Quecksilber(II)-amidchlorid
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Datei:Quecksilberamidchlorid.svg | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | Quecksilber(II)-amidchlorid | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | Hg(NH2)Cl | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer Feststoff<ref name="CRC" /> | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 252,07 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Dichte |
5,38 g·cm−3<ref name="CRC" /> | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten |
68 mg·kg−1 (LD50, Maus, oral)<ref name="ChemID">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM)Vorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar)</ref> | |||||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Quecksilber(II)-amidchlorid ist eine chemische Verbindung des Quecksilbers aus der Stoffgruppe der Metallamide.
Gewinnung und Darstellung
Quecksilber(II)-amidchlorid kann im Labor durch einfache Fällung einer Quecksilber(II)-chloridlösung mit einer mittelstarken Ammoniaklösung hergestellt werden:<ref name="Brauer">Georg Brauer: Quecksilberamidochlorid. In: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1954, S. 824.</ref>
- <chem>HgCl2 + 2 NH3 -> HgNH2Cl + NH4Cl</chem>
Eigenschaften
Quecksilber(II)-amidchlorid ist ein lichtempfindliches geruchloses weißes Pulver, welches in kaltem Wasser und Alkohol unlöslich ist und in Säuren und heißen Lösungen von Ammoniaksalzen löslich ist und durch kochendes Wasser zersetzt wird.<ref>Quecksilberchloride (Meyers Konversations-Lexikon, 1888)</ref>
Verwendung
Quecksilber(II)-amidchlorid wird verwendet:
- als Suchsubstanz zum Nachweis von Quecksilber-Kontaktallergien in der Epikutantestung<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Umweltmedizinische Leitlinie: Quecksilber (Uni Düsseldorf) ( vom 16. September 2010 im Internet Archive)</ref>
- als Salbe bei Haut- und Augenkrankheiten<ref name="bgw"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beurteilung der Auswirkung von Allergien bei der Minderung der Erwerbsfähigkeit im Rahmen der BK 5101 (BGW) ( vom 30. Oktober 2012 im Internet Archive). (PDF; 495 kB).</ref>
- früher in der Zahnmedizin (Amalgam)<ref name="bgw" />
- als Konservierungsmittel in Impfstoffen (Thiomersal, Natriumtimerfonat)<ref name="bgw" />
- als Holz- und Saatgutbehandlungsmittel<ref name="bgw" />
- in speziellen Industriebereichen (Batterieherstellung, Fotoindustrie etc.)<ref name="bgw" />
- zur Depigmentierung von Sommersprossen<ref>„Hydrargyrum praecipitatum album“ im Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.</ref>
Sicherheitshinweise
Quecksilberamidchlorid wurde früher in einigen Arzneimitteln verwendet. Es kann eine Gruppenallergie zu Quecksilber und dessen anorganischen und organischen Verbindungen auslösen. Quecksilberhaltige Wirkstoffe sollten deshalb aus toxikologischen Gründen nicht angewendet werden.
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Gehört zu einer als gefährlich eingestuften Stoffgruppe (CLP-Verordnung)
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Giftiger Stoff bei Hautkontakt
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Gesundheitsschädlicher Stoff (Organschäden)
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Quecksilberverbindung
- Metallamid
- Chlorid
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 18(a)