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Zyklomatische Zahl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die zyklomatische Zahl ist ein Begriff aus dem mathematischen Teilgebiet der Graphentheorie.

Definition

Sei <math>G</math> ein Graph. Die Anzahl der Basiselemente einer Zyklenbasis, also die Dimension des Zyklenraumes von <math>G</math> heißt zyklomatische Zahl. Sie wird auch Index des Graphen genannt.<ref>Peter Tittmann: Graphentheorie. Fachbuchverl. Leipzig im Carl-Hanser-Verl., München 2003, ISBN 3-446-22343-6, S. 134.</ref><ref>Reinhard Diestel: Graph theory. Springer, Berlin 2010, ISBN 978-3-642-14278-9, S. 23.</ref>

Eigenschaften

  • Der Index ist nie negativ und verschwindet genau dann, wenn es sich bei dem Graphen um einen Wald handelt.
  • Der Index ist nie größer als die Anzahl der Zyklen des Graphen und ist genau dann gleich dieser Anzahl, wenn es sich um einen Kaktusgraph handelt.
  • Die zyklomatische Zahl kann durch die Formel
<math>\mu (G):=|E(G)|-|V(G)|+\kappa (G)</math>
berechnet werden, dabei bezeichnet <math>|E(G)|</math> die Anzahl der Kanten (engl. edges), <math>|V(G)|</math> die Anzahl der Knoten (engl. vertices) und <math>\kappa (G)</math> die Anzahl der Zusammenhangskomponenten des Graphen.<ref>Peter Tittmann: Graphentheorie. Fachbuchverl. Leipzig im Carl-Hanser-Verl., München 2003, ISBN 3-446-22343-6, S. 136.</ref>

Einzelnachweise

<references />