli 2009, abgerufen am 21. Februar 2020: „[…] Platz für 2000 Reporter, Kameras und Scheinwerfer.“</ref><ref>Viktoria Unterreiner: Tod eines Superstars – Michael Jacksons schwerer Weg zur letzten Ruhe. In: welt.de. 4. Juli 2009, abgerufen am 6. November 2022.</ref> Der vergoldete Sarg Jacksons wurde vor der Bühne aufgebahrt. Seine Geschwister und ein Gospelchor gedachten mit Redebeiträgen und musikalischen Darbietungen des verstorbenen Künstlers.

Mit Einzelbeiträgen traten bei der Trauerfeier namentlich hervor:<ref>WELT: Jackson-Familie verabschiedet sich von Michael. In: Die Welt. 7. Juli 2009 (welt.de [abgerufen am 6. November 2022]).</ref>

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Datei:Michael Jackson Grave.jpg
Das Grab von Michael Jackson in der Holly Terrace des Great Mausoleum des Forest Lawn Memorial Park

Der 12-jährige Shaheen Jafargholi interpretierte Jacksons Titel Who’s Lovin’ You, mit dem er bereits im Finale von Britain’s Got Talent aufgetreten war. Er hatte bei Jacksons geplanter Tour mit Gastauftritten teilnehmen sollen.<ref>Scott Colothan: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Shaheen Jafargholi Wows at Michael Jackson Memorial Service. (Memento vom 10. Juli 2009 im Internet Archive) am 7. Juli 2009 auf Festivalwise.com</ref> Als letzte Rednerin trat Jacksons elfjährige Tochter Paris auf, die unter Tränen erklärte, ihr „Daddy“ sei der beste Vater gewesen, den man sich vorstellen könne. Zwei Stunden vorher hatten die Familie und enge Freunde auf dem Forest Lawn Friedhof in den Hollywood Hills von ihm Abschied genommen.<ref>Trauerfeier für Michael Jackson: Pompöser Abschied vom König des Pop. In: Der Spiegel. 7. Juli 2009, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 6. November 2022]).</ref> Die Trauerfeier wurde von etwa einer Milliarde Menschen live im Fernsehen verfolgt, laut anderen Schätzungen sogar von zwei bis drei Milliarden Zuschauern.<ref>Guinness World Records 2011 – Neu und Explosiv. Das Rekordfeuerwerk. Guinness World Records Buch, 2010, ISBN 978-3-411-14171-5, S. 162.</ref> In Deutschland sahen 20 Millionen Menschen zu.<ref>Rekordverdächtige TV-Quoten: Eine Milliarde Zuschauer verfolgte Jackson-Trauerfeier. ngz-online.de, 8. Juli 2009.</ref>

Am 10. Juli 2009 nahmen rund 6.000 Menschen an einer Trauerfeier in Jacksons Geburtsort teil. Zu den prominenten Gästen zählten Jacksons Vater Joseph sowie Bürgerrechtler Jesse Jackson.<ref>AFP: Tausende Fans bei Trauerfeier in Michael Jacksons Geburtsort. 16. Juli 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Juli 2009; abgerufen am 6. November 2022.</ref> Am 3. September 2009 wurde Jackson auf dem Forest Lawn Memorial Park in Glendale (Kalifornien) bestattet.<ref>Michael Jackson reaches his 'final resting place' – CNN.com. Abgerufen am 6. November 2022.</ref> Neben der Familie waren etwa 100 Trauergäste bei der Bestattung anwesend. Sein Sarkophag befindet sich im nicht öffentlich zugänglichen großen Mausoleum des Friedhofes.<ref>Michael Jackson in der Datenbank Find a GraveVorlage:Abrufdatum. </ref>

Privates

Familie und Kinder

Michael Jackson war von 1994 bis Dezember 1995 mit der Sängerin Lisa Marie Presley (1968–2023), der Tochter von Elvis Presley (1935–1977), verheiratet. 1996 heiratete er Deborah Jeanne Rowe; die Ehe wurde 1999 geschieden. Aus dieser Verbindung gingen Michael Joseph Jackson Jr., genannt Prince, (* 13. Februar 1997) und die 1998 geborene Paris hervor. Sein drittes Kind, Prince Michael Jackson II, kam am 21. Februar 2002 zur Welt; er wird mit Spitznamen Blanket genannt. Seine Mutter ist nicht bekannt; Jackson sagte dem britischen Journalisten Martin Bashir in der Doku Living with Michael Jackson lediglich, dass sie eine Schwarze sei.

Jackson hatte das alleinige Sorgerecht für alle drei Kinder, das nach seinem Tod auf seine Mutter Katherine überging. Im Falle ihres Todes wäre die Sängerin und langjährige Freundin Michael Jacksons Diana Ross der Vormund aller drei Kinder geworden.<ref>- Diana Ross bekommt Sorgerecht für Jacko-Kids: Wenn Großmutter. 29. April 2011, abgerufen am 6. November 2022.</ref>

Gesundheit und Aussehen

<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />

Michael Jackson links im Jahr 1974, rechts 2003. Deutlich erkennbar: Verkleinerung der Nase, geglättetes Haar, Aufhellung der Haut, starkes Make-up. Jackson begründete die Hautaufhellung mit einer Vitiligo-Erkrankung.

1979 hatte Jackson seine erste kosmetische Operation, nachdem er sich durch einen Unfall beim Tanzen die Nase gebrochen hatte. Atemprobleme erforderten 1980 eine zweite korrigierende Operation. Weitere medizinisch notwendige Eingriffe folgten am Kopf, nachdem er 1984 durch zu früh gezündete Feuerwerkseffekte beim Dreh eines Pepsi-Werbespots Verbrennungen 2. Grades und 3. Grades an der Kopfhaut erlitten hatte.<ref>Reliving the icon who defined music history: The eternal moonwalker, King of Pop – Michael Jackson. Abgerufen am 25. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>The Accident that Sparked Jackson's Addiction. In: ABC News. 15. Juli 2009, abgerufen am 20. März 2026.</ref> Die dadurch verursachte kahle Stelle am Kopf soll er fortan mit einer Perücke verdeckt haben.<ref>Katja Gelinsky: Michael Jackson – Verletzungen einer langen Karriere. In: faz.net. 29. Juni 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. November 2020.</ref>

Trotz wiederholter Dementis Jacksons<ref name="livingwithmj">Living with Michael Jackson (TV-Dokumentation, 2003).</ref> sind sich diverse Fachleute einig, dass er zu viele Schönheitsoperationen im Gesicht hatte machen lassen, darunter auch sein Arzt Stephen Hoefflin, der ihn selbst an der Nase operierte.<ref>Surgeon: Michael Jackson A 'Nasal Cripple'. In: A. B. C. News. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wiederholt wurde von Medien und Öffentlichkeit darüber spekuliert, warum und wie Jackson seine von Natur aus dunkle Haut nach und nach immer mehr bis zu fast völlig weißer Haut aufhellte. Er gab in Interviews als Grund dafür die sich seit etwa Mitte der 1980er-Jahre bemerkbar machende Hautkrankheit Vitiligo an. Zu Vorwürfen vor allem seitens schwarzer Amerikaner nahm er 1993 in einem Fernsehinterview Stellung.<ref>Michael Jackson ~ Vitiligo clips auf YouTube, 2007, abgerufen am 28. November 2020 (englisch).</ref>

„Ich bin stolz, ein schwarzer Amerikaner zu sein. Ich bin stolz auf meine Rasse, ich bin stolz darauf, wer ich bin. […] Ich leide an einer Hautfunktionsstörung, dabei wird die Pigmentierung der Haut zerstört und ich kann nichts dagegen machen. […] Wir versuchen das unter Kontrolle zu halten, durch Schminken, denn die Flecken auf meinem Gesicht werden dadurch kaschiert.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Michael Jackson, 1993<ref>In life of mysteries, Jackson’s changed color baffled public (englisch) abgerufen am 10. Juni 2010.</ref>

Vitiligo wurde nach seinem Tod auch von den Autopsieärzten festgestellt.<ref>''Michael Jackson Autopsy Report''. Thesmokinggun.com, 8. Februar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. April 2010; abgerufen am 12. Juni 2010.</ref> Jacksons langjähriger Hautarzt Arnold Klein, der ihn mehr als 25 Jahre lang auch wegen Akne und Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte) behandelte, hatte allerdings den Verdacht, dass der Sänger auch zu anderen Ärzten ging und sich von diesen „riskante Mittel“ habe verschreiben lassen.<ref name="Spiegel2009">Jacksons Hautarzt: „Was immer er verlangte, bekam er“. In: Spiegel Online. 9. Juli 2009, abgerufen am 17. August 2022.</ref> Klein habe Jackson regelmäßig gewarnt und ihn sogar einmal dazu gebracht, „ein besonders gefährliches Mittel in die Toilette zu werfen“.<ref name="Spiegel2009" />

In seiner Autobiografie Moonwalk (1988) gab Jackson an, sich einem Eingriff am Kinn unterzogen zu haben. Als Ursache für sein verändertes Erscheinungsbild nannte er den Verlust von Gewicht. 1993 wurde er laut seiner Visagistin Karen Faye abhängig von Schmerzmitteln, bedingt durch die andauernde Wiederherstellungschirurgie auf seiner Kopfhaut nach dem Brandunfall, den Stress durch die Welttournee und die Anschuldigungen wegen sexuellen Kindesmissbrauchs.<ref name="afterlife">20/20 Michael Jackson: After Life (ABC TV-Dokumentation, 2010).</ref> Er machte einen Entzug.

