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Tour de Suisse

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Vorlage:Hinweisbaustein Die Tour de Suisse ist die grösste Radrundfahrt der Schweiz. Sie findet jedes Jahr Mitte Juni statt und gilt als wichtigstes Etappenrennen im Strassenradsport unterhalb der «Grand Tours» Tour de France, Giro d’Italia und Vuelta a España. Die Rundfahrt gehörte zu der im Jahr 2005 neu eingeführten UCI ProTour, einer Serie der wichtigsten Radrennen des Jahres. Seit 2011 gehört das Rennen zur Nachfolgeserie UCI WorldTour.

Das Rennen dauerte bis 2025 neun Tage, darunter meist ein Prolog, mehrere Bergetappen und ein Einzelzeitfahren bevor die Austragung des Jahres 2026 auf fünf Tagesetappen verkürzt wurde.

Die Tour de Suisse wird von vielen Fahrern als letzte Vorbereitung auf die traditionell zwei Wochen später beginnende Tour de France gefahren. Der Führende in der Gesamtwertung trägt das «Goldene Trikot».

Geschichte

Bereits zum 25. Geburtstag des Schweizer Rad- und Motorradfahrer-Bunds (SRB), 1908, versuchte der Verband ein Rennen zu etablieren. Nach zwei Austragungen wurde das Eintagesrennen von über 300 Kilometern wieder eingestellt. Ein weiterer Versuch, ein grosses Radrennen in der Schweiz zu etablieren, war die Fernfahrt München–Zürich, welche allerdings wegen der hohen Kosten 1924 wieder eingestellt wurde. Die Tour de France und den Giro d’Italia als Vorbild, versuchte der damalige Direktor des SRB Xaver Marzohl schliesslich, auch ein Etappenrennen zu organisieren.

Die erste Tour de Suisse fand schliesslich 1933 zum 50-jährigen Jubiläum des SRB statt.<ref>Peter Schnyder (Hrsg.): Tour de Suisse: 75 Jahre; 1933–2008. AS Verlag, Zürich 2008, ISBN 978-3-909111-53-4, S. 14–19.</ref> Sieger der in fünf Etappen ausgetragenen Rundfahrt war der Österreicher Max Bulla. Die erste Mannschaftswertung in der Geschichte gewann damals die Schweiz. Die knappste Entscheidung um den Gesamtsieg gab es 1941 zwischen Josef Wagner und Werner Buchwalder. Beide waren nach der letzten Etappe zeitgleich. Die Entscheidung fiel nach einem extra angesetzten Bahnsprint im Zürcher Hallenstadion, den Wagner gewann.<ref>Meilensteine: Tour de Suisse. In: tourdesuisse.ch. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 2. Februar 2015.</ref>

Seitdem haben zahlreiche berühmte Fahrer die Tour gewonnen. Hinter dem viermaligen Gesamt- und damit Rekordsieger Pasquale Fornara folgen Ferdy Kübler, Hugo Koblet und Rui Costa mit jeweils drei Erfolgen. Gino Bartali, Hennes Junkermann, Beat Breu und Simon Špilak konnten die Tour je zweimal gewinnen.

Seit 1999 wurde die Tour de Suisse von der Firma IMG ausgerichtet. Einige Jahre lang war der ehemalige Schweizer Radrennfahrer Armin Meier Direktor der Tour.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.tds.chTour de Suisse.ch: Organigramm (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )</ref> Zuletzt wurde sie von einem Team aus dem ehemaligen Bahnradsportler Kurt Betschart, Rolf Husar und Louis Schumann organisiert.<ref>Organigramm. Tour de Suisse, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Juli 2007; abgerufen am 9. Juli 2021.</ref> 2014 endete die Zusammenarbeit zwischen IMG und dem Verband Swiss Cycling, der die Rechte an der Rundfahrt innehat.<ref>Swiss Cycling dankt IMG für die letzten 15 Jahre. Swiss Cycling, abgerufen am 26. Juni 2014.</ref>

Danach wurden die Rechte an die Agentur InfrontRingier vergeben. Mit einer neuen Strategie sollte die «Präsenz der Tour de Suisse erhöht, die Identifikation der Austragungsorte gesteigert und die Zuschauer intensiver eingebunden» werden. So werden am Start- und Abschlusswochenende jeweils mehrere Etappen in derselben Region ausgetragen.<ref>Neues Konzept für Tour de Suisse. SRF, 10. April 2014, abgerufen am 26. Juni 2014.</ref> Der Generaldirektor der Tour de Suisse war bis Juli 2018 der Gansinger Olivier Senn. Seither hat das Dreierteam Kurt Betschart (Technik), David Loosli (Sport) und Célina Rovescala (Kommerz) die Leitung inne, Loosli vertritt als primus inter pares die Tour nach aussen.

