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mobile.de

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mobile.de GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo von mobile.de 2025-05.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1996
Sitz Berlin, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung
  • Ajay Bhatia
  • Katja Thieme
Mitarbeiterzahl 634 (2024)<ref name="JA-24"/>
Umsatz 529,2 Mio. Euro (2024)<ref name="JA-24"> Bundesanzeiger: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024, abgerufen am 3. Februar 2026.</ref>
Branche Elektronischer Handel
Website mobile.de
Stand: 31. Dezember 2024
Datei:Gebäude der früheren Oberpostdirektion Berlin (2023).jpg
Frühere Oberpostdirektion Berlin, Sitz der Unternehmenszentrale ab 2025<ref>Kleinanzeigen verlegt Firmensitz nach Berlin. In: kleinanzeigen.de. 4. Juli 2024, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref>

Die mobile.de GmbH ist ein seit 1996 bestehendes Unternehmen, über dessen Online-Plattform Personenkraftwagen (PKW), Nutzfahrzeuge, Motorräder und E-Bikes gehandelt werden. Das Unternehmen, das zum norwegischen Konzern Adevinta gehört, richtet sich an Privatkunden sowie gewerbliche Anbieter.

Geschichte

1996 entwickelten Vijay Sapre und Ralf Prehn eine der ersten Autodatenbanken im Internet.<ref>Chris Löwer: Esspapier. In: Handelsblatt, 18. September 2009.</ref> In den ersten Jahren wuchs die Anzahl der Inserate schnell. Mitverantwortlich dafür war die Beteiligung der Brüder Rüdiger und Hans-Christian Bartholatus im Jahr 1997, die gemeinsam einen Autohandel in Hamburg betrieben.<ref>Vom Start-up zur Nummer 1. In: Motor-Talk.de. 1. Juni 2016, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> Zwei Jahre später beteiligte sich der britische Investor Granville Baird (London).<ref name="Gewinnzone">Auto-Börse Mobile.de erreicht Gewinnzone. In: Handelsblatt, 10. August 2001.</ref> Im Sommer 2001 meldete das Unternehmen schwarze Zahlen.<ref name="Gewinnzone" />

Nachdem im September 2003 Gebühren auch für Privatverkäufer eingeführt wurden,<ref>Mobile.de macht Annoncen kostenpflichtig. In: Spiegel Online. 25. August 2003, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> stagnierte die Anzahl der Inserate bei rund einer Million Fahrzeuge. Besonders private Inserenten von Fahrzeugen in unteren Preissegmenten waren nicht bereit, für Inserate zu zahlen und nutzten andere Anbieter, wie zum Beispiel Autoscout24. Seit 2007 ermöglicht das Unternehmen privaten Anbietern wieder ein kostenfreies Inserieren.<ref>Holger Schmidt: Mobile.de macht Inserate für Private wieder kostenfrei. In: faz.net. 9. Mai 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. März 2016; abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref>

eBay übernahm das Unternehmen im April 2004. Im Folgejahr erfolgte die Sitzverlegung nach Kleinmachnow bei Berlin.<ref>Mobile.de: Umzug nach Brandenburg. In: Die Welt, 30 November 2004.</ref> Im September 2006 schlossen sich mobile.de und eBay Motors, der Bereich für Fahrzeuge, Teile und Zubehör bei eBay, unter dem neuen Firmennamen mobile.de & eBay Motors GmbH zusammen.<ref>mobile.de & eBayMotors GmbH: Jahresabschluss 2006. Veröffentlicht im Bundesanzeiger (13. Mai 2008).</ref> Nach September 2008 firmierte das Unternehmen unter mobile.international GmbH.<ref>Bekanntmachung der mobile.de & eBayMotors GmbH im Bundesanzeiger (2. September 2008).</ref> Im selben Jahr begann die internationale Ausweitung des Geschäfts durch den Markteintritt in Rumänien.<ref>Marco Dalan: Fahrzeugmarkt Mobile.de drängt ins Ausland. In: Die Welt. 2015, abgerufen am 19. September 2008.</ref>

Im Jahr 2013 startete die Online-Plattform das Angebot Neuwagenwelt, mit dem Interessenten Neufahrzeuge selbst konfigurieren und ab Werk bestellen oder vorrätige Lagerfahrzeuge der Hersteller kaufen können.<ref name="mob2">Fahrzeugmarkt: Mobile.de lanciert Neuwagenbörse. In: autohaus.de. 19. Juni 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Mai 2021; abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> Im Januar 2015 wurde das Unternehmen in mobile.de GmbH umbenannt.<ref>mobile.de GmbH: Handelsregister-Bekanntmachungen vom 9. Januar 2015 (Bundesanzeiger).</ref> Im September 2015 übernahm mobile.de das Automobil-Forum Motor-Talk.de,<ref>Übernahme. Mobile.de schluckt Motor-Talk. In: Focus, Heft 41-2015 (2. Oktober 2015), S. 81.</ref> und verkaufte es im Oktober 2023 an gutefrage.net.<ref>Andreas Grimm: Motor-Talk. Onlineforum kann Einstellung abwenden. In: kfz-betrieb.vogel.de. 10. Oktober 2023, abgerufen am 6. Oktober 2023.</ref>

Seit August 2017 bietet mobile.de privaten Autoverkäufern die Wahl, ihr Fahrzeug an einen von rund 1.000 ausgewählten Händlern zu verkaufen oder selbst zu inserieren. Damit habe man den Gebrauchtwagenkauf für Privatpersonen vereinfachen und dem Handel eine neue Zukaufsquelle ermöglichen wollen.<ref>Martin Achter: Mobile.de: Ankaufplattform kommt im August. In: kfz-betrieb.de. 5. Juli 2017, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref>