Die erneuten Anschuldigungen wegen Kindesbelästigung setzten Jackson stark zu. Er baute körperlich ab, litt unter Ess- und Schlafproblemen. Einen Krankenhausaufenthalt nach einem häuslichen Unfall musste er auf Anordnung des Richters Rodney Melville kurzfristig unterbrechen und erschien in einer Pyjamahose vor Gericht. Anwalt Thomas Mesereau betonte, dass sein Mandant immer kooperativ und bei klarem Verstand gewesen sei.<ref name="truecrime">Die Akte Michael Jackson (True Crime with Aphrodite Jones: Michael Jackson, TV-Dokumentation, 2010)</ref>

Nach Jacksons Tod fand die Polizei von Los Angeles in seinem Anwesen große Mengen an Medikamenten, darunter das Narkosemittel Propofol, sowie Rezepte, die nicht auf ihn, sondern auf eines seiner Pseudonyme ausgestellt worden waren.<ref>Medikamentenmissbrauch: Jacko soll als Jack London Drogen gekauft haben – WELT. Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref><ref>Süddeutsche Zeitung: Propofol ist hochgefährlich. Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref> Laut seiner Ernährungsberaterin Cherilyn Lee litt Jackson unter schwerer Schlaflosigkeit.<ref>Michael Jackson: "Verzweifelt auf der Suche nach Schlaf". In: Der Spiegel. 1. Juli 2009, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 19. Februar 2023]).</ref> Der Autopsiebericht ergab, dass Michael Jackson ein „starkes Herz“ hatte und „ziemlich gesund“ für einen 50-jährigen Mann gewesen sei. Es wurden keine physischen Probleme festgestellt, die ihn bei seinen Konzertauftritten eingeschränkt hätten.<ref>''Jackson autopsy details revealed''. In: BBC News. 1. Oktober 2009, abgerufen am 12. Juni 2010.</ref>

Religion

Michael Jackson war bis 1987 Zeuge Jehovas.<ref></ref> Etwa ab dem Jahr 2005 zierte eine rote Schnur Jacksons Handgelenk, die als Kabbala-Armband interpretiert wurde.<ref>The King of Kabbalah? Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sein Bruder Jermaine, der selbst zum Islam konvertiert war, vertrat die Auffassung, dass Michael sich intensiv für den Islam interessiert hat.<ref>Michael Jacksons Bruder gibt Interview zum ersten Todestag. In: gmx.net. 25. Juni 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Juni 2010; abgerufen am 7. Februar 2021.</ref> Meldungen über eine Konversion zum Islam wurden dagegen dementiert.<ref>Michael Jackson and Prince of Bahrain settled lawsuit 'amicably,' say lawyers. In: NY Daily News. 12. Dezember 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Dezember 2008; abgerufen am 19. Februar 2023.</ref> Jackson selbst äußerte sich schon früh zu der Frage, welcher Religion er sich zugehörig fühle:

„Ich vermeide es, den Begriff ‚Religion‘ zu verwenden, denn so viele Leute sagen ‚meine Religion‘ dies und ‚meine Religion‘ das. Wieso sollte es ‚meine‘ Religion sein? Ich glaube einfach, was in der Bibel steht – unabhängig davon, mit welcher Religion es verbunden ist. Ich glaube einfach.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Michael Jackson, 1979<ref>His Faith. In: reflectionsonthedance.com, abgerufen am 18. Februar 2014 (englisch).</ref>

Vorwürfe des Kindesmissbrauchs

Eingestelltes Ermittlungsverfahren 1993 – 1994

Im August 1993 erhob Evan Chandler Vorwürfe, sein minderjähriger Sohn Jordan sei von Michael Jackson sexuell missbraucht worden. Bevor er zur Polizei ging, hatte er erfolglos versucht, 20 Millionen US-Dollar von Jackson zu erpressen.<ref>nachzulesen in Michael Jackson: The King of Pops Darkest Hour von Lisa Campbell (1995), S. 53.</ref> Die Polizei fand keine belastenden Beweise, und Jordan Chandler blieb der einzige Hauptbelastungszeuge. Jackson beteuerte öffentlich seine Unschuld. Im Januar 1994 einigte sich Jacksons Versicherung außergerichtlich mit den Chandlers. Jordan erhielt eine Abfindung von 15 Millionen US-Dollar.<ref>Das Chandler-Settlement / Der Chandler-Vergleich. In: all4michael. 17. März 2015, abgerufen am 15. September 2024.</ref> Seine Eltern erhielten jeweils 1,5 Millionen und kooperierten daraufhin nicht mehr mit den Behörden.<ref>Lothar Gorris: Nimmerland ist abgebrannt. In: Der Spiegel. Nr. 17, 2005 (online).</ref>

Die Untersuchung wurde eingestellt und es wurde keine Anklage erhoben, da nach den damals geltenden Gesetzen ohne Strafantrag eines Opfers eine Anklage von Seiten der Staatsanwaltschaft gegen einen des Kindesmissbrauchs Verdächtigten in Kalifornien nicht möglich war. Die außergerichtliche Übereinkunft bescheinigt Jackson, kein Fehlverhalten begangen zu haben.<ref>Michael Jackson’s Big Payoff Agreed to pay $15 million to settle boy’s 1993 sex abuse claim. The Smoking Gun, 16. Juni. Thesmokinggun.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Februar 2010; abgerufen am 3. Juli 2010.</ref> Der Anwalt der Chandlers kommentierte außerdem, „keiner hat von irgendwem Schweigen erkauft“.<ref>Jim Newton: Grand Jury to convene in Jackson Case: Law: Sources close to the investigation say a panel in Santa Barbara will hear testimony next week about alleged molestation of boy. In: latimes.com. 5. Februar 1994, abgerufen am 26. Januar 2021.</ref> Jacksons Versicherung wollte mit der außergerichtlichen Einigung hohe Verluste verhindern, die ein mehrjähriger Prozess durch Tourausfälle und Albumverschiebungen verursacht hätte.<ref name="truecrime" />

Die Chandlers gerieten in die Kritik, aus Profitgier gelogen zu haben:<ref>„King of Pop“: Michael Jacksons ärgster Gegner ist tot – WELT. Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref> Tonbandmitschnitte enthüllten Evan Chandlers Plan, Jackson persönlich wie beruflich vernichten zu wollen:<ref name="gonetoosoon">Michael Jackson – Eine Legende geht (Michael Jackson – Gone Too Soon, TV-Dokumentation, 2010)</ref> „Wenn ich damit durchkomme, werde ich der große Gewinner sein. Ich kann gar nicht verlieren. Ich werde alles bekommen, was ich will.“<ref>nachzulesen in The Magic and the Madness, von J. Randy Taraborrelli, S. 477–478.</ref><ref>Michael Jackson’s 10 most extravagant purchases. In: timesbusiness.com. 2. November 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. November 2009; abgerufen am 27. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), siehe Abschnitt 3: „Out of court settlements“).</ref> Auch Jordan Chandlers Beschreibung von Jacksons Genitalien erwies sich als unzutreffend.<ref name="gonetoosoon" /> Heute lebt Jordan Chandler unter einem Decknamen zurückgezogen in Long Island.<ref>Ryan Parry: Michael Jackson sex case dad Evan Chandler wanted justice but ended up destroyed. 19. November 2009, abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er habe laut Jermaine Jackson die Anschuldigungen nach dem Suizid seines Vaters im November 2009<ref>Evan Chandler: Father of Michael Jackson molestation accuser found dead. 17. November 2009, abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> zurückgenommen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jermaine Jackson: Michael war schon immer unschuldig. (Memento vom 28. November 2009 im Internet Archive) (deutsch) abgerufen am 10. Dezember 2009.</ref><ref>Jermaine: Suicide Proves MJ Didn't Molest. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Anklage und Freispruch 2003 – 2005

2003 wurden Jackson „unanständige oder laszive Taten mit einem Kind unter 14 Jahren“ vorgeworfen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Michael Jackson Booked for Child Molestation. (Memento vom 28. August 2009 im Internet Archive) (englisch) abgerufen am 30. Dezember 2009.</ref> Auslöser war die im Februar 2003 ausgestrahlte TV-Dokumentation Living with Michael Jackson. Der Teenager Gavin Arvizo gab darin an, dank Jacksons Hilfe eine Krebserkrankung besiegt zu haben. Während des Interviews nahm er Jacksons Hand und lehnte sich an dessen Schulter. Beide hätten im selben Raum, jedoch nicht im selben Bett übernachtet.

Der Bezirksstaatsanwalt von Santa Barbara County, Tom Sneddon, beschloss, den Film gegen Jackson zu verwenden, und erstattete Strafantrag. Die Anklage behauptete, die Belästigung hätte gleich nach der Dokumentation stattgefunden.<ref name="truecrime" /> Gegenüber der kalifornischen Kinderfürsorge stritt die Familie Arvizo jedoch zunächst jede Form von Missbrauch ab<ref>Documents | The Smoking Gun. 12. Juni 2014, abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und nannte Jackson in einem Video „den nettesten Menschen, den wir je getroffen haben“.<ref name="truecrime" /> Monate später wandten sich die Arvizos an denselben Anwalt und denselben Psychologen wie die Chandlers vor zehn Jahren. Die Anklage änderte ihre Theorie und behauptete, die Belästigung habe erst nach der Video-Aussage stattgefunden. Bei einer Razzia auf der Neverland-Ranch im November 2003 wurde kein belastendes Material gefunden.

Im Januar 2005 begann der Gerichtsprozess, Jackson plädierte in allen zehn Anklagepunkten – unter anderem Verschwörung und sexuelle Belästigung – auf „nicht schuldig“. Während des Verfahrens verstrickte sich die Klägerfamilie in Widersprüche und machte stark voneinander abweichende Aussagen.<ref>Arvizos Bruder: Woher stammten die Pornohefte? In: Der Spiegel. 6. Juni 2005, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 19. Februar 2023]).</ref> Sie gaben zu, in einem früheren Verfahren um sexuelle Belästigung unter Eid gelogen zu haben: Sie hatten so fast 145.000 US-Dollar erhalten.<ref>Arvizos Mutter: Unter Eid gelogen. In: Der Spiegel. 6. Juni 2005, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 19. Februar 2023]).</ref><ref>The Times & The Sunday Times. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Vater behauptete öffentlich „Meine Kinder werden routinemäßig von ihrer Mutter Janet instruiert, zu tun oder zu sagen, was immer sie wünscht.“<ref>nachzulesen in The Magic and the Madness, von J. Randy Taraborrelli</ref>

Die Verteidigung argumentierte, dass die Familie es auf das Geld von Prominenten abgesehen habe:<ref name="truecrime" /> darunter Chris Tucker, der den Kontakt zu Familie Arvizo nach deren immer höheren Forderungen beendet und Jackson mehrfach vor ihnen gewarnt hatte.<ref>Katja Gelinsky: Der Jackson-Prozeß: Sexualstraftäter oder Philanthrop? In: FAZ.net. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 19. Februar 2023]).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Finale Schlammschlacht (Memento vom 30. Dezember 2009 im Internet Archive), (deutsch) abgerufen am 12. Dezember 2009.</ref> Zahlreiche Zeugen, unter anderem Macaulay Culkin und Wade Robson, sagten aus, nie unangemessenes Verhalten bei Jackson bemerkt zu haben.<ref>Wade Robson und Brett Barnes: Hat Jackson mit Kindern geduscht? In: Der Spiegel. 6. Juni 2005, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 19. Februar 2023]).</ref><ref>Wade Robson und Brett Barnes: Hat Jackson mit Kindern geduscht? In: Der Spiegel. 6. Juni 2005, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 19. Februar 2023]).</ref><ref name="huffingtonpost">One of the Most Shameful Episodes In Journalistic History. 13. Juni 2010, abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Anschuldigungen von 1993 wurden im Prozess mitverhandelt,<ref>Jackson’s 'past' allowed in court. 29. März 2005 (bbc.co.uk [abgerufen am 19. Februar 2023]).</ref> Jordan Chandler wollte jedoch nicht aussagen und verließ das Land.<ref>The Times & The Sunday Times. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Jacksons Anwalt Thomas Mesereau sagte später: „Wäre er gekommen, hätte ich Zeugen gehabt, die ausgesagt hätten, dass [Chandler] ihnen gegenüber erwähnt habe, dass nie etwas passiert sei und dass er nie wieder mit seinen Eltern reden wolle, für das, was sie ihn zwangen auszusagen. Es kam heraus, dass er vor Gericht gegangen und sich rechtlich von seinen Eltern getrennt hatte.“<ref name="huffingtonpost" /><ref>Michael Jacskon was Innocent – Tom Mesereau talks about how Jordan Chandler Lies. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 13. Juni 2005 wurde Jackson von den Geschworenen in allen Anklagepunkten freigesprochen.<ref name="msnbc">MSN | Outlook, Office, Skype, Bing, Breaking News, and Latest Videos. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Über die Berichterstattung der Medien gab es Kritik. Zum Ziel hoher Quoten wäre voreingenommen, einseitig oder verzerrt berichtet worden – vorzugsweise über schmutzige Anschuldigungen statt deren Widerlegungen im Kreuzverhör. Auch der Freispruch wurde infragegestellt, obwohl es im Prozess weder Beweise noch glaubwürdige Belastungszeugen gegeben hatte.<ref name="truecrime" /><ref name="huffingtonpost" /><ref name="msnbc" /><ref>Sibylle Schäfer: "Ein böser Michael Jackson verkauft sich besser". In: Die Zeit. 25. Juni 2010, abgerufen am 19. Februar 2023.</ref>

2019: Leaving Neverland

Die Missbrauchsvorwürfe wurden mit Erscheinen des Dokumentarfilms Leaving Neverland, der im Januar 2019 im Rahmen des Sundance Film Festivals seine Premiere feierte und im April 2019 unter anderem auf ProSieben gezeigt wurde, erneut ein Thema in den Medien. Darin berichten Wade Robson und James Safechuck davon, wie sie in ihrer Kindheit jahrelang von Jackson missbraucht worden seien und welche Folgen dies für ihr Leben gehabt habe. In einem Prozess im Jahr 2005 hatte Robson noch unter Eid ausgesagt, Jackson habe ihn niemals angerührt. Widersprüchlich sind auch ältere protokollierte Aussagen von Wade Robsons Mutter, die bis 2016 mehrfach aussagte, ihr Sohn sei bis 1993 nie allein mit Jackson auf Neverland gewesen. Nachweislich fehlerhaft sind im Film geschilderte Details des angeblichen Missbrauchs, da Orts- und Zeitangaben nicht übereinstimmen können.<ref>Timothy A. Clary: „Leaving Neverland“ – Regisseur räumt Fehler bei Jackson-Doku ein. In: bild.de. 3. April 2019, abgerufen am 5. April 2019.</ref> Robson und Safechuck versuchten nach Jacksons Tod, dessen Plattenfirma auf Schmerzensgeld zu verklagen.<ref>Erfolg vor Gericht: Klage von Michael Jacksons mutmaßlichen Opfern wird stattgegeben. 19. August 2023, abgerufen am 22. Juni 2024.</ref>

Erfolge

Tonträgerverkäufe

Gemäß diversen Nachrichtendiensten und Magazinen, darunter CNN,<ref name="cnn0603">Simon Hooper: Michael Jackson announces ‚curtain call’ concerts. In: cnn.com. CNN, 6. März 2009, abgerufen am 8. Juli 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> MTV,<ref>Michael Jackson’s Groundbreaking Career, By The Numbers. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Billboard<ref>Michael Jackson’s Partial Comeback Is No Thriller. In: Billboard. Prometheus Global Media, abgerufen am 10. Januar 2013.</ref> sowie Reuters,<ref>Factbox: The life and death of pop star Michael Jackson. In: Reuters. 6. September 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Oktober 2012; abgerufen am 1. Dezember 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> belaufen sich Jacksons Gesamtverkäufe auf über 750 Millionen Tonträger weltweit. Die Angabe geht ursprünglich auf ein Schreiben,<ref name="King of Pop Info">Raymone Bain: Michael To Give Away 200 FREE Tickets To Fans, And Discounted Rates. In: Kingofpop.info. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. März 2010; abgerufen am 10. Januar 2013.</ref> verfasst von Raymone Bain, Jacksons damaliger Publizistin und General Manager, anlässlich der Verleihung des Diamond Award der WMA im Jahr 2006 zurück.

