Lavaux
Das Lavaux [<templatestyles src="IPA/styles.css" /> (früher {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), wozu Ryfwyn, Reifwein ‚Wein vom Lavaux‘<ref>Schweizerisches Idiotikon Bd. VI Sp. 660, Artikel Rīf; Bd. XVI Sp. 205, Artikel Rīf-Wīn</ref>) ist ein Weinbaugebiet im Kanton Waadt in der Schweiz am nordöstlichen Ufer des Genfersees. Die im Lavaux verbreitetste Rebsorte ist der Gutedel, hier «Chasselas» genannt.
Lage
Das Weinbaugebiet erstreckt sich zwischen Lausanne und Vevey auf über 805 Hektaren, auf denen seit dem 12. Jahrhundert steile Terrassen angelegt worden sind. Im Westen grenzt das Lavaux an das Weinbaugebiet La Côte, im Osten an das Weinbaugebiet Chablais. Grand-Cru-Lagen im Lavaux sind Calamin und Dézaley.
Gemeinden
Das Lavaux umfasst 10 Gemeinden, die in den Bezirken Lavaux-Oron und Riviera-Pays-d’Enhaut liegen:
Protektion
Dank einer Volksinitiative, lanciert durch den Umweltschützer Franz Weber, ist das Lavaux ab 1977 durch die Waadtländer Verfassung geschützt. 2002 wurde der entsprechende Artikel ausser Kraft gesetzt und nach einer weiteren 2005 gewonnenen Volksinitiative wieder in die Verfassung aufgenommen.<ref>Lavaux. Fondation Franz Weber, abgerufen am 9. März 2024.</ref>
Im Dezember 2005 nominierte das Schweizer Bundesamt für Kultur das Lavaux als UNESCO-Welterbe. Das International Council on Monuments and Sites, eine Unterorganisation der UNESCO, empfahl dem UNESCO-Komitee in einem im Mai 2007 veröffentlichten Bericht, das Lavaux in die Liste aufzunehmen, nachdem im August 2006 ein Vertreter der Organisation die Region besucht hatte.<ref> NZZ: „Gute Chancen für das Lavaux als Welterbe“, 14. Mai 2007</ref> Am 28. Juni 2007 wurde die Aufnahme unter dem Namen Weinterrassen von Lavaux mit Blick auf den See und die Alpen beschlossen.<ref>NZZ: „Weinbaugebiet Lavaux wird Unesco-Weltkulturerbe“, 28. Juni 2007</ref>
Da seiner Meinung nach im Lavaux zu viel gebaut wird und um eine weitere Bauspekulation einzudämmen, sammelte Franz Weber Unterschriften für eine neue Volksinitiative. Die erforderliche Unterschriftenzahl wurde im Juli 2009 erreicht, jedoch wurde bei der Volksabstimmung vom 18. Mai 2014 seine Initiative zu 70 % abgelehnt und ein moderater Gegenvorschlag mit 73 % angenommen.<ref>Abstimmungen VD - Waadtländer wollen keinen absoluten Schutz des Lavaux. In: srf.ch. 18. Mai 2014, abgerufen am 9. März 2024.</ref> Seither wird vom Kantonsparlament ein neuer Nutzungsplan ausgearbeitet.<ref>Valérie Wacker: Weinterrassen am Genfersee - Die historischen Lavaux-Rebberge fordern die Waadtländer Politik. In: srf.ch. 8. März 2024, abgerufen am 9. März 2024.</ref>
Weblinks
- Eintrag in der Welterbeliste der UNESCO: englisch, französisch
- www.lavaux.ch – Un patrimoine vaudois
Einzelnachweise
<references />
Kulturerbe: Altstadt von Bern (1983) | Stiftsbezirk St. Gallen (1983) | Benediktinerinnenkloster St. Johann in Müstair (1983) | Drei Burgen und Befestigungsanlagen von Bellinzona (2000) | Weinberg-Terrassen von Lavaux (2007) | Albula- und Berninalinie der Rhätischen Bahn (2008) | La Chaux-de-Fonds und Le Locle, Uhrenmacherei und Stadtplanung (2009) | Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen (2011) | Das architektonische Werk von Le Corbusier: Villa Le Lac und Maison Clarté (2016)
Naturerbe: Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch (2001) | Monte San Giorgio (2003) | Tektonikarena Sardona (2008) | Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas (2021)
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