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Ōdachi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ōdachi
Datei:Nodachi.jpg
Angaben
Waffenart: Schwert
Bezeichnungen: Nodachi
Verwendung: Waffe, traditionelle Waffe
Entstehungszeit: etwa 15. Jh
Einsatzzeit: bis aktuell
Ursprungsregion/
Urheber:
Japan, Samurai
Verbreitung: Japan, heute weltweit
Griffstück: Holz, Metall, Elfenbein, Fischhaut, Seide
Besonderheiten: Da das Ōdachi recht unhandlich war, beschränkte sich seine kämpferische Anwendung zumeist auf die offene Feldschlacht.
Listen zum Thema

Das Ōdachi (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „Groß-Tachi“) oder auch Nodachi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „Feld-Tachi“) ist eine längere Variante des als Tachi bezeichneten japanischen Schwertes.

Beschreibung

Das Ōdachi wurde wegen seiner Länge über den Rücken geschlungen oder in der Hand getragen. Es existieren auch historische Illustrationen, in denen ein Diener die Waffe seines Herren trägt. Die Tatsache, dass die meisten der historisch erhaltenen Waffen als Prunkwaffe oder Zeremonialschwert genutzt wurden, verleitet oft zur Annahme, dass dies der einzige Verwendungszweck gewesen sei. Vielmehr verhält es sich so, dass es im Laufe der japanischen Geschichte ein Gesetz gab, welches die Klingenlänge beschränkte, weshalb die meisten der nicht zeremoniellen Klingen gekürzt wurden. Da das Ōdachi recht unhandlich war, beschränkte sich seine kämpferische Anwendung zumeist auf die offene Feldschlacht. Ōdachi wurden genauso wie gewöhnliche Nihontō geschmiedet. Dies erklärt den hohen Aufwand zur Herstellung dieser Waffe, da es auch partiell gehärtet und klassisch poliert wurde.

Ōdachi Norimitsu

Datei:Odachi-Masayoshi-at-Yahiko-Shrine.png
Der Odachi Masayoshi wurde vom Klingenschmied Sanke Masayoshi im Jahr 1844 geschmiedet. Die Klingenlänge (Nagasa) beträgt 225,43 cm und die Länge der Griffangel (Nakago) 92,41 cm.

Das längste bekannte Ōdachi ist der Ōdachi Norimitsu mit einer Gesamtlänge von 377 cm. Es wurde von dem japanischen Schwertschmiedemeister Norimitsu aus Osafune im früheren Bishū im August 1446 gefertigt.<ref name="norimitsu" /> Es wird heute im Kibitsu-Schrein von Okayama aufbewahrt.<ref name="norimitsu" /> Das besondere an dem Schwert ist, dass die Klinge aus einem Stück geschmiedet ist, in der gleichen Art wie ein herkömmliches japanisches Schwert (Katana).<ref name="norimitsu" /> Andere Tempelschwerter in besonderen Längen wurden aus zwei Teilen zusammengesetzt. Die Klinge ist differenziert gehärtet, die Hamon ist echt und die Klinge besitzt eine Bo-Hi (Hohlkehle oder umgangssprachlich, jedoch unzutreffend, „Blutrinne“).<ref name="norimitsu" />

Beschreibung der Sonderform

Dies sind die Spezifikationen des Ōdachi Norimitsu.<ref name="norimitsu">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ôdachi Gallery – Norimitsu Ôdachi.] In: Japan Trip. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL;.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

  • Gesamtlänge: 377 cm
  • Nagasa (Schneide): 226,7 cm
  • Sori (Krümmung): 5,0 cm
  • Nakago (Angel): 151 cm
  • Dicke der Klinge (maximal): 2,34 cm
  • Habaki: 5,85 cm
  • Gewicht: 14,5 kg
  • Mei (Klingensignatur): Bishū Osafune Norimitsu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • Aufbewahrungsort: Kibitsu-Schrein
  • Fertigungszeit: August 1446
  • Sugata (Klingenform): Shinogi-zukuri, maru-mune, bo-hi mit maru-dome
  • Hada (Klingenmaserung): Itame
  • Hamon (Form der Härtelinie): Ko-gunome, choji mit tobiyaki und kinsuji.

Literatur

  • Nick Evangelista: The encyclopedia of the sword. Greenwood Press, Westport CT 1995, ISBN 0-313-27896-2, S. 419.
  • Stephen Turnbull: The Samurai Swordsman. Master of War. Tuttle Publishing, North Clarendon VT 2008, ISBN 978-4-8053-0956-8.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />