Aphloia theiformis
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| Aphloia theiformis | ||||||||||||
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| Datei:Aphloia-theiformis0073.JPG
Aphloia theiformis | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Familie | ||||||||||||
| Aphloiaceae | ||||||||||||
| Takht. | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Aphloia | ||||||||||||
| (DC.) Benn. | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Aphloia theiformis | ||||||||||||
| (Vahl) Benn. |
Aphloia theiformis ist die einzige Art der somit monotypischen Gattung Aphloia, die wiederum alleine die Familie der Aphloiaceae bildet. Sie ist in Ostafrika und Madagaskar verbreitet.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Aphloia theiformis ist ein immergrüner Strauch bis kleiner Baum, der eine Wuchshöhe von bis zu 14 Metern erreicht. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl. Die Rinde der Zweige ist braun.
Die wechselständig und zweizeilig (distich) an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist etwa 3 Millimeter lang. Die Blattspreite ist 3 bis 8 Zentimeter lang und 1,2 bis 2,75 Zentimeter breit, schmal-elliptisch bis elliptisch oder verkehrt-lanzettlich. Die Blattspitze ist stumpf bis leicht spitz und die Spreitenbasis ist keilförmig. Der Blattrand ist gesägt, an der Basis oft auch ganzrandig. Die Seitennerven bestehen aus circa zehn nicht hervorgehobenen Paaren. Es sind oft Nebenblätter vorhanden. Die Spaltöffnungen besitzen ungleiche Nebenzellen (anisocytisch).
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von September bis November. Die Blüten stehen einzeln oder zu dritt in den Blattachseln. Die Blütenstiele sind grün, etwa 1 Zentimeter lang tragen ein bis drei deltoide Hochblätter von 1 Millimeter Länge. Die zwittrigen Blüten besitzen eine undifferenzierte meist siebenzählige Blütenhülle. Diese ist weiß, später gelblich und rund 5 mal 5 Millimeter groß. Die Kelchblätter sind etwa 1 bis 1,5 Millimeter lang verwachsen. Die inneren Kelchblätter sind dünner und kronblattähnlicher als die äußeren. Es gibt viele Staubblätter mit schmalen, 4 bis 5 Millimeter langen Staubfäden. Die Staubbeutel sind rundlich mit rund 0,7 Millimeter Durchmesser. Das Hypanthium (der verbreiterte Blütenboden) ist breit, die Oberfläche könnte nektarführend sein. Die Blüten duften süß. Das Gynoeceum besteht aus einem einzelnen Fruchtblatt. Die etwa zehn Samenanlagen pro Fruchtblatt sind ellipsoidisch und wahrscheinlich campylotrop, jedenfalls nicht einfach anatrop. Die Narbe ist sitzend.
Die Frucht ist eine weiße, fleischige Beere, zur Fruchtreife bleiben Blütenhülle und Narbe erhalten. Die rund sechs Samen pro Beere haben einen Durchmesser fon rund zwei Millimeter und Diskus-förmig. Die drei bis fünf äußeren Zellschichten der glänzend weißen Samenschale (Testa) sind stark verdickt, die nächsten sind klein und unverstärkt, die inneren zwei bis drei Schichten sind längliche, verdickte Zellen. Die Endosperm-Entwicklung ist unbekannt.
Chromosomenzahl
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.<ref name="IPCN" />
Verbreitung und Standortansprüche
Aphloia theiformis ist in Ostafrika, auf Madagaskar, den Maskarenen und den Seychellen beheimatet. Sie wächst in submontanen und montanen immergrünen Wäldern und an Waldrändern in Höhenlagen über 1.500 Metern. Häufig ist wächst sie als Pionierpflanze. In Simbabwe gilt diese Art als lokal häufig<ref name="FloraZimbabwe" />
Aphloia zählt zu den bevorzugten Wirten des halbparasitischen Afrikanischen Sandelholzes (Osyris lanceolata)<ref> P. L. Mwang'ingo, Z. Teklehaimanot, L. L. Lulandala, S. T. Mwihomeke: Host plants of Osyris lanceolata (African Sandalwood) and their influence on its early growth performance in Tanzania. In: The Southern African Forestry Journal. Band 203, 2005, ISSN 2070-2620, S. 55–65, doi:10.2989/10295920509505219.</ref>
Systematik
Aphloia ist innerhalb der Crossosomatales das Schwestertaxon der Gruppe aus Geissolomataceae, Ixerbaceae und Strasburgeriaceae. Diese vier Familien stehen als monophyletische Gruppe den anderen Familien der Ordnung gegenüber. Ihr gemeinsames Merkmal sind Auswüchse an den Pollen-Aperturen. Früher wurde Aphloia theiformis zu den Flacourtiaceae gestellt, Takhtajan stellte sie zu den Violales.
