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Lupus pernio

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Klassifikation nach ICD-10
D86.3 Sarkoidose der Haut
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Datei:Lupus pernio 01.jpg
Patientin mit Lupus pernio.<ref>M. Sand, D. Sand, C. Thrandorf, V. Paech, P. Altmeyer, F. G. Bechara: Cutaneous lesions of the nose. In: Head & face medicine Band 6, 2010, S. 7, ISSN 1746-160X. doi:10.1186/1746-160X-6-7. PMID 20525327. Open Access.</ref>

Der Lupus pernio (von lateinisch lupus = Wolf und pernio = Frostbeule), auch als Lupus pernio Besnier bezeichnet, ist eine relativ häufige Erscheinungsform der großknotigen Form der Sarkoidose. Es beschreibt eine flächenhafte, bläulich oder blassblau erscheinende Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Infiltration) von Nase, Wangen, Ohrläppchen. Innere Organe können ebenfalls betroffen sein.

Erscheinung

Im Jahr 1889 beschrieb Ernest Besnier die Sarkoidose als Lupus pernio.<ref>Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 59.</ref> Bei Untersuchung des Gewebes (Histologie) findet man eine knötchenförmige Ansammlung von Epitheloidzellen (Granulom). Bläuliche, bis erbsengroße, meist die Unterhaut betreffende Veränderungen, bei Druck mit einem Glasspatel sieht man die staubförmigen grauen Infiltratknötchen. Es finden sich apfelgeleeartige Verfärbungen der Haut auf Druck. Bei der kleinknotigen Sarkoidose finden sich papulöse und bis erbsgroße oder auch kleinknotige Hautveränderungen im Gesicht, an den Gliedmaßen, Rumpf und Schleimhaut.

Diagnostik: Die Serum-ACE-Konzentration ist bei der Sarkoidose erhöht und sollte zur Verlaufskontrolle bestimmt werden.

Behandlung: hohe Spontanrückbildung ohne medizinische Behandlung. Die Behandlung erfolgt unter anderem mit Kortikosteroiden, Chloroquin und PUVA.

Literatur

  • Ingrid Moll: Duale Reihe Dermatologie. Thieme Verlag, Stuttgart 2005, 6. Auflage ISBN 3-13-126686-4.

Einzelnachweise

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Weblinks