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Spielbanken Bayern

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Logo der Spielbanken Bayern

Die Spielbanken Bayern sind öffentliche Unternehmen des Freistaates Bayern und gehören zur Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung in Bayern (mit Sitz in München).

Spielangebot

Das Angebot umfasst alle in Deutschland gängigen Glücksspiele. Im Unterschied zu den gewerblichen Spielhallen dürfen die Spielbanken Bayern ein Großes Spiel anbieten. Dieses umfasst American Roulette (teilweise auch Französisches Roulette), Black Jack und Poker. Neben dem Großen Spiel bieten die Spielbanken Bayern auch ein Automatenspiel als Kleines Spiel an.<ref>Spielbanken Bayern - Spielangebot. Abgerufen am 11. Juni 2021.</ref> Seit Dezember 1997 wird ein bayernweiter Jackpot ausgespielt (Bayern-Jackpot).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Spielbanken Bayern – Jackpot (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Mai 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.spielbanken-in-bayern.de</ref>

Die bayerischen Spielbanken sind durch den Glücksspielstaatsvertrag verpflichtet, ein geeignetes Programm zur Spielsuchtprävention anzubieten. Die geschulten Mitarbeiter sind dazu angehalten, Spielgäste, die ein problematisches Spielverhalten zeigen, anzusprechen und ihnen Informationen zur Spielsuchtbekämpfung anzubieten.<ref>SpielbG. Abgerufen am 3. November 2020.</ref>

Geschichte

Vor der Zulassung von Spielbanken in Bayern gab es im Bayerischen Landtag heftige Diskussion, bei denen besonders die CSU die Zulassung aus moralischen Gründen ablehnte. Das SPD-geführte Kabinett Hoegner setzte am 21. April 1955 mit 92 gegen 79 Stimmen bei 16 Enthaltungen die Zulassung durch.<ref name=":0">Spielbanken-Krise: Nichts geht mehr! 8. Januar 2010, abgerufen am 3. November 2020.</ref> Damit erhielten die damaligen Spielbanken in Bad Kissingen,<ref>Bayerische Spielbank Bad Kissingen in Bad Kissingen - www.eraffe24.de. Abgerufen am 20. Januar 2021.</ref> Garmisch-Partenkirchen, Bad Wiessee und Bad Reichenhall<ref name=":2">Die Spielbank Bad Reichenhall: Erstklassiges Entertainment. Abgerufen am 20. Januar 2021.</ref> die zum Spielbetrieb erforderlichen Lizenzen.

Zwischen 1955 und 1962 war die Spielbankenaffäre Gegenstand öffentlicher und interner Diskussionen. Im Februar 1961 beschloss der nunmehr von der CSU dominierte Bayerische Landtag, die Spielbanken wieder zu schließen. Dieser Beschluss wurde aber nie vollzogen, und vier Jahre später verstaatlichte der Freistaat die Spielkasinos.<ref name=":0" />

Bis 1990 wurden nach dem Spielbankgesetz von 1933 in Bayern zunächst nur die vier oben genannten Spielbanken betrieben. 1990 kam die 1950 eröffnete und privat konzessionierte Spielbank Lindau dazu. Mit diesen fünf staatlich konzessionierten Spielbanken wurden jedoch nur die Regierungsbezirke Unterfranken, Schwaben und Oberbayern im Wesentlichen abgedeckt. Nicht versorgt mit Spielbanken waren die Regierungsbezirke Ober- und Mittelfranken, Niederbayern und Oberpfalz.

Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wurde im Juli 1995 vom Bayerischen Landtag ein neues Spielbankgesetz beschlossen. Ziel war:<ref>SpielG. Gesetz über Spielbanken im Freistaat Bayern. Abgerufen am 9. April 2021.</ref>

  • ein ausreichendes und ausgewogenes Angebot
  • eine möglichst flächendeckende Versorgung sowie
  • eine weitgehende Verhinderung der Überschneidung der Einzugsbereiche.

In Anbetracht dieser Prioritäten erfolgte die Ansiedlung der neuen Spielbanken in Grenznähe zu anderen deutschen Ländern bzw. dem Ausland in Bad Füssing (September 1999),<ref name=":1">Geschichte Bad Füssings. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. September 2020; abgerufen am 20. Januar 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.badfuessing.com</ref> Bad Kötzting (Februar 2000),<ref name=":3">Spielbank: 15 Fragen zum 15. Geburtstag. Abgerufen am 9. April 2021.</ref> Feuchtwangen (März 2000)<ref>Situation und Entwicklung der Spielbanken in Baden-Württemberg. Abgerufen am 9. April 2021.</ref> und Bad Steben (März 2001).<ref name=":4">Spielbanken-Bayern - Bad Steben. Abgerufen am 9. April 2021.</ref> Jeder Regierungsbezirk verfügt somit über eine staatliche Spielbank.

Die Mitarbeiterzahl der Casinos wurde 2013 mit 677 angegeben (fünf Jahre zuvor 776), der Bruttospielertrag mit 65 Mio. Euro (2006 128 Mio. Euro).<ref>Poker- und Roulettespieler lassen den Rubel rollen | Nürnberger Nachrichten. Abgerufen am 25. November 2020.</ref>

Im Jahr 2020 lag die Mitarbeiterzahl bei 685.<ref>Spielbanken-Bayern - Über Spielbanken. Abgerufen am 10. April 2021.</ref>

Spielbanken

Datei:Casino Bad Kissingen.JPG
Luitpold-Casino in Bad Kissingen
Datei:Bad Wiessee — Spielbank (Außenansicht).jpg
Spielbank Bad Wiessee

Der Staatsbetrieb unterhält folgende neun Spielbanken (in Klammern das Eröffnungsjahr):

Weblinks

Quellen

<references />