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Zinkiodid

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Kristallstruktur
Struktur von Zinkiodid
Vorlage:Farbe Zn2+ 0 Vorlage:Farbe I
Allgemeines
Name Zinkiodid
Andere Namen

Zink(II)-iodid

Verhältnisformel ZnI2
Kurzbeschreibung

weißer, geruchloser, hygroskopischer Feststoff<ref name="Merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 233-396-0
ECHA-InfoCard 100.030.347
PubChem 66278
DrugBank DB15961
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 319,18 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,74 g·cm−3<ref name="Merck" />

Schmelzpunkt

446 °C<ref name="Merck" />

Siedepunkt

625 °C<ref name="Merck" />

Löslichkeit
  • sehr gut löslich in Wasser (4500 g·l−1 bei 20 °C<ref name="Merck" />)
  • gut löslich in Ethanol und Diethylether<ref name="CRC">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Properties of the Elements and Inorganic Compounds, S. 4-100.</ref>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314​‐​410
P: 273​‐​280​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​310​‐​501<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Zinkiodid ist eine chemische Verbindung von Zink und Iod aus der Gruppe der Halogenide. Das weiße hygroskopische Pulver nimmt in feuchter Luft Wasser auf und zerfließt (geht in Lösung). An Luft reagiert es unter Freisetzung von Iod, so dass sich die Verbindung bzw. deren Lösung gelblich färbt.

Gewinnung und Darstellung

Gewonnen werden kann Zinkiodid durch Reaktion von Zink mit Iod unter Wasserzusatz.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1025.</ref>

<math>\mathrm{Zn + I_2 \rightarrow ZnI_2}</math>

Eigenschaften

Zink(II)-iodid ist ein farbloser Feststoff, der löslich in Wasser, Ethanol, Ether, Aceton und Dioxan ist. Unterhalb von 0 °C kristallisiert aus der Lösung das Dihydrat aus. Beim Erhitzen an Luft erfolgt Zersetzung.<ref name="brauer" />

Die kristalline Struktur von Zink(II)-iodid ist ungewöhnlich. Sie bildet wie die anderen Zinkhalogenide (mit Ausnahme von Zinkfluorid) keine ionische Bindung, sondern eine kovalente Bindung aus und ist damit kein Salz im eigentlichen Sinne.<ref>A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1.</ref> Während die Zinkatome wie in Zinkchlorid tetraedisch koordiniert sind, bilden im Unterschied zu diesem jeweils vier an drei Ecken verbundene Tetraeder ein „Super-Tetraeder“ der Zusammensetzung (Zn4I10) und so eine entsprechende dreidimensionale Struktur.<ref name = "Wells">A. F. Wells: Structural Inorganic Chemistry. 5th edition, Oxford Science Publications, 1984, ISBN 0-19-855370-6.</ref> Diese „Super-Tetraeder“ ähneln der Struktur von Phosphorpentoxid P4O10.<ref name="Wells"/> Molekulares Zink(II)-iodid ist laut VSEPR-Modell linear und hat einen Zn–I-Abstand von 238 pm.<ref name="Wells"/>

Verwendung

Da die Verbindung Röntgenstrahlung gut absorbiert, wird sie häufig als Kontrastmittel in der Röntgendiagnostik von Werkstoffen (Eindringen in beschädigtes Material) eingesetzt. Weiterhin wird sie als Schulchemikalie bei Versuchen zur Elektrolyse eingesetzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Elektrolyse von Zinkiodid (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive) (PDF; 217 kB).</ref>

Beispiel einer Elektrolyse mit einer Zinkiodid-Lösung

Durch diese Ausnutzung dieser Reaktion und ihrer Umkehrung ist auch der Aufbau eines Zink-Iod-Akkumulators möglich.<ref>Zink-Iod-Element (Poenitz-net) (PDF; 13 kB).</ref>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Zinkfluorid | Zinkchlorid | Zinkbromid | Zinkiodid Vorlage:Klappleiste/Ende