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Stone Island

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Stone Island

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Rechtsform Società per azioni
Gründung 1982
Sitz Ravarino, ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien
Leitung Robert Triefus, CEO<ref>Stone Island History. Moncler S.p.A., abgerufen am 28. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Umsatz 411,19 Mio. EUR<ref name="AR">Annual Report 2025. (pdf) Moncler S.p.A., 19. Februar 2026, abgerufen am 8. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Branche Bekleidung, Accessoires
Website www.stoneisland.com
Stand: 31. Dezember 2025

Stone Island ist eine italienische Herren-Modemarke im gehobenen Preissegment mit eigenen Einzelhandelsgeschäften.

Unternehmensgeschichte

Stone Island

Datei:Tela stella.jpg
Stone Island Jacke

Die Marke wurde 1982 von dem italienischen Designer Massimo Osti (* 17. Juni 1944 in Baricella, † 6. Juni 2005 in Bologna) als progressive Zweitlinie neben seiner C.P. Company-Hauptkollektion auf den Markt gebracht. Osti hatte das Unternehmen C.P. Company SpA 1974 in Ravarino ins Leben gerufen, zu dem schließlich die Marken C.P. Company, Stone Island und Boneville (1995 eingestellt) gehörten. Stone Island wurde bekannt als Vorreiter bei speziellen Färbetechniken und einzigartiger, unkonventioneller Oberflächenbehandlung. Die Marke war bspw. eine der ersten, die den Stonewash-Effekt serienmäßig zum Einsatz brachte.

Der Name Stone Island, ursprünglich von Ostis Frau Daniela als „isola di pietra“ (dt. 'Steininsel') vorgeschlagen, soll die Freiheit einer Insel und die Unverwüstbarkeit von Stein symbolisieren.<ref>BRIGHT: Ideas from Massimo Osti, hypebeast.com, 11. Juni 2010</ref> Osti hatte sich bei der Namensfindung von Romanen von Joseph Conrad inspirieren lassen.<ref>Q&A with Lorenzo Osti live on FNYC, found-nyc.com, 20. September 2009</ref> Osti hatte die Zweitlinie ins Leben gerufen, um innovative Stoffentwicklungen, die für seine hochwertig-schlichte Hauptkollektion C.P. Company zu progressiv waren, in eine Kollektion umsetzen zu können.

Ab 1993 befand sich Stone Island komplett im Besitz der italienischen Rivetti-Familie, die bereits 1983 eine Kooperation mit Osti eingegangen war.

2017 beteiligten die Rivettis einen Partner aus Singapur, und Ende 2020 wurde Stone Island von Moncler übernommen.

Innovationen

Neue, teils futuristisch anmutende Produktentwicklungen Ostis der 1980er Jahre, für die zum Teil spezielle Industriemaschinen geschaffen werden mussten und die oftmals mit Patenten einhergingen, waren bspw. mit einer (hauchdünnen) Gummi-Schicht einseitig bezogene Baumwolle (Stone Island Raso Ray Parka, 1983), Wolle (Stone Island Rubber Wool Parka, 1986) oder Flachsfaser (Stone Island Rubber Flax Jacket, 1987), um Wasserdichtigkeit zu erzeugen sowie ein Stoffmaterial, das nach einer Quarz-Behandlung durch Wärmeeinwirkung seine Farbe veränderte (Stone Island Ice Jacket, 1985), mit Stahl-Fäden versetztes Stoffmaterial (Stone Island Pure Metal Shell Jacket, 1988) und die Verarbeitung von Glaspartikeln im Obermaterial (Stone Island Reflective Jacket, 1989).<ref>Dagmar Bagnoli: Massimo Osti: Pionier der Sportswear in der Männermode. Textilwirtschaft, 10. Oktober 1996, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. September 2015;.</ref><ref>Bright Magazine, Osti Article Translation, found-nyc.com, 18. Mai 2010</ref>

Eigentumsverhältnisse

1983 verkaufte Osti C.P. Company, und damit Stone Island, zu 50 % an die GFT-Gruppe, einen italienischen Textil- und Lizenzmode-Hersteller. Carlo Rivetti, der Sohn des GFT-Eigners, wurde 1989 zum Geschäftsführer von C.P. Company SpA bestellt. GFT übernahm C.P. Company 1991 komplett. Als die C.P. Company SpA 1993 aus der GFT-Gruppe ausgegliedert werden sollte, übernahmen Carlo Rivetti und seine Schwester Cristina mit ihrer Firma Rivetex das Unternehmen.<ref>Brand history, stoneisland.co.uk, abgerufen: 28. August 2010</ref> Osti schied 1994 als Designer aus, seine letzte Stone Island Kollektion war die Saison Sommer 1995. Bis 2008 übernahm der englische Designer Paul Harvey das Design der Stone-Island-Kollektionen im Stile Ostis. Seither kümmert sich ein Design-Team unter der Leitung der Designerin Gionata Malagodi, die bereits zwischen 1994 und 1998 (anfangs noch zusammen mit Osti), für das Label verantwortlich war, um die Kollektionen.