In einem Artikel vom Juni 2009 bezeichnete das Wall Street Journal die Zahl als „inflationär“ und widersprüchlich zu vorherigen Angaben. So sind noch vor 2006 Jacksons Gesamtverkäufe mit meist 200 Millionen abgesetzten Einheiten beziffert worden.<ref name="WSJ Jackson one">Carl Bialik: Spun: The Off-the-Wall Accounting of Record Sales. In: The Wall Street Journal. 2009, abgerufen am 10. Januar 2013.</ref><ref name="WSJ Jackson two">Carl Bialik: How Many Albums Did Michael Jackson Sell? In: The Wall Street Journal. 14. Juli 2009, abgerufen am 10. Januar 2013.</ref>

Im Januar 2012 beliefen sich die Verkäufe laut der offiziellen Estate of Michael Jackson auf etwa eine Milliarde,<ref>The Estate of Michael Jackson: The Estate of Michael Jackson Plans Grauman's Chinese Theatre Hand & Footprint Ceremony Celebrating The King of Pop, January 26, 2012. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> wobei es sich hierbei vermutlich ebenfalls um eine massiv geschönte Hochrechnung zu Werbezwecken handelt. Andere Schätzungen variieren meist zwischen 400<ref name="Kleinezeitung 400Mio">Ansturm auf Tickets für Michael Jackson-Konzerte. In: kleinezeitung.at. 8. März 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Mai 2013; abgerufen am 14. Februar 2020.</ref> und 500 Millionen<ref name="Le Point 500Mio">Marc Fourny: Michael Jackson : bientôt un biopic, dans la veine de « Bohemian Rhapsody ». Le Point, 9. Februar 2022, abgerufen am 10. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Exemplaren.

Rekorde

Michael Jackson hält eine Reihe von Rekorden der Musikindustrie, unter anderem:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Michael Jackson Records Achieved. (Memento vom 3. Juli 2009 im Internet Archive) allmichaeljackson.com</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Michael Jackson Dies at 50. (Memento vom 30. Juni 2009 im Internet Archive) Guinness World Records (GWR), 26. Juni 2009; mit Fotos eines Besuchs Jacksons in der Hauptstelle der GWR in London im Oktober 2006.</ref>

  • Nach Tonträgerverkäufen innerhalb eines Jahres „Erfolgreichster Künstler aller Zeiten“ (Most Successful Entertainer of all Time, Auszeichnung der Guinness World Records), da er 1989 alleine durch den Verkauf von Tonträgern 125 Millionen US-Dollar verdiente.<ref>- YouTube. Abgerufen am 15. September 2022.</ref>
  • Das meistverkaufte Musikalbum der Welt – Thriller von 1982 mit mehr als 66 Millionen verkauften Exemplaren.<ref>Best-selling album. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Das teuerste Musikalbum der Welt – Invincible mit 30 Millionen Dollar Produktionskosten.
  • Das meistverkaufte Remixalbum der Welt – Blood on the Dance Floor – HIStory in the Mix von 1997 mit ca. 8 Millionen verkauften Exemplaren<ref>Chris Rojek: Cultural Studies. Polity, 2007, ISBN 978-0-7456-3683-2, S. 74.</ref>
  • Der erste Künstler, der offiziell mehr als 100 Millionen Musikalben außerhalb der USA verkaufte.<ref>Foto. Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref>
  • Männlicher Solokünstler mit den meisten Nr.-1-Singles in den US-amerikanischen Charts (14, mit Jackson Five 18).
  • Die meisten Hit-Singles in den UK-Charts innerhalb eines Jahres.
  • Künstler mit den meisten Alben, die von Null auf Eins in die US-Charts eingestiegen sind – Bad, Dangerous, HIStory und Invincible.<ref>Michael Jacksons Rekorde – Bild 5. In: rp-online.de. Abgerufen am 22. Juli 2021.</ref>
  • Erster Sänger, der mit einer Single in die Top Fünf einstieg (Scream/Childhood, 1995)<ref>Billy Nilles: Every Time Janet Jackson Has Made History. In: msn.com. 13. Februar 2021, abgerufen am 23. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Erster Sänger, der mit einer Single von Null auf Platz 1 der US-Singles Charts einstieg (You Are Not Alone, 1995).<ref name="Rekorde"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Michael Jacksons Rekorde. (Memento vom 29. Juni 2009 im Internet Archive) rp-online; abgerufen am 8. Juli 2009.</ref>
  • Erfolgreichste Konzertserie, im Sommer 1988 waren seine Konzerte für sieben Nächte im Wembley-Stadion in London ausverkauft, insgesamt besuchten 504.000 Menschen diese sieben Konzerte.
  • Künstler, der die meisten Grammy Awards bei einer Verleihung gewann (8 Stück, 1984).<ref name="Rekorde" />
  • Der Künstler mit den meisten Nummer-eins-Hits eines Albums in den USA (Bad – fünf Singles dieses Albums erreichten die Spitzenposition).
  • Das meistverkaufte Musikvideo der Welt, die Videokassette Making Michael Jackson’s Thriller von 1983.
  • Höchstdotierter Plattenvertrag (890 Millionen Dollar)<ref>Evelin Past: Michael Jackson – ein Leben wie ein Thriller. In: wirtschaftsblatt.at. 26. Juni 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Juni 2009; abgerufen am 7. Januar 2022.</ref>
  • Die meisten Zuschauer bei einem Musikvideo: Black or White wurde am 14. November 1991 simultan in 27 Ländern ausgestrahlt und von etwa 500 Millionen Menschen gesehen.
  • Höchstbezahlter Prominenter für Werbespots, Pepsi zahlte ihm 12 Millionen US-Dollar für vier Werbespots.
  • Künstler mit den teuersten Videoclips: Scream (bis heute), Black or White sowie You Rock My World, die jeweils mehrere Millionen Dollar verschlangen. Ebenfalls in die Millionen gingen die Produktionen der Clips Remember the Time sowie In the Closet.
  • Im Guinness-Buch der Rekorde ist Jackson der Eintrag „erfolgreichster Unterhaltungskünstler aller Zeiten“ gewidmet.<ref>Michael Jackson Awarded Guinness World Record For International Album Sales. In: Michael Jackson Official Site. Abgerufen am 20. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Laut Jacksons offizieller Webseite hält er 39 Guinness-Buch Weltrekorde.<ref>How Many Guinness World Records Has Michael Jackson Earned? Abgerufen am 16. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Mit elf Tickets pro Sekunde am schnellsten ausverkaufte Konzertserie: 750.000 Eintrittskarten für 50 geplante Konzerte in London von Juli 2009 bis März 2010.<ref>Report: Michael Jackson Sells Out 50 Concerts in Hours. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Er hält außerdem zusammen mit seiner Familie den Rekord der erfolgreichsten Popmusik-Familie.
  • Kurz nach seinem Tode waren 24 Singles (davon eine mit The Jackson Five) und neun Alben gleichzeitig in den deutschen Album-Charts vertreten,<ref>Michael Jackson dominiert die Charts. In: fr.de. 7. Juli 2009, abgerufen am 4. März 2020.</ref> in den offiziellen UK-Singles-Charts sind es 32 der 100 Platzierungen<ref>UK Singles Top 100. In: officialcharts.com. 5. Juli 2009, abgerufen am 6. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und in Australien sowie der Schweiz bestimmen mehr als ein Drittel der Plätze die Single-Hitparade.<ref>Australia Singles Top 50 – July 6, 2009 (Week 28/2009). In: australian-charts.com. 6. Juli 2009, abgerufen am 6. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Schweizer Hitparade – Singles Top 100 – 12.07.2009. Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref> In der darauf folgenden Woche waren die ersten sechs Plätze der Album-Charts von Jackson belegt, es waren acht Alben mit Jackson unter den ersten neun Plätzen vertreten bzw. insgesamt 13 Alben innerhalb der Top 50.<ref>Michael Jackson dominiert weiter die Charts. Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref><ref>Album Top 50. In: mtv.de. Abgerufen am 17. Juli 2009.</ref>
  • Mit 2,3 Millionen verkauften Musik-Downloads in einer Woche hat er als Erster die Grenze von 1 Million verkaufter Downloads pro Woche überschritten.<ref>n-tv Nachrichten: Jacksons posthume Millionen. Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref>
  • Der Film Michael Jackson’s This Is It ist der bisher erfolgreichste Konzertfilm.<ref name="electronic beats" />
  • Jackson ist neben Elvis Presley der einzige, der in fünf verschiedenen Hall of Fames aufgenommen wurde: Rock and Roll Hall of Fame, Vocal Group Hall of Fame,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />vocalgroup.org (Memento vom 15. April 2012 im Internet Archive)</ref> Songwriters Hall of Fame,<ref>Michael Jackson. In: songhall.org. Abgerufen am 21. Dezember 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dance Hall of Fame,<ref>Photos: Michael Jackson induction ceremony. 16. August 2010, abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Rhythm and Blues Music Hall of Fame.<ref>The Plain Dealer Chuck Yarborough: R&B Music Hall of Fame sets big weekend to induct sophomore class featuring Michael Jackson, Whitney Houston, Marvin Gaye, Norm N. Nite and more. 19. August 2014, abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auszeichnungen

Michael Jackson erhielt unter anderem folgende Auszeichnungen:<ref>Awards & Auszeichnungen. In: mjackson.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Februar 2010; abgerufen am 22. Februar 2020 (unvollständige Auflistung auf der Website einer Fan-Community).</ref>

