Zum Inhalt springen

Felix Klare

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. Januar 2026 um 16:53 Uhr durch imported>Peter E. Mann (Theater (Auswahl): Angleichung an bisherigen Aufbau seit 2000 ! / Resi bereits mehrfach verlinkt /ref völlig überflüssig).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Felix Klare beim SWR Sommerfestival 2016 in Mainz.jpg
Felix Klare, 2016
Datei:Set-Termin WDR ARD-Fernsehfilm „Momentversagen“-Felix Klare-9891.jpg
Felix Klare, 2014

Felix Klare (* 12. Oktober 1978 in Heidelberg) ist ein deutscher Schauspieler. Einem breiten Publikum ist er seit 2008 als Hauptkommissar Sebastian Bootz im Stuttgarter Tatort bekannt.

Leben

Felix Klare wurde als Sohn eines aus Jena stammenden Ärzte-Ehepaares geboren, das im Jahr 1974 – vier Jahre vor seiner Geburt – mit seinen drei älteren Geschwistern mit gefälschten Papieren aus der DDR im Flugzeug über Prag nach Zürich geflohen war. Sein Vater, Georg Bernd Klare (1938–2019), war Kinderarzt und nach Stationen am Kinderhospital Osnabrück und der Universitätskinderklinik Heidelberg Leiter des Dialysezentrums der Kinderklinik im Städtischen Krankenhaus München-Schwabing.<ref>Joachim Misselwitz: Nachruf für Dr. med. Georg Bernd Klare. Abgerufen am 20. Oktober 2023.</ref> Felix Klare wuchs in München auf. Er besuchte 13 Schulen, bevor er an einer Waldorfschule Abitur machte.<ref>Felix Klare im Munzinger-Archiv, abgerufen am 8. April 2023 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> Nach der Schule absolvierte er seine Schauspielausbildung von 1998 bis 2002 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin.<ref>Felix Klare bei Crew United, abgerufen am 20. September 2021.</ref>

Im April 2021 beteiligte sich Klare an der Protestaktion #allesdichtmachen, bei der rund 50 prominente Schauspieler in Einzelvideos diverse Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie ironisch-satirisch kommentierten.<ref>Michael Hanfeld: Alles nicht so einfach. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 23. April 2021, abgerufen am 23. Februar 2022.</ref>

Felix Klare ist mit der Schauspielerin Zora Thiessen (* 1980) verheiratet, die er bereits seit dem 14. Lebensjahr kennt, und hat mit ihr vier Kinder, darunter die Schauspielerin Falka Klare (* 2007).<ref>Zur Kinderzahl und Alter Kennenlernen der Ehefrau: alverde+ a tempo. In: dm-Kundenmagazin, November 2014, S. 10</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Expunk und sein Pakt mit dem Spießer (Memento vom 27. Juni 2009 im Internet Archive) Stuttgarter Zeitung, 21. Juni 2009</ref><ref>Felix Klare: Alles für die Fantasie. In: Teleschau, 18. März 2011</ref><ref>Video Felix Klare im ZDF-Morgenmagazin: Felix Klare hat drei Kinder. in der ZDFmediathekVorlage:Abrufdatum</ref>

Karriere

Erste Engagements führten Klare an das Maxim-Gorki-Theater Berlin, das Berliner Ensemble und das Deutsche Schauspielhaus Hamburg unter Jan Bosse. 2002 wechselte er für zwei Jahre an das Theater Freiburg in der Intendanz von Amélie Niermeyer.<ref>Richy Müller und Felix Klare: Zwei neue Ermittler für den „Tatort“. Bei: Stern.de, 14. März 2006</ref> Seit 2005 arbeitet Felix Klare als freier Schauspieler in München.<ref>Felix Klare auf der Website des Bayerischen Staatsschauspiels</ref> Dabei übernahm er Rollen am Bayerischen Staatsschauspiel München und in der Spielzeit 2006/07 am Düsseldorfer Schauspielhaus.

Seit 2002 arbeitet Klare auch für Film und Fernsehen. Nachdem er in der Krimiserie SK Kölsch seinen ersten Fernsehauftritt hatte, gab er 2003 als Siggi sein Langfilmdebüt in Gabi Kubachs Ich leih’ dir meinen Mann und war in einer Nebenrolle als Student in der deutsch-US-amerikanischen Koproduktion Luther auf der Kinoleinwand zu sehen. Im Jahr 2008 trat er im Tatort des Südwestrundfunks als Hauptkommissar Sebastian Bootz neben Richy Müller als Hauptkommissar Thorsten Lannert die Nachfolge des Stuttgarter Ermittlers Ernst Bienzle (Dietz-Werner Steck) an. Die erste Folge mit diesem Team wurde am 9. März 2008 im Ersten ausgestrahlt.

2010 spielte Klare die Hauptrolle in der SWR-Produktion Bis nichts mehr bleibt über einen Scientology-Aussteiger. In der Märchenadaption Rotkäppchen von Sibylle Tafel übernahm er im Jahr 2012, an der Seite seiner Ehefrau, die Rolle des Jägers. In Friedemann Fromms Fernsehdrama Momentversagen war er 2014 als untreuer Staatsanwalts Manuel Bacher zu sehen. 2020 wurde er in den Hauptrollen in den beiden Fernsehfilmen Unschuldig und Weil du mir gehörst besetzt, in denen er jeweils einen Vater spielt, dem die Kinder vorenthalten werden sollen. In der im selben Jahr erstausgestrahlten Charlotte-Link-Verfilmung Die Entscheidung wurde er ebenfalls in der Hauptrolle besetzt. 2025 war er im ZDF-Zweiteiler Lillys Verschwinden, der deutliche Parallelen zum Vermisstenfall Madeleine McCann aufweist, als Niklas Grothe an der Seite von Petra Schmidt-Schaller zu sehen.

Filmografie

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Tatort-Folgen

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Theater (Auswahl)

  • 2000: Gerettet – Regie: Grazina Kania, Maxim Gorki Theater, Berlin
  • 2002: Roberto Zucco – Regie: Jan Bosse, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg
  • 2002: Ein Sommernachtstraum – Regie: Amelie Niermeyer, Theater Freiburg
  • 2002: Nibelungen – Regie: Sebastian Baumgarten, Theater Freiburg
  • 2003: Fegefeuer in Ingolstadt – Regie: Stephan Rottkamp, Theater Freiburg
  • 2003: Vermummte – Regie: Didi Danquart, Theater Freiburg
  • 2004: Moby Dick – Regie: Amelie Niermeyer, Theater Freiburg
  • 2005: Gier – Regie: Tina Lanik, Residenz Theater München
  • 2006: Der Revisor – Regie: Peter Schulte-Michels, Düsseldorfer Schauspielhaus
  • 2006: Othello, Venedigs Neger – Regie: Stephan Rottkamp, Düsseldorfer Schauspielhaus
  • 2006: Philotas – Regie: Alexander Nerlich, Residenztheater (München)
  • 2007: Country Music – Regie: Alexander Nerlich, Residenztheater (München)
  • 2009: Daddy – Regie: Alexander Nerlich, Residenztheater (München)
  • 2010: Leere Stadt – Regie: Alexander Nerlich, Residenztheater (München)
  • 2017: Ehen in Philipsburg – Regie: Stephan Kimmig, Staatstheater Stuttgart
  • 2026: Die Rückseite des Lebens – Regie: Nora Schlocker, Residenztheater (München)

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein