Bartblumen
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| Bartblumen | ||||||||||||
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| Datei:Caryopteris clandonensis.jpg
Clandon-Bartblume (Caryopteris ×clandonensis ‘Heavenly Blue’) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Caryopteris | ||||||||||||
| Bunge |
Die Bartblumen (Caryopteris) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die Hybride Caryopteris ×clandonensis wird in den gemäßigten Gebieten als Zierpflanze in Gärten verwendet.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Bartblumen-Arten sind sommergrüne krautige Pflanzen, Halbsträucher oder Sträucher. Sie wachsen aufrecht oder klimmend. Die Zweige sind schlank und rohrartig. Die gegenständigen Laubblätter sind dünn und gezähnt oder ganzrandig. Häufig besitzen sie glänzende Drüsen.
Generative Merkmale
In den Blattachseln stehen dichte, gestielte scheindoldige (Zymen) Blütenstände.
Die relativ kleinen, zwittrigen Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle. Der verwachsene Kelch ist (vier- bis) fünf (sechs)-zähnig oder -lappig. Die blauen oder lavendelfarbenen Kronen besitzen eine kurze Röhre und sind leicht zweilippig. Der Rand der Kronblätter ist ganz oder gezähnt. Von den fünf Kronlappen ist der untere größer, konkav und gefranst. Die vier Staubblätter setzen am apikalen Teil der Kronröhre an. Der Fruchtknoten besitzt vier Fächer. Die Narbe ist zweigeteilt.
Die trockenen Früchte zerfallen meist in vier Nüsschen.<ref name="FoC" />
Ökologie
Als bestäubende Insekten kommen vor allem Hummeln und Bienen in Frage, die aufgrund ihrer langen Saugröhren an den Nektar gelangen.
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Caryopteris wurde 1835 durch Alexander von Bunge in Uchenya zapiski Imperatorskogo Kazanskogo Universiteta Jahrgang 1835 Teil 4 Seite 178 aufgestellt. Typusart ist Caryopteris mongholica <templatestyles src="Person/styles.css" />Bunge.<ref name="Tropicos" /> Synonyme für Caryopteris <templatestyles src="Person/styles.css" />Bunge sind: Barbula <templatestyles src="Person/styles.css" />Lour., Mastacanthus <templatestyles src="Person/styles.css" />Endl.<ref name="WCSP" />
Die Gattung Caryopteris gehört zur Unterfamilie Ajugoideae innerhalb der Familie der Lamiaceae und wurde früher in die Familie der Verbenaceae eingeordnet.<ref name="FoC" />
Alle Bartblumen-Arten kommen in China vor. Eine Art ist auch in der Mongolei beheimatet und eine Varietät kommt auch in Japan und Korea vor. Die sieben Arten gedeihen in gemäßigten bis subtropischen Gebieten.<ref name="FoC" /><ref name="WCSP" />
Die Gattung Caryopteris hat früher bis zu 16<ref name="FoC" /> Arten enthalten und seit 1999 sind es nur noch sieben Arten<ref name="WCSP" />:
- Caryopteris forrestii <templatestyles src="Person/styles.css" />Diels: Sie enthält zwei Varietäten:
- Caryopteris forrestii <templatestyles src="Person/styles.css" />Diels var. forrestii: Sie gedeiht in Höhenlagen von 1700 bis 3000 Metern in den chinesischen Provinzen Guizhou, Sichuan, Yunnan sowie in Tibet.<ref name="FoC" />
- Caryopteris forrestii var. minor <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Pei & S.L.Chen ex C.Y.Wu: Sie gedeiht an trockenen Berghängen in Höhenlagen von 2000 bis 4000 Metern in den chinesischen Provinzen südwestlichen Sichuan, nordwestlichen Yunnan sowie im südöstlichen Tibet.<ref name="FoC" />
- Caryopteris glutinosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Rehder: Dieser Endemit gedeiht nur in Höhenlagen von 1600 bis 1800 Meter im Min-Jiang-Tal in der chinesischen Provinz Sichuan.<ref name="FoC" />
- Graufilzige Bartblume (Caryopteris incana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Thunb. ex Houtt.) Miq.): Sie enthält zwei Varietäten:
- Caryopteris incana var. angustifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />S.L.Chen & R.L.Guo: Sie gedeiht im Dickicht an steinigen Standorten in Höhenlagen von etwa 300 Metern in der chinesischen Provinz Jiangxi.<ref name="FoC" />
- Caryopteris incana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Thunb. ex Houtt.) Miq. var. incana: Sie ist in Japan, Korea und in den chinesischen Provinzen Anhui, Fujian, Guangdong, Guangxi, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Zhejiang verbreitet.<ref name="FoC" />
- Caryopteris jinshajiangensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Y.K.Yang & X.D.Cong: Dieser Endemit gedeiht nur in Höhenlagen von etwa 1400 Metern im Jinsha-Jiang-Tal im südwestlichen Teil der chinesischen Provinz Yunnan.<ref name="FoC" />