Die Tour de Suisse hat sich im Lauf der Jahre zu einem Wirtschaftsunternehmen entwickelt. So hatte sie z. B. im Jahr 2002 ein Budget von 5,5 Millionen Schweizer Franken. Das für die Fahrer ausgelobte Preisgeld hatte mit 271'062 Franken dabei einen relativ geringen Anteil am Budget, für den Gesamtsieg gab es eine Prämie von 15'000 Franken, die Bergpreissieger bzw. Sieger des Punkteklassements erhielten je 4000 Franken, Etappensiege wurden mit 3242 Franken honoriert. In die Rennorganisation waren mehr als 300 Personen eingebunden.<ref>IMG Suisse S.A. (Hrsg.): Tour de Suisse 2002. Dokumentation. Hauterive 2002, S. 22–24, 111–112.</ref>

Im Jahr 2020 wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie keine Tour de Suisse durchgeführt.<ref>Die Tour de Suisse ist abgesagt, in Belgien steht die Fussballmeisterschaft vor dem Abbruch, und die englischen Fussballprofis wollen keine Lohnkürzungen – so geht der Sport mit dem Coronavirus um. In: Neue Zürcher Zeitung. 3. April 2020, abgerufen am 3. April 2020.</ref> Stattdessen wurde vom 22. bis zum 26. April 2020 die virtuelle Ersatzveranstaltung «The Digital Swiss 5» ausgetragen, bei der 57 Fahrer elektronisch am Start waren.<ref name="watson-449835">Ralf Meile: Endlich wieder Live-Sport! Die wichtigsten Fakten zur digitalen Tour de Suisse. In: watson.ch. 23. Juni 2019, abgerufen am 23. April 2020.</ref> In der Tour de Suisse gab es zwei tödliche Unfälle von Radrennfahrern. 1948 starb der Belgier Richard Depoorter an den Folgen eines Sturzes, 2023 der Schweizer Gino Mäder.

Nachdem eine Tour de Suisse Féminin für Frauen nur im Jahr 2001 ausgetragen worden war, erfolgte 2021 die Neuauflage einer Schweizer Rundfahrt für Frauen unter dem Namen Tour de Suisse Women.

Die traditionell neuntägige Tour de Suisse wurde auf Wunsch der Veranstalter zur Saison 2026 nur mit fünf Tagen in den Kalender der UCI WorldTour 2026 aufgenommen. Die Etappen sollen aus wirtschaftlichen Gründen auf Rundkursen jeweils am selben Tag wie die Etappen der Tour de Suisse Women 2026 ausgetragen werden.<ref>Matthias Seng: Tour de Suisse für Männer und Frauen künftig über 5 Tage. In: radsport-news.com. 25. September 2025, abgerufen am 25. September 2025.</ref><ref>Neu aufgestellt ab 2026 - Senn: «Damit die Tour de Suisse auch in 10 Jahren noch existiert». In: srf.ch. 25. September 2025, abgerufen am 25. September 2025.</ref>

Palmarès

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Mehrfachsieger<ref>2023 » 86th Tour de Suisse (2.UWT). In: Procyclingstats. Abgerufen am 1. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
# Name Siege Zweiter Dritter Siegjahre
1 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Pasquale Fornara 4 0 0 1952, 1954, 1957, 1958
2 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Ferdinand Kübler 3 1 1 1942, 1948, 1951
3 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Hugo Koblet 3 1 0 1950, 1953, 1955
4 PortugalDatei:Flag of Portugal.svg Rui Costa 3 0 0 2012, 2013, 2014
5 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Louis Pfenninger 2 2 2 1968, 1972
6 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Hennes Junkermann 2 1 0 1959, 1962
7 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Andrew Hampsten 2 0 2 1986, 1987
8 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Beat Breu 2 0 0 1981, 1989
SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg Simon Špilak 2 0 0 2015, 2017
IrlandDatei:Flag of Ireland.svg Sean Kelly 2 0 0 1983, 1990
ItalienDatei:Flag of Italy.svg Gino Bartali 2 0 0 1946, 1947

Stand: 1. Juni 2023

Meiste Etappensiege<ref>2023 » 86th Tour de Suisse (2.UWT). In: Procyclingstats. Abgerufen am 1. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
# Name Siege
1 SlowakeiDatei:Flag of Slovakia.svg Peter Sagan 18
2 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Ferdinand Kübler 11
SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Hugo Koblet 11
SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Fabian Cancellara 11
5 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Roger De Vlaeminck 9
SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Urs Freuler 9
BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Michel Pollentier 9
8 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Erik Zabel 8
ItalienDatei:Flag of Italy.svg Franco Bitossi 8
10 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Robbie McEwen 7

Stand: 1. Juni 2023

Datei:Tour-de-suisse peloton.jpg

Literatur

  • Peter Schnyder (Hrsg.): Tour de Suisse. 75 Jahre; 1933–2008. AS Verlag, Zürich 2008, ISBN 978-3-909111-53-4.
  • Tour de Suisse Statistik. Media Sport International, Bern, 2002.
  • Das Goldene Buch der Tour de Suisse. Schweizer Verlagshaus, Zürich 1986, ISBN 3-7263-6488-9.

Weblinks

Commons: Tour de Suisse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Website der Tour de Suisse
  • Tour de Suisse in der Datenbank von Radsportseiten.com
  • [[[:Vorlage:ProCyclingStats/URL]]/race/tour-de-suisse Tour de Suisse] in der Datenbank von ProCyclingStats.com (englisch)

Einzelnachweise

<references />

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Ehemalige World Tour Rennen:
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