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Jagur

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Jagur
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
[[Datei:{{#property:P41}}|120px|rand|zentriert|Flagge von Jagur]]
Jagur
Basisdaten
hebräisch: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
arabisch: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Staat: IsraelDatei:Flag of Israel.svg Israel
Bezirk: Haifa
Gegründet: 30. Dezember 1922
Koordinaten: 32° 44′ N, 35° 5′ OKoordinaten: 32° 44′ 29″ N, 35° 4′ 38″ O
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Einwohner: 1540 (Stand: 2022)<ref>2022 {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value). (XLSX; 119 kB) [Population and households by locality - 2022 Cens​us estimate]. Israelisches Zentralbüro für Statistik, 2025, abgerufen am 31. Januar 2026. </ref>
 
Gemeindecode: 0096
Zeitzone: UTC+2
Postleitzahl: {{#property:P281}}
Jagur (Israel)
Jagur (Israel)

Jagur ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), arabisch ياغور, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein Kibbuz im Norden Israels am Ostrand des Karmelgebirges an der Straße HaifaNazaret.

Entstehung und Entwicklung

Der Kibbuz Jagur wurde am 30. Dezember 1922<ref>Mordecai Naor: Eretz Israel. Könemann, Köln 1998, ISBN 3-89508-594-4, S. 119.</ref> von jüdischen Pionieren gegründet, nachdem das Land durch Jehoschua Hankin erworben worden war. Die ersten Siedler legten die Sümpfe am Fluss Kischon trocken, worauf ein landwirtschaftlicher Betrieb entwickelt wurde. Der Name des Kibbuz ist vom arabischen Dorf Jadschur (ياجور, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) abgeleitet, das sich früher in der Nähe befand. In der Bibel Vorlage:Bibel/Link wurde ein Ort Jagur erwähnt, welcher jedoch im Negev lokalisiert ist und dem Stammesgebiet von Juda zugerechnet wurde.

In den Jahren 1935/1936 erbaute am Ort der Architekt Tibor Schön nach Plänen Erich Mendelsohns und des Ingenieurs Erich Kempinskys die Ludwig-Tietz-Lehrwerkstätte ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>Die etwas eigenwillige Transliteration {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) für Ludwig wich bald der gängigeren Form {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).</ref>) mit Internat.<ref name="Brodnitz 1937 40seq.">Friedrich Brodnitz, „Kampf um die Jewish Agency“, in: Zur Eröffnung der Ludwig Tietz Lehrwerkstätte in Jagur, Reichsvertretung der Juden in Deutschland (Hg.), Berlin: Max Lichtwitz, 1937, S. 40–46, hier Photo zwischen S. 40 und 41, abgerufen am 11. Februar 2019.</ref> Den Bau der Anlage hatte der Central-Verein (C.-V.) beauftragt und finanziert und zu Gedenken Ludwig Tietzens (1897–1933),<ref>Als Bundesleiter der Deutsch-Jüdischen Jugendgemeinschaft (DJJG) wurde Tietz 1927 zum Vorsitzenden des Reichsverbandes der jüdischen Jugendverbände gewählt und blieb in diesem Amt bis zu seinem Tode. Vgl. Georg Lubinski, „Ein Leben für die Jugend“, in: Zur Eröffnung der Ludwig Tietz Lehrwerkstätte in Jagur, Reichsvertretung der Juden in Deutschland (Hg.), Berlin: Max Lichtwitz, 1937, S. 37–40, hier S. 37, abgerufen am 11. Februar 2019.</ref><ref name="Hirsch 1937 p5">Otto Hirsch, „Jagur“, in: Zur Eröffnung der Ludwig Tietz Lehrwerkstätte in Jagur, Reichsvertretung der Juden in Deutschland (Hg.), Berlin: Max Lichtwitz, 1937, S. 5seq., hier S. 5, abgerufen am 11. Februar 2019.</ref> des verstorbenen stellvertretenden C.-V.-Vorsitzenden, benannt.<ref name="Brodnitz 1937 p46">Friedrich Brodnitz, „Kampf um die Jewish Agency“, in: Zur Eröffnung der Ludwig Tietz Lehrwerkstätte in Jagur, Reichsvertretung der Juden in Deutschland (Hg.), Berlin: Max Lichtwitz, 1937, S. 40–46, hier S. 46, abgerufen am 11. Februar 2019.</ref>