- Caryopteris mongholica <templatestyles src="Person/styles.css" />Bunge: Sie ist der Mongolei und in den chinesischen Provinzen Gansu, Hebei, Nei Mongol, Shaanxi sowie Shanxi verbreitet.<ref name="FoC" />
- Caryopteris tangutica <templatestyles src="Person/styles.css" />Maxim.: Sie gedeiht an trockenen Hängen in Höhenlagen von etwa 2500 Metern in den chinesischen Provinzen Gansu, Hebei, Henan, Hubei, Shaanxi sowie Sichuan.<ref name="FoC" />
- Caryopteris trichosphaera <templatestyles src="Person/styles.css" />W.W.Sm.: Sie gedeiht in Höhenlagen von 2700 bis 3300 Metern in den chinesischen Provinzen westlichen Sichuan, nordwestlichen Yunnan sowie im östlichen Tibet.<ref name="FoC" />
Einige Arten, die früher zur Gattung Caryopteris gehörten, sind seit 1999 in andere Gattungen eingeordnet, beispielsweise:<ref name="WCSP" />
- Caryopteris aureoglandulosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vaniot) C.Y.Wu → Schnabelia aureoglandulosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vaniot) P.D.Cantino
- Caryopteris bicolor <templatestyles src="Person/styles.css" />(Roxb. ex Hardw.) Mabb. → Pseudocaryopteris bicolor <templatestyles src="Person/styles.css" />(Roxb. ex Hardw.) P.D.Cantino
- Caryopteris divaricata <templatestyles src="Person/styles.css" />Maxim. → Tripora divaricata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Maxim.) P.D.Cantino
- Caryopteris nepetifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Benth.) Maxim. → Schnabelia nepetifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Benth.) P.D.Cantino
- Caryopteris paniculata <templatestyles src="Person/styles.css" />C.B.Clarke → Pseudocaryopteris paniculata <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.B.Clarke) P.D.Cantino
- Caryopteris siccanea <templatestyles src="Person/styles.css" />W.W.Sm. → Rubiteucris siccanea <templatestyles src="Person/styles.css" />(W.W.Sm.) P.D.Cantino
- Caryopteris terniflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Maxim. → Schnabelia terniflora <templatestyles src="Person/styles.css" />(Maxim.) P.D.Cantino
Hybriden
Die Clandon-Bartblume (Caryopteris ×clandonensis A.Simmonds) ist eine gärtnerisch erzeugte Hybride, die häufig als Zierpflanze angebaut wird. Sie ist eine in den Jahren um 1930 in einer Gärtnerei in England entstandene Kreuzung aus Caryopteris incana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Thunb. ex Houtt.) Miq. und Caryopteris mongholica <templatestyles src="Person/styles.css" />Bunge.<ref name="KulturberichteDe" /> Die Hybride wurde 1933 von A.Simmonds in Gardeners Chronicle (London) Serie 3 Band 94 Seite 226, fig. 108 als Caryopteris x clandonensis erstbeschrieben.<ref name="POWO" /> Einige Sorten, wie ‘Heavenly Blue’ mit tiefblauen Blüten und ‘Kew Blue’ mit dunkelgrünen Blättern und tiefblauen Blüten, sind winterhart. Die Clandon-Bartblume ist ein regelmäßig verholzender und locker verzweigter, kleiner Strauch, der Wuchshöhen von bis zu 1 Meter erreichen kann und im Winter seine Blätter abwirft. Die gegenständigen, lanzettlichen Laubblätter sind bis 8 cm lang und bis 2,5 cm breit. Sie sind im unteren Bereich am breitesten und verschmälern sich nach oben und sind ungleichmäßig gesägt, beispielsweise ganzrandig oder sie besitzen ein bis vier Zähne. Die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Unterseite graugrün. Alle Pflanzenteile duften aromatisch. Die blauen Blüten stehen dichtgedrängt in den Blütenständen.<ref name="KulturberichteDe" />
Quellen
- Shou-liang Chen, Michael G. Gilbert: Verbenaceae.: Caryopteris, S. 43 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 17: Verbenaceae through Solanaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1994, ISBN 0-915279-24-X. (Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik)
Einzelnachweise
<references> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Tropicos"> Caryopteris bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoC"> Shou-liang Chen, Michael G. Gilbert: Verbenaceae.: Caryopteris, S. 43 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 17: Verbenaceae through Solanaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1994, ISBN 0-915279-24-X. </ref> <ref name="KulturberichteDe"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kulturbericht von Caryopteris ×clandonensis. ( vom 27. September 2007 im Internet Archive) </ref> <ref name="POWO">Caryopteris × clandonensis. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>
Weblinks
- Caryopteris bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- Caryopteris bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- Steckbrief der Hybride Caryopteris ×clandonensis.