  • American Cinema Awards (1990)
  • American Dance Award (1989)
  • American Music Awards (1980, 1981, 1984, 1986, 1988, 1989, 1993, 1996, 2002)
    • 2009 Posthum 4-mal in den Kategorien:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />abc.go.com (Memento vom 25. November 2009 im Internet Archive)</ref>
      • Rock/Pop: Bester männlicher Künstler und Bestes Album (Number Ones)
      • Soul/Rhythm&Blues: Bester männlicher Künstler und Bestes Album (Number Ones)
  • American Video Awards (1984)
  • Bambi (2002)
  • Billboard Awards (1972, 1980, 1983, 1984, 1988, 1989)
  • Billboard Video Awards (1983)
  • Black Gold Awards (1983)
  • Blues & Soul (1988)
  • Boy Scouts of America (1990)
  • BMI Awards (1990, 1993)
  • Bravo Magazin (1987, 1988, 1989, 1992, 1993, 1998)
  • BRE Awards (1989)
  • BRIT Awards (1984, 1988, 1989, 1996)
  • British Academy of Music Awards (1989)
  • British Phonographic Industry Awards (1981, 1989)
  • Capital Children Museum (1990)
  • Cashbox (1980, 1983, 1989)
  • Congress (1972): Special Commendation for positive Role Models: The Jackson 5
  • Crenshaw Community Youth and Arts Foundation (1994)
  • Crystal Globe Awards (1984)
  • Ebony Magazine Awards (1984)
  • Ebony Magazine American Black Achievement Award (1988)
  • Echo (1993)
  • Emmy Nominee (1990)
  • Entertainment Tonight (1989)
  • Forbes Magazine (1988, 1989)
  • Friday Night Video (1989)
  • Gardener Street Elementary School (1989)
  • Golden Globe Awards (1972)
  • Grammy Awards (13-mal)
    • 1980: Best R&B Vocal Performance (Male)
    • 1984: Record of the Year, Album of the Year, Best Pop Vocal Performance (Male), Best Rock Vocal Performance (Male), Best R&B Vocal Performance (Male), Best R&B Song, Best Recording for Children, Producer of the Year (Non-Classical)
    • 1985: Best Video Album
    • 1986: Song of the Year
    • 1990: Best Music Video – Short Form
    • 1994: Grammy Legend Award
    • 1996: Best Music Video – Short Form
    • 2010 (posthum): Lifetime Achievement Award<ref>Michael Jackson Grammy History. In: grammy.com. Abgerufen am 22. August 2021.</ref>
      Datei:Grammy-award silhouette.jpg
      Als erster Künstler gewann Jackson 1984 acht Grammys an einem Abend. Santana zog 2000 mit diesen Rekord gleich.
  • Guild Hall Party (1988)
  • Guinness Book of World Records (1984, 1986, 1993, 2006)
  • Hollywood Star (1984)
  • Hotel Royal Plaza (1984)
  • MTV Japan (2006)
  • MTV Awards (1984, 1989, 1991)
  • MTV Vanguard (1988)
  • Music Connection (1990)
  • NAACP Image Awards (1970, 1971, 1972, 1980, 1981, 1984, 1988, 1993)
  • National Urban Coalition (1989)
  • NARM (1984)
  • Operation One to One Award (1992)
  • People’s Choice Awards (1984, 1986, 1989)
  • Pop Rock Magazine (1994)
  • Rolling Stone (1983, 1989)
    • Australien (1983): Album of the Year, Single of the Year
    • Brasilien (1983): International Artist of the Year
    • Griechenland (1983): Record of the Year
    • Großbritannien (1983, 1984): Album of the Year, Artist of the Year
    • Italien (1983): Artist of the Year
    • Japan (1983): Artist of the Year, Male Vocalist, Album of the Year
    • Niederlande (1983): Album of the Year
    • Spanien (1983): Most Important Foreign Album
  • Dresdner St. Georgs Orden des SemperOpernballs (2010, posthum)
  • Sony Entertainment (CBS Records) (1990)
  • Soul Train Awards (1988, 1989, 1990, 1993)
  • UNCF (1988): Frederick Patterson Award, Doctor of Humane Letters
  • Vanity Fair (1989, 1990)
  • World Music Awards (1989 – u. a. Hall of Fame, 1993 – u. a. World’s Best Selling Artist of the Era, 2000 – Best-Selling Pop Male Artist of the Millennium, 2006 – Diamond Award)
  • Gabon, Africa (1992): National Honor of Merit Award
  • Wembley-Stadion (1988): For Seven Sell Out Record Breaking Shows
  • World Award (Wien, 2002): World Arts Award
  • President of U.S. George Bush (1992): Point of Light Ambassador
  • World Award (2002)

Postumer Erfolg

Resultierend aus seinem Tod verkauften sich weltweit in weniger als einem halben Jahr 29 Millionen Alben von Michael Jackson.<ref name="hitsdailydouble">HITS Daily Double. 25. April 2015, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 19. Februar 2023.@1@2Vorlage:Toter Link/hitsdailydouble.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Er erreichte die höchsten Verkaufszahlen 2009 in den USA<ref>Billboard. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und stand mit 7 Wochen am längsten an der Spitze der deutschen Album-Charts.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Top 10 der deutschen Alben (Memento vom 17. Januar 2010 im Internet Archive), (deutsch) abgerufen am 13. Februar 2010.</ref>

Am 12. Oktober 2009 war die Radiopremiere des Liedes This Is It, am 26. Oktober folgte ein Doppelalbum mit dem gleichen Titel<ref>New Michael Jackson Single, 'This Is It,' Out On October 12 – News Story | Music, Celebrity, Artist News | MTV News. 26. September 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. September 2009; abgerufen am 19. Februar 2023.</ref> und erklomm in über 15 Ländern die Spitze der Album-Charts.<ref>Michael Jacksons This Is It auf #1 in den USA und weiteren 16 Ländern! In: michaeljackson.com. 6. November 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. November 2009; abgerufen am 18. Februar 2020.</ref> Am 28. Oktober 2009 brachte Sony Pictures den Musik-Dokumentarfilm Michael Jackson’s This Is It weltweit in die Kinos, der neben den Proben für die Konzertreihe auch die Entwicklung der Show und einige 3D-Sequenzen zeigte. Nach fünf Tagen im Kino hatte der Film weltweit über 100 Millionen US-Dollar eingespielt<ref name="Michael Jackson’s „This is it“ erobert weltweit die Kino-Charts">Michael Jackson´s "This is it" erobert weltweit die Kino-Charts. 15. Dezember 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Dezember 2013; abgerufen am 19. Februar 2023.</ref> und wurde zum bisher erfolgreichsten Konzertfilm.<ref name="electronic beats">Telekom Electronic Beats – The Sound and Style of Beat-Driven Culture. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Deutschland und den USA erreichte er Platz 1 der Kinocharts und spielte weltweit über 260 Millionen US-Dollar ein.<ref>This Is It. Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref>

Ab 2007, also bereits zwei Jahre vor Jacksons Tod, lief Thriller Live, eine musikalische Tribute-Show. In einer überarbeiteten Fassung lief sie ab Januar 2009 im Londoner West End und tourte außerdem weltweit. Sie feierte das Lebenswerk von Michael Jackson und den Jackson 5 mit einer Mischung aus Tanz, Gesang und Showeffekten, enthielt viele seiner größten Hits und war keine biografische Inszenierung. Die Show wurde 2020 eingestellt.<ref>Thriller Live (2009 - 2022). In: musicalzentrale.de. Abgerufen am 2. Juli 2025.</ref>

Im Februar 2010 erschien nach 25 Jahren eine Neuauflage der Single We Are the World für Hilfsprogramme in Haiti.<ref>Stars nehmen „We Are the World“ für Haiti auf. Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref> Michael Jackson wurde posthum mit Aufnahmen von 1985 ein Teil des Projekts und singt so als einziger Künstler in beiden Versionen mit.<ref>Michael Jackson Will Be A Part Of ‘We Are The World’ Remake | Access Hollywood – Celebrity News, Photos & Videos. 15. Februar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Februar 2010; abgerufen am 19. Februar 2023.</ref><ref>We Are The World 25 For Haiti – Official Video. Youtube.com, 1. Februar 2010, abgerufen am 12. Juni 2010.</ref>

Im März 2010 schloss Sony Music mit den Nachlassverwaltern von Michael Jackson einen Rekordvertrag über mindestens 200 Millionen US-Dollar ab. Bis 2017 sollten unter anderem zehn Alben mit unveröffentlichten Liedern und Neuauflagen des alten Jackson-Repertoires erscheinen.<ref name="WSJ">Ethan Smith: Sony Places Big Bet on a Fallen ‘King’. In: wsj.com. 16. März 2010, abgerufen am 8. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es können weit mehr als 100 unveröffentlichte Songs von Michael Jackson belegt werden.<ref>Michael Jackson’s last recordings seized by sister LaToya | Music | The Guardian. 30. September 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. September 2019; abgerufen am 19. Februar 2023.</ref>

Im Juni 2010 wurde bekannt, dass mit Jacksons Musik seit seinem Tod etwa eine Milliarde US-Dollar verdient wurde;<ref>Billboard.com How Michael Jackson Made $1 Billion Since His Death. Billboard.com, abgerufen am 21. Juni 2010.</ref> mit keinem Künstler wurde je postum mehr verdient.<ref>Verdienst: Jackson im Totenreich – International – People. Blick.ch, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Januar 2012; abgerufen am 12. Juni 2010.</ref> Laut Forbes Magazine verdiente er auch mehr als alle lebenden Künstler oder Musikgruppen.<ref>The Rich Afterlife Of Michael Jackson. Forbes.com, 25. Oktober 2010, abgerufen am 26. Oktober 2010.</ref>

Am 19. November 2010 erschien das DVD-Set Michael Jackson’s Vision, eine Sammlung von Michael Jacksons Musikvideos inklusive des bis dato unveröffentlichten (und unfertigen) Musikvideos One More Chance.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />'Michael Jackson’s Vision' DVD-Box mit allen Videos des ‚King Of Pop‘ ist ab dem 19. November überall erhältlich! (Memento vom 17. Oktober 2010 im Internet Archive)</ref>

Am 25. November 2010 erschien das Musik- und Tanzspiel Michael Jackson – The Experience für Wii, Nintendo DS und PlayStation Portable.