Datei:Ludwig t yagur 2.JPG
Ludwig-Tietz-Lehrwerkstätte in Jagur, um 1942

Es war die dritte derartige Bildungseinrichtung im Lande neben der Handwerkerschule des Technions in Haifa und der Tel Aviver Max-Pein-Schule der Histadruth.<ref name="Kreutzberger 1937 p11">Max Kreutzberger, „Erziehung zum Beruf: Berufsbildung in Palästina“, in: Zur Eröffnung der Ludwig Tietz Lehrwerkstätte in Jagur, Reichsvertretung der Juden in Deutschland (Hg.), Berlin: Max Lichtwitz, 1937, S. 7–14, hier S. 11, abgerufen am 11. Februar 2019.</ref> In der Ludwig-Tietz-Lehrwerkstätte erlernten 60 deutsche Lehrlinge, die durch die Jugend-Alijah ins Land kamen, einen Beruf.<ref name="Stern 1937 p33">Eva Stern, „Beginn der Jugend-Alija“, in: Zur Eröffnung der Ludwig Tietz Lehrwerkstätte in Jagur, Reichsvertretung der Juden in Deutschland (Hg.), Berlin: Max Lichtwitz, 1937, S. 31–33, hier S. 33, abgerufen am 11. Februar 2019.</ref> Die Lehrwerkstätte bot vor allem Berufsausbildungen auf dem Gebiet der Baugewerke und verwandter Professionen.<ref name="Kreutzberger 1937 p13">Max Kreutzberger, „Erziehung zum Beruf: Berufsbildung in Palästina“, in: Zur Eröffnung der Ludwig Tietz Lehrwerkstätte in Jagur, Reichsvertretung der Juden in Deutschland (Hg.), Berlin: Max Lichtwitz, 1937, S. 7–14, hier S. 13, abgerufen am 11. Februar 2019.</ref>

1946 entdeckte die britische Besatzungsmacht in der Siedlung ein großes Waffenlager der jüdischen Untergrundorganisation Haganah; viele zionistische Führer wurden daraufhin im Rahmen der britischen Operation Agatha verhaftet.

Die Siedlung war lange Zeit die größte Kollektivsiedlung Israels; auch heute noch ist Jagur einer der größten Kibbuzim. 2022 hatte der Kibbuz 1540 Einwohner.<ref>2022 {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value). (XLSX; 119 kB) [Population and households by locality - 2022 Cens​us estimate]. Israelisches Zentralbüro für Statistik, 2025, abgerufen am 31. Januar 2026.</ref> Wichtige wirtschaftliche Tätigkeitsfelder des Kibbuz sind die Landwirtschaft und die Industrie.

Persönlichkeiten

  • Perez Leshem (* 1903 in Chemnitz als Fritz Lichtenstein; † 2003)<ref>Für weitere biografische Angaben siehe den Vorspann zu seinem Artikel Straße zur Rettung. Der Weg deutscher Juden nach Palästina. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament. Jg. B, Nr. 16–17/73, 21. April 1973 (bpb.de [PDF; 9,5 MB]). Bei Knut Bergbauer heißt es über ihn: „1926 auf Alija in den Kibbuz Jagur. Ab 1931 kam er als Schaliach des Hechaluz immer wieder nach Deutschland und war hier unter anderem für die Organisation von Auslands-Hachschara-Stellen verantwortlich. Sein kenntnisreiches wie quellenbasiertes Buch von 1973 ist eine der besten und informativsten Arbeiten zur deutschen Hachschara.“ (Knut Bergbauer: Unterwegs. Jüdische Jugendbewegung aus Deutschland in Europa, in: Knut Bergbauer, Nora M. Kissling, Beate Lehmann, Ulrike Pilarczyk und Ofer Ashkenazi (Hrsg.) Jüdische Jugend im Übergang – Jewish Youth in Transit. Selbstverständnis und Ideen in Zeiten des Wandels, S. 60 (zum Download auf researchgate.net))</ref>
  • Uzi Gal (eigentlich Uziel Gal, hebräisch עֻזִּיאֵל גַּל ʿUzzī'el Gal, Plene עוזיאל; * 15. Dezember 1923 in Weimar als Gotthard Glas; † 7. September 2002 in Philadelphia)
  • Noam Achtel (* 1996), Fußballspielerin

Weblinks

Commons: Jagur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein