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Avraham Burg

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Avraham Burg (1998)

Avraham „Avrum“ Burg ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 19. Januar 1955 in Jerusalem) ist ein israelischer Autor und ehemaliger hochrangiger Politiker der Arbeitspartei Awoda. Er setzt sich für die Trennung von Staat und Religion in Israel ein und ist ein vehementer Kritiker der israelischen Siedlungspolitik.

Politik

Avraham Burg diente in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften als Leutnant der Fallschirmjäger. Anschließend studierte er an der Hebräischen Universität Jerusalem und erlangte einen Abschluss in Sozialwissenschaften.

Burg war in linken Organisationen wie Peace Now aktiv. 1983 war er auf der Peace-Now-Demonstration, bei der Emil Grünzweig von dem Rechtsradikalen Jona Avruschmi mit einer Handgranate ermordet wurde. Burg wurde durch den Splitter dieser Granate verletzt.<ref>Avraham Burg. In: MFA Library. Israelisches Außenministerium, 26. Februar 2003, abgerufen am 20. März 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1985 wurde er Berater von Ministerpräsident Schimon Peres.

1988 wurde er für die Arbeitspartei in die Knesset gewählt. 1995 legte er sein Mandat nieder, nachdem er zum Vorsitzenden der Jewish Agency und der World Zionist Organization bestimmt worden war. 1999 bis Anfang 2003 war Burg Präsident der Knesset. In dieser Funktion nahm er vom 13. Juli bis 1. August 2000 verfassungsgemäß die Aufgaben des zurückgetretenen Staatspräsidenten Ezer Weizmann wahr.

2001 kandidierte er erfolglos für den Vorsitz der Arbeitspartei.

Im Herbst 2003 erregte ein Artikel von Burg Aufsehen, der zuerst in Jedi’ot Acharonot erschien und unter anderem ins Englische und ins Deutsche übersetzt wurde.<ref>A Failed Israeli Society Collapses While Its Leaders Remain Silent. In: Forward. 29. August 2003. Nachdrucke: The end of Zionism? A failed Israeli society is collapsing. In: The New York Times. 6. September 2003; The end of Zionism. In: The Guardian. 15. September 2003</ref><ref>Es gibt keinen Mittelweg: Das Ende des Zionismus? In: Hagalil. 10. September 2003. Abgedruckt in Süddeutsche Zeitung. 12. September 2003, S. 13</ref><ref>Ari Shavit: On the eve of destruction. In: Haʾaretz. 14. November 2003</ref> In diesem Artikel urteilte Burg, Israel müsse seine Illusionen aufgeben und sich zwischen rassistischer Unterdrückung oder Demokratie entscheiden. Er forderte den Rückzug Israels aus den besetzten Gebieten.

2004 zog sich Burg aus der Politik zurück. In einem Interview für Haʾaretz im Juni 2007 anlässlich der Veröffentlichung seines Buchs Lenazeach et Hitler (Hitler besiegen) stellte er eine Reihe von Kernthesen des Zionismus in Frage.<ref>Ari Shavit: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Leaving the Zionist ghetto (1) (Memento vom 16. Dezember 2008 im Internet Archive), <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />(2) (Memento vom 6. Januar 2009 im Internet Archive). In: Haʾaretz. 8. Juni 2007. Übersetzung: Das zionistische Ghetto verlassen. In: Hagalil. 23. Juli 2007</ref><ref>Avraham Burg: There’s room for hope. In: Haʾaretz. 28. Juni 2007</ref><ref>Ludwig Watzal: Avraham Burg spricht von Nitroglyzerin. In: der Freitag. 29. Juni 2007</ref> 2009 erschien sein Buch auch auf Deutsch. Benny Morris nannte es ein „furchtbares Buch voller Fehler“, Micha Brumlik hingegen die Lektüre „für alle, die sich mit Israel verbunden fühlen, beinahe eine moralische Pflicht“.<ref>Julian Bernstein: Berg der Hoffnungen. In: Jungle World. 21. Januar 2010, abgerufen am 8. November 2017.</ref>

Burg ist einer der Mitbegründer des 2012 gegründeten linken Thinktanks Molad – Zentrum für die Erneuerung der israelischen Demokratie.<ref>Yossi Verter: Reviving the Israeli Left Is a Ten Year Project, Says Think Tank. In: Haʾaretz. 9. August 2012, abgerufen am 8. November 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Molad - Zentrum für die Erneuerung der israelischen Demokratie. In: Rosa-Luxemburg-Stiftung Israel Office. Oktober 2016, abgerufen am 8. November 2017.</ref> Anfang Januar 2015 gab er seinen Beitritt zum linken Parteienbündnis Chadasch bekannt.<ref>Former Knesset Speaker Avraham Burg Joins Hadash. Maki, Kommunistische Partei Israels, 5. Januar 2015, abgerufen am 18. März 2015.</ref>

Familie

Burg ist der Sohn von Josef Burg, Minister mehrerer israelischer Regierungen für die Nationalreligiöse Partei. Er wuchs im Jerusalemer Stadtteil Rechavia auf.<ref name="sz" />

Burgs Frau Yael ist gebürtige Französin,<ref name="sz">Melissa Müller: Avraham Burg über Heimat. In: Süddeutsche Zeitung. 24./25. Oktober 2009, S. V2/8</ref> Psychologin und Direktorin einer Mittelschule in Jerusalem. Die Burgs haben sechs Kinder und leben in Nataf bei Jerusalem.

Schriften

Weblinks

Commons: Avraham Burg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references />

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