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Liebe 1962

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Produktionsland Italien, Frankreich
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1962
Länge 126 Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Stab
Regie Michelangelo Antonioni
Drehbuch Michelangelo Antonioni
Tonino Guerra
Elio Bartolini
Ottiero Ottieri
Produktion Raymond Hakim
Robert Hakim
Musik Giovanni Fusco
Kamera Gianni di Venanzo
Schnitt Eraldo Da Roma
Besetzung

Liebe 1962 (Originaltitel: L’eclisse) ist ein in Schwarzweiß gedrehtes italienisch-französisches Filmdrama von Michelangelo Antonioni aus dem Jahr 1962. Es ist der letzte Teil einer Trilogie, die Antonioni mit dem Film Die mit der Liebe spielen 1960 begann und 1961 mit Die Nacht fortsetzte.

Der Film startete am 19. Oktober 1962 in der BRD und am 14. Januar 1972 unter dem Titel Sonnenfinsternis in den Kinos der DDR.<ref name="ldif" /> Große Teile des Films wurden in EUR, einem während der Zeit des Faschismus neu angelegten Stadtviertel, aufgenommen.<ref>Jacqueline Maurer: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Michelangelo Antonioni (1912–2007): ‚L’Eclisse‘ (1962). Filmische Raumkonstruktion und Inszenierung städtischen Raumes: EUR (Rom). (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.peristyle.ch In: Peristyle – Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, 27. Mai 2013.</ref>

Im Jahr 2008 wurde der Film auf die offizielle, vom italienischen Kulturministerium gebilligte Liste „100 erhaltenswerte italienische Filme“ aufgenommen. Die 100 ausgewählten Filme entstanden zwischen 1942 und 1978 und haben das kollektive Gedächtnis Italiens maßgeblich geprägt.<ref>Official list - ITALY - 100 Italian films to be saved. IMDb, abgerufen am 17. Juli 2025</ref>

Handlung

Vittoria arbeitet als Übersetzerin in Rom. Nach einer durchstrittenen Nacht verlässt sie ihren langjährigen Freund Riccardo. Sie trifft ihre Mutter, die an der Börse als Spekulantin ihr Glück versucht. Dort lernt Vittoria den jungen Börsenmakler Piero kennen. Piero ist ebenso ziellos wie Vittoria, hat kein eigenes Zuhause, lebt manchmal bei den Eltern oder übernachtet im Büro. Den Handel an der Börse betrachtet er als Sport. Langsam und einsilbig beginnen sie eine Beziehung, da sie glauben, dass ihr beiderseitiges Gefühl von Verlorenheit sie miteinander verbindet. Doch das Gefühl, das sie meinen füreinander zu empfinden, trügt; ihr Verlorensein ist stärker als die Liebe füreinander. Sie verabreden sich, doch keiner von beiden erscheint zum vereinbarten Zeitpunkt. Der Film endet mit einer mehrere Minuten langen Abfolge von Einstellungen, die den menschenleeren Ort ihrer Verabredung zeigen, während die Dunkelheit des Filmtitels ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) hereinbricht.

Rezeption

„Am Beispiel eines aus kleinen Verhältnissen stammenden römischen Mädchens zwischen zwei Männern greift Antonioni das Thema der Kontaktlosigkeit und Liebesunfähigkeit des modernen Menschen auf. Ein in Skepsis und Leere endendes Zeugnis eines wachen Geistes, durch die kontrapunktische Gestaltung nicht leicht aufzuschlüsseln. Die pessimistische, stark symbolische Gestaltung macht die Trostlosigkeit erlebbar, aber auch schwer zu ertragen.“

„Fazit: Ein aussichtsloses und depressives Drama aus der Welt der Zwischenmenschlichkeit, ein bis ins kleinste Detail perfekter Film, deren Protagonisten sowie die Photografie fortwährend glänzen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Italo-Cinema, Frank Faltin<ref>Liebe 1962 – italo-cinema.de. Abgerufen am 4. September 2019.</ref>

„Das, was hier Unaussprechlich transportiert wird, lässt sich schwerlich in Verbales übersetzen, so dass eine ausgesprochen eindringliche Macht der Bilder und Bewegungen entsteht, die Michelangelo Antonioni als wahres Regie-Talent auszeichnen, das damit die Verfinsterungen der Liebe äußerst ansprechend visualisiert hat.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Kino-Zeit<ref>Liebe 1962 | Film, Trailer, Kritik. Abgerufen am 4. September 2019.</ref>

„Formal sehr aussagestarker Film, dessen Botschaft von der Kontaktlosigkeit und Lebensleere aufgeschlossene Zuschauer verlangt. Für Erwachsene mit kritischem Blick Anlaß zu Besinnung und Gespräch.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Evangelischer Filmbeobachter<ref>Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 590/1962</ref>

Der Film nahm am Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1962 teil und gewann den Sonderpreis der Jury.

Literatur

  • Tina Hedwig Kaiser: Flaneure im Film. La Notte und L’Eclisse von Michelangelo Antonioni. Tectum, Marburg 2007, ISBN 978-3-8288-9462-4.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Chronik einer Liebe | Kinder unserer Zeit | Die große Rolle | Liebe in der Stadt | Die Freundinnen | Der Schrei | Die mit der Liebe spielen | Die Nacht | Liebe 1962 | Rote Wüste | Drei Gesichter einer Frau (Episode Il provino) | Blow Up | Zabriskie Point | Antonionis China | Beruf: Reporter | Das Geheimnis von Oberwald | Identifikation einer Frau | 12 registi per 12 città (Episode Rom) | Jenseits der Wolken | Eros (Episode Il filo pericoloso delle cose) Vorlage:Klappleiste/Ende

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