Pulvermaar
| Pulvermaar | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Aerial image of Pulvermaar (view from the southwest).jpg | ||||||
| Das Pulvermaar aus der Luft gesehen | ||||||
| Geographische Lage | Moseleifel
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| Abfluss | ohne | |||||
| Inseln | keine | |||||
| Ufernaher Ort | Gillenfeld | |||||
| Daten | ||||||
| Koordinaten | 50° 7′ 52″ N, 6° 55′ 34″ O
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dim=690 | globe= | name=Pulvermaar | region=DE-RP | type=waterbody
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| Höhe über Meeresspiegel | 411 m ü. NHN | |||||
| Fläche | 38,48 ha | |||||
| Länge | 690 m | |||||
| Breite | 630 m | |||||
| Volumen | 1,19 Mio. m³ | |||||
| Maximale Tiefe | 72 m | |||||
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Besonderheiten |
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Das Pulvermaar in der Vulkaneifel südöstlich von Daun in Rheinland-Pfalz ist ein mit Wasser gefülltes Maar, dessen fast kreisrunder See trotz seiner geringen Fläche von etwa 38,48 ha mit 72 Metern einer der tiefsten in Deutschland ist. Wie auch das kleinere Holzmaar gehört es zu den Gillenfelder Maaren.
Besonderheiten
Eine im Bodenuntergrund des südlich nahebei gelegenen Strohner Märchens enthaltene Tufflage wird dem Pulvermaar zugeschrieben. Diese eruptive Ablagerung im Westeifel-Vulkanfeld ist somit jünger als das benachbarte Strohner Vulkanmaar. Frühere pollenanalytische Untersuchungen der Moorbildungen ergaben für die darunterliegende Tuffschicht ein Alter von mindestens etwa 10.050 Jahren.<ref name="Meyer">Wilhelm Meyer: Geologie der Eifel. 3. Auflage. Schweizerbarts’che Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1994, ISBN 3-510-65161-8, S. 322 f.</ref>
Neuere Studien des Untergrundes im Pulvermaar zeigten neben Unterwasserterrassen in größerer Tiefe auch Spuren, die auf frühere Eiskeile innerhalb der oberen Tephra-Lagen hinweisen. Hiernach wird die Entstehung des Maares geomorphologisch der letzten Kaltzeit zugeordnet und – nahe deren Maximum (LGM) – auf etwa 20.000 bis 30.000 Jahre vor heute geschätzt.<ref>Meyer 1994, S. 309</ref> Ähnliche Ergebnisse ergaben korrigierte Thermolumineszenzdatierungen 2009 mit einem scheinbaren Alter von 21,0 ± 2,95 ka.<ref></ref> Vulkanologen der Smithsonian Institution ordnen den letzten Ausbruch im Bereich von Pulvermaar und Strohner Maar in die Zeit von 8600 bis 8000 v. Chr. ein, also vor etwas über zehntausend Jahren.<ref name="Siebert"></ref><ref name="Smithsonian">Westeifel-Vulkanfeld im Global Volcanism Program der Smithsonian Institution (englisch). Abgerufen am 16. Juni 2017.</ref>
Das nahezu kreisrunde Maar hat steile trichterförmige Wände. Der Wasserspiegel des Maarsees liegt auf einer Höhe von 411 m ü. NHN; mit einer maximalen Wassertiefe von 72 m ist er der tiefste See der Vulkaneifel. Bei einem Durchmesser von knapp 700 m beträgt die Seefläche etwa 38,48 ha und ist damit nach der des Laacher Sees in der Osteifel die zweitgrößte in der Eifel. Die landschaftsprägende vulkanische Struktur des Pulvermaars von etwa 900 m × 950 m wird von verschiedenen anderen Maaren in der Westeifel übertroffen.<ref name="Meyer" /> Das Volumen des Maarsees beträgt etwa 1,2 Millionen m³.<ref></ref>
Der See des Pulvermaars zählt zu den zehn tiefsten Seen Deutschlands (erheblich tiefer sind nur der Bodensee und einige bayerische Seen wie Königssee, Walchensee und Starnberger See). Die ursprüngliche Tiefe des bei der phreatomagmatischen Explosion entstandenen Trichters wird auf rund 200 m geschätzt, mit einem umgebenden Wall ausgeworfenen Materials von etwa 50 m Höhe.
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Das Pulvermaar im Frühsommer 2009
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Badeanstalt am Maarsee (2008)
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Im Winter 2012
Rund um den See führt ein Wanderweg durch den umgebenden Buchenhochwald auf den Hängen des Maars. Ein ungefähr 110 ha großes Gebiet von Pulvermaar mit Römerberg und Strohner Märchen steht seit 1984 unter Naturschutz. Am Ostufer des Pulvermaarsees befindet sich eine Badeanstalt.
Siehe auch
Literatur
- Werner D’hein: Natur- und Kulturführer Vulkanlandeifel. Mit 26 Stationen der „Deutschen Vulkanstraße“. Gaasterland-Verlag, Düsseldorf 2006, ISBN 3-935873-15-8.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Ahbachtal | Am Berg bei Walsdorf | Am Haidepütz bei Walsdorf | Ans Enden bei Walsdorf | Auf dem großen Scheid bei Berndorf | Auf der Bach bei Berndorf | Auf der Heid bei Stadtkyll | Auf Klein-Pamet bei Walsdorf | Auf Lind bei Esch | Auf Seckerath bei Mirbach | Barsberg | Baumberg bei Wiesbaum | Dauner Maare: Gemündener Maar, Weinfelder Maar (Totenmaar), Schalkenmehrener Maar | Die Büdden bei Oberbettingen | Dreiser Weiher mit Döhmberg und Börchen | Duppacher Maar | Eishöhlen und Fischbachtal bei Birresborn | Ernstberg | Eusberg bei Mirbach | Geisert bei Demerath | Gerolsteiner Dolomiten | Hochkelberg mit Mosbrucher Weiher | Holzmaar | Hönselberg | Hundsbachtal | Im Felst bei Birresborn | Im großen Reth bei Zilsdorf | Im Hirtenberg bei Feusdorf | Im Kälberpesch vor Birkelswieschen bei Zilsdorf | Immerather Maar | Kauligenberg bei Mirbach | Kirchweiler Rohr | Kobergswiese bei Berndorf | Mäuerchenberg, Hierenberg und Pinnert bei Gönnersdorf | Möschelberg bei Lissendorf | Mürmes | Nerother Kopf | Pulvermaar mit Römerberg und Strohner Märchen | Remmelbachtal und Braunebachtal bei Mürlenbach | Sängscheid bei Stadtkyll | Sangweiher | Trilobitenfelder bei Gees | Unter der Forst bei Walsdorf | Steinbüchel bei Schüller | Vulkan Kalem | Wacholdergebiet bei Demerath | Wacholdergelände bei Bleckhausen | Winterberg bei Wiesbaum | Wirfttal bei Stadtkyll