Zum Inhalt springen

Ulster Unionist Party

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. Januar 2026 um 11:02 Uhr durch imported>Dragonlord73 (Korrektur).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Infobox Politische Partei

Die Ulster Unionist Party (UUP, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine unionistische und protestantische Partei in Nordirland. Sie wurde 1905 als „Unionist Party“ gegründet und vertrat die Einheit Irlands mit Großbritannien. Lange Zeit war sie die wichtigste protestantische Partei des Landes, verlor diese Stellung aber ab dem Jahr 2002 an die von Ian Paisley geführte Democratic Unionist Party (DUP). Parteiführer der UUP ist seit dem 31. Januar 2026 Jon Burrows.

Geschichte

In der Zeit der Selbstverwaltung Nordirlands von 1921 bis 1972 hatte die UUP, begünstigt durch das Mehrheitswahlrecht, stets die absolute Mehrheit im nordirischen Parlament und stellte den Premierminister. In der ersten Wahl zur Northern Ireland Assembly im Jahre 1998, die nach dem Karfreitagsabkommen eingerichtet wurde, wurde sie die größte Partei und ihr Parteichef David Trimble wurde Erster Minister. Seit den 1970er-Jahren hat der Stimmenanteil der UUP jedoch kontinuierlich abgenommen.

Bei den Unterhauswahlen am 5. Mai 2005 verlor die UUP fünf ihrer sechs Mandate (vier an die radikale DUP, eines an die republikanisch-sozialdemokratische SDLP). Die UUP war danach lediglich noch durch die Abgeordnete Sylvia Hermon aus dem Wahlkreis North Down im Parlament vertreten. Bei den Unterhauswahlen am 6. Mai 2010 errang die UUP gar kein Mandat mehr.

Im Europäischen Parlament war die UUP bei allen Europawahlen immer mit einem von drei nordirischen Abgeordneten vertreten. Von 1987 bis 1989 war sie Mitglied der rechtsextremen Fraktion der Europäischen Rechten (ER).<ref>Britta Schellenberg: Kaum Visionen für eine gemeinsame Zukunft – Die Rechten sind auf dem Weg in eine "Nation Europa". In: Das Parlament. Nr. 45, 2005 (Archivlink).</ref> Sie war seit der Europawahl 2009 Mitglied der Europapartei Allianz der Europäischen Konservativen und Reformer (AECR) sowie der dazugehörigen Europaparlamentsfraktion Europäische Konservative und Reformer (ECR). Zuvor gehörte sie den Europäischen Demokraten, einer Untergruppe der EVP-ED-Fraktion, an.

Der frühere Parteiführer Sir Reg Empey wurde im November 2010 in das House of Lords berufen.<ref>The Irish Times: Empey to join House of Lords, 19. November 2010</ref>

Vor der Unterhauswahl am 7. Mai 2015 kam es zu einer Wahlkreisabsprache mit der DUP, nach der beide Parteien in den Wahlkreisen Fermanagh and South Tyrone und Newry and Armagh jeweils einen Kandidaten der UUP und in den Wahlkreisen Belfast East und Belfast North einen Kandidaten der DUP aufstellten.<ref>Election 2015: DUP and UUP agree pact in four constituencies. BBC News, 18. März 2015, abgerufen am 9. Mai 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dadurch konnte die UUP die beiden erstgenannten Wahlkreise gewinnen, so dass sie in der folgenden Legislaturperiode wieder in Westminster vertreten war.

Am 30. August 2015 erklärte die UUP ihren Austritt aus der nordirischen Regierung. Parteiführer Mike Nesbitt erklärte dazu, die UUP könne nicht mit Sinn Féin zusammen in einer Regierung vertreten sein, solange die Provisional IRA, deren Existenz von Sinn Féin bestritten wird, weiterhin Mordanschläge, wie den als Rache für den Mord an Gerard Davison eingestuften an Kevin McGuigan, durchführe.<ref>UUP decides to withdraw from Northern Ireland Executive. BBC News, 29. August 2015, abgerufen am 30. August 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bei der Wahl zur Nordirland-Versammlung 2016 gewann die Partei 16 von 108 Sitzen. Sie entsandte danach keine Vertreter in die Regierung, wie es ihr eigentlich zugestanden hätte, sondern verblieb in der Opposition.<ref>NI Assembly: UUP will go into into opposition at Stormont. BBC News, 12. Mai 2016, abgerufen am 19. Februar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Hinsichtlich der Frage über den weiteren Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union war die UUP längere Zeit unentschieden, und erklärte, erst das Ergebnis der Verhandlungen von Premierminister David Cameron in Brüssel abwarten zu wollen.<ref>NI parties outline EU referendum position. U TV, 21. Februar 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Februar 2016; abgerufen am 22. Februar 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 5. März 2016 gab die Parteiführung als eine der letzten britischen Parteien ihren Standpunkt in dieser Frage bekannt. Sie empfahl ihren Wählern beim kommenden Referendum über die EU-Mitgliedschaft für den Verbleib in der EU zu stimmen.<ref>Ulster Unionists in favour of staying within EU. BBC News, 5. März 2016, abgerufen am 5. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zuvor hatte sich die rivalisierende DUP schon auf ein Votum für den EU-Austritt festgelegt.

