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Iquique

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Iquique
Iquique (Chile)
Iquique (Chile)
Iquique auf der Karte von Chile
Koordinaten 20° 12′ 50″ S, 70° 9′ 9″ WKoordinaten: 20° 12′ 50″ S, 70° 9′ 9″ W
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Basisdaten
Staat Chile

Region

Tarapacá
Stadtgründung 19. Jahrhundert
Einwohner 199.587 (2024)
– im Ballungsraum 350.000
Stadtinsignien
Datei:Escudo de Iquique.svg
Datei:Bandera de Iquique.svg
Detaildaten
Postleitzahl 110 0000
Zeitzone UTC-4 (März - Oktober), -3 (Oktober - März)
Stadtvorsitz Mauricio Alejandro Soria Macchiavello<ref>Elecciones Alcaldes – Elecciones Históricas. In: Sistema Integrado de Información Territorial (SIIT). Biblioteca del Congreso Nacional de Chile (BCN), abgerufen am 24. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Paseo Baquedano und Plaza Arturo Prat
Paseo Baquedano und Plaza Arturo Prat
Paseo Baquedano und Plaza Arturo Prat
Blick auf Iquique und die „Drachen“-Düne
Blick auf Iquique und die „Drachen“-Düne
Blick auf Iquique und die „Drachen“-Düne
Datei:Sinking of the Esmeralda during the battle of Iquique.jpg
Seeschlacht vor Iquique am 21. Mai 1879
Datei:Iquique 1900(2).jpg
Schiffe auf Reede vor Iquique (vor 1901)
Datei:Iquique Clock Tower.jpg
Uhrenturm auf dem Plaza Arturo Prat
Datei:Iquique theater.jpg
Teatro Municipal am Plaza Arturo Prat
Datei:Mausoleo de Inmigrantes Alemanes (B).jpg
Grabstätte des Deutschen Krankenvereins

Iquique [<templatestyles src="IPA/styles.css" />iˈkike] ist eine Hafenstadt im Norden von Chile. Die Hauptstadt der Region Tarapacá hat 199.587 Einwohner (Volkszählung 2024).<ref>Resultados Dashboard – Censo 2024. In: Censo2024.INE.gob.cl. Instituto Nacional de Estadísticas (INE), abgerufen am 24. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geographie

Lage

Westlich der Atacamawüste liegt die Stadt zwischen Pazifik und Kordilleren, bis etwa 50 Meter über dem Meeresspiegel.

Klima

Das Klima ist extrem trocken, die Temperatur schwankt im Jahresmittel um 21 bis 22 Grad Celsius, es regnet äußerst selten.


Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Iquique
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Tagesmax. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 21,3
Mittl. Tagesmin. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 15,1
Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Sonnenstunden (h/d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format
Regentage (d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Luftfeuchtigkeit (%) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 70,9

Geschichte

Iquique wurde im 16. Jahrhundert gegründet. Ab 1556 wurden große Silber-Verkommen in der Mine von Huantajaya in der Nähe von Iquique ausgebeutet. Huantajaya wurde für die Spanier zur zweitgrößten Silbermine nach Potosí.

Nach dem Ende der Kolonialzeit gehörte Iquique zunächst zu Peru.

Im Jahr 1835 reiste Charles Darwin nach Iquique und beschrieb es als trostloses, heruntergekommenes Dorf, das selbst Wasser aus der Ferne einführen muss. Die erste Entsalzungsanlage wurde 1845 in Betrieb genommen.

Das einst ärmliche Fischerdorf entwickelte sich allmählich zu einer ansehnlichen Stadt und einem bedeutenden Seehafen. Ein Grund dafür war der aufkommende Salpeter- und Guano-Handel (siehe auch Salpeterfahrt).

Am 13. August 1868 kam es zu einem schweren Erdbeben, ebenso am 9. Mai 1877.

Im Salpeterkrieg fand vor dem Hafen von Iquique am 21. Mai 1879 ein Seegefecht statt, das als Vorentscheidung im Kampf um die Seeherrschaft im Pazifik durch die chilenische Marine gilt. Um die Verstärkung der peruanischen Verteidiger der Hafenstadt auf dem Seewege zu verhindern, wurde der Hafen von zwei älteren chilenischen Kriegsschiffen blockiert. Die beiden peruanischen Panzerschiffe Huáscar und Independencia trafen auf die chilenischen Blockadeschiffe, wobei das peruanische Monitor Huáscar die altersschwache chilenische Korvette Esmeralda mit seinem Rammbug rammte und so versenkte. Der Jahrestag des Gefechts, bei dem der chilenische Kommandant und Nationalheld Arturo Prat zu Tode kam, wird in Chile jeweils pompös gefeiert.

