Rautenberg (Harsum)
Rautenberg Gemeinde Harsum
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(542)&title=Rautenberg 52° 13′ N, 10° 2′ O
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| Höhe: | 78 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 5,81 km²<ref name="destatis1973" /> | |||||
| Einwohner: | 542 (30. Juni 2019)<ref name="Einw." /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 93 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. März 1974 | |||||
| Postleitzahl: | 31177 | |||||
| Vorwahl: | 05128 | |||||
Lage von Rautenberg in Niedersachsen
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Rautenberg ist eine von neun Ortschaften der Gemeinde Harsum im niedersächsischen Landkreis Hildesheim.<ref name="Ortschaften" />
Geografie
Der Ort liegt rund sieben Kilometer östlich von Harsum. Eine gute Verkehrsanbindung besteht über die Landesstraße 411, die mitten durch das Dorf verläuft, an die Bundesstraßen 1 und 494. Die Bundesautobahn 7 ist über die Anschlussstelle Hildesheim erreichbar. Einen Bahnanschluss gibt es in Harsum an der Strecke Lehrte–Hildesheim nach Hannover und Hildesheim. Nördlich fließt der Bruchgraben an der Kreisgrenze zu Peine.
Der von der Landwirtschaft geprägte Ort liegt in unmittelbarer Nähe zur Zuckerfabrik Clauen.
Geschichte
Rautenberg ist eine alte Bauernsiedlung, die wohl aus germanischer Zeit stammt. Nach der Ortschaft ist das Rittergeschlecht derer von Rautenberg benannt, nach denen wiederum die heutige Hauptstraße, die Rutenbergstraße, ihren Namen hat. Die Überreste der Burg Rautenberg, die bei einem Brand im frühen Mittelalter nahezu vollständig zerstört wurde, sind lediglich noch in Form des „Hahnewall“ genannten Mottenhügels erhalten. Auf dem Grund eines dort befindlichen Brunnens wurden in den 1970er Jahren einige mittelalterliche Waffen, Metflaschen und Gebrauchsgegenstände gefunden. Die Herren von Rautenberg blieben noch bis zu ihrem Erlöschen 1647 Grundherren in Rautenberg, lebten aber in Hildesheim, im Rautenbergschen Hof an der Ecke Michaelisplatz / Langer Hagen, einem hochgekragten Fachwerkbau, der 1945 bei den Luftangriffen auf Hildesheim zerstört wurde, sowie seit dem 13. Jahrhundert auch auf Schloss Rethmar.
Eingemeindungen
Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, wurde die zuvor selbständige Gemeinde Rautenberg durch Eingemeindung zur Ortschaft der Gemeinde Harsum.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
Einwohnerentwicklung
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Politik
Ortsrat
Der Ortsrat, der den Ortsteil Rautenberg vertritt, setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.
Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:<ref>Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 13. Juli 2022.</ref>
- Wählergruppe „Gemeinsam für Rautenberg“: 5 Sitze
Ortsbürgermeister
Der Ortsbürgermeister ist Martin Arlt (SPD). Sein Stellvertreter ist Karsten Bauche (CDU).<ref name="Rat" />
Wappen
| [[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Rautenberg]] | Blasonierung: „In Gold balkenweise acht schwarze Rauten in zwei Reihen (5:3).“<ref name="Wappen">Rektor a. D. August Söding, Kreisheimatpfleger: Wappenbuch Landkreis Hildesheim-Marienburg. Hrsg.: Heimatbund des Landkreises Hildesheim-Marienburg e. V. Selbstverlag, Hildesheim 1966, S. 202.</ref> |
| Wappenbegründung: 1647 starb das Rittergeschlecht derer von Rautenberg aus. Es hatte im Dorfe seinen Stammsitz und überdies großen Grundbesitz. Daher gab es auch keine Bedenken, den Schild der Rautenberger Ritter sich als Gemeindewappen zu eigen zu machen. ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) Das Wappen der Ritter zeigte darüber hinaus eine schwarz goldene Helmdecke und auf dem Helm einen roten spitzen Hut mit einer Pfauenfeder (vgl. Blatt 182 des 1605 in Nürnberg erschienenen Wappen-Buchs von Johann Siebmacher, wo sich im Schild in der oberen Reihe allerdings nicht fünf, sondern nur vier Rauten befinden). Die acht Rauten im Wappen der v. Rutenbergs sollen bedeuten: „Acht. Rute. Swart. Or. Das heißt: Echt Gericht, Gesetz und Recht.“<ref name="Reverey" /> |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Evangelisch-lutherische St.-Cosmas-und-Damian-Kirche aus dem frühen 15. Jahrhundert
- Dorfteich
- Metplatz
- Aus Rautenberg stammt das heute in Horn (Niederösterreich) befindliche Mirakulose Kreuz von 1618. Dieses wurde im Jahre 1659 von Graf Ferdinand Sigismund Kurtz von Senftenau nach einer angeblichen Misshandlung durch Protestanten zu den Piaristen nach Horn gebracht, wo es dann wallfahrtsmäßig verehrt wurde. Heute ist die Wallfahrt erloschen. Das Kreuz ist im Höbarthmuseum der Stadt Horn ausgestellt.<ref name="Gugitz" />
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Pfarrhaus
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Kriegerdenkmal
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Denkmal
Öffentliche Einrichtungen
In Rautenberg gibt es einen Kindergarten, einen Sportplatz, einen Friedhof und ein Feuerwehrhaus. Auf dem Hahnewall wurde es eine Rodelbahn eingerichtet mit „Teufelsbahn“, „Huckelbahn“ und „Babybahn“. Am Dorfteich befindet sich ein Rastplatz.
Persönlichkeiten
Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen
- Johann Conrad Müller (1704–1798), Orgelbauer des 18. Jahrhunderts, der im Umkreis von Hildesheim wirkte, er baute 1765 die Orgel der örtlichen St.-Cosmas-und-Damian-Kirche
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="destatis1973">
Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 31, Landkreis Hildesheim-Marienburg (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 11. August 2021]).
</ref> <ref name="Einw."> Gemeinde Harsum Haushaltsplan 2020 – Einwohnerzahl. (PDF; 5,3 MB) In: Webseite Gemeinde Harsum. 30. Juni 2019, S. 3, abgerufen am 24. März 2023. </ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1910">
Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Hildesheim. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. April 2023; abgerufen am 11. August 2021.
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956">
Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> </ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1971">
Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1971 (Bevölkerungsstand: 27. Mai 1970, Gebietsstand 1. Januar 1971). W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1971, S. 76 (Digitalisat).
</ref> <ref name="Gugitz">
Gustav Gugitz: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Niederösterreich und Burgenland. Band 2. Brüder Hollinek Verlag, Wien 1955, OCLC 443095038, S. 50 (269 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 11. August 2021]).
</ref> <ref name="Ortschaften">
Ortschaften der Gemeinde Harsum. In: Webseite Gemeinde Harsum. Abgerufen am 11. August 2021.
</ref> <ref name="Rademacher">
Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de
</ref> <ref name="Rat">
Ortsrat Rautenberg. In: Webseite Gemeinde Harsum. Abgerufen am 11. August 2021.
</ref> <ref name="Reverey">
P. Reverey: Dorpschaft und Kerke tom Rutenberge: Über Bildung der bäuerlichen und kirchlichen Verhältnisse der Gemeinde Rautenberg. Piepenbrink Verlag, Hannover 1926, OCLC 46220609, S. 3 (39 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 11. August 2021]).
</ref> </references>
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