Im Dezember 2010 erschien Jacksons erstes postumes Studioalbum Michael mit unveröffentlichten Stücken.<ref>King of Pop – Neue Michael-Jackson-Single ist online. In: tagesspiegel.de. 8. November 2010, abgerufen am 23. Februar 2020.</ref> Als Singles wurden Hold My Hand, Hollywood Tonight und Behind The Mask ausgekoppelt.

Im Juni 2011 veröffentlichte der ehemalige Bee-Gees-Sänger Barry Gibb auf seiner Homepage das Lied All In Your Name, eine unveröffentlichte Zusammenarbeit mit Michael Jackson aus dem Jahr 2002.

Im November 2011 erschien das Remixalbum Immortal, der Soundtrack zu Cirque du Soleil’s Michael Jackson: The Immortal World Tour.

2012 wurde das Album Bad zum 25. Jubiläum als Bad 25 wiederveröffentlicht. Es enthält zusätzlich Bonustracks, Demos, Remixes sowie Liveaufnahmen von Jacksons Auftritt bei seiner Bad World Tour.

2013 führte Michael Jackson nach 2010 und 2011 erneut die Liste der am besten verdienenden verstorbenen Künstler an. Er verdiente laut dem Forbes Magazine 160 Millionen US-Dollar und lag damit deutlich vor dem Zweitplatzierten Elvis Presley (55 Millionen US-Dollar). Er verdiente auch mehr als alle lebenden Künstler (Platz 1: Madonna, 125 Millionen US-Dollar).<ref>Dorothy Pomerantz: Michael Jackson Leads Our List Of The Top-Earning Dead Celebrities. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Zeitraum von Oktober 2015 bis Oktober 2016 schätzt das US-Wirtschaftsmagazin Forbes den Umsatz, der mit den musikalischen Werken Jacksons erwirtschaftet wurde, auf etwa 743 Mio. Euro (825 Mio. Dollar).<ref>Michael Jackson ist "toter Topverdiener". Abgerufen am 19. Februar 2023.</ref><ref>Zack O'Malley Greenburg: The Highest-Paid Dead Celebrities Of 2016. Abgerufen am 19. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2014 wurde mit Xscape das zweite postume Studioalbum von Jackson veröffentlicht.<ref>RP ONLINE: Michael Jackson: „Xscape“ überzeugt trotz Skepsis. 9. Mai 2014, abgerufen am 19. Februar 2023.</ref>

1983 nahmen Michael Jackson und Freddie Mercury einige Demos auf. Der von den beiden nicht vollendete Titel State of Shock erschien im folgenden Jahr in neuer Fassung von The Jacksons und Mick Jagger auf dem Album Victory. Im November 2014 veröffentlichten Queen auf der Kompilation Forever ihre von Brian May und Roger Taylor gemeinsam mit William Orbit fertiggestellte Version von There Must Be More to Life Than This, die Ausschnitte aus Jacksons 1983 aufgenommenem Gesang enthält.

2016 wurde Off the Wall wiederveröffentlicht. Das Album mit den Originaltracks wurde um den Dokumentarfilm Michael Jackson’s Journey from Motown to „Off the Wall“ erweitert, der den Werdegang vom Kinderstar zum King of Pop zeigt.<ref>Christoph Dallach: Doku von Spike Lee zu "Off the Wall" von Michael Jackson. In: Der Spiegel. 26. Februar 2016, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 19. Februar 2023]).</ref>

Ab 2018 lief die von COFO Entertainment produzierte Musikshow Beat It! in über 70 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Insgesamt sahen rund 250.000 Zuschauer das Stück. Die Show mit über 20 Hits wurde überwiegend positiv aufgenommen und war häufig ausverkauft, wurde aber 2020 coronabedingt eingestellt.<ref>Volker Probst: 'Beat it!'-Show zollt Michael Jackson Tribut. N-TV, 30. August 2018, abgerufen am 2. Juli 2025.</ref> 2026 wird die Tournee wiederaufgenommen.<ref>BEAT IT! - Die Erfolgsshow über den King of Pop! | Tournee 2026. In: beat-it.show. COFO Entertainment GmbH & Co.KG, abgerufen am 16. Juli 2025.</ref>

2022 feierte MJ – The Musical in New York Premiere. Es handelt sich um ein offiziell autorisiertes Broadway-Musical, das die Lebensgeschichte von Michael Jackson erzählt, und verwendet Originalmusik sowie Archivaufnahmen. Das Stück wurde von der Familie Jackson und der Nachlassverwaltung unterstützt und gilt als bisher umfassendste biografische Musical-Produktion über Jackson.<ref>Klaus Irler: Show „MJ – Das Michael Jackson Musical“. TAZ, 9. Dezember 2024, abgerufen am 2. Juli 2025.</ref>

Werke

Diskografie

Vorlage:Eingebundene Diskografie

Filmografie

  • 2003: Living with Michael Jackson – Michael Jackson hautnah (Dokumentation)
  • 2003: Michael Jackson – Jetzt rede ich (Dokumentation)
  • 2004: Silly Movie 2.0 (Spielfilm, Gastrolle)
  • 2009: This Is It (Musikdokumentarfilm)

Konzerte

Bibliografie

  • Moonwalk – Mein Leben. Eine Autobiografie. Übersetzung von Thomas Ziegler. Goldmann Wilhelm, München 1988, ISBN 3-442-32510-2.
  • Dancing the Dream – Gedichte und Gedanken. Übersetzung von M. Riegel. Goldmann, München 1992, ISBN 3-442-42079-2.
  • Michael Jackson, King of Pop. Mit Christian Marks (Redaktion). Übersetzung von Ursula Bischof. X-Medien, Egenhofen 2001, ISBN 3-9806524-1-6.
  • Thriller 25th Anniversary: The Book, Celebrating the Biggest Selling Album of All Time. ML Publishing Group, Los Angeles 2008, ISBN 978-0-9768891-9-9.

Wohltätigkeit

Michael Jackson spendete zu Lebzeiten über 300 Millionen US-Dollar an 39 Wohltätigkeitsorganisationen und seine selbst gegründete Stiftung „Heal The World“ (1992–2002). Einige Quellen gehen von noch höheren Beträgen aus.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Charity Auction – Great Heart of Michael Jackson and Jeff Koons from The Krasnals for children. (Memento vom 20. September 2011 im Internet Archive) michaeljackson.com, 29. Oktober 2009.</ref><ref>Michael Jackson Humanitarian Deeds. In: yardflex.com. 9. Juli 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. März 2017; abgerufen am 27. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Damit ist er laut Guinness-Buch der Rekorde der Popstar, der die meisten Wohltätigkeitsorganisationen finanziell und repräsentativ unterstützte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ireport.cnn.com (Memento vom 30. Mai 2013 im Internet Archive)</ref> Auch sein Nachlass kommt zu 20 Prozent wohltätigen Zwecken zugute. Für sein vielfältiges Engagement im sozialen Bereich wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Psychogramm

Psychoanalytiker Hinderk Emrich

Datei:Michael Jackson in Vegas cropped-2.jpg
Michael Jackson (2003)