Am 23. November 1879 wurde Iquique von chilenischen Truppen besetzt. Nach dem Krieg fiel die ganze Region Tarapacá mit Iquique als Hauptstadt schließlich im Vertrag von Ancón 1883 an Chile.

1880 wurde das römisch-katholische Apostolische Vikariat Tarapacá errichtet, das 1929 zum Bistum Iquique erhoben wurde.

1907 protestierten rund 10.000<ref>Leslie Manigat: L’Amérique latine au XXe siècle – 1889–1929 (= Collection Points Histoire. H146). Éditions du Seuil, Paris 1991, ISBN 978-2-02-012373-0, S. 185 (première édition aux Éditions Richelieu 1973).</ref> Arbeiter der Salpeterwerke in Iquique gegen katastrophale Arbeitsbedingungen. Die Armee ging gegen sie vor, wobei bis zu tausend Protestierende, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, erschossen wurden (Massaker von Iquique).

Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 befanden sich 57 deutsche Großsegler in Chile, davon etliche in Iquique. Sie wurden von der chilenischen Regierung dort interniert und blieben bis 1921 dort als Auflieger. Bei Kriegsende waren die Schiffe aufgrund jahrelang vernachlässigter Wartung in sehr schlechtem Zustand. Da das Deutsche Reich nach dem Versailler Vertrag den größten Teil seiner Handelsflotte abgeben musste, wurden sie schließlich, als Kriegsbeute konfisziert. Durch die Deutsche Segelschiff-Kontor konnten viele Schiffe wieder zurück nach Europa überführt werden. Die in Chile internierten Segelschiffe wurden noch einmal mit Chilesalpeter beladen, das die deutschen Reeder auf eigene Rechnung nach Europa verschiffen durften. Beispielhaft hier die Viermastbark Parma, die durch die Hamburger Reederei F. Laeisz für £ 10.000 zurückgekauft werden konnte und noch weit bis in die 30er Jahre auf den Weltmeeren segelte.

1975 erhielt Iquique eine Freihandelszone (ZOFRI), was zum wirtschaftlichen Aufblühen der Stadt führte. Der Aufschwung währte allerdings nicht lange, da Peru ab 1992 ebenfalls diverse Städte mit Freihandelszonen versah.

Am 12. April 2004 wurde Alto Hospicio mit 50.190 Einwohnern (Volkszählung 2002) aus Iquique ausgegliedert und zur selbständigen Gemeinde erklärt.

Iquique wurde in den Abendstunden des 1. April 2014 von einem schweren Seebeben getroffen, dessen Epizentrum ca. 100 Kilometer entfernt lag.<ref>weather.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deadly Earthquake Strikes Near Iquique, Chile; Chilean Tsunami Warnings Continue Though No Immediate U.S. Tsunami Threat (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.weather.com, vom 2. April 2014</ref>

Im Oktober 2024 fiel die zwischen 1899 und 1904 aus Holz errichtete Franziskanerkirche San Antonio de Padua, die 1994 zu einem Nationaldenkmal erkoren wurde, einem Brand zum Opfer.

Sehenswürdigkeiten

Der Tourismus spielt eine zunehmende Rolle. Die langen Strände ziehen trotz des nicht sehr warmen Pazifiks Badegäste an. Vor allem der Strand Cavancha ist in der Badesaison (Oktober bis April) sehr gut besucht. Es finden regelmäßige kulturelle Veranstaltungen statt (z. B. im Teatro Municipal an der Plaza Arturo Prat).

Etwa 50 km östlich der Stadt befinden sich die Humberstone- und Santa-Laura-Salpeterwerke, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören.

Wirtschaft

Der einst neben Antofagasta wichtigste Salpeterhafen Chiles hat an Bedeutung verloren, die Stadt ist nun Industriezentrum mit fisch- und erdölverarbeitenden Betrieben.

Der im Jahr 1975 gegründete zollfreie Hafen von Iquique ist einer der größten zollfreien Häfen Südamerikas. Im Jahr 2022 kamen hier der chilenischen Zollstatistik zufolge insgesamt 44 Millionen Tonnen Kleidung aus Europa, Asien, Nord-, Mittel- und Südamerika an.<ref>Wie die Atacama-Wüste zum Fast Fashion-Friedhof wurde. National Geographic, 29. Juni 2025</ref>

Rund 40 km südlich von Iquique liegt der internationale Flughafen Diego Aracena ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), der zivilen und militärischen Zwecken dient.

Söhne und Töchter der Stadt

Städtepartnerschaften

Siehe auch

Weblinks

Commons: Iquique – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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