Im Juli 2020 wurden eBay Kleinanzeigen sowie mobile.de an den Konkurrenten Adevinta verkauft. Im Gegenzug erhielt eBay neben einer Barzahlung auch 44 % der Anteile sowie 33 % der Stimmrechte. Damit war eBay größter Aktionär der norwegischen Adevinta.<ref>Reuters: Ebay-Kleinanzeigensparte wird für 9,2 Mrd Dollar nach Norwegen verkauft. In: Onvista. 21. Juli 2020, abgerufen am 7. November 2020.</ref> Die Übernahme der digitalen Leasingplattform Null-Leasing.com erfolgte 2022.<ref>Online-Marktplatz kauft Null-Leasing.com. In: bikeundbusiness.de. 2. April 2022, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> Im Mai 2024 war die Übernahme von Adevinta durch das Konsortium Aurelia Bidco Norway abgeschlossen. Dieses Unternehmen wird von den Finanzinvestoren Permira, Blackstone, General Atlantic und TCV getragen.<ref>Übernahme abgeschlossen: Mobile.de-Mutter mit neuem Eigentümer. In: autohaus.de. 30. Mai 2024, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref>

Leistungsangebot und Zahlen

Auf der Plattform können PKWs, Wohnmobile und Wohnwagen, Motorräder, E-Bikes und Nutzfahrzeuge online ge- und verkauft werden. Bei Nutzfahrzeugen geht es um solche des Straßenverkehrs, um Anhänger, um schwere Baumaschinen, Maschinen für die Landwirtschaft oder Flurfördergeräte.<ref>Siehe die Suchkriterien der Website von mobil.de.</ref> Zudem können mit Kauf beziehungsweise Verkauf verbundene Zusatzdienstleistungen genutzt werden, beispielsweise Angebote der Finanzierung<ref>Frank Binder: WebWegWeiser. In: Die Welt, 10. Juli 2000.
Ebay bietet für Online-Automarkt Mobile.de knapp 115 Millionen Euro. In: Die Welt. 14. Januar 2004, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. März 2019; abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> und des Leasings.<ref>Geschäftschancen für Händler: Mobile.de baut Leasinggeschäft aus. In: autohaus.de. 9. November 2023, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref>

Mobile.de stellt sein Angebot in zehn Sprachen dar: Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Polnisch, Spanisch, Rumänisch, Russisch, Tschechisch und Türkisch (Stand: 2024). Zusätzlich stehen in Rumänien, Polen, Italien und Frankreich weitere Marktplätze zur Verfügung.<ref name="StPaul">Stefanie Paul: Alle zehn Sekunden ein Auto. Seit 15 Jahren agiert das Internetportal Mobile.de von Dreilinden aus als Vermittler zwischen Fahrzeug-Käufern und Verkäufern. In: Berliner Zeitung, 30. Mai 2011, S. 10.</ref>

Ende Januar 2024 wurden 1,4 Mio. Fahrzeuge offeriert (Pkw, Nutzfahrzeuge und Motorräder);<ref>Silvia Lulei: Anschluss gesucht. In: kfz-betrieb Nr. 5-2024 (9. Februar 2024), S. 16.</ref> 40.000 gewerbliche Fahrzeughändler waren registriert.<ref name="AH2024-01">Mobile.de zieht Jahresbilanz: Mehr Aufrufe, mehr Leads. In: autohaus.de. 17. Januar 2024, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> Für die Website des Unternehmens wurden zu diesem Zeitpunkt 107 Millionen Aufrufe im Monat erfasst.<ref name="AH2024-01" /> Im Verlauf des Jahres 2024 nahm mobile.de auch E-Bikes in sein Angebot auf.<ref>Tillman Lambert: E-Bikes als neue Kategorie auf Mobile.de. In: sazbike.de. 26. Februar 2024, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> Das Unternehmen gilt als der größte deutsche Onlinefahrzeugmarkt<ref>Maximilian Berkenheide: Gebrauchte E-Autos sind Ladenhüter. In: Die Tageszeitung. 2. November 2020, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> beziehungsweise als die größte Online-Gebrauchtwagenplattform in Deutschland.<ref>Haiko Tobias Prengel: Ich habe versucht, ein Elektroauto für 10.000 Euro zu kaufen – und ließ es lieber bleiben. In: Spiegel Plus. 21. Mai 2023, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref><ref>Armin Wutzer: Mobile.de festigt Dominanz. In: automobilwoche.de. 17. Januar 2024, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref>

Kritik

Durch spezielle Software können Gebrauchtwagenhändler das Angebot von Mobile.de, Autoscout24 und weiteren Autobörsen durchsuchen, um bei günstigen Angeboten sofort benachrichtigt zu werden und kaufen zu können. Privatkunden hatten daher oft das Nachsehen, da für sie das finanzielle Risiko, ein Fahrzeug ungesehen zu kaufen, zu hoch war.<ref>Helmut Merschmann: Profis fegen Gebrauchtwagen-Markt leer. In: Spiegel Online. 8. Oktober 2007, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> Mobile.de stellt jedoch seit 2011 über eine API eine Suchfunktion zur freien Verfügung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />mobile.de Schnittstelle: Mit API auf dem neusten Stand (Memento vom 27. Juni 2012 im Internet Archive), 2. Juli 2013.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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