Zum Inhalt springen

Anna Dammann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. Juli 2025 um 06:41 Uhr durch imported>Georg Hügler (Literatur).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Anna Dammann (eigentlich Edith Geese; * 19. September 1912 in Altona; † 30. September 1993 in München) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben

Dammann besuchte ein Lyzeum und ließ sich 1930 bis 1932 bei Albrecht Schoenhals Schauspielunterricht geben. Ihr Debüt hatte sie 1932 in Hamburg als Brunhild in Friedrich Hebbels Die Nibelungen.<ref name="SZ">Anna Dammann gestorben. In: Süddeutsche Zeitung. München 1. Oktober 1993.</ref>

Über Bühnen in Frankfurt an der Oder, Wuppertal, Stuttgart (Staatstheater) und Düsseldorf (Schauspielhaus) gelangte sie 1937 an das Deutsche Theater in Berlin. Dort verkörperte sie bis September 1944 unter der Regie von Heinz Hilpert viele klassische Frauengestalten wie Antigone, Maria Stuart, Kassandra, Kleopatra und die Die Jungfrau von Orléans.<ref name="SZ" /> Dammann stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.<ref>Dammann, Anna. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten: Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Arndt, Kiel 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 240.</ref>

Nach 1945 war sie in München tätig (Bayerisches Staatsschauspiel). Bis 1953 gehörte sie dort zum Ensemble des Residenztheaters. Danach gastierte sie an verschiedenen Bühnen, unter anderem auch bei den Bad Hersfelder Festspielen, bei den Gandersheimer Domfestspielen und bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall. Zudem wirkte sie in Filmen mit.

Die „schöne Strenge“, wie der Tagesspiegel seinen Nachruf überschrieb,<ref>g. r.: Die schöne Strenge. Zum Tod von Anna Dammann. In: Tagesspiegel. Berlin 1. Oktober 1993.</ref> gab am liebsten Goethes Iphigenie und Grillparzers Medea<ref>K. L. S.: Anna Dammann als Phädra. Gastspiel in Saarbrücken. In: Der Tag. Berlin 4. März 1954.</ref> – „[u]ntergründige, eigenwillige“ Charaktere faszinierten sie.<ref name="SZ" />

Dammann hielt Rezitationsabende ab, unternahm Vortragstourneen,<ref>Anna-Dammann-Sammlung. Kurzbiografie/Geschichte der Institution. In: archiv.adk.de. Abgerufen am 30. April 2025.</ref> sprach Hörspiele ein und nahm eine EP mit fernöstlicher Lyrik auf. Ab 1973 widmet sie fast ausschließlich ihrer umfangreichen Vortragstätigkeit.

Datei:Friedhof heerstraße berlin 2018 05 012 - 11.jpg
Grab von Anna Dammann auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin-Westend

Sie war mit dem Unternehmer und Kunstwissenschaftler Walter Geese verheiratet, mit dem sie eine Tochter hatte, und lebte in München in der Ainmillestraße.

Anna Dammann starb Ende September 1993 im Alter von 81 Jahren in München. Ihr Grab befindet sich auf dem landeseigenen Friedhof Heerstraße in Berlin-Westend (Grablage: 8-C-33/35).<ref>Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin: Prominentengrabstätten auf dem landeseigenen Friedhof Heerstraße. Aushang auf dem Friedhof. Stand: November 2012. Abgelesen am 3. Dezember 2019.</ref>

Filmografie

Tonaufnahmen

Literatur

  • Helga Wendtland, Karlheinz Wendtland: Geliebter Kintopp. Sämtliche deutsche Spielfilme von 1929 – 1945. Künstlerbiographien A–K. Verlag Medium Film Karlheinz Wendtland, Berlin 1995, ISBN 3-926945-13-3, S. 53.
  • Helga Pitot de la Beaujardìere: Anna Dammann. Tragik und Grazie in der darstellenden Kunst, Verlag Gouda : Ed. Kairos, Seesen/Harz 1999, ISBN 978-3-00-003638-5.
  • Dammann, Anna. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 204.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein