Patrick Makau Musyoki
| Patrick Makau Musyoki Vorlage:SportPicto | ||||||||||
|
Datei:Patrick Makau Musyoki running world record at Berlin Marathon 2011.jpg
| ||||||||||
| Nation | Datei:Flag of Kenya.svg Kenia | |||||||||
| Geburtstag | 2. März 1985 (41 Jahre) | |||||||||
| Geburtsort | Manyanzwani, Kenia | |||||||||
| Karriere | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bestleistung | 58:52 h (Halbmarathon) 2:03:38 h (Marathon) | |||||||||
| Karriereende | 2018 | |||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||
| ||||||||||
| ||||||||||
| letzte Änderung: 14. Juli 2018 | ||||||||||
Patrick Makau Musyoki (* 2. März 1985 in Manyanzwani, Kenia) ist ein ehemaliger kenianischer Langstreckenläufer, der sich auf Straßenläufe spezialisiert hatte. Er war von 2011 bis 2013 Inhaber des Weltrekords im Marathonlauf (2:03:38 h, aufgestellt beim Berlin-Marathon 2011).
Karriere
Makau wuchs mit sechs Geschwistern auf; seine Eltern waren Kleinbauern. Er besuchte die Unyuani Primary School bis 1999 und danach die Kyeni Academy, wo er 2001 ernsthaft mit dem Laufsport begann. In den nächsten beiden Jahren qualifizierte er sich für die nationalen Schulmeisterschaften und wurde von Jimmy Muindi entdeckt, der sich nach Makaus Oberschulabschluss seiner annahm. Während es Makau zunächst nicht gelang, den Ansprüchen seines Mentors gerecht zu werden, schaffte er 2005 mit zwei Siegen bei Straßenläufen in Tansania und Kenia den Durchbruch.
2006 trat er zum ersten Mal außerhalb Afrikas an und gewann den Tarsus-Halbmarathon in 1:02:42 h, obwohl er aufgrund seiner Unerfahrenheit den Startschuss versäumte und deshalb mit einem Rückstand von 100 m ins Rennen ging. Bei diesem Rennen lernte er den Manager Ian Ladbrooke kennen, der ihn in den nächsten Jahren betreute. Einen Monat später gewann er die 25 km von Berlin in 1:14:08 h.<ref>IAAF: Musyoki and Arusei retains Kenyan hold on Berlin 25km. 7. Mai 2006</ref> Er wurde für die Straßenlauf-Weltmeisterschaften in Debrecen (20 km) nominiert, bei der er auf den 26. Platz kam.
2007 wurde er beim RAK-Halbmarathon in 59:13 min Zweiter hinter Samuel Kamau Wanjiru, der mit 58:53 min einen Weltrekord aufstellte. Danach siegte er beim Berliner Halbmarathon in 58:56 min und etablierte sich damit hinter Wanjiru und Haile Gebrselassie als der bislang drittschnellste Läufer auf der Halbmarathon-Distanz.<ref>IAAF: Musyoki (58:56 min) and Johnson clocks (68:28) in Berlin Half Marathon. 1. April 2007</ref> Kurz darauf gewann er den Würzburger Residenzlauf und siegte erneut bei den 25 km von Berlin, verpasste aber wegen der heißen Witterung mit einer Zeit von 1:14:23 h den angepeilten Weltrekord.<ref>IAAF: Kenyans Musyoki and Chepchirchir win Berlin 25k in high temperatures. 6. Mai 2007</ref><ref>Katrin Schulze: Neuer Name, altes Glück. In: Der Tagesspiegel. 7. Mai 2007, abgerufen am 15. Dezember 2010.</ref> Nach einem zweiten Platz beim Rotterdam-Halbmarathon in 59:19 min wurde er bei den Straßenlauf-Weltmeisterschaften in Udine über die Halbmarathon-Distanz ebenfalls Zweiter in 59:02 min und holte mit der kenianischen Mannschaft Gold.
2008 gewann er den RAK-Halbmarathon in 59:35 min<ref>IAAF: Kenya secures swift but exceptionally tight doubles at the Ras Al Khaimah Half Marathon. 8. Februar 2008</ref> und den CPC Loop Den Haag in 1:00:08 h,<ref>IAAF: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Patrick Makau Musyoki and Pauline Wangui winners in City-Pier-City Half Marathon ( vom 2. Februar 2017 im Internet Archive). 15. März 2008</ref> wiederholte seinen Sieg beim Berliner Halbmarathon mit einer Zeit von genau einer Stunde<ref>IAAF: Musyoki and Arusei victors in Berlin Half Marathon. 6. April 2008</ref> und triumphierte beim Rotterdam-Halbmarathon in 59:29 min.<ref>IAAF: Double Kenyan victory, as six go sub-60 in Rotterdam. 14. September 2008</ref> Zum Saisonabschluss errang er erneut Einzel-Silber und Team-Gold bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro.
