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Helen Heberer

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Helen Heberer, 2013

Helen Heberer (* 28. Dezember 1950 in Mannheim) ist eine deutsche Spracherzieherin und Politikerin der SPD. Sie war von 2006 bis 2016 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg.

Ausbildung und Beruf

Nach der Lehre als Bürokauffrau und dem Diplom am Institut für Wirtschaftskommunikation und Welthandelssprachen war Helen Heberer zunächst international als Übersetzerin und Dolmetscherin tätig. Berufsbegleitend absolvierte sie ein Pädagogikstudium und arbeitete an der Mannheimer Waldorfschule. Ab 1980 wurde sie zur Sprachtherapeutin und Sprecherzieherin ausgebildet. Von 1990 bis 2015 war sie Dozentin für Sprecherziehung und Theaterpädagogik an der Alanus-Hochschule in Mannheim und arbeitete freiberuflich in logopädischer Praxis und als Sprachcoach im Medienbereich.

Parteipolitikerin

Helen Heberer trat im Jahr 1995 in die SPD ein. In den Jahren 1997 bis 2003 war sie Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Mannheim. Von 2002 bis 2008 war sie Kreisvorsitzende der SPD Mannheim. Im Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg war sie von 2001 bis 2011.<ref>Helen Heberer – SPD-Gemeinderatsfraktion Mannheim. In: www.spdmannheim.de. 9. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. April 2019; abgerufen am 9. April 2019.</ref>

Kommunalpolitikerin

In den Jahren 1999 bis 2024 gehörte sie dem Gemeinderat der Stadt Mannheim an.<ref>Helen Heberer – SPD-Gemeinderatsfraktion Mannheim. 9. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. April 2019; abgerufen am 9. April 2019.</ref> Für fünf volle Amtszeiten bekam Heberer im Oktober 2024 die Ratsmedaille in Gold der Stadt Mannheim überreicht.<ref>Ehrung politischer Mandatsträger. In: www.mannheim.de. 23. Oktober 2024, abgerufen am 17. November 2024.</ref>

Landtagsabgeordnete

Zweitmandat

Bei der Landtagswahl im März 2006 erhielt Heberer im Wahlkreises 36 (Mannheim-Süd) 29,4 % der Stimmen. Der erstplatzierte CDU-Kandidat Klaus Dieter Reichardt wurde von 38,6 % der Stimmbevölkerung gewählt. Sie konnte jedoch über das Zweitmandat in den Landtag von Baden-Württemberg einziehen. 2011 kandidierte sie zum zweiten und letzten Mal für den Landtag. Der Grünen Kandidat Wolfgang Raufelder lag mit 29,6 % und der CDU Kandidat Claudius Kranz mit 28,4 % vor ihr. Mit 27,9 % erhielt sie ein Zweitmandat für ihren Wahlkreis.<ref>Statistische Berichte Baden-Württemberg Landtagswahlen 2001 und 2006. In: www.destatis.de. 4. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. April 2019; abgerufen am 9. April 2019.</ref><ref>Statistische Berichte Baden-Württemberg Landtagswahl 2011 und 2006. In: www.statistik-bw.de. 6. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. April 2019; abgerufen am 6. April 2019.</ref><ref>Volkshandbuch Baden-Württemberg 14. Wahlperiode. 22. Oktober 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Oktober 2007; abgerufen am 9. April 2019.</ref><ref>Wolfgang Raufelder: Grünen-Politiker tot am Rheinufer aufgefunden | STERN.de. 9. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. April 2019; abgerufen am 9. April 2019.</ref><ref>Claudius Kranz: CDU Gemeinderatsfraktion Mannheim. 15. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. April 2019; abgerufen am 15. April 2019.</ref>

Ausschüsse und Fraktion

Sie war Mitglied des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst und von 2011 bis 2016 dessen Vorsitzende. Zudem war sie in allen beiden Wahlperioden Mitglied des Europaausschusses.

Für die SPD-Fraktion war sie kulturpolitische Sprecherin.<ref>Landtag Baden Württemberg – Heberer. 13. Oktober 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. Oktober 2012; abgerufen am 9. April 2019.</ref><ref>Landtag von Baden-Württemberg. 22. Juni 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Juni 2008; abgerufen am 9. April 2019.</ref><ref>Volkshandbuch Baden-Württemberg 14. Wahlperiode. 22. Oktober 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Oktober 2007; abgerufen am 9. April 2019.</ref>

Teilzeitabgeordnete

Parallel zu ihrem Landtagsmandat hatte sie ein Teildeputat als Dozentin für Theaterpädagogik und war freiberufliche Sprecherzieherin im Wirtschafts- und Medienbereich.<ref>Landtag Baden Württemberg - Heberer. 13. Oktober 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. Oktober 2012; abgerufen am 9. April 2019.</ref><ref>Volkshandbuch Baden-Württemberg 14. Wahlperiode. 22. Oktober 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Oktober 2007; abgerufen am 9. April 2019.</ref>

Aufsichts- und Vorstandstätigkeit

Mit Bezügen

Ohne Bezüge

Frühere Aufsichts- und Vorstandstätigkeit

Mit Bezügen

Ohne Bezüge

Beratertätigkeit

Frühere Beratertätigkeit

Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Europa-Union
  • Kulturpolitischen Gesellschaft e. V.

Kontroverse

Heberer beschäftigte ihren Stiefsohn mit Geldern aus der Mitarbeiterpauschale in ihrem Wahlkreisbüro in Mannheim. Ihr Stiefsohn ist kein Verschwägerter ersten Grades. Im Mai 2013 wurde dieser Sachverhalt bekannt. Heberer erklärte ihr sei kein Rechtsverstoß bewusst gewesen, weil auf dem Merkblatt für die Einstellungen nur erste Verwandtschaftsgrade und Stiefkinder nicht ausdrücklich genannt gewesen seien. Die Landtagsverwaltung verzichtete aus diesem Grund auf die Rückzahlung. Heberer löste das Arbeitsverhältnis mit ihren Stiefsohn auf.<ref>SPD-Abgeordnete beschäftigt Stiefsohn. 9. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. April 2019; abgerufen am 9. April 2019.</ref><ref>SPD-Abgeordnete beschäftigt Stiefsohn. 9. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. April 2019; abgerufen am 9. April 2019.</ref><ref>Heberer muss Gelder für Stiefsohn-Beschäftigung nicht zurückzahlen. 9. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. April 2019; abgerufen am 9. April 2019.</ref>

Familie und Privates

Helen Heberer ist evangelisch und verwitwet. Sie lebt in Mannheim und spielt in ihrer Freizeit Tuba.

Weblinks

Commons: Helen Heberer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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