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1794 als Lightfootia theiformis <templatestyles src="Person/styles.css" />Vahl durch Martin Vahl in Symbolae Botanicae, ..., 3, S, 69–70, dort „theaeformis“ geschrieben.<ref name="GRIN"/> Die Neukombination zu Aphloia theiformis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vahl) Benn. wurde 1840 durch John Joseph Bennett in Plantae Javanicae Rariores, Band 2, S. 192 veröffentlicht.<ref name="Tropicos" /> Weiter Synonyme für Aphloia theiformis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vahl) Benn. sind: Aphloia mauritiana <templatestyles src="Person/styles.css" />Baker<ref name="GRIN" />, Aphloia myrtiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Galpin<ref name="Zambesiaca"/>, Neumannia myrtiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />(Galpin) Th.Dur<ref name="Zambesiaca"/>, Neumannia theiformis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Vahl) A.Rich.<ref name="Zambesiaca"/>, Prockia theiformis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vahl) Willd.<ref name="Zambesiaca"/><ref name="GRIN"/>
Verwendung
Auf Madagaskar werden die Blätter zu Tee verarbeitet. Dieser zeigt mittelmäßige diuretische Wirkung. Verwendet wird er bei Gallenleiden, bei Magenverstimmungen und Magen-Darm-Entzündungen und zur Blutreinigung.<ref> Plantes médicinales de la pharmacopée réunionnaise <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />~ Plantes médicinales réunionnaise ~ ( vom 8. April 2009 im Internet Archive) bzw. Anne Adsersen, Henning Adsersen: Plants from Réunion Island with alleged antihypertensive and diuretic effects – an experimental and ethnobotanical evaluation. In: Journal of ethnopharmacology. Band 58, Nr. 3, 1997, S. 189–206, doi:10.1016/S0378-8741(97)00100-1.</ref>
Die Blätter enthalten Mangiferin (auch Aphloiol genannt), ein C-Glykosid von Tetrahydroxy-1,3,6,7-Xanthon.<ref>Patentanmeldung US2006088560A1: Cosmetic use of mangiferin. Angemeldet am 18. Oktober 2005, veröffentlicht am 27. April 2006, Anmelder: Laboratoires de Biologie vegetale Yves Rocher, Erfinder: Laetitia Charrier et Al.</ref> Extrakte aus Aphloia werden in Anti-Aging-Cremen verwendet.
Belege
Der Artikel beruht vor allem auf folgenden Weblinks:
- Die Familie der Aphloiaceae bei der APWebsite. (engl.)
- Mark A. Hyde, Bart T. Wursten, Petra Ballings, Meg Coates M. Palgrave: Aphloia in der Flora von Zimbabwe.
- H. Wild: Flacourtiaceae. In: Flora Zambesiaca, Volume 1, 1960: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />textgleich online wie gedrucktes Werk. ( vom 7. Juli 2012 im Internet Archive)
Einzelnachweise
<references> <ref name="FloraZimbabwe"> Mark A. Hyde, Bart T. Wursten, Petra Ballings, Meg Coates M. Palgrave: Flora of Zimbabwe.</ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Tropicos"> Aphloia theiformis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN">Aphloia mauritiana bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Zambesiaca"> H. Wild: Flacourtiaceae. In: Flora Zambesiaca, Volume 1, 1960: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />textgleich online wie gedrucktes Werk. ( vom 7. Juli 2012 im Internet Archive)</ref> </references>
Weiterführende Literatur
- Merran L. Matthews, Peter K. Endress: Comparative floral structure and systematics in Crossosomatales (Crossosomataceae, Stachyuraceae, Staphyleaceae, Aphloiaceae, Geissolomataceae, Ixerbaceae, Strasburgeriaceae). In: Botanical Journal of the Linnean Society. Bd. 147, Nr. 1, 2005, ISSN 0024-4074, S. 1–46, doi:10.1111/j.1095-8339.2005.00347.x.
- Naidu Gopalsamy, David Vargas, Joseph Guéhoa, Claude Ricauda, Kurt Hostettmann: Saponins from leaves of Aphloia theiformis. In: Phytochemistry. Band 27, Nr. 11, 1988, ISSN 0031-9422, S. 3593–3595, doi:10.1016/0031-9422(88)80774-X.
- Oumadevi Rangasamya, Guy Raoelisonb, Francisco E. Rakotonirianab, Kiban Cheukb, Suzanne Urverg-Ratsimamangab, Joelle Quetin-Leclercqc, Ameenah Gurib-Fakimd, Anwar Hussein Subratty: Screening for anti-infective properties of several medicinal plants of the Mauritians flora. In: Journal of Ethnopharmacology. Bd. 109, Nr. 2, 2007, S. 331–337, doi:10.1016/j.jep.2006.08.002.