2009 siegte er erneut beim RAK-Halbmarathon und schob sich mit seiner Zeit von 58:52 min auf Platz zwei der ewigen Bestenliste im Halbmarathon.<ref>IAAF: Makau produces second fastest time ever, Tune clocks national record at RAK Half Marathon – updated. 20. Februar 2009</ref> Anschließend gab er beim Rotterdam-Marathon sein Debüt auf der Marathondistanz und belegte in 2:06:14 h den vierten Rang.
Im Jahr darauf gewann er zum zweiten Mal den Den Haager CPC Loop.<ref>IAAF: Makau and Wangui win again in The Hague. 15. März 2010</ref> Beim Rotterdam-Marathon siegte er mit der Weltjahresbestzeit von 2:04:48 h<ref>IAAF: Makau storms 2:04:48 in Rotterdam. 11. April 2010</ref> und beim Berlin-Marathon in strömendem Regen mit 2:05:08 h.<ref>IAAF: Makau and Kebede triumph in rainy Berlin. 26. September 2010</ref><ref>IAAF: Makau now the Marathon’s man to beat. 27. September 2010</ref>
2011 wurde er Dritter beim London-Marathon. Beim Berlin-Marathon trat er gegen den Weltrekordhalter Haile Gebrselassie an, den er nach einer Tempoverschärfung bei km 27 hinter sich ließ. Während der Äthiopier bald danach das Rennen vorzeitig beenden musste, verbesserte Musyoki dessen alte Rekordmarke um 21 Sekunden auf 2:03:38 h.<ref>leichtathletik.de: Patrick Makau läuft in Berlin Weltrekord. 25. September 2011</ref><ref>IAAF: Makau stuns with 2:03:38 Marathon World record in Berlin! 25. September 2011</ref>
Am 28. Oktober 2012 gewann er mit einer Zeit von 2:06:12 h den BMW-Marathon in Frankfurt am Main. Er setzte sich dabei acht Minuten vor dem Zieleinlauf an die Spitze des Feldes und blieb deutlich über seiner Rekordzeit aus 2011.
2014 und 2015 siegte er beim Fukuoka-Marathon in fast identischen Zeiten von 2:08:22 h und 2:08:18 h. 2016 nahm er erneut teil und wurde dieses Mal hinter dem Äthiopier Yemane Tsegay in einer Zeit von 2:08:57 h Zweiter.
Im September 2018 erklärte Makau aufgrund anhaltender Patellasehnenprobleme seinen Rücktritt vom aktiven Leistungssport.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Former Marathon World Record Holder Patrick Makau Retires From The Sport.] letsrun.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. September 2018 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Patrick Makau Musyoki lebt zusammen mit seiner Frau, einer Tochter und zwei Söhnen in Ngong. Er wird von dem Manager Zane Branson für Posso Sports betreut.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Athletenporträt auf der Website von Posso Sports ( vom 3. August 2009 im Internet Archive)</ref>
Das Geld, das er mit seinen sportlichen Erfolgen verdient, investierte er in Appartementhäuser in Nairobi; außerdem ist er als Landwirt und Unternehmer tätig. Das Geld für den ersten Flug nach Europa lieh ihm seinerzeit seine Läuferkollegin Catherine, die er drei Jahre später heiratete.<ref>Alle Informationen aus: „Laufen ist ein guter Job“, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 22. April 2012, Seite 20, Interview mit Michael Reinsch, Zitat: „Ich baue Appartmenthäuser in Nairobi, die ich vermiete. Ich baue vor allem Mais und Kaffee an. Damit beschäftige ich mehr als vierzig Leute. Um den Kindern eine Erziehung zu ermöglichen, will ich eine Schule bauen.“</ref>
Persönliche Bestzeiten
- Halbmarathon: 58:52 min, 20. Februar 2009, Ras Al Khaimah
- Marathon: 2:03:38 h, 25. September 2011, Berlin
Weblinks
- Patrick Makau Musyoki in der Datenbank von World Athletics (englisch)
- Athletenporträt auf marathoninfo.free.fr
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Musyoki, Patrick Makau |
| KURZBESCHREIBUNG | kenianischer Langstreckenläufer |
| GEBURTSDATUM | 2. März 1985 |
| GEBURTSORT | Manyanzwani bei Tala, Distrikt Kangundo, Provinz Eastern |