Anfang 2010 verkaufte Rivetti das Label C.P. Company, um sich voll auf die Marke Stone Island und deren Ausbau, besonders auch in Deutschland, konzentrieren zu können.<ref>Sabine Fiedler: Stone Island soll ohne C.P. wachsen. Textilwirtschaft, 25. Februar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. September 2015;.</ref> Die Muttergesellschaft von Stone Island heißt bis heute Sportswear Company.

2017 verkauften die Rivettis zwecks internationaler Expansionspläne einen 30-%-Anteil von Stone Island an Temasek Holdings aus Singapur.

Ende 2020 kündigte Moncler an, den 50,1 % Anteil von Carlo Rivetti und die fast 20 % der Rivetti-Familie an Stone Island sowie die 30 % von Temasek aufzukaufen. Stone Island wurde durch das Übernahmeangebot auf 1,15 Milliarden Euro bewertet.

Portfolio

Datei:Stone Island.jpg
Stone Island Windrosen-Badge

Stone Island ist eine reine Herren-Marke und bietet seit 2006 auch eine Knaben-Kollektion (Stone Island Junior) an. Trotzdem zieht die Marke auch weibliche Kundschaft an. Das wichtigste Erkennungsmerkmal von Stone Island ist der abnehmbare Kompass-Badge, ein rechteckiges Stoff-Etikett mit gesticktem Kompass-Motiv, das bspw. bei Pullovern und Jacken am linken Ärmel in Oberarm-Höhe mit zwei Knöpfen befestigt ist. Ursprünglich waren die Badges grün umrandet, wurden in der Frühlingskollektion 2000 jedoch im Rahmen einer Designänderung schwarz gefärbt. Einige limitierte Stücke tragen ein weiß umrandetes Markenzeichen. Stone Island führte zudem 2001 eine Denim-basierte Zweitlinie für Herren unter dem Namen Stone Island Denims ein, die allerdings mit der Kollektion Herbst/Winter 2009 wieder eingestellt wurde.<ref>Dagmar Bagnoli: Stone Island – Revival für Denim. Textilwirtschaft, 18. Januar 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. September 2013;.</ref> Diese Kollektion war preislich etwas niedriger angesiedelt und hatte anstelle der Kompass-Badges einen Aufdruck mit dem Schriftzug Stone Island Denims. Zudem besteht seit 2008 die technologisch-avantgardistische Stone Island Shadow Project Kollaboration mit dem Münchner Design-Team ACRONYM.

Ladengeschäfte

Stand 2025 betreibt Stone Island insgesamt 89 eigene oder von Partnern betriebene Boutiquen:<ref>Store Finder. stoneisland.com, abgerufen am 4. August 2025.</ref>

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Britische Fußballfans

Stone Island konnte sich vor allem in Großbritannien ab den 1980er Jahren, unter anderem wegen der hohen Verkaufspreise und des robusten Materials, als angesagte Casual-Marke durchsetzen.<ref>Wie Hooligans Stone Island entdeckten 11freunde.de, 30. September 2017</ref> Ab Mitte der 1980er Jahre begannen sich Anhänger der Hooligan-Szene mittels Designerkleidung von Armani, Aquascutum, Burberry und besonders auch Stone Island als Statussymbol von klassischen Fans abzuheben.<ref>Checken was die anderen anhaben, Der Standard, 8. Juni 2010</ref><ref>Undercover with ‘the firm’, bbc.co.uk, 10. Mai 2002</ref> Daher besteht bei der Marke bis heute eine gewisse Assoziation zu britischen Fußballhooligans, die auch durch Filme wie The Football Factory (2004), Hooligans (2005) und The Firm (1988, Remake 2009), in denen Stone Island prominent präsentiert wird, verstärkt wurde. Das Unternehmen selbst profitiert von den Fußball-Fans mit hohen Absatzzahlen in Großbritannien. Auf der eigenen Webseite betrieb Stone Island zeitweise sogar einen „Football Blog“.<ref>Stone Island, Drapers, 17. Juli 2010</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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