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Ariel (Waschmittel)

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Datei:Ariel logo Neu.jpg
Logo von Ariel bis 2013

Ariel (nach dem Engel Ariel<ref name=":0">Ariel / Tide. In: Markenlexikon. Abgerufen am 12. November 2023.</ref>), in den USA bekannt als Tide ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))<ref>John Tagliabue: They Choke on Coke, but Savor Mecca-Cola. In: New York Times, 31. Dezember 2002, abgerufen am 12. November 2023. </ref>, ist eine Marke für Waschmittel des amerikanischen Herstellers Procter & Gamble,<ref>Ariel. In: DPMAregister. Abgerufen am 12. November 2023.</ref> die seit den 1960er Jahren auf zahlreichen Märkten weltweit vertreten ist. Es ist eines der meistverkauften Waschmittel Europas.

Geschichte

1946 brachte Procter & Gamble in den USA das synthetische Waschmittel Tide auf den Markt, das schnell großen Erfolg hatte. In den 1960er Jahren wurde Tide unter dem Markennamen Ariel in zahlreichen Ländern weltweit eingeführt.<ref name=":0" /> Es ist heute unter anderem in Indien und Mexiko beliebt.<ref>Hillary Chura: Throwing All Cultures Into the Marketing Pot. In: The New York Times. 21. Februar 2006, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 12. November 2023]).</ref> Im Jahr 1967 erschien Ariel mit der Ariel-Trommel unter dem Slogan „Ariel zum Reinweichen“ erstmals auf dem deutschen Markt.<ref name=":1">Rolf-Christian Wentz: Innovationsprozess: der große Disziplinierer. In: Die Innovationsmaschine: Wie die weltbesten Unternehmen Innovationen managen. Springer, Berlin, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-73627-1, S. 83–106, doi:10.1007/978-3-540-73627-1_4.</ref> Das erste Vollwaschmittel folgte 1968. Mit ihm tauchte auch Klementine (dargestellt von Johanna König) erstmals auf deutschen Bildschirmen auf – für die folgenden 18 Jahre wurde sie mit ihrer weißen Latzhose und dem Slogan „Nicht nur sauber, sondern rein“ zur Waschmittel-Werbeikone auf dem deutschen Markt.<ref name=":0" /><ref>Johannes Eberhorn und Corinna Wawrzyniak: Wäsche waschen: Werbefigur Klementine. In: WDR. 31. März 2021, abgerufen am 12. November 2023.</ref> Klementines Latzhose sowie ihre Mütze waren kurzzeitig im Haus der Geschichte in Bonn zu sehen und sind heute im Deutschen Werbemuseum ausgestellt.

1970 kam „Ariel für die Hauptwäsche bis 60 Grad“ auf den Markt.<ref name=":1" /> Später wurden Waschpulver mit multifunktionellen Inhaltsstoffen (Ariel Futur / Futur Color) sowie Nachfüllpacks oder Dosierhilfen entwickelt.

Weitere Entwicklungen sind der Ariel Pocket, ein Fleckenstift für die Handtasche, und Ariel kalt-aktiv, das dank besonderer Enzyme auch bei niedrigen Temperaturen ab 20 Grad reinigen soll. Die Enzyme stammen von der dänischen Firma Novozymes.<ref>S. Reed: Rooting in the rot for clean ideas. In: New York Times. 2. Januar 2018.</ref> Begründung für diese Entwicklung ist eine von Ariel beim Öko-Institut in Auftrag gegebene Studie, in der dem Waschen bei niedrigen Temperaturen ein großes Energiesparpotenzial bescheinigt wurde.<ref>Energiesparen leicht gemacht... durch Waschen bei niedrigeren Temperaturen / Ariel startet bundesweite Kampagne "kalt-aktiv". In: presseportal.de. 1. August 2006, abgerufen am 12. November 2023.</ref>

Datei:Ariel pods.jpg
Das Produkt Ariel 3in1 Pods, 2017

Ariel Color & Style Compact wurde im Jahr 2007 bei Stiftung Warentest Testsieger im Vergleichstest von Waschmitteln, Ariel Compact Color&Style mit Actilift im Jahr 2010 erneut, allerdings gemeinsam mit fünf anderen Waschmitteln.<ref>Stiftung Warentest: Test Colorwaschmittel 2/2007 (Archivlink), abgerufen am 11. November 2023.</ref><ref>Stiftung Warentest: Test Colorwaschmittel 10/2010 (Archivlink), abgerufen am 12. November 2023.</ref> Im Jahre 2009 kritisierte die Stiftung Warentest allerdings das Angebot verschiedener Packungsgrößen des Flüssigwaschmittels Ariel Klassik als verwirrend: In gleich geformten und sich lediglich im Etikettaufdruck unterscheidenden Flaschen werden drei verschiedene Mengeninhalte angeboten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stiftung Warentest: Ariel-Flüssigwaschmittel – 10 Prozent mehr ist weniger (Memento vom 15. Juli 2014 im Internet Archive) test.de, 26. August 2009, abgerufen am 12. November 2023.</ref> 2016 kritisierte die Verbraucherzentrale Hamburg bei Ariel-Produkten wiederholte Mengenkürzungen bei gleichbleibendem Preis als „Mogelpackungen“.<ref>Mogelpackung des Monats März 2016: Ariel Actilift. In: Verbraucherzentrale Hamburg. 1. April 2016, abgerufen am 12. November 2023.</ref>

Im Mai 2014 sorgte eine missglückte Werbeaktion einer Sonder-Edition des Waschmittels zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 für Aufregung, auf deren Packung ein weißes Trikot der deutschen Nationalmannschaft mit dem Schriftzug „ARIEL“ und „88“ aufgedruckt war. Nachdem sich Kunden aufgrund der Doppeldeutigkeit beschwerten und den Konzern darauf aufmerksam machten, dass die 88 in der rechten Szene als Abkürzung für „Heil Hitler“ verwendet wird (siehe Rechtsextreme Symbole und Zeichen), stoppte Procter & Gamble die Werbeaktion und nahm die Packungen wieder aus dem Handel.<ref>Timo Brücken: Ariel druckt Nazi-Code auf Waschmittelpackungen. In: stern.de. 9. Mai 2014, abgerufen am 12. November 2023.</ref><ref>Ariel wirbt mit 88 - dem Kürzel für den Hitler-Gruß. In: Der Spiegel. 9. Mai 2014, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 12. November 2023]).</ref>

2023 bewertete das Verbrauchermagazin Öko-Test Ariel Color zusammen mit Waschmitteln der Marken Coral (Unilever) und Lenor (ebenfalls Procter & Gamble) am schlechtesten. Im Prüfpunkt „Inhaltsstoffe und Ökotoxizität“ schnitten die drei Waschmittel mit „ungenügend“ ab, Ökotest kritisierte bei Ariel und Coral insbesondere die Verwendung des Duftstoffes Isoeugenol.<ref>Daniel Bakir: Schadstoffe im Waschmittel: Ariel, Coral und Lenor erhalten schlechte Noten. In: stern.de. 24. August 2023, abgerufen am 12. November 2023.</ref>

Weblinks

Commons: Ariel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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