über.morgen
| über.morgen
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| Datei:Über.morgen Logo.jpg | |
| Beschreibung | österreichisches Magazin |
| Erstausgabe | 28. Oktober 2009 |
| Einstellung | 2014 |
| Verkaufte Auflage | 1.000 Exemplare |
| Herausgeber | Verein zur Förderung studentischer Eigeninitiativen |
| Weblink | www.uebermorgen.at |
| ISSN (Print) | 2307-5694 |
über.morgen war ein von 2009 bis 2013 erscheinendes unabhängiges österreichisches Magazin, das aus den Studierendenprotesten rund um die Besetzung des Audimax der Universität Wien 2009/10 entstand. Im Jahr 2013 wurde es mit dem Nachwuchspreis des „New Media Journalism Award“ des Österreichischen Journalisten Clubs ausgezeichnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />derStandard.at: New Media Journalism Award für Futurezone.at ( vom 23. Oktober 2013 im Internet Archive)</ref> Anfang 2014 wurde das Magazin nach 37 Ausgaben eingestellt.<ref name="uem14">uebermorgen.at: Impressum. Abgerufen am 23. April 2014.</ref>
Geschichte
über.morgen entstand ursprünglich aus den Studierendenprotesten rund um die Besetzung des Audimax der Universität Wien 2009/10. Am 26. Oktober 2009 wurde im basisdemokratisch organisierten Plenum des besetzten Audimax die AG Zeitung gegründet. Das Ziel des linksalternativen, selbstverwalteten Zeitungsprojekts war es zunächst, als „Sprachrohr der Protestbewegung“<ref name="unibrennt"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />unibrennt.at/wiki/Zeitung ( vom 24. November 2010 im Internet Archive)</ref> und im Sinne eines „positiven Boulevardjournalismus“<ref name="augustin"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Augustin: Warum wir auf die Straße gehen. Über einen weiteren Versuch, "positiven Boulevardjournalismus" zu betreiben. 18. November 2009 ( vom 15. November 2013 im Internet Archive)</ref>, möglichst breite Bevölkerungsgruppen über die Anliegen der Studierenden zu informieren.<ref>Plenum Uni Wien: Protokoll, Montag, 26. Oktober 2009 (20:00 Uhr). Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. November 2011; abgerufen am 28. Juli 2012.</ref> Der ursprüngliche Name der Zeitung, Morgen, wurde bewusst in Anlehnung an die österreichische Gratiszeitung Heute gewählt.<ref>Das Konzept. Die Zeitung für Schüler: Bernhard Goldnagl: Studenten im Audimax. Abgerufen am 31. Juli 2012.</ref> Am 28. Oktober erschien bereits die erste Ausgabe mit dem Untertitel „U-Bahnzeitung der Protestbewegung“. Sie hatte eine Auflage von 1.000 Stück<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />derStandard.at: Zehntausende demonstrierten in Wien gegen Bildungsabbau. 28. Oktober 2009 ( vom 21. September 2013 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wiener Zeitung: Walter Hämmerle, Nina Flori: Ein Lehrbeispiel für Parteien. 2. November 2009 ( vom 21. September 2013 im Internet Archive)</ref><ref>Plenum Uni Wien: Protokoll, Dienstag, 27. Oktober 2009 (Abend). Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. November 2011; abgerufen am 28. Juli 2012.</ref> und wurde an den U-Bahn-Stationen und in den Straßen Wiens verteilt.<ref name="unibrennt"/> Die Zeitschrift wurde in der Folge medial als „Zentralorgan des Audimaxismus“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />fm4.at: Martin Blumenau: Beleg Exemplar. 27. Januar 2010 ( vom 21. September 2013 im Internet Archive)</ref> wahrgenommen. Unter dem Namen Morgen erschien sie bis zum Ende der Audimax-Besetzung im Dezember 2009 wöchentlich und insgesamt achtmal.
Im Januar 2010 musste sich die Zeitschrift aus Copyright-Gründen umbenennen.<ref>Wir feiern Namenstag! In: über.morgen - Dein Begleitheft zur Krise (= 4. Jg., Nr. 2). 2. März 2012, S. 2. Abgerufen am 31. Juli 2012.</ref> Ab 20. Januar 2010 erschien sie nun als über.morgen, zunächst noch mit dem Untertitel „die kritisch-unabhängige Studierendenzeitung“, ab Oktober 2011 mit dem Untertitel „Dein Begleitheft zur Krise“.<ref>über.morgen - Dein Begleitheft zur Krise (= 3. Jg., Nr. 7). 7. Oktober 2011, S. 1. Abgerufen am 31. Juli 2012.</ref> Gleichzeitig mit der Umbenennung erfolgte die Gründung eines gemeinnützigen Herausgebervereins (Verein zur Förderung studentischer Eigeninitiativen). Bis Juni 2012 erschienen insgesamt 26 Ausgaben unter dem neuen Namen über.morgen. Im März 2013 gab es einen Relaunch.<ref name="Stand"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Standard: Erbe des Audimaxismus als lebender Organismus. 9. Mai 2013 ( vom 21. September 2013 im Internet Archive)</ref> Es erfolgte eine Aufteilung in eine Print- und Onlineausgabe des Mediums. Die Printausgabe erhielt einen neuen, farbigen Magazinstil.
Im Jahr 2013 wurde über.morgen mit dem Nachwuchspreis des „New Media Journalism Award“ des Österreichischen Journalisten Clubs ausgezeichnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />derStandard.at: New Media Journalism Award für Futurezone.at ( vom 23. Oktober 2013 im Internet Archive)</ref> Die letzte der insgesamt 37 Ausgaben erschien im Herbst 2013. Anfang 2014 wurde das Magazin (Print- und Onlineausgabe) eingestellt.<ref name="uem14"/>
Inhalt und Struktur
Die Printausgabe von über.morgen war inhaltlich multithematisch ausgerichtet. Das Themenspektrum umfasste – dem Anspruch des Untertitels „Dein Begleitheft zur Krise“ entsprechend – aktuelle und vergangene wirtschaftliche, gesellschaftliche und existenzielle Krisen. Sie legte den Schwerpunkt auf ausführliche Reportagen, Interviews und Fotostrecken. Die Onlineausgabe fokussierte sich auf Kolumnen, Kommentare, Rezensionen und Blogeinträge.
Im Mittelpunkt der journalistischen Arbeitsweise standen der individuelle Stil der Redakteure, alternative Blickwinkel und das Suchen nach neuen Formen des Erzählens gesellschaftlich relevanter Geschichten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />über.morgen: Impressum ( vom 4. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref> über.morgen wollte einen unkomplizierten Zugang zu komplexen Themen,<ref name="Stand"/> fühlte sich hierbei keinem bestimmten Genre verpflichtet und bekannte sich zum „Trash als journalistisches Stilmittel“. Die vom Gonzo-Journalismus geprägte,<ref>Markus Schauta: Storys. Abgerufen am 23. April 2014.</ref> subjektive Berichterstattung wurde zum Programm gemacht.<ref name="Stand"/>
Die Finanzierung des Mediums erfolgte über Crowdfunding<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />respekt.net: über.morgen - Gebt uns Farbe! ( vom 21. September 2013 im Internet Archive)</ref>, Subventionen und Anzeigen. Die Posten der Chefredakteure rotierten.<ref name="Stand"/>
über.morgen hatte zahlreiche Interviewpartner, wie beispielsweise den Bundesminister Karlheinz Töchterle<ref>über.morgen (= 3. Jg., Nr. 5). 24. Juni 2011, S. 16f.</ref>, die Regisseure Stefan Ruzowitzky<ref>über.morgen (= 2. Jg., Nr. 3), 17. Februar 2010, S. 12.</ref> und Hans Neuenfels<ref>über.morgen (= 2. Jg., Nr. 12). 29. Oktober 2010 S. 10ff.</ref>, den Künstler Andre Heller<ref>über.morgen (= 2. Jg., Nr. 1). 20. Januar 2010, S. 9.</ref>, den Aktionisten Hubsi Kramar<ref>Morgen (= Nr. 3). 11. November 2009, S. 13.</ref>, den Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann<ref>Morgen (= Nr. 8). 12. Dezember 2009, S. 8f.</ref>, den Schriftsteller Franz Schuh<ref>über.morgen (= 2. Jg., Nr. 8). 28. Mai 2010, S. 8.</ref>, den Kabarettisten Josef Hader<ref>über.morgen (= 2. Jg., Nr. 1). 20. Januar 2010, S. 12f.</ref>, die Schriftstellerin Barbara Frischmuth<ref>über.morgen (= 2. Jg., Nr. 11 ). 1. Oktober 2010, S. 6f.</ref>, die Kabarettgruppe Maschek<ref>Morgen (= Nr. 5), 25. November 2009, S. 8f.</ref>, den Wiener Dompfarrer Anton Faber, den Schauspieler Manuel Rubey<ref>über.morgen (= 02/2013), S. 8–16.</ref>, den iranischen Autor Bahman Nirumand<ref>Morgen (= Nr. 6). 2. Dezember 2009, S. 10f.</ref>, den ecuadorianischen Ökonom Alberto Acosta<ref>über.morgen (= 3. Jg., Nr. 9). 9. Dezember 2011, S. 2.</ref>, die Flüchtlingshelferin Ute Bock<ref>Morgen (= Nr. 2). 5. November 2009, S. 6.</ref>, den Grün-Politiker Alexander Van der Bellen<ref>Morgen (= Nr. 7). 9. Dezember 2009, S. 6f.</ref> und die Wiener ÖVP-Politikerin Ursula Stenzel<ref>über.morgen (= 01/2013), S. 24–31.</ref>. Auch zahlreiche Bands, wie Ja, Panik<ref>Morgen (= Nr. 2). 5. November 2009, S. 9f.</ref> und Gustav<ref>Morgen (= Nr. 3). 11. November 2009, S. 10f.</ref> standen der über.morgen Rede und Antwort. Gastkommentare für die über.morgen verfassten zum Beispiel Bundesministerin Beatrix Karl<ref>über.morgen (= 2. Jg., Nr. 2). 3. Februar 2010, S. 10.</ref>, die Politiker Klaus Werner-Lobo<ref>Morgen (= Nr. 3). 11. November 2009, S. 5.</ref> und Friedhelm Frischenschlager<ref>über.morgen (= 4. Jg., Nr. 3). 20. April 2012, S. 11.</ref>, der Globalisierungskritiker Christian Felber<ref>Morgen (= Nr. 3). 11. November 2009, S. 9.</ref> und der Journalist Martin Blumenau<ref>über.morgen (= 2. Jg., Nr. 1). 20. Januar 2010, S. 11.</ref>. Online erschien unter anderem eine regelmäßige Kolumne des Tierrechtsaktivisten Martin Balluch.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uebermorgen.at: Der Balluch ( vom 4. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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