Der Hannoversche Psychoanalytiker Hinderk Emrich sprach 2009 von einem parareligiösen Starkult, dem Jackson unterlegen sei. Dessen Rolle als „höchster Superstar“ habe eine zunehmende mediale Inszenierung und damit auch soziale Isolation mit sich gebracht. Der daraus resultierende Rückzug in eine eigene Welt wie Neverland sei aus psychologischer Sicht Ausdruck einer tiefen Einsamkeit und Resignation gewesen, die häufig zur Flucht in Drogen führe. Emrich deutete Jacksons körperliche Transformation nicht nur als Selbstbeschädigung, sondern auch als künstlerischen Akt. Jackson habe seinen Körper als formbares Material gesehen, vergleichbar mit Performance-Künstlern wie Stelarc, bei denen der Körper zur Schnittstelle zwischen physischer und virtueller Realität werde. Darüber hinaus zog Emrich Parallelen zu Sigmund Freuds Konzept des Todestriebs, wonach Jacksons Verhalten nicht auf eine bewusste Todessehnsucht, sondern auf den Wunsch nach Entgrenzung und Verewigung hindeute. Jacksons Weigerung, sich festzulegen – weder ethnisch noch geschlechtlich oder altersmäßig – sei Ausdruck eines schwebenden, nicht greifbaren Selbstbilds gewesen. Der Preis dieses Zustands sei ein permanenter Leidensdruck gewesen, wie ihn auch der Philosoph Søren Kierkegaard beschrieben habe.<ref>Johanna Di Blasi: Psychotherapeut Hinderk Emrich zu Michael Jacksons Leben. In: haz.de. Hannoversche Allgemeine Zeitung, 1. Juli 2009, abgerufen am 13. Mai 2025.</ref>

Psychiater Borwin Bandelow

In seinem Buch Celebrities - Vom schwierigen Glück, berühmt zu sein vertritt der Göttinger Psychiater Borwin Bandelow die These, dass viele Stars bereits vor ihrer Berühmtheit an schweren Persönlichkeitsstörungen litten und deren exzentrisches Verhalten Ausdruck psychischer Probleme ist. Anhand von Michael Jackson diskutiert Bandelow, ob dessen exzentrisches Verhalten – etwa sein kindliches Auftreten, sein Hang zur Selbstinszenierung und die körperlichen Veränderungen – Ausdruck tiefer psychischer Konflikte sind. Bandelow betont, dass solche Persönlichkeitsstörungen nicht durch den Ruhm verursacht werden, sondern dass Betroffene oft gerade wegen ihrer psychischen Dispositionen den Weg ins Rampenlicht suchen. Der Applaus des Publikums wirke wie eine Selbstmedikation, die kurzfristig das emotionale Gleichgewicht stabilisieren könne. Bandelow interpretiert Jacksons Verhalten als Versuch, tief verwurzelte Ängste und Unsicherheiten zu bewältigen.<ref>Psychopathen im Rampenlicht. In: deutschlandfunkkultur.de. Deutschlandfunk Kultur, 3. April 2006, abgerufen am 14. Mai 2025.</ref>

Psychiater Volker Faust

Professor Volker Faust, Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, sieht in Michael Jackson das Paradebeispiel eines Dysmorphophoben. Dieser Begriff beschreibt Menschen, die sich selbst als körperlich unattraktiv empfinden und versuchen, dies durch ständige Veränderungen zu korrigieren – ohne je ein Ende zu finden. Dysmorphophobe Patienten glauben beispielsweise, ihre Nase sei entstellt, obwohl sie von anderen als völlig normal wahrgenommen wird. Faust erklärt, dass die einzig wirksame Hilfe für solche Patienten durch Psychiater oder Psychologen erfolgen kann. Diese werden jedoch häufig gemieden, da Dysmorphophobe in erster Linie ihre körperliche Erscheinung als Problem sehen und nicht die zugrunde liegende psychische Störung erkennen. Stattdessen suchen sie oft Hautärzte oder plastische Chirurgen auf. Allerdings bleibt das Leiden bestehen, solange die seelische Ursache nicht behandelt wird.<ref>Vom Herz bis zur Nase: Krankenakte Michael Jackson. In: news.de. 20. Februar 2012, abgerufen am 14. Mai 2025.</ref>

Kulturkritiker Georg Seeßlen

In seinem Essay „Sei kein Frosch, mein Prinz“ von 2009 analysiert Georg Seeßlen die psychischen Spannungen im Leben von Michael Jackson. Er beschreibt Jacksons Psyche als von tiefen inneren Widersprüchen geprägt. Aufgewachsen in einem von Kontrolle und Missbrauch geprägten familiären Umfeld unter dem dominanten Einfluss seines Vaters, entwickelte Jackson früh ein komplexes Selbstbild. Die Bühne wurde zum Zufluchtsort – einerseits Ort der Befreiung, andererseits Projektionsfläche innerer Konflikte. Seine Performances schwankten zwischen Unterwerfung und Rebellion und spiegelten den Kampf um Selbstbehauptung wider. Ein zentrales Motiv in Seeßlens Analyse ist Jacksons fortwährende Identitätssuche. Seine physischen Veränderungen, kulturellen Aneignungen und geschlechtlich uneindeutige Inszenierung deutet der Autor als Versuch, sich von seiner belasteten Vergangenheit zu lösen und eine neue, idealisierte Identität zu konstruieren. Jacksons Wunsch, in einer ewigen Kindheit zu verweilen, zeigte sich sowohl in seinem Lebensstil als auch in seinen sozialen Beziehungen – ein Bedürfnis, das ihn zunehmend von der Realität entfremdete und letztlich zu öffentlicher Isolation führte. Seeßlen deutet Jacksons Biografie als modernes Märchen, in dem der Versuch, die inneren Widersprüche zu überwinden, nicht zur Erlösung, sondern zur Tragödie führt.<ref>Georg Seeßlen: Michael Jackson - Sei kein Frosch, mein Prinz. In: Der Freitag. 2. Juli 2009, ISSN 0945-2095 (freitag.de [abgerufen am 14. Mai 2025]).</ref>

Rechtsprofessorin Wendy Murphy

Im Dezember 2003 kritisierte Rechtsprofessorin Wendy Murphy Jacksons Auftreten in einem Interview bei CBS und warf ihm vor, „verrückte Lügen“ erzählt zu haben, etwa über angebliche Misshandlungen bei seiner Festnahme, bei der man ihm den Arm ausgekugelt habe. Jackson hatte nach der Freilassung lässig mit hoch erhobenen Arm das Victory-Zeichen gezeigt. Ihrer Meinung nach hinterließ Jackson den Eindruck eines „typischen Pädophilen: narzisstisch, arrogant, egozentrisch.“ Diese Entwicklungen führten zu Spekulationen über Jacksons mentale Verfassung und verstärkten den Eindruck eines Künstlers, der zunehmend den Bezug zur Realität verlor.<ref>Ist Michael Jackson verrückt geworden? B.Z., 31. Dezember 2003, abgerufen am 14. Mai 2025.</ref>

Elton John in seiner Autobiografie

In seiner 2019 erschienenen Autobiografie Me äußert sich der britische Musiker Elton John, dem Jackson sein Remix-Album Blood on the Dance Floor widmete, über sein Verhältnis zu ihm. Laut John pflegten beide Künstler in den frühen Jahren ihrer Karrieren eine freundschaftliche Beziehung. Im weiteren Verlauf beschreibt John jedoch seine zunehmenden Sorgen über Jacksons psychischen Zustand. Jackson habe sich mit der Zeit immer weiter von der Realität entfernt und sei später „eine beunruhigende Person“ gewesen. John schildert Begegnungen mit Jackson in dessen späteren Lebensjahren als schwierig und äußert die Vermutung, dieser habe unter dem Einfluss starker Medikamente gestanden. Er beschreibt ihn als „geisteskrank“ und betont, dass diese Einschätzung nicht leichtfertig gemeint sei. In einem Beispiel berichtet er von einer Party, zu der er Jackson eingeladen habe. Dort habe sich dieser zurückgezogen und stattdessen mit dem Sohn einer Haushälterin gespielt, was John zu der Schlussfolgerung veranlasste, Jackson habe offenbar Schwierigkeiten im Umgang mit Erwachsenen gehabt.<ref>Jonathan Anda: Elton John über Michael Jackson: 'Er war wirklich geisteskrank'. In: Rolling Stone. 14. Oktober 2019, abgerufen am 13. Mai 2025.</ref>

Michael Jackson in der bildenden Kunst

Datei:U-Bahn Kettenbrueckengasse Graffito Michael Jackson (big) (cropped).jpg
Wandgemälde von Michael Jackson in Wien, Österreich

Michael Jackson wurde mehrfach von bildenden Künstlern dargestellt.

Der Pop-Art-Künstler Andy Warhol fertigte in den 1980er-Jahren eine Reihe von Porträts Jacksons an. Eines wurde im August 2009 für mehr als eine Million Dollar versteigert.<ref>Hamburger Abendblatt – Hamburg: Warhols Jacko-Porträt für eine Million Dollar versteigert. 19. August 2009, abgerufen am 19. Februar 2023.</ref>

Datei:Michael Jackson glove (8229092427).jpg
Jacksons kristallbesetzter Handschuh wurde zum Ausstellungsobjekt

1988 schuf der amerikanische Künstler Jeff Koons die lebensgroße Keramikplastik Michael Jackson and Bubbles, die den Musiker zusammen mit seinem Schimpansen Bubbles darstellt.

Einen ähnlichen Titel Michael Jackson and Bubbles (Gold) trägt auch die 1997 bis 1999 entstandene Skulptur von Paul McCarthy, die sich im Besitz der Friedrich Christian Flick Collection befindet.<ref>Die Kunst ist super! at Hamburger Bahnhof Berlin – Artmap.com. Abgerufen am 23. November 2023.</ref> Zur selben Zeit entstand McCarthys Werk Michael Jackson White, 2002 folgte Michael Jackson Fucked Up (Big Head).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kito Nedo: Ins kulturelle Unbewusste eingefressen (Memento vom 1. Februar 2010 im Internet Archive) In: art – Das Kunstmagazin online vom 29. Juni 2009.</ref>

Jacksons mit Bergkristallen besetzter Handschuh, den er 1984 bei der Grammy-Verleihung getragen hatte, wurde selbst zum Ausstellungsobjekt und war 1999 in der Ausstellung Heaven – An exhibition that will break your heart in der Kunsthalle Düsseldorf zu sehen.<ref>Vera Stahl: Ausstellung: Moderne Madonnen. In: Der Spiegel. 30. Juli 1999, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 19. Februar 2023]).</ref> 2019 wurde die Ausstellung Michael Jackson: On the wall in der Bonner Bundeskunsthalle gezeigt.

Filmische Rezeption

Spielfilme

Dokumentarfilme

Literatur

  • Javon Beard, Bill Whitfield, mit Tanner Colby: Remember the time. Protecting Michael Jackson in His Final Days. Weinstein Books, New York 2014.
  • Gloria Rhoads Berlin: Michael Jackson. In Search of Neverland. Gloria Rhoads Publications, 2010.
  • Rabbi Shmuley Boteach (2009): Die Michael Jackson Tapes. Intime Gespräche des King of Pop mit seinem Therapeuten. Aus dem Englischen übersetzt. Hannibal Verlag, Höfen 2011, ISBN 978-3-85445-345-1.
  • Rabbi Shmuley Boteach: Inspiration and Learning from Our Children – Rabbi Shmuley Boteach in Conversation with Michael Jackson. Vanguard Press, New York 2011.
  • Michael Bush: Michael Jackson — King of Style. Die Fashion-Ikone. Henschel Verlag, Leipzig 2013, ISBN 978-3-89487-739-2.
  • Chris Cadman, Craig Halstead: Michael Jackson – For the Record. New Generation Publishing, London 2007.
  • Frank Cascio: My friend Michael. An Ordinary Friendship with an Extraordinary Man. HarperCollins, New York 2011.
  • Fredric Dannen: Hit Men. Makler der Nacht und das schnelle Geld im Musikgeschäft. Zweitausendundeins, Frankfurt am Main 1998.
  • Jochen Ebmeier: Michael Jackson – Das Phänomen. Rasch und Röhring, Hamburg 1997, ISBN 3-89136-639-6. Biografie.
  • Marcel Feige: Das große Lexikon über Michael Jackson. Das Kompendium des King of Pop: Alle Singles, Alben, Hits, Flops, Gerüchte und Wahrheiten. Lexikon-Imprint-Verlag / Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2002, ISBN 3-89602-504-X.
  • Corey Feldman: Coreyography. A Memoir. St. Martin’s Press, New York 2013.
  • Mary A. Fischer: Was Michael Jackson Framed? In: GQ. Gentleman’s Quarterly. Oktober 1994.
  • Mark Fisher (Hrsg.): The resistible Demise of Michael Jackson. Zero Books, Washington 2009, ISBN 978-1-84694-348-5.<ref>Uh-Young Kim: Essaysammlung über Michael Jackson: Immer der Nase nach. In: Die Tageszeitung: taz. 12. Januar 2010, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 19. Februar 2023]).</ref>
  • David Gest: Simply the Gest. Headline Book Publishing, London 2007.
  • Adrian Grant: Michael Jackson. Die komplette Chronik von 1958 bis heute. Heel-Verlag, Königswinter 1995, ISBN 3-89365-419-4.
  • Adrian Grant: Michael Jackson – A Visual Documentary 1958–2009. The Tribute Edition. Omnibus Press, London 2009.
  • Todd Gray: Michael Jackson. Fotografien 1974–1983. Edel:Rockbuch, Hamburg, ISBN 978-3-941376-13-7.
  • Zack O’Malley Greenburg: Michael Jackson Inc. – The Rise, Fall and Rebirth of a Billion Empire. Atria Books, New York 2014.
  • Lynton Guest: The Trials of Michael Jackson. Aureus Publishing, Vale of Glamorgan (Wales) 2006.
  • Geraldine Hughes: Redemption. The Truth Behind the Michael Jackson Child Molestation Allegations. Branch & Vine Publishers, Virginia 2004.
  • Jermaine Jackson: You are not alone – Mein Bruder Michael Jackson. Aus dem amerikanischen Englisch von Kirsten Borchardt und Alan Tepper. Hannibal Verlag, Höfen 2012, ISBN 978-3-85445-380-2.
  • Joseph Jackson: Die Jacksons. Die Wahrheit über die erfolgreichste Familie der amerikanischen Musikgeschichte. Random House Entertainment, München 2004; Blanvalet Taschenbuch Verlag, München 2009.
  • Katherine Jackson, Richard Wiseman: My Family, the Jacksons. St. Martins Mass Market Paper, New York 1990.
  • La Toya Jackson, Jeffré Phillips: Starting over. Pocket Star Books, New York 2011.
  • Margo Jefferson: Über Michael Jackson Ins Deutsche übersetzt. Berliner Taschenbuch-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8333-0559-7. Biografie.
  • Aphrodite Jones: Michael Jackson Conspiracy. Mit einem Vorwort von Thomas Mesereau. Bertrams Verlag, 2007, ISBN 978-0-9795498-0-9.
  • Bob Jones, Stacy Brown: Michael Jackson: The Man Behind the Mask. An Insider’s Story of the King of Pop. SelectBooks Inc, New York 2005.
  • Maldonado Jackson, Margaret, Richard Hack: Jackson Family Values. Memories of Madness. Newstar Press, 1995.
  • Hanspeter Künzler: Michael Jackson – Black or White: Die ganze Geschichte. Hannibal Verlag, Höfen 2009, ISBN 978-3-85445-316-1.
  • Hanspeter Künzler: Der Thriller um Michael Jackson. Familie, Fans & Verfolgungsjagden. Hannibal Verlag, Höfen 2010, ISBN 978-3-85445-321-5.
  • Sophia Pade, Armin Risi: MAKE THAT CHANGE. Michael Jackson: Botschaft und Schicksal eines spirituellen Revolutionärs. Govinda Verlag, Zürich 2017, ISBN 978-3-905831-46-7.
  • Matt Richards, Mark Langthorne: 83 Minutes. The Doctor, the Damage, and the Shocking Death of Michael Jackson. Thomas Dunne Books, New York 2016.
  • David Ritz, Tavis Smiley: Before You Jugde Me. The Triumph and Tragedy of Michael Jackson’s Last Days. Little, Brown and Company, New York 2016.
  • Leonard Rowe: What Really Happened to Michael Jackson. The King of Pop: The Evil Side of the Entertainment Industry. Alliance Book Co., 2010, ISBN 978-0-9827622-0-2.
  • Jürgen Seibold: Michael Jackson. Mit Diskografie (V.I.P. Music). Pabel-Moewig, Rastatt 1992, ISBN 3-8118-3901-2. Biografie.
  • William Shawcross: Murdoch. The Making of a Media Empire. Touchstone, New York 1997.
  • Randall Sullivan: Untouchable. The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson. Grove Press, New York 2014.
  • Bruce Swedien: In the Studio with Michael Jackson (Foreword by Quincy Jones). Hal Leonard, Milwaukee (Wisconsin) 2009.
  • J. Randy Taraborrelli: Michael Jackson: The Magic & the Madness. Birch Lane Press, New York 1991; Neuauflage 2003.
  • J. Randy Taraborrelli: Michael Jackson – Die Biographie. Übersetzt ins Deutsche. Heel Verlag, Königswinter 1999.
  • J. Randy Taraborrelli: Michael Jackson: The Magic, The Madness, The Whole Story, 1958–2009. Grand Central Publishing, New York 2009.
  • Sabine Waldbach: Michael Jackson. Heyne, München 1998 = Heyne-Bücher. Band 33, ISBN 3-453-13951-8.
  • Joel Whitburn: The Billboard Book of Top 40 Hits. Billboard Books, New York 2000.
  • Dieter Wiesner: Michael Jackson: Die wahre Geschichte. Heyne Verlag, München 2011, ISBN 978-3-453-19608-7.
  • Arthur Wright: Color Me White. The Autobiography of a Black Dancer Who Turned White. Exposition Press of Florida, 1980.
  • Walter Yetnikoff, David Ritz: Howling at the Moon – The Odyssey of a Monstrous Music Mogul in an Age of Excess. Broadway Books, New York 2004.

Weblinks

Commons: Michael Jackson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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