Infolge des enttäuschenden Abschneidens der UUP bei der Wahl zur Nordirland-Versammlung 2017 erklärte Parteiführer Mike Nesbitt am 3. März 2017 seinen Rücktritt vom Parteivorsitz.<ref>Mike Nesbitt steps down as UUP leader. BBC News, 3. März 2017, abgerufen am 4. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wahlergebnisse

Die Wahlergebnisse in der folgenden Tabelle sind jeweils (auch für die gesamt-britischen Wahlen) auf Nordirland bezogen.<ref>Who Won What When and Where? ark.ac.uk (Nicholas Whyte), 1. Januar 2015, abgerufen am 8. März 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Martin Melaugh, Fionnuala McKenna: CAIN Web Service: Results of Elections Held in Northern Ireland Since 1968. cain.ulst.ac.uk, 9. Februar 2014, abgerufen am 8. März 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), bei den älteren Wahlen gibt es z. T. Differenzen zwischen den Zahlen für die Nordirland-Versammlung zwischen ark.ac.uk und cain.ulst.ac.uk. In diesen Fällen wurde ersterer Quelle der Vorzug gegeben).</ref><ref>European election 2009. BBC News, 14. Juni 2004, abgerufen am 8. März 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>European election 2009. BBC News, 8. Juni 2009, abgerufen am 8. März 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>European election 2009. BBC News, 27. Mai 2014, abgerufen am 8. März 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Unterhauswahlen erfolgten durchgehend nach Mehrheitswahlrecht, Wahlen zur Nordirland-Versammlung ab 1998 und Wahlen zum Europaparlament nach Präferenzwahlrecht.

Jahr Wahl Stimmenanteil Sitze
1973 NordirlandDatei:Flag of Northern Ireland.svg Nordirland-Versammlung 1973 25,3 %
24/78
1974 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl Feb. 1974 32,3 %
7/12
1974 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl Okt. 1974 36,5 %
7/12
1979 EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europawahl 1979 11,9 %
1/3
1979 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl 1979 36,6 %
5/12
1982 NordirlandDatei:Flag of Northern Ireland.svg Nordirland-Versammlung 1982 29,7 %
26/78
1983 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl 1983 34,0 %
11/17
1984 EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europawahl 1984 21,5 %
1/3
1987 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl 1987 37,8 %
9/17
1989 EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europawahl 1989 22,2 %
1/3
1992 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl 1992 34,5 %
9/17
1994 EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europawahl 1994 23,8 %
1/3
1997 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl 1997 32,7 %
10/18
1998 NordirlandDatei:Flag of Northern Ireland.svg Nordirland-Versammlung 1998 21,3 %
28/108
1999 EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europawahl 1999 17,6 %
1/3
2001 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl 2001 26,8 %
6/18
2003 NordirlandDatei:Flag of Northern Ireland.svg Nordirland-Versammlung 2003 22,7 %
27/108
2004 EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europawahl 2004 16,6 %
1/3
2005 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl 2005 17,7 %
1/18
2007 NordirlandDatei:Flag of Northern Ireland.svg Nordirland-Versammlung 2007 14,9 %
18/108
2009 EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europawahl 2009 17,1 %<ref name="UCUNF">Ulster Conservatives and Unionists - New Force (UCUNF)</ref>
1/3
<ref name="UCUNF" />
2010 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl 2010 15,2 %<ref name="UCUNF" />
0/18
<ref name="UCUNF" />
2011 NordirlandDatei:Flag of Northern Ireland.svg Nordirland-Versammlung 2011 13,2 %
16/108
2014 EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europawahl 2014 13,3 %
1/3
2015 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl 2015 16,0 %
2/18
2016 NordirlandDatei:Flag of Northern Ireland.svg Nordirland-Versammlung 2016 12,6 %
16/108
2017 NordirlandDatei:Flag of Northern Ireland.svg Nordirland-Versammlung 2017 12,9 %
10/90
2017 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl 2017 10,3 %
0/18
2019 EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europawahl 2019 9,3 %
0/3
2019 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl 2019 11,7 %
0/18
2022 NordirlandDatei:Flag of Northern Ireland.svg Nordirland-Versammlung 2022 11,2 %
9/90
2024 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Unterhauswahl 2024 12,2 %
1/18

Literatur

  • Thomas Hennessey, Máire Braniff, James W. McAuley, Jonathan Tonge, Sophie A. Whiting: The Ulster Unionist Party: Country Before Party? Oxford University Press, Oxford 2019, ISBN 978-0-19-879438-7.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Parteien im Vereinigten Königreich Vorlage:Klappleiste/Anfang EU-Mitgliedsparteien
Es gibt ein solches Volk (Bulgarien) | IMRO – Bulgarische Nationale Bewegung (Bulgarien) | Wir Bürger (Deutschland) | Identité-Libertés (Frankreich) | Fratelli d’Italia (Italien) | Dom i Nacionalno Okupljanje (Kroatien) | Hrvatski suverenisti (Kroatien) | Most nezavisnih lista (Kroatien) | Nationale Vereinigung (Lettland) | Bund der Bauern und Grünen Litauens (Litauen) | Wahlaktion der Polen Litauens – Bund der christlichen Familien (Litauen) | Alternative Demokratische Reformpartei (Luxemburg) | Recht und Gerechtigkeit (Polen) | Alianța pentru Unirea Românilor (Rumänien) | Alternativa Dreaptă (Rumänien) | Schwedendemokraten (Schweden) | Freiheit und Solidarität (Slowakei) | Demokratische Bürgerpartei (Tschechien) | Ethniko Laiko Metopo (Zypern)

Globale Partner
Albanische Republikanische Partei (Albanien) | Partyja BNF (Belarus) | Likud (Israel) | Domani – Motus Liberi (San Marino) | Republikanische Partei (Vereinigte Staaten) Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein