Zum Inhalt springen

Hyphe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. Dezember 2025 um 14:03 Uhr durch imported>Entenküken (Änderungen von ~2025-38283-92 (Diskussion) auf die letzte Version von Aka zurückgesetzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Hyphae.JPG
Hyphenstränge, sogenannte Rhizomorphen, aus vielen parallel gelagerten Hyphen gebildet

Hyphen (aus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bezeichnen verzweigte, einreihige Fäden der Pilze und Streptomyzeten, die durch Septen zellartig unterteilt werden können.<ref>Hans Otto Schwantes: Biologie der Pilze. Eine Einführung in die angewandte Mykologie (= Uni-Taschenbücher. Band 1871). Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8252-1871-6, S. 21 f.</ref> Sie werden auch Pilzfäden genannt. Die Gesamtheit der Hyphen wird auch als Mycel bezeichnet und bildet Fruchtkörper aus.<ref name="SPE">Hyphen. In: Lexikon der Biologie bei Spektrum der Wissenschaft. Abgerufen am 17. August 2023.</ref>

Beschreibung und Funktion

Datei:Fungi - Hyphae - (lactophenol cotton blue dye).jpg
Nahaufnahme von blau angefärbten Pilzhyphen

Der Durchmesser von Hyphen liegt zwischen 2 μm und 100 μm, wobei sie verzweigte oder unverzweigte Formen ausbilden können. Hyphen können parallel aneinanderlagernd auftreten, oder sich in Form von Plektenchym oder Pseudoparenchym zu Fruchtkörpern zusammenschließen. Pilzähnliche Protisten sowie die meisten Schimmelpilze bilden überwiegend unverzweigte Hyphen aus, die unseptiert sind, d. h. ohne unterteilende Septen. Die Hyphen von höheren Pilzen sind dagegen regelmäßig septiert und verfügen über Poren in den Querwänden, welche mitunter charakteristisch für die jeweilige Pilzgattung sind. Diese Art von Pilzfäden wachsen hauptsächlich im Bereich direkt hinter der Spitze.<ref name="SPE"/>

Hyphen, die zur Aufnahme von Nährstoffen dienen, werden auch als Substrathyphen bezeichnet, während sogenannte Lufthyphen bei Pilzen für die Ausbildung von Fruchtkörpern sorgen. Außerdem gibt es Hyphen, aus denen sich Dauer- oder Vermehrungsorgane bilden, wie Chlamydosporen oder Konidien.<ref name="SPE"/>

Im Gegensatz zu Pilzhyphen haben die Zellfäden der Actinomycetales meist einen deutlich geringeren Durchmesser (von etwa 1 μm) als die Pilzhyphen und eine ähnliche Zellorganisation wie Prokaryoten.<ref name="SPE"/>

Obgleich Hyphen als Charakteristikum von Dermatophyten (Fadenpilzen) gelten, werden sie unter bestimmten Bedingungen auch von einigen normalerweise einzelligen Hefepilze (wie z. B. Saccharomyces cerevisiae) ausgebildet.<ref>Peter H. Raven, Ray F. Evert, Susan E. Eichhorn: Biologie der Pflanzen. Band 4. de Gruyter, Berlin 2006, ISBN 3-11-018531-8, S. 322 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref name="DOC">Hyphe. In: DocCheck. Abgerufen am 17. August 2023.</ref>

Hyphenformen

Hartigsches Netz Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.
ein dichtes Netzwerk aus Hyphen symbiontischer Pilze, welches sich zwischen der Epidermis und den äußeren Rindenschichten des Wirtsbaumes erstreckt und Mykorrhiza ausbildet dient Pilz zur Nährstoffaufnahme.<ref>Hartigsches Netz. In: Lexikon der Biologie bei Spektrum der Wissenschaft. Abgerufen am 17. August 2023.</ref>
Generative Hyphen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.
Generative Hyphen sind relativ undifferenziert und können reproduktive Strukturen bilden. Sie sind normalerweise dünnwandig und durchscheinend und mehr oder weniger häufig septiert. Auch Schnallen können vorkommen. Gelegentlich sind die Hyphen in eine gelatinöse Matrix eingebunden.
Skeletthyphen
Skeletthyphen sind dickwandige, nicht oder nur wenig verzweigte und meist schnallenlose und kaum septierte Hyphen, die dafür oft sehr lang sind. Die Hyphen sterben meist schon sehr früh ab und sind dann plasmafrei und röhrig-hohl. Diese Hyphen geben dem Fruchtkörper Härte und Festigkeit. Fruchtkörper mit Skeletthyphen sind mehr oder weniger korkig oder holzig.
Skelettoide Hyphen
Skelettoide Hyphen sind dickwandige, generative Hyphen mit echten Septen (Querwänden). Auch Schnallen können vorkommen.
Bindehyphen
Bindehyphen sind mehr oder weniger dickwandige stark verzweigte Hyphen, die dadurch dem Hyphensystem Festigkeit verleihen.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Hyphen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • SIB: Fungal cell – Hyphenzelle, Interaktive Graphik von SwissBioPics

Einzelnachweise

<references/>