Fischborn
Fischborn Gemeinde Birstein
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(416)&title=Fischborn 50° 23′ N, 9° 18′ O
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dim=10000 | globe= | name=Fischborn | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 352 (338–367) m | |||||
| Fläche: | 7,33 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 416 (31. Dez. 2023) HW<ref name="DF">Zahlen, Einwohnerzahl HW. In: Webauftritt. Gemeinde Birstein, abgerufen im Juni 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 57 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Februar 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 63633 | |||||
| Vorwahl: | 06054 | |||||
Fischborn ist ein Ortsteil der Gemeinde Birstein im hessischen Main-Kinzig-Kreis.
Geographie
Der Ort liegt im unteren Vogelsberg nördlich von Birstein. Von 1898 bis 1958 führte die Vogelsberger Südbahn am Ort vorbei. Heute wird die Trasse für den Vogelsberger Südbahnradweg genutzt. In der Gemarkung wird aus dem Grundwasser das Trinkwasser für die Stadt Frankfurt am Main gewonnen.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte Erwähnung von Fischborn erfolgte im Jahr 1314 unter dem Namen „Fisseburnen“.<ref name="lagis" /> In überlieferten historischen Dokumenten ist der Ort auch unter folgenden Ortsnamen belegt (in Klammern das Jahr der Erwähnung): Fispurnen (1325) und Vischpurn (1351).
Zum 1. Februar 1971 fusionierten die bisher selbständigen Gemeinden Birstein, Bösgesäß, Fischborn und Kirchbracht im Zuge der Gebietsreform in Hessen freiwillig zur neuen Großgemeinde Birstein.<ref>Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Punkt 328, Abs. 48 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,2 MB]).</ref><ref></ref> Für alle eingegliederten ehemals eigenständigen Gemeinden von Birstein wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 49 kB) § 4. In: Webauftritt. Stadt Felsberg, abgerufen im Oktober 2020.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Fischborn angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Isenburg-Birstein, Gericht Reichenbach (oder Birstein)
- ab 1806: Fürstentum Isenburg (Rheinbund),<ref group="Anm.">Infolge der Rheinbundakte.</ref> Gericht Reichenbach oder Birstein
- ab 1813: Generalgouvernement Frankfurt,<ref group="Anm.">Infolge der Befreiungskriege.</ref> Gericht Reichenbach
- ab 1815: Kaisertum Österreich,<ref group="Anm.">Infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses.</ref> Gericht Reichenbach
- ab 1816: Kurfürstentum Hessen,<ref group="Anm.">Durch Staatsvertrag mit Österreich und dem Königreich Preußen sowie Einigung mit dem Großherzogtum Hessen.</ref> Amt Wenings, Gericht Reichenbach
- ab 1821: Kurfürstentum Hessen, Kreis Salmünster<ref group="Anm.">1822: Trennung zwischen Justiz (Justizamt Birstein) und Verwaltung.</ref>
- ab 1830: Kurfürstentum Hessen, Kreis Gelnhausen
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Kreis Gelnhausen
- ab 1867: Königreich Preußen,<ref group="Anm.">Infolge des Deutschen Krieges.</ref> Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gelnhausen
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gelnhausen
- ab 1918: Deutsches Reich,<ref group="Anm.">Infolge des Ersten Weltkriegs entsteht die Weimarer Republik.</ref> Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gelnhausen
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Gelnhausen
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Gelnhausen
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Gelnhausen
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Gelnhausen
- ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gelnhausen
- ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gelnhausen, Gemeinde Birstein
- ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis, Gemeinde Birstein
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Fischborn 423 Einwohner. Darunter waren 11 (2,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 57 Einwohner unter 18 Jahren, 147 zwischen 18 und 49, 135 zwischen 50 und 64 und 81 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 171 Haushalten. Davon waren 33 Singlehaushalte, 54 Paare ohne Kinder und 63 Paare mit Kindern, sowie 18 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 30 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 111 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
- 1514: 31 Zinsende
- 1551: 52 Haushaltungen
- 1606: 82 Haushaltungen
- 1770: 59 Haushaltungen
| Fischborn: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2023 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 401 | |||
| 1840 | 410 | |||
| 1846 | 453 | |||
| 1852 | 460 | |||
| 1858 | 440 | |||
| 1864 | 427 | |||
| 1871 | 416 | |||
| 1875 | 432 | |||
| 1885 | 447 | |||
| 1895 | 451 | |||
| 1905 | 446 | |||
| 1910 | 444 | |||
| 1925 | 411 | |||
| 1939 | 387 | |||
| 1946 | 511 | |||
| 1950 | 568 | |||
| 1956 | 510 | |||
| 1961 | 434 | |||
| 1967 | 416 | |||
| 1970 | 442 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 423 | |||
| 2023 | 416 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: <ref name="lagis" />; Gemeinde Birstein:<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 393 evangelische (= 87,92 %), 17 katholische (= 3,80 %), 37 jüdische (= 8,28 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 374 evangelische (= 86,18 %), 87 katholische (= 13,13 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Fischborn besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Fischborn) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 66,8 %. Alle Kandidaten gehörten der „Gemeinschaftsliste Fischborn“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Fischborn. In: Votemanager. Gemeinde Birstein, abgerufen im Juni 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Michael Volz zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Fischborn. In: Webauftritt. Gemeinde Birstein, abgerufen im Juni 2024.</ref>
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kulturdenkmäler
Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Birstein-Fischborn
Vereine
- Freiwillige Feuerwehr Fischborn
- Jagdgenossenschaft Fischborn
- Jugendgruppe Fischborn e. V.
- Landfrauenverein Fischborn
- Sportverein Hochland Fischborn
- Vogelschutzverein Fischborn
Literatur
- Vorlage:HessBib
- Suche nach Fischborn. In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek
Weblinks
- Ortsteil Fischborn. In: Webauftritt der Gemeinde Birstein.
- Fischborn (Birstein), Main-Kinzig-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Fischborn (Birstein), Main-Kinzig-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 24 und 78, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021. </ref> </references>
Birstein | Bösgesäß | Böß-Gesäß | Fischborn | Hettersroth | Illnhausen | Kirchbracht | Lichenroth | Mauswinkel | Oberreichenbach | Obersotzbach | Unterreichenbach | Untersotzbach | Völzberg | Wettges | Wüstwillenroth