Acetylformoin
| Strukturformel | |||||||||||||
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| Struktur von Acetylformoin | |||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Acetylformoin | ||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C6H8O4 | ||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
Intensiv karamellartig riechender<ref name="Engel" /> Feststoff mit bitterem Geschmack<ref name="Zeiter" /> | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 144,13 g·mol−1 | ||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="Zeiter" /> | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Acetylformoin ist ein sehr reaktives Abbauprodukt von Kohlenhydraten (Hexosen) wie der Glucose. Die Substanz ist ein Diketo-Endiol (Redukton) mit sechs Kohlenstoffatomen, die z. B. bei der Maillard-Reaktion als Zwischenprodukt entsteht und intensiv nach Karamell riecht.
Darstellung
Die Prozesse bei der Maillard-Reaktion sind sehr komplex und führen bei genügend hohen Temperaturen zu Melanoidinen, wobei Acetylformoin als reaktive Zwischenstufe gebildet wird.<ref name="Hollnagel">Anke Hollnagel: Beiträge zur Chemie der nichtenzymatischen Bräunung von oligomeren Kohlenhydraten, TU Berlin, 19. April 2000 (PDF; 818 kB).</ref> Formal entsteht das Acetylformoin unter Abspaltung zweier Wassermoleküle aus Glucose über sogenannte Desoxyosone:<ref>Wolfgang Legrum: Riechstoffe, zwischen Gestank und Duft. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-07309-1, S. 117, doi:10.1007/978-3-658-07310-7_5.</ref>
Bei der Reaktion von Disacchariden entstehen strukturell sehr ähnliche, substituierte Derivate des Acetylformoins.<ref name="Hollnagel" />
Eigenschaften
Acetylformoin kann sowohl in einer offenkettigen Form, als auch wie die Kohlenhydrate in einer cyclischen „Furanose“-Halbacetal-Form vorkommen.
Die Verbindung ist sehr reaktiv und bildet bei der weiteren Maillard-Reaktion mit Aminosäuren oder Proteinen Melanoidine wie das Pronyl-Lysin. Allgemeiner entstehen Aminohexosereduktone bzw. Glycosylamine.<ref name="Hollnagel" /> Acetylformoin selbst besitzt einen bitteren Geschmack.<ref name="Zeiter">Kirsten Zeiter: Neue Methoden zur Synthese konformativ eingeschränkter Peptidmimetika, 11. September 2001, Ludwig-Maximilians-Universität München.</ref> Die offenkettige Form riecht intensiv nach Karamell, wohingegen die cyclische Ketalform geruchlos ist. In protischen Lösungsmitteln wie Wasser wird sofort die ringförmige, nicht riechende Form gebildet.<ref name="Engel">Wolfgang Engel: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geruchsaktive Verbindungen aus der Maillard-Reaktion schwefelfreier sowie schwefelhaltiger Aminkomponenten mit Fructose ( vom 28. September 2007 im Internet Archive), Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, 1999.</ref><ref>Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jahresbericht ( vom 28. September 2007 im Internet Archive), 2001.</ref>
Einzelnachweise
<references />
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- Enon
- Diol
- Enol