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Melitracen

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Strukturformel
Datei:Melitracen Structural Formulae.svg
Allgemeines
Freiname Melitracen
Andere Namen

N,N-Dimethyl-3-(10,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9-yliden)propylamin

Summenformel
  • C21H25N
  • C21H25N·HCl (Hydrochlorid)
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 225-858-5
ECHA-InfoCard 100.023.507
PubChem 25382
ChemSpider 23697
DrugBank DB13384
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Arzneistoffangaben
ATC-Code
Wirkstoffklasse

Antidepressivum

Eigenschaften
Molare Masse
  • 291,43 g·mol−1
  • 327,90 g·mol−1 (Hydrochlorid)
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

245–248 °C (Melitracen·Hydrochlorid) <ref name="RÖMPP Online">Eintrag zu Melitracen. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="SDS">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Hydrochlorid

Datei:GHS-pictogram-skull.svg

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301
P: 264​‐​270​‐​301+310​‐​405​‐​501<ref name="SDS"/>
Toxikologische Daten
  • 170 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="Kleemann"/>
  • 315 mg·kg−1 (LD50Mausoral)<ref name="Kleemann"/>
  • 52 mg·kg−1 (LD50Mausi.v.)<ref name="Kleemann"/>
  • 170 mg·kg−1 (LD50Ratteoral, Hydrochlorid)<ref name="Kleemann">A. Kleemann, J. Engel, B. Kutscher, D. Reichert: Pharmaceutical Substances – Synthesis, Patents, Applications. 2 Bände. Thieme, Stuttgart 2000, ISBN 3-13-558404-6.</ref>
  • 315 mg·kg−1 (LD50Mausoral, Hydrochlorid)<ref name="Kleemann"/>
  • 52 mg·kg−1 (LD50Mausi.v., Hydrochlorid)<ref name="Kleemann"/>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Melitracen ist ein trizyklisches Antidepressivum mit den für diese Gruppe charakteristischen pharmakologischen Eigenschaften. Insbesondere zu Amitriptylin zeigt es eine große Ähnlichkeit.<ref name="Hager">H. Hager: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis. Folgeband 1–3. Springer, 1999, ISBN 3-540-62646-8.</ref> In Dosierungen von weniger als 150 mg wirkt es nicht sedierend.

Melitracen wurde 1963 von Kefalas A/S patentiert<ref name="RÖMPP Online" /> und wird im europäischen Raum zusammen mit dem Neuroleptikum Flupentixol als Kombinationspräparat im Medikament Deanxit® eingesetzt.

Anwendung

Melitracen wird in fixer Kombination mit Flupentixol (Deanxit®; 10 mg Melitracen und 0,5 mg Flupentixol) zur Behandlung leichter bis mittelschwerer Zustände depressiver Gehemmtheit und Angst verwendet. Deanxit wirkt stimmungsaufhellend und angstlösend und eignet sich zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen, welche durch Angst, Verlust der Fähigkeit, sich zu freuen, fruchtloses Grübeln, Versagensangst und Schuldgefühle gekennzeichnet sind. Auch zur Behandlung der Trigeminus-Neuralgie, Neurosen und aphthöse Geschwüre wurde die Kombination Melitracen/Flupentixol vorgeschlagen.<ref name="Hager" />

In Deutschland sind keine Arzneimittel mit dem Arzneistoff Melitracen im Handel.

Nebenwirkungen

Zu den unerwünschten Wirkungen zählen Mundtrockenheit, Akkomodationsstörungen, Tachykardien, Hyperhidrosis und orthostatische Beschwerden.

Herstellung

Melitracen wird ausgehend von Anthron in mehreren Stufen synthetisiert.<ref name="Kleemann"/>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein